Katastrophale Umsetzung des Shooters für Nintendos Kleinsten.Portierungen haben so ihre Tücken. Während die Umsetzung des letztjährigen Hollywood-Blockbusters
King Kong für
Xbox 360 einigermaßen geglückt ist, werden Freunde des vielseitigen
Nintendo DS wohl weniger Spaß mit "ihrem" persönlichen Ableger haben. Warum sich der Riesenaffe in der portablen Variante nun sicherlich nicht mit dem Zusatz "King" schmücken darf, erfahrt ihr in folgendem Master-Review.
Letzte Chance – vorbeiWie auch die großen Brüder für die aktuelle und vergangene Heimkonsolengeneration, wartet
King Kong mit der aus dem Film bekannten Story auf: Verzweifelter Regisseur wittert letzte Chance,
» So gut sieht das Spiel genau nie aus. |
sich einen Namen zu machen, indem er den sagenumwobenen Riesenaffen auf Zelluloid bannt. Und da im Medium Film grundsätzlich nichts nach Plan verläuft, haben die Protagonisten Jack und Anne schon kurz nach der Landung auf
Skull Island mit diversen Problemchen zu kämpfen. In der Ego-Perspektive meuchelt ihr nun allerlei Gezücht, während ihr als Kong ganze Wälder platt walzt. Klingt spannend, ist es aber leider nicht.
Schon die
Steuerung wurde gründlichst
vermasselt. Per Steuerkreuz bewegt ihr euch vorwärts, ein Druck auf
L beziehungsweise
R löst eure Waffe aus. Wollt ihr euch umsehen oder gar auf eine der unzähligen Riesenkrabben zielen, bemüht ihr hierfür das Touchpad – und scheitert flugs an der
immensen Trägheit des Titels. "Gelaufen" wird grundsätzlich in Zeitlupe und sollte euch ein Gegner von hinten aufs Korn nehmen, startet ihr aufgrund der zähen Umdrehanimation am besten gleich komplett neu.
Erlebe den Film – besser nicht!Optisch schlägt der Titel in dieselbe Kerbe: Die
Animationen der vier Gegnertypen (Krabben, Bienen, Velociraptoren und Fledermäuse)
grenzen an Tierquälerei, Texturen sind
» Und so schon gar nicht. |
quasi nicht vorhanden. Vom klassischen "Fog of War" und dem lachhaften Mündungsfeuer ganz zu schweigen. Auch
am Leveldesign hapert es gewaltig, im Prinzip lauft ihr
17 Missionen lang denselben braun-grünen Gang entlang. Selbst Rätsel sucht man vergeblich, die einzige Abwechslung erfährt der Titel in den FPS-Passagen beim "Interagieren" mit Anne – die euch dann die Tür aufmacht. Wow!
Nicht einmal die spielbaren Passagen als Riesenaffe können
King Kong in höhere Wertungsregionen katapultieren – denn außer kontinuierlichem Drücken der
B-Taste wird euch hier nur wenig abverlangt. Die Krone setzt dem Ganzen allerdings die
Fehlerdichte auf: Ihr stürzt in unsichtbare Abgründe, könnt offene Tore nicht benutzen und trefft Gegner selbst auf geringe Distanzen nicht. Hier wurde so gründlich geschlampt, dass man beinahe schon von purer Bösartigkeit der Entwickler sprechen muss. Immerhin ist der "Spaß" nach gut
zwei Stunden vorbei. Kong sei Dank.