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Master-Review:   » drucken    » versenden

SpongeBob Schwammkopf: Der gelbe Rächer

» Autor: Klaus Fleerkötter
» Datum: 01.06.2006
» Gesamtwertung:
/5
1/5: Kaufwarnung
hat zahlreiche Schwächen.
Wie wir bewerten
Unspektakulärer Lizenz-Plattformer, der 2D und 3D verbindet.

"Wer wohnt in 'ner Ananas ganz tief im Meer?" Nicht nur Mitglieder der Zielgruppe des Kinderfernsehens dürften mittlerweile die Antwort auf diese Frage kennen. Nach etlichen TV-Episoden und einem Kinofilm erobert das Merchandising der Marke SpongeBob Schwammkopf die Märkte und Gemüter der Konsumwelt. Selbstverständlich bleiben wir Videospieler nicht außen vor: Was die neuste Versoftung des Gelbschwamm-Universums auf Nintendos Handheld leistet, klärt unser Master-Review.

Looking out for a hero
Bikini Bottom steht am Rande einer Katastrophe: Nach Eintritt des Superhelden-Duos Meerjungfraumann und Blaubarschbube in den wohlverdienten Ruhestand ist die Tiefseemetropole
» Das Spiel teilt sich in 2D- und 3D-Abschnitte.
schutzlos vor Angriffen fieser Superschurken wie zum Beispiel der Dreckblase. Hier tritt ausgerechnet der kindlich-vertrottelte SpongeBob in Erscheinung: Als treuer Fan gewinnt er den Gürtel von Meerjungfraumann bei einem Preisausschreiben in dessen Fernsehsendung. Fortan kümmert ihr euch, mutiert zum Gelben Rächer, also um die kleineren und größeren Weh-Wehchen der bekannten Serienfiguren sowie anderer Einwohner.

Dabei verläuft die Handlung lose, die dem Protagonisten aufgetragenen Missionen stellen ein ständiges Hin- und Herhetzen zwischen den verschiedenen Stadtteilen und Ansprechpartnern dar. Zunächst verhindern einige Hindernisse das Betreten der gesamten Stadt, jedoch lernt Spongebob mit zunehmender Spielzeit, diese zu überwinden. Es existiert zwar ein Schnellreise-Feature in Form eines Busnetzes jedoch erfordert dies eine genaue Kenntnis von allen Ecken und Winkeln der Bezirke, um wirklich einen Nutzen daraus ziehen zu können.

Wenn Dimensionen aufeinander prallen
Im Kern ist Spongebob Schwammkopf: Der gelbe Rächer ein 2D-Plattformer. Das in Bezirke unterteilte Bikini Bottom wartet Super-Mario-typisch mit Hindernissen, beweglichen Plateaus oder
» Spongebob kann Spezialfähigkeiten einsetzen.
Schwungstangen auf. Die fixe Kamera schwenkt dabei nur, wenn eine der vorgegebenen Wegabzweigungen gewählt wird. Betritt der gelbköpfige Schwamm einen Innenraum, schaltet das Spiel die dritte Dimension hinzu und ihr bewegt euch frei. Dabei kann er mit seiner Umwelt agieren, ähnlich, wie es in Another Code geschieht: Sobald sich ein interaktives Element im Wirkungsradius befindet, sind per Stylus Aktionen ausführbar. Im weitläufigen Areal findet ihr hingegen bestimmte Plattformen, an denen ihr auf dem Touchpad Figuren nachzeichnet und so dem saugstarken Protagonisten vorübergehend Superhelden-Fähigkeiten verleiht.

Grafisch ist dabei nicht viel los: Sind die verhältnismäßigen seltenen 3D-Passagen in Relation zu den Fähigkeiten des DS noch genießbar, so macht der zweidimensionale, größere Teil kaum etwas her. Fans der Serie erkennen zwar die wichtigsten Locations wieder, doch langweilt der Großteil der Spielwelt aufgrund von Detailärme und langweiligem, abwechslungslosem Leveldesign. Auch beim Ton zeichnet sich ein ähnliches Bild ab: Eine Sprachausgabe ist nicht vorhanden und außer der Einstiegsmelodie und einigen Soundeffekten gibt es nichts zu hören.
Pro
Kombinierte Steuerung
Bekannte Orte wiedererkennbar
Annehmbare 3D-Umgebung
Contra
Detailarme 2D-Areale
Lose Handlung
Langweilige Aufgaben
Fader Sound
Fazit
Bei SpongeBob Schwammkopf: Der gelbe Rächer handelt es sich um einen Vorzeigevertreter des Lizenzspielklischees. Der x-te Ableger der albernen Kinderserie macht auch auf Nintendos Handheld kaum etwas her. Immerhin gelang den Entwicklern die Integration der DS-Features, denn die Hybrid-Steuerung mit Stift und Tasten funktioniert ohne Mängel. Auch die 3D-Innenräume mit ihren Stylus-Spielchen fallen akzeptabel aus. Ansonsten ist in Bikini Bottom nicht viel los: Erst einmal in die inspirations- und zusammenhangslose Rahmenhandlung eingeführt, lauft ihr während des Großteils der Spielzeit lediglich die immer gleichen Wege vor der detailarmen Kulisse ab. Von Aktionspunkt zu Aktionspunkt sprintend dient dabei die Leerung und Wiederauffüllung des die Aufträge listenden Missionslogs als einzige Motivation. Auch die Soundkulisse bleibt unerwähnenswert, weil quasi nicht vorhanden.
Schlussendlich ist dieser Titel selbst für Fans des Comicschwamms kaum genießbar, für Ottonormalzocker eine Tortur. Allenfalls am Wühltisch zum absoluten Schnäppchenpreis sollte dieses vermurkste Stück Software den Besitzer wechseln.
Infos
Erhältlich für
Genre
Jump'n'Run
Publisher
THQ
Entwickler
THQ
Website
www.thq.de/html...
Release
25. November 2005
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