Crash Bandicoot macht auf der Heimkonsole dank kürzerer Ladezeiten eine leicht bessere Figur als auf der PSP.Der irre tasmanische Teufel
Crash Bandicoot kann bereits auf eine lange Karriere als abgedrehter Videospielheld zurückblicken und dürfte daher den meisten Spielern ein Begriff sein. Mit
Crash Tag Team Racing feiert der verrückte Inselbewohner nicht nur sein Debüt auf der
Playstation Portable sondern lockt auch auf den großen Konsolen mit einem Mix aus
Jump'n'Run und
Funracer. Wir haben uns neben der mobilen Variante auch die
Playstation 2-Fassung angeschaut und unsere Eindrücke im
Master-Review zusammengefasst.
Virtuelles DisneylandThemenparkbesitzer haben es nicht leicht: Nörgelnde Besucher, hohe Instandhaltungskosten und der ständige Kampf mit dem Wetter machen den Beruf zur wahren Belastung. Noch schwerer zu ertragen wird eine solche Situation
» In der Arena geht's zur Sache! |
, wenn man wie
Ebenisa Von Clutch darunter leidet, ein Cyborg zu sein, der auf eine interne Energiequelle – genauer gesagt das schwarze Herz – angewiesen ist. Wenn dieses auch noch gestohlen und nebst weiterer wertvoller Gegenstände irgendwo im eigenen Park versteckt wird, hilft nur noch der Ruf nach alten Bekannten. Genau hier setzt das Game ein. Der Spieler schlüpft in die Rolle von
Crash Bandicoot, der sich zusammen mit alten Bekannten wie
Crunch,
N.Gin,
Coco und
Neo Cortex auf die
Suche nach den verlorenen Edelsteinen und dem Dieb macht. Bereits zu Beginn fällt die sehr bunte,
detaillierte Grafik mit einer guten Weitsicht ins Auge, welche den in fünf Themengebiete unterteilten Park wunderbar in Szene setzt. Bereichert wird die optische Seite des Games durch zahlreiche qualitativ
hochwertige Rendersequenzen, in denen der für die Serie typische Slapstick-Humor zum Tragen kommt.
Auch bei der
Akustik zeigt sich das Programm von einer sehr guten Seite: Kultig schräge Hintergrundmusik sorgt im Einspiel mit passenden Soundeffekten und einer gekonnten deutschen Sprachausgabe für ein
rundum gelungenes Gesamtbild. Glücklicherweise sind die Ladezeiten auf der Playstation 2 nicht so horrend ausgefallen wie auf dem kleinen Burder. So wird das Spiel nicht ständig unterbrochen, was einen angenehmeren Spielablauf ermöglicht.
Jump'n'Run purBeim Gameplay ist der Titel strikt in zwei Bereiche unterteilt. Auf der einen Seite durchstreift
Crash in bester
Jump'n'Run-Manier nacheinander die fünf Bereiche des Parks, auf der anderen Seite nimmt er an diversen Rennen
» Die gemorphten Fahrzeuge teilen ordentlich aus. |
teil, um Geld für freispielbare Extras und Energiekristalle zum Aktivieren wichtiger Sprungfelder zu verdienen. Der Jump'n'Run-Part wirkt auf den ersten Blick dank
einfacher Bedienung und vielen Sprungmöglichkeiten in den
gut designten Parkabschnitten gelungen. Überall sind Münzen, kaufbare Extras wie Kostüme, neue Fahrzeuge und weitere Fahrer versteckt, was vor allem erkundungsfreudige Spielernaturen erfreuen dürfte. Minigames wie ein Bowlingspiel und Schießbuden sorgen für zusätzliche Abwechslung. Je nachdem, wie lange man sich mit dem Suchen nach neuen Inhalten befasst, fällt auch die Spielzeit aus. Wer den Titel einfach nur durchzocken will, der dürfte nicht viel länger als
sechs Stunden beschäftigt sein. Möchte man jedoch 100% erreichen, so beschäftigt einen das Spiel länger.
Allerdings ist schnell klar, dass außer den spaßigen Springereien, Sucheinlagen und guten Minigames kaum etwas geboten wird. So gibt es gerade einmal einen Gegnertyp, der sich obendrein auch noch sehr leicht besiegen lässt. Überhaupt zeigt sucg der gesamte
Jump'n'Run-Anteil als sehr einfach, so dass selbst Anfänger keinerlei Probleme haben sollten. Fällt
Crash beispielsweise in eine Schlucht oder wird von einem Feind über den Haufen gerannt, hat dies eine sofortige, straffreie Wiederbelebung zur Folge. Auf Bossgegner haben die Entwickler ganz verzichtet, was den Jump'n'Run-Part unter dem Strich höchstens
solide macht.
Besserer RennpartBesser ausgefallen sind die
zahlreichen Racingdisziplinen. Zwar fehlt es auch hier an echten Herausforderungen, dennoch dürfte jeder Fan des Genres seinen Spaß mit den unkomplizierten Rasereien haben. In jedem
» Der Jump'n'Run-Part wirkt unfertig. |
Parkabschnitt sind Parcours versteckt, welche nach dem Finden freigeschaltet werden. Praktischerweise lassen sich von einer Piste aus alle anderen bereits besuchten Strecken aufsuchen, so dass man diese erst in aller Ruhe suchen und anschließend nacheinander fahren kann. Neben normalen Rennen locken zahlreiche andere Wettbewerbe: Bei Kampftouren werden möglichst viele Kontrahenten ins Nirvana befördert, während im
Crashinator auf der Straße verteilte Ziele zu überfahren sind. Zudem sorgen
Arenakämpfe,
Zeitrennen und
Zielschießwettbewerbe für Abwechslung. Die Steuerung der bunten Vehikel ist dabei sehr
arcadig und direkt, so dass man keinerlei Probleme haben sollte, die Vehikel über die vielen abwechslungsreichen Strecken zu jagen. Für zusätzlichen Pepp sorgen aufsammelbare Powerups und ein Feature, welches es erlaubt, mit anderen
Fahrzeugen zu verschmelzen. Gelingt eine solche Symbiose durch ein erfolgreiches Rammmanöver, formen sich die beiden Vehikel zu einem großen Gefährt, auf dem ein Fahrer weiterhin das Steuer übernimmt, während ein Zweiter ein Geschütz bemannt. Der Spieler darf dann selbst entscheiden, ob er lieber ballert oder rast.
Der Mehrspielerpart bietet neben einem
Vier-Spieler-Splitscreen-Modus außerdem die Möglichkeit, per
Systemlink mit insgesamt acht Spielern zu zocken. Leider vermisst man schmerzlichst einen Online-Modus. Wer sowohl die Playstation 2- als auch PSP-Version des Titels sein Eigen nennt, der kann mittels USB-Verbindung ein paar exklusive Inhalte freischalten.