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Zu der Thematik "Bürgerkrieg im alten China" erschienen von Koei bisher einige Spiele. Neben Kessen und Dynasty Tactics gehört auch das actionlastige Dynasty Warriors dazu. Das Gameplay ist schon immer recht simpel gewesen, meist hilft nur einfaches Draufschlagen auf die Tasten.
Am Anfang wählt ihr im Hauptmodus einen von neun Generälen. Jeweils drei stehen für eine bestimmte Gruppe. Ist dies getan, kann es auch schon los gehen. Zu erst wird euch die Vorgeschichten mit schicken Randesequenzen dargestellt, dann geht's nach der Einführung und der Einstellungen der Optionen auch schon los. Ihr kämpft nicht allein. Hunderte Soldaten unterstützen euch beim Kampf gegen die Feinde. Dabei ist besonders die Moral eurer Truppe sehr wichtig. Wenn ihr gegnerische Generäle tötet, schöpfen eure Leute weiter Mut und kämpfen mit mehr Elan. Ohne eure Truppen, habt ihr nämlich keine Chance die Gegner zu schlagen. Viel Abwechslung dürft ihr bei Dynasty Warriors 3 jedoch nicht erwarten. Meist werdet ihr wohl auf die X- oder Y-Taste hauen, mit denen ihr entweder eine normale Attacke oder einen etwas stärkeren Schlag ausführt. Euch ist es aber auch möglich, bestimmte Kombos zu vollbringen, die besonders großen Schaden anrichten. Durch das Besiegen von Gegnern füllt sich der Musoubalken. Wenn dieser gefüllt ist, lässt sich ein besonders starker Angriff starten. Wenn nun auch die Lebensenergie recht niedrig ist, wird er noch vernichtender und euer Schwert fängt an zu brennen. Die Musouattacke ist jedoch zeitlich eingeschränkt. Des weiteren lässt sich mit Pfeil und Bogen hantieren. Dann wechselt die Kamera in eine Ego-Perspektive. Dieser Angriff ist jedoch selten nutzvoll, da ein gut getimter Nahangriff weitaus effektiver ist. Mit der A-Taste lässt sich ebenfalls noch ein eher unnützer Sprung ausführen. Die meiste Zeit verbringt ihr nun damit auf die Knöpfe zu drücken, um nicht enden wollende Scharen von Soldaten zu töten. Wenn ihr einen General, der auf einem Pferd oder einem Elefanten reitet, besiegt, könnt ihr dessen Tier besteigen und aus luftiger Höhe die Feinde angreifen. Diese Tiere helfen euch auch weite Wege zurück zu legen, denn die Karten sind meist recht groß. Damit auch der stärkste Krieger sich mal eine Pause gönnen kann, verlieren getötete Gegner Nahrung, die sonst die Lebensenergie wieder auffrischen. Des weiteren lassen euch Powerups schneller angreifen oder besserer Schutz geben. Während die nicht gegebene Abwechslung im Spielgeschehen noch zu ertragen ist, enttäuscht die Technik absolut. Ein dicker Nebel umhüllt jederzeit das Kampfgeschehen und von Weitsicht lässt sich leider gar nicht erst sprechen. Durch diesen dichten Nebel scheinen Gegner aus dem Nichts zu entstehen, was nicht gerade den Spielspaß vergrößert. In manchen Karten, besonders bei Nacht, ist der Nebel so dicht, dass ihr kaum die eure Hand vor den Augen erkennen könnt. Auch die Landschaftstexturen sind sehr karg und alles andere als ansehnlich. Nur die Protagonisten, die Spezialangriffe und die Rendersequenzen sind erträglich. Technisch hat sich zur PS2-Version enttäuschenderweise nichts geändert, obwohl es auch dort von allen Magazinen getadelt wurde. Wenigstens läuft das Spielgeschehen bis auf den Multiplayermodus flüssig, aber darauf kommen wir später noch zu sprechen. Ein weiteres Manko ist die schlechte Kameraführung, durch die man manchmal nur schwerlich den nächsten Gegner erreichen kann. Neben der Grafik ist auch der Sound nicht gerade positiv ausgefallen. Im Kampf begleiten euch harte Gitarrenriffs, die zwar anhörbar sind, aber keinesfalls zur Thematik passen. Noch schlimmer sieht es bei der Synchronisation aus. Nicht nur, dass die Sprüche sich im Kampf andauernd wiederholen und einem langsam aus den Ohren raushängen, dazu kommt noch, dass man glaubt die Sprecher seien noch im Halbschlaf. Außerdem ergeben teilweise die gesprochen Texte keinen Sinn oder sind absolut falsch betont. Leider sieht es so auch in bei der englischen Synchronisation aus. Wer nun glaubt das Spiel hätte rein gar nichts zu bieten, der täuscht sich ein wenig. Es ist möglich durch das Durchspielen des Storymodus oder anderer Spielmodi bis zu 41 Charaktere mit ihrer eigenen Geschichte frei zu spielen. Falls euch der Spaß an den Spiel nicht schnell vergeht, werdet sich wohl lange die DVD in eurem Laufwerk behalten. Ganz ansehnlich ist ebenfalls der Multiplayermodus. Dort spielt ihr entweder mit einem Freund im KoOp-Modus den Storymodus oder duelliert euch mit ihm im VS-Modus. Leider beeinträchtigt der Splitscreen und der Nebel dann die Sicht so stark, dass es kaum möglich ist, seinen Partner wieder zu finden. Falls ihr auf kleinen Karten spielt, ist es schon recht spaßig. Leider kommt das Spiel leicht zum Stocken, wenn ihr oder euer Partner einen Musouangriff ausführt Pro viel freispielbar netter Zweispielermodus Contra technisch schlecht stupides Spielprinzip schlechter Sound Ein Spiel zum Abreagieren erwartete ich, als ich dynasty Warriors 3 aus der verpackung half. Meine erste Vermutung hatte mich nicht getäuscht, denn mit Strategie und komplizierten Tastenkombinationen die man tagelang einstudieren muss, hat das Spiel wenig gemein. Stattdessen drischt man wahllos auf die Tasten und erfreut sich über eine vernichtende Musouattacke. Grafisch hab ich mir von Anfang an nichts weltbewegendes erhofft. Doch was ich dann sah, war noch mal einen Tick schlechter als erwartet. Der Sound enttäuscht dabei noch ein wenig mehr. Eigentlich stört mich keine Rockmusik, eher gesagt ich höre sie oft, aber zu chinesischer Geschichte passt sie weiß Gott nicht. Zu der Synchronisation muss man wohl nicht mehr viel sagen, denn so etwas schlechtes haben meine Xbox verwöhnten Ohren lange nicht mehr gehört. Wer jedoch auf ein kompromissloses Actiongame setzt, wo erst gekämpft wird und dann eventuell gefragt, der kann Dynasty Warriors 3 anspielen. Allen anderen rate ich davor ab. Buffy und Indiana Jones und die Kaisergruft sind zwei Top Titel in die 60 Euro; besser investiert sind. |
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