Unspektakulärer Lizenz-Plattformer, der 2D und 3D verbindet."Wer wohnt in 'ner Ananas ganz tief im Meer?" Nicht nur Mitglieder der Zielgruppe des Kinderfernsehens dürften mittlerweile die Antwort auf diese Frage kennen. Nach etlichen TV-Episoden und einem Kinofilm erobert das Merchandising der Marke
SpongeBob Schwammkopf die Märkte und Gemüter der Konsumwelt. Selbstverständlich bleiben wir Videospieler nicht außen vor: Was die neuste Versoftung des Gelbschwamm-Universums auf Nintendos Handheld leistet, klärt unser
Master-Review.
Looking out for a hero Bikini Bottom steht am Rande einer Katastrophe: Nach Eintritt des
Superhelden-Duos Meerjungfraumann und
Blaubarschbube in den wohlverdienten
Ruhestand ist die Tiefseemetropole
» Das Spiel teilt sich in 2D- und 3D-Abschnitte. |
schutzlos vor Angriffen fieser Superschurken wie zum Beispiel der
Dreckblase. Hier tritt ausgerechnet der kindlich-vertrottelte
SpongeBob in Erscheinung: Als treuer Fan gewinnt er den
Gürtel von Meerjungfraumann bei einem Preisausschreiben in dessen Fernsehsendung. Fortan kümmert ihr euch, mutiert zum
Gelben Rächer, also um die kleineren und größeren Weh-Wehchen der bekannten Serienfiguren sowie anderer Einwohner.
Dabei verläuft die
Handlung lose, die dem Protagonisten aufgetragenen Missionen stellen ein ständiges Hin- und Herhetzen zwischen den verschiedenen Stadtteilen und Ansprechpartnern dar. Zunächst verhindern einige Hindernisse das Betreten der gesamten Stadt, jedoch lernt
Spongebob mit zunehmender Spielzeit, diese zu überwinden. Es existiert zwar ein Schnellreise-Feature in Form eines
Busnetzes jedoch erfordert dies eine genaue Kenntnis von allen Ecken und Winkeln der Bezirke, um wirklich einen Nutzen daraus ziehen zu können.
Wenn Dimensionen aufeinander prallen Im Kern ist
Spongebob Schwammkopf: Der gelbe Rächer ein
2D-Plattformer. Das in Bezirke unterteilte Bikini Bottom wartet Super-Mario-typisch mit Hindernissen, beweglichen Plateaus oder
» Spongebob kann Spezialfähigkeiten einsetzen. |
Schwungstangen auf. Die
fixe Kamera schwenkt dabei nur, wenn eine der
vorgegebenen Wegabzweigungen gewählt wird. Betritt der gelbköpfige Schwamm einen Innenraum, schaltet das Spiel die dritte Dimension hinzu und ihr bewegt euch frei. Dabei kann er mit seiner Umwelt agieren, ähnlich, wie es in
Another Code geschieht: Sobald sich ein interaktives Element im Wirkungsradius befindet, sind per Stylus Aktionen ausführbar. Im weitläufigen Areal findet ihr hingegen bestimmte Plattformen, an denen ihr auf dem Touchpad Figuren nachzeichnet und so dem saugstarken Protagonisten vorübergehend
Superhelden-Fähigkeiten verleiht.
Grafisch ist dabei
nicht viel los: Sind die verhältnismäßigen
seltenen 3D-Passagen in Relation zu den Fähigkeiten des DS noch genießbar, so macht der zweidimensionale, größere Teil kaum etwas her. Fans der Serie erkennen zwar die wichtigsten Locations wieder, doch langweilt der Großteil der Spielwelt aufgrund von Detailärme und langweiligem, abwechslungslosem Leveldesign. Auch beim Ton zeichnet sich ein ähnliches Bild ab: Eine Sprachausgabe ist nicht vorhanden und außer der Einstiegsmelodie und einigen Soundeffekten gibt es nichts zu hören.