Einigermaßen misslungene Top Spin-Portierung für Nintendos Kleinsten.Lange mussten Fans der DS-Generation auf eine Umsetzung des weißen Sports warten, mit
Top Spin 2 geht dieser Traum nun endlich in Erfüllung. Zeitgleich mit dem Release der Xbox 360-Fassung stand auch eine Portierung für die Nintendo-Konsole in den Läden. Warum es der Titel trotz seiner Einzigartigkeit dennoch nicht schafft, Centre-Court-Flair auf zwei Bildschirme zu zaubern, soll einmal mehr unser
Master-Review zeigen.
Top Spin 1.5Die
Funktionsvielfalt des kleinen Moduls steht den DVDs der großen Brüder in Nichts nach: Neben Schaukämpfen und diversen Multiplayeroptionen bietet
Top Spin 2 einen
umfangreichen Karrieremodus » Im Standbild sieht's nicht so schlecht aus. |
inklusive Charaktereditor. Auch die Steuerung wurde 1:1 vom Xbox-Kollegen übernommen:
A führt einen sicheren Schlag aus, während auf die restlichen Buttons Top Spin, Lob und Slice platziert wurden. Die beiden Schultertasten hingegen erlauben Risikoschläge:
R löst einen scharfen Konter aus und
L den gefinkelten Stoppball.
Das Platzgeschehen findet grundsätzlich auf dem oberen Bildschirm statt, der untere Screen dient lediglich als Anzeige für den aktuellen Spielstand sowie die Aufschlagstärke. Überhaupt wurden die
Fähigkeiten des
Nintendo DS nur wenig ausgereizt: Eine Unterstützung für den Stylus existiert lediglich im spartanischen Menü, während des Spiels bleibt der Touchscreen ohne Funktion.
Stotternder MotorDie ersten Spielsekunden machen nichtsdestotrotz Lust auf mehr: Optisch ist der Titel
in vollem 3D gehalten, eine Kamera unterstützt die nahe Third-Person-Perspektive mit Schwenks. Leider wurde diese
» Eine intensive Nutzung des zweiten Screens. |
"Pracht" teuer erkauft: Der Titel krankt an einer
viel zu niedrigen Framerate, was bei einem Tennisspiel umso dramatischere Auswirkungen mit sich bringt: Punktgenaue Schläge sind ebenso unmöglich wie exakt getimete Returns. Von der Nutzung der schwierigen Risikoschläge sollte man als DS-Spieler überhaupt komplett absehen, da diese öfter im "Aus" bzw. Netz landen als bei einer Nachwuchsveranstaltung von Fünfjährigen.
Diese Mankos schlagen sich leider auch im
Multiplayermodus nieder, was langem Mehrspielerspaß natürlich einen Riegel vorschiebt. Sollte dennoch Bedarf an virtuellen Tenniskämpfen bestehen, darf man wahlweise mit dem selbst kreierten Charakter antreten oder einem der
16 lizenzierten Cracks den Vortritt lassen. Voraussetzung für den WiFi-Genuss ist jedoch ein zweites Modul.