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Trapt

PS2
» Grafik: 70
» Sound: 70
» Spielspaß Solo: 75
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung:
74
» Anzahl Bewertungen: 2     » alle zeigen
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Infos
» Von: Vincent Vega
» Am: 31.03.2006
» Spielzeit: 8 h
» Grafik: 70
» Sound: 70
» Spielspaß Solo: 80
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung: 78
Pro
neues Spielkonzept
Kombinations-möglichkeiten
Contra
schlechte Steuerung
schlechte Übersetzung
schwache Handlung
Qualität
» bewertet mit: 8
In der Sprachfalle

Trapt kommt mit einem ganz neuen Spielkonzept daher. Statt sich mit roher Gewalt durch Gegnerhorden zu prügeln oder zu schießen muss man hier mit Köpfchen Fallen stellen welche die Widersacher zur Strecke bringen. Ob das ganze so lohnenswert ist wie es sich anhört?

Die Story:
Die Story von Trapt bietet wenig neues und lässt sich eher als klassisch bezeichnen. Man spielt die Prinzessin Allina. Ihr Vater wurde von verschwörern ermordet und dieses Attentat wurde ihr von ihrer bösen Stiefmutter angelastet. Nun flüchtet Allina vor ihren Verfolgern in den Familiensitz, in dem ein Dämon gefangen gehalten wird, der sich jetzt Allina zu Nutze macht um aus seinem Gefängnis zu entfliehen.

Das Spiel:
Nach dem schön inszenierten und relativ langem Intro finden wir uns im Herrenhaus der Familie wieder. Doch die Verfolger sind uns dicht auf den Fersen. Also keine Zeit verlieren und die ersten Fallen setzen. Dafür stehen uns pro Raum jeweils drei Fallen zur Verfügung: eine für die Decke, eine für die Wand und eine im Boden. Die Fallen bieten uns viele abwechslungsreiche Möglichkeiten unsere Gegner auszuschalten. Vom Felsbrocken der von der Decke stürzt, über Speere, die aus der Wand schiessen, bis hin zu Bärenfallen, die unsere Gegner kurzzeitig bewegungsunfähig machen. Ausgelöst werden unsere Fallen per Knopfdruck, was allerdings ein wenig Eingewöhnung und Timing bedarf.
Der wirkliche Reiz des Spiels liegt darin, die Fallen möglichst geschickt zu kombinieren, damit diese maximalen Schaden anrichten. Dazu lassen sich auch diverse "vorinstallierte" Fallen in den einzelnen Räumen nutzen. So kann man den Gegner zum Beispiel in eine Bärenfalle locken, die diesen bewegungsunfähig macht. Dann lassen wir aus der Wand eine Säge schiessen, die dem Gegner Schaden zufügt und ihn gleichzeitig auf einen elektrischen Stuhl drückt, der im Raum steht.
Die Kombinationsmöglichkeiten sind schier unbegrenzt, zumal wir nach jedem absolvierten Level neue Fallen dazukaufen können, die jeweils andere, neue Möglichkeiten bieten.

Die Story zweiter Teil:
Damit wäre im Grunde schon fast alles über das Spiel gesagt, denn im Grunde passiert nicht mehr allzu viel. Zwar wird die Handlung zwischen den einzelnen Leveln per Zwischensequenzen weiter erzählt, allerdings beschränkt sich das ganze eigentlich nur darauf, das neue und noch stärkere Gegner ins Haus kommen und von uns in die Falle gelockt werden wollen.
Zwar haben die Entwickler versucht die Handlung mit diversen "Side-Stories" und überraschenden Wendungen zu strecken, doch das täuscht alles nicht über die schwache Handlung des Ganzen hinweg.

Idee hui, lokalisierung pfui:
Man sieht Trapt sofort seine japanische Herkunft an. Das Spiel ist komplett im Manga Stil gehalten. Das ist ja auch noch kein wirklicher Grund zur Kritik. Wirklich enttäuschend ist die Tatsache, das keinerlei Lokalisierung stattgefunden hat. Gesprochen wird ausschliesslich in japanisch. Zwar bietet das Spiel englische Untertitel, allerdings scheinen die Entwickler hier die selben Übersetzer angeheuert zu haben, die sonst für japanische Gebrauchsanweisungen zuständig sind. So kommt es dann auch des öfteren vor, dass man noch immer über den Sinn eines Satzes nachgrübelt, während die Zwischensequenz schon längst vorbei ist.

Die Steuerung:
Auch die Steuerung entpuppt sich als Falle. Zwar lässt sich die Heldin gut steuern, aber es hapert ganz eindeutig an der Kamera. Diese lässt sich viel zu langsam drehen, so dass man des öfteren mal die Übersicht verliert.
Auch hätte man den Controller wesentlich besser ausnutzen können. So hätte man dem Spieler zum Beispiel mehr Fallen pro Raum zusprechen können, statt die Belegung der Schultertasten an die hakelige Kamera zu verschwenden, zumal diese Steuerung auch per rechtem Analog-Stick erfolgen kann.
Fazit
Fazit:
Trapt ist ein wirklich interessantes Spiel. Aber leider auch ein gutes Beispiel dafür, wie eine schwache Handlung, eine schlechte Umsetzung und eine missratene Steuerung ein Spiel herunterziehen können.
Trapt eignet sich für die ein oder andere unterhaltsame Stunde, lässt aber aufgrund der schwachen Story und der schlechten Lokalisierung kaum Langzeitmotivation aufkommen. Dennoch sollte man Trapt mal anspielen, wenn man ein neues und frisches Spielprinzip zu Gesicht bekommen möchte.