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Master-Review:   » drucken    » versenden

Crash Tag Team Racing

» Autor: Stefan Lehmler
» Datum: 22.01.2006
» Gesamtwertung:
/5
3/5: Unterhaltsam
mit diversen Glanzpunkten.
Wie wir bewerten
Crash Bandicoot macht auf der Heimkonsole dank kürzerer Ladezeiten eine leicht bessere Figur als auf der PSP.

Der irre tasmanische Teufel Crash Bandicoot kann bereits auf eine lange Karriere als abgedrehter Videospielheld zurückblicken und dürfte daher den meisten Spielern ein Begriff sein. Mit Crash Tag Team Racing feiert der verrückte Inselbewohner nicht nur sein Debüt auf der Playstation Portable sondern lockt auch auf den großen Konsolen mit einem Mix aus Jump'n'Run und Funracer. Wir haben uns neben der mobilen Variante auch die Playstation 2-Fassung angeschaut und unsere Eindrücke im Master-Review zusammengefasst.

Virtuelles Disneyland
Themenparkbesitzer haben es nicht leicht: Nörgelnde Besucher, hohe Instandhaltungskosten und der ständige Kampf mit dem Wetter machen den Beruf zur wahren Belastung. Noch schwerer zu ertragen wird eine solche Situation
» In der Arena geht's zur Sache!
, wenn man wie Ebenisa Von Clutch darunter leidet, ein Cyborg zu sein, der auf eine interne Energiequelle – genauer gesagt das schwarze Herz – angewiesen ist. Wenn dieses auch noch gestohlen und nebst weiterer wertvoller Gegenstände irgendwo im eigenen Park versteckt wird, hilft nur noch der Ruf nach alten Bekannten. Genau hier setzt das Game ein. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Crash Bandicoot, der sich zusammen mit alten Bekannten wie Crunch, N.Gin, Coco und Neo Cortex auf die Suche nach den verlorenen Edelsteinen und dem Dieb macht. Bereits zu Beginn fällt die sehr bunte, detaillierte Grafik mit einer guten Weitsicht ins Auge, welche den in fünf Themengebiete unterteilten Park wunderbar in Szene setzt. Bereichert wird die optische Seite des Games durch zahlreiche qualitativ hochwertige Rendersequenzen, in denen der für die Serie typische Slapstick-Humor zum Tragen kommt.

Auch bei der Akustik zeigt sich das Programm von einer sehr guten Seite: Kultig schräge Hintergrundmusik sorgt im Einspiel mit passenden Soundeffekten und einer gekonnten deutschen Sprachausgabe für ein rundum gelungenes Gesamtbild. Glücklicherweise sind die Ladezeiten auf der Playstation 2 nicht so horrend ausgefallen wie auf dem kleinen Burder. So wird das Spiel nicht ständig unterbrochen, was einen angenehmeren Spielablauf ermöglicht.

Jump'n'Run pur
Beim Gameplay ist der Titel strikt in zwei Bereiche unterteilt. Auf der einen Seite durchstreift Crash in bester Jump'n'Run-Manier nacheinander die fünf Bereiche des Parks, auf der anderen Seite nimmt er an diversen Rennen
» Die gemorphten Fahrzeuge teilen ordentlich aus.
teil, um Geld für freispielbare Extras und Energiekristalle zum Aktivieren wichtiger Sprungfelder zu verdienen. Der Jump'n'Run-Part wirkt auf den ersten Blick dank einfacher Bedienung und vielen Sprungmöglichkeiten in den gut designten Parkabschnitten gelungen. Überall sind Münzen, kaufbare Extras wie Kostüme, neue Fahrzeuge und weitere Fahrer versteckt, was vor allem erkundungsfreudige Spielernaturen erfreuen dürfte. Minigames wie ein Bowlingspiel und Schießbuden sorgen für zusätzliche Abwechslung. Je nachdem, wie lange man sich mit dem Suchen nach neuen Inhalten befasst, fällt auch die Spielzeit aus. Wer den Titel einfach nur durchzocken will, der dürfte nicht viel länger als sechs Stunden beschäftigt sein. Möchte man jedoch 100% erreichen, so beschäftigt einen das Spiel länger.

Allerdings ist schnell klar, dass außer den spaßigen Springereien, Sucheinlagen und guten Minigames kaum etwas geboten wird. So gibt es gerade einmal einen Gegnertyp, der sich obendrein auch noch sehr leicht besiegen lässt. Überhaupt zeigt sucg der gesamte Jump'n'Run-Anteil als sehr einfach, so dass selbst Anfänger keinerlei Probleme haben sollten. Fällt Crash beispielsweise in eine Schlucht oder wird von einem Feind über den Haufen gerannt, hat dies eine sofortige, straffreie Wiederbelebung zur Folge. Auf Bossgegner haben die Entwickler ganz verzichtet, was den Jump'n'Run-Part unter dem Strich höchstens solide macht.

Besserer Rennpart
Besser ausgefallen sind die zahlreichen Racingdisziplinen. Zwar fehlt es auch hier an echten Herausforderungen, dennoch dürfte jeder Fan des Genres seinen Spaß mit den unkomplizierten Rasereien haben. In jedem
» Der Jump'n'Run-Part wirkt unfertig.
Parkabschnitt sind Parcours versteckt, welche nach dem Finden freigeschaltet werden. Praktischerweise lassen sich von einer Piste aus alle anderen bereits besuchten Strecken aufsuchen, so dass man diese erst in aller Ruhe suchen und anschließend nacheinander fahren kann. Neben normalen Rennen locken zahlreiche andere Wettbewerbe: Bei Kampftouren werden möglichst viele Kontrahenten ins Nirvana befördert, während im Crashinator auf der Straße verteilte Ziele zu überfahren sind. Zudem sorgen Arenakämpfe, Zeitrennen und Zielschießwettbewerbe für Abwechslung. Die Steuerung der bunten Vehikel ist dabei sehr arcadig und direkt, so dass man keinerlei Probleme haben sollte, die Vehikel über die vielen abwechslungsreichen Strecken zu jagen. Für zusätzlichen Pepp sorgen aufsammelbare Powerups und ein Feature, welches es erlaubt, mit anderen Fahrzeugen zu verschmelzen. Gelingt eine solche Symbiose durch ein erfolgreiches Rammmanöver, formen sich die beiden Vehikel zu einem großen Gefährt, auf dem ein Fahrer weiterhin das Steuer übernimmt, während ein Zweiter ein Geschütz bemannt. Der Spieler darf dann selbst entscheiden, ob er lieber ballert oder rast.

Der Mehrspielerpart bietet neben einem Vier-Spieler-Splitscreen-Modus außerdem die Möglichkeit, per Systemlink mit insgesamt acht Spielern zu zocken. Leider vermisst man schmerzlichst einen Online-Modus. Wer sowohl die Playstation 2- als auch PSP-Version des Titels sein Eigen nennt, der kann mittels USB-Verbindung ein paar exklusive Inhalte freischalten.
Pro
Zahlreiche Spielmodi und Minigames
Jump'n'Run und Racing-Game in einem
Spaßige Funrennen
Audiovisuell gut
Viele freispielbare Inhalte
Contra
Jump'n'Run-Teil unvollständig
Für Profis viel zu leicht
Geringer Umfang
Fehlender Online-Modus
Fazit
Auch auf der Playstation 2 muss man Crash Tag Team Racing den gewagten Spagat zwischen zwei Genres löblich anrechnen. Leider wirkt der Jump'n'Run-Teil alles andere als komplett. Während die Plattformeinlagen und schön designten Levels überzeugen können, fehlt es an essenziellen Dingen. Verschiedene Gegnertypen, Bosse und echte Herausforderungen dürfen in einem guten Jump'n'Run einfach nicht durch Abwesenheit glänzen. Immerhin sind die Ladezeiten deutlich erträglicher ausgefallen als auf dem PSP-Pendant, wenn auch der Umfang trotz vielen freispielbaren Inhalten auch auf der Heimkonsole zu Wünschen übrig lässt. Die unkomplizierten Spaßrennen sowie zahlreichen Spielmodi und Minigames sorgen allerdings ebenso auf der Playstation 2 für vergnügte Stunden. Die witzigen Zwischensequenzen und die für eine „große“ Konsole zwar nicht ganz so herausragende, aber immer noch gute audiovisuelle, Umsetzung der Materie wissen ebenfalls zu gefallen. Letztendlich bleibt ein solider Fun-Racer mit einem unvollständigen Jump'n'Run-Teil, den sich Fans beider Genres mal anschauen können.
Infos
Erhältlich für
Genre
Jump'n'Run
Publisher
Vivendi Univers...
Entwickler
Radical Enterta...
Website
www.vugames.de
Release
04. November 2005
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User-Bewertung
73
2 Bewertungen
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