Ordentliche Schlachtplatte für Splatter-Fans.Metzelspiele gibt es wie Sand am Meer. Doch nur wenige reichen in der Darstellung übertriebener Gewalt und blutiger Effekte an
Blood Rayne heran. Die kesse Dampir-Lady wusste bereits vor einigen Jahren durch durch das Vergießen von literweise Blut und sarkastische Sprüche zu überzeugen und baute sich so eine solide Fanbase auf. Kein Wunder also, dass dies einen Nachfolger ins Leben nach sich zog. Wir haben uns
Blood Rayne 2 (uncut) näher angeschaut und verraten im folgenden
Master-Review, ob der Titel mehr als Blut und abgetrennte Körperteile zu bieten hat.
Von Rache getrieben ...Metzelte sich
Rayne im ersten Teil noch durch Horden von bösen Nazis, macht der zweite Teil einen Zeitsprung in die 90er. 60 Jahre nach den Ereignissen des Vorgängers ist die sexy Halbvampirin immer noch
auf der Suche » Die neuen Kletterskills können sich sehen lassen. |
nach ihren letzten Blutsverwandten, die den Kult ihres Vaters
Kagan fortführen wollen. Diese dunkle Vereinigung strebt nach wie vor die alleinige Herrschaft der Vampire an – Menschen dienen in diesem Weltbild lediglich als Nahrungsquelle und werden wie Schlachtvieh gehalten. Ein guter Grund also die Klingen zu wetzen und sich ins blutige Getümmel zu stürzen.
Stilsicher beginnt der neueste Metzelausflug des bissigen Rotschopfes auf einer feinen Party. Im sexy Lederballkleid, welches dank frei justierter Kamera wahrlich tiefe Einblicke in Raynes brandneuen Polygonkörper gewährt, macht man sich daran, erste Widersacher zu bearbeiten. Dank einfachem Steuerungslayout geht dies auch recht einfach von der Hand und sorgt für unbeschwerte Schlägereien. Zahlreiche Moves, Finisher und Spezialfertigkeiten eröffnen dem Spieler dabei etliche Möglichkeiten, seine Feinde ins Verderben zu stürzen, was das
Kampfsystem insgesamt sehr brauchbar macht. Leider fehlt es den Fights an Abwechslung, wie sie beispielsweise
Ninja Gaiden Black oder
Devil May Cry 3 bieten.
Bloody RayneWie eingangs bereits angedeutet, wird
Blood Rayne ihrem Namen wieder einmal mehr als gerecht. So viele abgetrennte Körperteile, Blutfontainen und detaillierte Sterbeanimationen gibt es nur in wenigen anderen Titeln.
Feinde werden nicht nur mit den Klingen zerstückelt, zerhackt, geköpft oder erstochen, sondern finden ihr Ende unter anderem in Müllpressen, Ventilatoren im Feuer. Unbewaffnete Widersacher können zudem jederzeit angesprungen und ausgesaugt werden, was die eigene Lebensenergie regeneriert.
Neu hinzugekommen ist eine
Vampir-Knarre, die als Munition lediglich einen Vorrat Blutreserven voraussetzt. Der waffeninterne Vorrat kann jederzeit durch das Anzapfen unwilliger Opfer erneuert werden. Im Notfall darf man auch mit leeren Reserven ballern, allerdings bedient sich die Waffe dann fleißig am Lebensenergiebalken der Heldin. Neben all der blutigen Action haben die Entwickler auch
viele Sprung Sprung- und Kletterpassagen in den Titel eingebaut. Dank neuer akrobatischer Fähigkeiten schwingt
Rayne nun elegant an Fahnenstangen, grindet auf Treppengeländern und hangelt flink wie ein Wiesel von Laternenpfosten in den Rücken ihrer Gegner.
Grafisch zwiespältig, Akustisch sehr gutGrafisch hat der Titel im Vergleich zum Vorgänger gut zugelegt. Die Umgebungen sind weitaus detaillierter, die Heldin mit mehr Polygonen versehen und auch die Feinde wissen besser zu gefallen. Leider hapert es an den Animationen.
» Sowas gibt es in der deutschen Version nicht zu sehen. |
Zwar bewegt sich vor allem die Heldin sehr ordentlich, was vor allem beim Klettern toll aussieht, allerdings wollen die Kampfanimationen der Figuren nur bedingt überzeugen beziehungsweise zusammenpassen. Während die
Gore-Effekte wirklich gelungen sind, sieht das eigentliche
aufeinander Einprügeln sehr hölzern und unrealistisch aus.
Die integrierte Physik-Engine kommt ebenfalls zwiespältig daher. So sieht das Auseinandernehmen eines Bücherregals inklusive herumfliegendem Inhalt beispielsweise sehr schick aus, allerdings gibt es auch die ein oder andere unnatürlich anmutende Bewegung bei herum/umherfliegenden Gegenständen und Feinden zu beanstanden.
Akustisch ist hingegen
alles im grünen Bereich.
Raynes sarkastische Sprüche passen genauso zur blutigen Action wie die Soundeffekte. Die Hintergrundmusik fügt sich ebenfalls treffend ins Gesamtbild ein. So prügelt man sich in einer Kneipe zu Country-Musik, während im Opernhaus klassische Melodien das Ohr entzücken.