» userrankings.com Master-Review «
Link: http://userrankings.com/spiel/222/masterreview.html
Crash Bandicoot: Der Zorn des Cortex  
» Autor: Georg Gruber
» Datum: 16.11.2003
» Gesamtwertung:
/5
3/5: Unterhaltsam
mit diversen Glanzpunkten.
Wie wir bewerten
Mehr vom selben: Naughty Dog liefert mit Wrath of Cortex einen soliden, wenn auch wenig innovativen Aufguß eines Klassikers ab.

Crash Bandicoot war auf der ersten PlayStation ein riesiges Phänomen. Es verband bis dahin unbekannte Qualität in Grafik und Musik mit innovativen und einfachen Gameplay. Crash Bandicoot schoss ohne Mühe an die Spitze der Charts und ist bis heute den meisten Spielern ein fester Begriff. Vor allem der Knuddelfaktor und der spritzige Humor sorgten für einen hohen Suchtfaktor. Mit Wrath of Cortex (dt. Zorn des Cortex) bringt Naughty Dog eine weitere Auflage, diesmal aber nicht mehr exklusiv auf der PS2, für die Xbox heraus.

Die Welt ist in Gefahr!
Dr. Neo Cortex und seine üblen Spiessgesellen haben wieder einmal Böses im Sinne und wollen die ganze Erde für sich einnehmen - Hey, mal wieder was neues! Mitnichten: denn er hat nur eines im Sinne: die Rache an Crash!! Mit Hilfe der vier Elemente Wasser/Eis, Feuer, Erde + Wind (=Luft je nachdem) in Form der Geister will Uka Uka, der böse Wicht gegen Crash Bandicoot + Freunde antreten.
Irgendwie wird man aus der Story nicht sonderlich schlau, selbst wenn man die ersten drei Teile auf PSX auch schon gespielt hat.

Solides Vergnügen ohne Highlights
Nach bester Jump'n'Run'n'Ride'n'Fly'n'Shoot ergreift ihr als Crash die Chance diese üblen Machenschaften zu verhindern!
Das Spielprinzip ist wie gehabt: ein Button zum Angreifen-Sprung-Dreh-Kick, ein Button zum Springen + ein paar lustige Kombinationen mit dem Steuerkreuz bewegen Crash durch die schöne 3D-Welt. Wer Rayman 2 (DC) kennt, wird sich freuen: Crash Bandicoot: The Wrath of Cortex setzt noch ein paar schöne Grafiken drauf!
Crash Bandicoot ist ein klassischer Plattformer: es gibt viel zu erkunden, es gilt schnell zu reagieren und ein paar fiesen (aber immer putzigen) Gegnern saftig eins auf die Mütze zu geben.


Grafik
Die Grafik ist durchwegs gut gelungen. Sie ist sicherlich sehr schön, aber bietet nichts was man nicht auch schon in anderen Spielen gesehen hat. Zudem ist es ein ziemlicher 1:1 Port von der PS2, d.h. die Kanten sind zwar sauberer und die Texturen wirken besser, aber sonst wurde nicht viel geändert.

Sound
Die Musik und die Soundeffekte im Spiel sind von guter Qualität. Sie werden wohl dosiert eingesetzt und bringen viel Charme und Witz in das Spiel.

Spielspaß Solo
Crash macht viel Spaß. Allerdings schleicht sich nach den ersten Stunden schon ein paar Mal das Gefühl ein: "das habe ich doch schon mal erlebt - im letzten Level". Insgesamt erscheint das Spiel sehr repetetive - es wiederholt sich oft etwas. Langeweile kommt zwar selten auf, aber vom Hocker reisst Crash wahrscheinlich auch niemanden. Außerdem kommt es oft zu "Trial and Error"-Situationen und man muss den Level x-mal anfangen, nur weil man an einer Stelle 1000x scheitert.

Spielspaß Multi
Nada. Nix. Zero. Es gibt keinen Mehrspieler-Modus.
Pro
gewohnt gute Grafik
gute Steuerung
Niedlichkeitsfaktor ist hoch
Contra
ziemliche öde... keine Innovationen
Komisch: lange Ladezeiten auf der Xbox?!
wenig Replay-Value: zu eintönig
Fazit
Viele spielen dieses Spiel aufgrund der Liebe zu den ersten Teilen durch, als dass Crash Bandicoot: Wrath of Cortex sie selber zum Durchkommen motivieren könnte. Leider! Den hohen Standard der ersten beiden Teile erreicht dieses Spiel leider nicht. Die Grafik auf der Xbox ist wirklich fein und es macht durchaus Spaß durch die Welten zu kommen... aber irgendwas fehlt: es gibt kaum eine Überraschung, man stirbt öfters ziemlich sinnlos und ist wenig motiviert weiterzuspielen. Und die ganzen Gags wie das Reiten auf dem putzigen Tiger (DAS war echt lustig!) sind gar nicht mehr da oder auch schon ein alter Hut.
Wer Crash Bandicoot noch nicht kennt: volle Empfehlung zum Kauf, zumal es auf der Xbox wenig Genre-Alternativen gibt. Wer die anderen Teil kennt, sollte es vorher mal probespielen (Videothek ausleihen, Freund/in, etc.)