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Master-Review:   » drucken    » versenden

Flow: Urban Dance Uprising

» Autor: Klaus Fleerkötter
» Datum: 26.04.2006
» Gesamtwertung:
/5
3/5: Unterhaltsam
mit diversen Glanzpunkten.
Wie wir bewerten
Dance Dance Revolution meets Urban Style: Flow ist das erste HipHop-Tanzspiel.

Seit den Anfängen der Musikspiele zu PSone-Zeiten hat sich auf dem Sektor der rhythmischen Partygames einiges getan: Die Titel sind zahlreich zu erwerben, das Angebot an ungewöhnlichen Spezialcontrollern reicht von der einfachen Tanzmatte über Donkey Konga-Bongos hin zur aus Plastik gefertigten Guitar Hero-Miniaturgitarre. Während im Bereich der Tanzspiele Konami mit dem Dancing Stage / Dance Dance Revolution-Programm die Messlatte setzt, tritt Ubisoft nahezu alleine als Konkurrent auf. Ob sie mit Flow: Urban Dance Uprising mit der japanischen Qualitätsware Schritt halten können, zeigt unser Master-Review.

Im Großstadtdschungel ist die Hölle los
Zwar lizenzierte Konami bisher stets eine handvoll bekannter Tracks aus den diversen Musik-Hitlisten, den Großteil der Dancing Stage machten jedoch immer eigens kreierte Japano-Pop-Lieder aus.
» Die Großstadt, der Dschungel für Breakdancer.
Ubisoft fasst sich ein Herz für Freunde der west(küst)lichen Musikkultur und baut mit Flow: Urban Dance Uprising - der Name lässt es vermuten – ein Tanzspiel auf der Basis eines HipHop-Lizenz-Soundtracks auf. 51 Songs schnürten die Entwickler zu einem Paket zusammen, wobei der rhythmische Sprechgesang lediglich die Basis für weitere Einflüsse darstellt: Indie-, Funk-, Jazz- und House-inspirierte Titel ergänzen so das Repertoire. Es ergibt sich eine große Auswahl, die für verschiedenste Musikgeschmäcker etwas bereithält.

Kerngedanke aller Tanzmattenspiele ist selbstverständlich das Treffen von Richtungspfeilen zum Rhythmus der Musik. Diese von unten scrollenden Tastenangaben sollten nach Möglichkeit zum richtigen Zeitpunkt deckungsgleich mit am oberen Bildschirmrand positionierten Markierungen getreten (respektive gedrückt) werden. Neben einzelnen Hits sind auch gehaltene Steps sowie gesprungene Kombinationen mehrerer Richtungen gefordert. In Flow: Urban Dance Uprising werden diese durch eine Kette verbunden angezeigt, was sie leicht erkennbar macht. Erstmals im Genre ist auch der Einsatz der Hände in einigen Songs nötig, wodurch der Bewegung auf der Matte den vom Titel vermittelten Breakdance-Charakter verleiht.

Hittin' the Streets
Aus der Vielzahl der Spielmodi stellt Street den Wichtigsten dar: Hier schaltet ihr nach und nach neue Inhalte für das Spiel frei. Mit verschiedenen Charakteren wird sich durch die unterschiedlichen
» Gewonnene Herausforderungen bringen Belohnungen..
Abschnitte
der virtuellen Großstadt getanzt, wobei in jedem Bezirk mehrere Herausforderungen warten. Die Bedingungen zum Lösen dieser sind vielfältig und beinhalten meist das Erreichen einer bestimmten Punktzahl, Combo-Länge oder eines Ratings. Als Belohung winken hier neue Songs, Gebiete, Charaktere sowie passende Outfits. Natürlich steigt mit zunehmender Spielzeit der Anspruch, weswegen einige Zeit bis zum Lösen der 100 Herausforderungen vergeht.

Vor allem in Begleitung eines Partners kommt bei Flow: Urban Dance Uprising Spaß auf. Im Battle tretet ihr gegeneinander an und zeigt abwechselnd bei drei Songs, wer die HipHop-Hosen anhat. Alternativ kann bei einem Song um die höchste Punktzahl getanzt werden. Beide Varianten sind mit einer oder mit zwei Matten spielbar, wobei bei Vorhandensein mehrerer Tanzpolster eindeutig mehr Spaß auftritt. Lediglich der Battle-Modus bereitet aufgrund seiner Struktur auch ohne zusätzlichen Tanzcontroller Freude, hier leisteten die Entwickler vorbildliche Arbeit. Für Solisten steht neben der üblichen Highscore-Jagd noch ein Menüpunkt namens Workout zur Verfügung. Nach dem Tanzen eines Liedes errechnet das Programm aus Angaben zu Körpergröße, Gewicht und sportlicher Aktivität des Spielers die verbrannten Kalorien und vergleicht diese mit dem entsprechenden Umsatz beim Radfahren, Jogging, Klettern oder Tennis spielen. Außerdem wird angezeigt, zu wie viel Prozent das empfohlene tägliche Training abgeschlossen ist.

Show me your moves
Im Gegensatz zu anderen Tanzspielen hinterlegt Flow: Urban Dance Uprising die Bewegungsanweisungen mit Animationssequenzen anstatt mit statischen Musikvideos oder ähnlichem. Der
» Tanz ihr gut, tut das auch euer Alter Ego.
ausgewählte Charakter führt hierbei im Kreis einer Zuschauermeute wilde Breakdance-Moves aus, wobei sich das Geschehen interaktiv an eure Bewegung anpasst: Trefft ihr alle Pfeile, klatscht die Menge Beifall. Werden gar allzu viele Noten verfehlt, fällt die Spielfigur und heimst somit die Ungunst des Publikums ein. Optisch machen diese in Echtzeit dargestellten interaktiven Hintergründe kaum etwas her, die Animationen der Tänzer wirken teils abgehackt und die Umgebungstexturen verschwommen. Relativ zu anderen Genrevertretern gesehen ist jedoch allein die Tatsache, dass eine dynamisch berechnete Grafik vorhanden ist, im positiven Sinn abnormal.

Zur besseren Erkennbarkeit der geforderten Bewegung wäre eine farbliche Unterscheidung der Richtungspfeile, wie sie in der Dancing Stage-Serie üblich ist, wünschenswert gewesen. Dort helfen verschiedene Kolorierungen zur Differenzierung zwischen Takten sowie On- und Off-Beat-Schlägen. Auch fehlt die typische Anzeige der Lebensenergie; detaillierte Optionen bei der Song-Auswahl, zum Beispiel zur Scroll-Geschwindigkeit der Pfeile, vermissen Genreveteranen ebenso. Eine EyeToy-Unterstützung ist vorhanden, allerdings beschränkt diese sich lediglich auf das Anzeigen des Bildes während des Spielens.
Pro
Große Auswahl an Songs
Verschiedene musikalische Unterausrichtungen
Viele Schwierigkeitsgrade
Zahlreiche Multiplayer-Möglichkeiten
Animierte Umgebung
Contra
Grafisch schlicht
Keine farbliche Unterscheidung der Pfeile
Wenige Einstellungs-möglichkeiten
Fazit
Dancing Stage ohne Japano-Pop-Soundtrack, dafür mit einer Auswahl verschiedenster HipHop-Songs? Pauschal lässt sich sagen, dass Ubisoft dieser Versuch durchaus gelang. Hierbei übernahmen sie das grundlegende, altbewährte Konzept von Genreprimus Konami, wählten 51 Tracks aus, die dem Mainstream-Hörer größtenteils unbekannt sein dürften, und unterlegten sie mit durchaus tanzbaren Pfeilkombinationen. Der Soundtrack vereint dank vieler Crossovers diverse untergeordnete Stilrichtungen unter einem Dach und sorgt dafür, dass vielfältigste Musikgeschmäcker auf ihre Kosten kommen. Sind die zahlreichen Challenges im Singleplayer geschafft, bleibt noch einiges an Spaß mit den Multiplayer- und restlichen Modi. Relativ zum Genre gesehen ist das Vorhandensein einer animierten Umgebung mit verschiedenen Charakteren sehr löblich, jedoch täuscht dies nicht darüber weg, dass grafisch kein Steckenpferd gewonnen werden kann. Bemani-Vertrauten fehlt weiterhin die farbliche Unterscheidung der Richtungspfeile, außerdem müssen sie auf die typische Vielzahl an Einstellungsoptionen zum Songablauf verzichten. Tanzmattenfreunde mit Hang zum Sprechgesang oder solche, die es werden wollen, können die Suche nach einem etwas anderen Soundtrack hier beenden und zugreifen. Professionelle Tanzbeinschwingern fehlen jedoch einige etablierte Standards des großen Vorbilds von Flow.
Infos
Erhältlich für
Genre
Unterhaltung
   Dancing
Publisher
Ubisoft
Entwickler
Ubisoft
Website
www.ubi.com/DE/...
Release
09. Dezember 2005
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User-Bewertung
81
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1 Review
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