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115. Condemned: Criminal Origins

Xbox 360
» Grafik: 90
» Sound: 90
» Spielspaß Solo: 90
» Spielspaß Multi: 31
» Gesamtwertung:
90
» Anzahl Bewertungen: 30     » alle zeigen
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» Gesamtwertung: 4 /5
» Durchschnittswertung: -
» Anzahl Bewertungen: 0     » alle zeigen
Infos
» Von: AnotherDamnId
» Am: 14.12.2005
» Spielzeit: 12 h
» Grafik: 92
» Sound: 95
» Spielspaß Solo: 90
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung: 91
Pro
Atmosphäre
Grafik
Contra
hätte ruhig länger sein können
Spurensicherungs Feature zu wenig nutzbar
Gewalt könnte manche abstoßen
Qualität
» bewertet mit: 10
Angst im Dunkeln? Nie ?!? Wir werden sehen.......

Es gibt viele Gründe dunkle Gassen zu meiden, alte Häuser lieber aus der Ferne zu beobachten oder einfach nur Angst im Dunkeln zu haben. Mit dem neuen Horror - Shooter aus dem Hause SEGA gesellt sich mit Sicherheit noch ein weiterer in die Reihe, denn man wird während der Spielzeit viel (oder eher weniger.....aber dazu später noch mehr) Zeit an genau diesen Orten verbringen „dürfen“! Denn das Designteam von Monolith, aus dessen Hause auch der PC - Shooter F.E.A.R stammt, schickt Euch auf einen Horrortrip der besonderen Art.

Sieben lässt grüßen.....

Das gesamte Spiel erlebt man aus der Egoperspektive eines Agenten der Spurensicherung mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Auf der Suche nach einem Serienkiller, genannt „Match – Maker“, beginnt alles bei der Begehung eines Tatortes. Schon von den ersten Minuten an fesselt einem das Spiel mit einer, bisher auf Konsolen nicht realisierbaren, Grafik und einer exzellenten (englischen) Sprachausgabe. Unser Vorgesetzter informiert uns über den neuesten Stand der Dinge und führt uns durch ein schäbiges Haus in Richtung Ort des Geschehens. Alle diejenigen die den Film Sieben gesehen haben wird die Szene sicher vertraut vorkommen. Jedoch wurde zum Glück mehr geschickt geklaut als stupide kopiert. Auch wenn man oft weiß woher die Entwickler Ihre Ideen hatten, so wirkt es nie aufgesetzt.

Nachdem man die Leiche gefunden hat wird man mit den ersten Werkzeugen vertraut gemacht. Mit UV-Licht werden Fingerabdrücke sichergestellt und mit der Digitalkamera gleich festgehalten. Diese Daten senden wir anschließend per Handy an eine Kollegin, die uns freundlicherweise gleich Aufschluss über diese gibt. Leider bekommt man im Spiel viel zu wenig Möglichkeiten die Werkzeuge zur Spurensicherung zu nutzen. Zudem wirken die Sequenzen etwas aufgesetzt da sich das Sichtfeld immer verzerrt wenn es etwas zu suchen gibt und so eine gewisse Art von Spürsinn absolut nicht nötig ist, da einem das Spiel immer das notwendige Werkzeug vorgibt. Soviel zum ruhigen Teil des Spiels.......

Immer diese Anschuldigungen

.....denn nachdem alle wichtigen Untersuchungen am Tatort erledigt sind beginnt das Spiel erst richtig. Es gilt das restliche Haus nach dem Killer zu durchsuchen. Durch einen blöden Zwischenfall gerät dieser an unsere Dienstwaffe und probiert sie gleich an zwei Kollegen aus. Natürlich glaubt niemand die Geschichte und man wird von der Polizei als Mordverdächtiger gejagt. Von nun an ist man auf der Jagd nach dem Killer um seine eigene Unschuld zu beweisen. Leider führt diese durch die unfeineren Gegenden der Stadt (verlassene U-Bahn Stationen, alte Bücherei, verlassene Shopping – Mall,etc.) und so muss man sich mit allerlei Junkies, Stricher und anderem Gesocks herumprügeln.

Egal was – ich haus dir über den Schädel!

Da das gesamte Spiel extrem düster gehalten ist, ist man glücklicherweise mit einer Taschenlampe ausgerüstet. Hat man am Anfang noch das Privileg gleich eine Pistole zu besitzen, erhascht man später nur noch eher selten Schusswaffen. Munition für diese findet man allerdings nicht. Also gilt es mit dem was sich im Magazin befindet auszukommen.

Vielmehr kämpft man sich das restliche Spiel fast nur mit Schlagwaffen durch die Gegnerhorden. Zum Glück lässt sich so gut wie alles was herumliegt aufheben und als „Schläger“ nutzen. Holzbretter mit Nägel, Gasrohre, Metallstangen, Spindtüren, Schaufensterpuppenarme und Metallschilder sind nur ein paar der eher unüblichen Schlafwaffen mit denen man sich in Condemned zur Wehr setzen kann. Auch Werkzeuge wie Äxte oder Vorschlaghämmer eignen sich zu Verteidigung. Oder wehr hat sich nicht schon insgeheim gefragt ob sich die Klinge einer Papierschneidemaschine nicht vortrefflich als Machete umfunktionieren lässt.
Wie man hier herauslesen kann geht es bei dem Spiel absolut nicht zimperlich zu, was auch Grund dafür ist, dass das Spiel nicht offiziell in Deutschland erscheint. Die Kämpfe sind zwar simpel gehalten (rechter Schulterbutton für Schlag, linker für Blocken), werden aber durch die Waffenauswahl und die K.I der Gegner nie fad. Hat man einen Gegner genug verwundet, hat man noch die Möglichkeit einen von 4 Finishen - Moves anzuwenden. (z.B Kopfstoss oder Genickbruch)

Gegner zum Fürchten

Allgemein verhalten sich die Gegner sehr geschickt. In den dunklen Gängen schleichen sie sich fast unsichtbar an, verstecken sich hinter Ecken und erwischen einen nicht selten von hinten. Gelegentlich verraten sie sich durch Husten oder sie treten gegen eine Flasche die auf dem Boden liegt. Genauso wird man allerdings auch gehört wenn man unachtsam ist.

Grafisch absolut TOP !

Grafisch ist das Spiel, wie oben schon angedeutet, über alle Zweifel erhaben. Hier zeigt die XBOX360 schon mal sehr eindrucksvoll zu was sie fähig ist bzw. auf was wir uns noch alles freuen dürfen. Das Spiel trumpft mit schönen Charaktermodellen und vielen Lichteffekten auf. Nur bei sehr aufwendigen Stellen kommt es zu kleinen, absolut vernachlässigbaren, Rucklern.

Referenz in Sachen Atmosphäre

Ein Punkt bei dem Condemned meiner Meinung nach einen Maßstab setzt ist Atmosphäre. Durch die Egoperspektive wird man sehr schnell in den Bann des Spiels gezogen und fiebert jeder Ecke und jeder geschlossenen Tür entgegen. Schließlich rechnet man ständig damit angegriffen zu werden oder einem weiteren Schockeffekt zum Opfer zu fallen. Auch wenn das Spiel vor allem durch gescriptete Momente lebt (und dadurch sehr viel an Wiederspielwert verliert) gehört die Zeit die man mit Condemned verbringt sicher zu den Intensivesten bisher.


Fazit
Was sich bereits in den ersten Videos abzeichnete hat sich, zum Glück, bestätigt. Monolith setzt nach F.E.A.R nochmal einen Drauf und lehrt und uns nun auf der XBOX360 das Fürchten. Das Spiel läuft butterweich und leistet sich nur sehr selten einen kurze Ruckler, die dem Spielfluss keinenfalls stören. Das das Spiel erst ab 18 freigegeben wurde hat allerdings seine Berechtigung - so realistisch, brutal und vorallem detailreich wurde bisher noch nie geprügelt. Alle volljährigen Spieler die auf der Suche nach einem spannenden Spiel sind, kann ich diese Spieleperle absolut empfehlen!