Obwohl Burnout mittlerweile nicht mehr zu den allerneusten Xbox-Titeln gehört, habe ich es mir erst vor kurzem durch ein sehr günstiges Angebot zugelegt. Um eines gleich vorneweg zu klären, Burnout hat so gut wie gar nichts mit einer Simulation oder dergleichen gemeinsam, dieser von „Acclaim & Criterion Games“ produzierte Titel verfolgt strickt die Arcade-Racer-Linie.
Verschiedene Modi
Der spielerische Hintergrund ist sehr schlicht bzw. einfach gehalten. Der Spieler hat die Möglichkeit im Hauptmenü zwischen Meisterschaft, Einzelrennen, Kopf an Kopf (2-Spieler-Modus), Zeitrennen und einem Spezial-Modus auszuwählen.
Das Herzstück in Burnout ist natürlich der Meisterschaftsmodus, hier gilt es, in verschiedenen Grand-Prix und Marathonrennen die vorgegeben Sollwerte (Platzierung und Zeit) zu erfüllen, um neue Strecken und Modi freizuschalten. Im Prinzip stehen vierzehn verschiedene Strecken im Laufe des Spieles zur Verfügung. Der Fuhrpark reicht in Acclaim’s Arcade-Racer, wie soll es auch anders sein, vom Kleinwagen, über die Limousine, bis hin zu PS-protzenden Sportboliden, dass gänzlich aber ohne Lizenzen. Der Streckenverlauf ist bei jedem Rennen vorgegeben und der Spieler muss sich meist bei starken Berufsverkehr jeweils gegen drei verschiedene KI-Gegner durchsetzen.
Neben den gewohnten bzw. obligatorischen Rennmodi, Kopf an Kopf und Einzelrennen, existiert eben noch dieser besondere Spezial-Modus. Hier gilt es nach und nach mehrere Duelle gegen andere KI-Gegner auszutragen. Das Besondere hierbei allerdings ist die Tatsache, dass der Spieler gegen ein Bonusfahrzeug (KI) antreten kann. Gewinnt dieser auf vorgegebener Strecke das Duell, ergänzt sich die Fuhrparkliste durch einen neuen blitzenden Boliden.
Gekonntes Vorgehen
In einem Punkt unterscheidet sich Burnout deutlich von herkömmlichen Arcade-Rennspielen. Denn egal welcher Spiel-Modi ausgewählt wurde, belohnt ein steigender Parameter den Spieler wenn dieser waghalsige und spektakuläre Manöver und Aktionen vollbringt. Je nachdem, wie lange er es im Gegenverkehr als Geisterfahrer durchhält, wie weit er mit seinem Boliden durch die Kurven driftet oder wie knapp er einem Crash mit anderen Fahrzeugen entgangen ist, wird der Spieler bei voller Burnanzeige (Parameter) mit einem Turbo beglückt. Hierbei ist aber, der mit der Zeit „nervige“ dichte Verkehr zu beachten, denn meist macht eben dieser dem Spieler einen klaren Strich durch die Rechnung.
Optisch und akustisch
Graphisch gesehen macht Burnout einen sehr soliden und guten Eindruck. Die Framerate ist zu jeder Zeit konstant, die einzelnen Boliden zeigen neben Spiegelungen auch tolle Lichteffekte auf und die verschiedenen Strecken und deren Details machen ebenfalls einen immer konstanten und durchdachten Eindruck. Im Gesamten ist graphische Seite von Burnout zwar nicht mehr auf der Höhe der heutigen Technik, macht aber trotzdem einen sehr ausgereiften Eindruck.
Die musikalische Seite ist meiner Meinung nach recht zwiespältig. Auf der einen Seite können die toll in Szene gesetzten Sound-Effekte wie Motorengeräusche und Unfälle auf der ganzen Linie überzeugen, aber auf der anderen Seite gilt dies nicht ganz für den zeitweise nervigen Elektro-Soundtrack.
Fazit
Auch noch heute kann dieser Arcade-Racer sehr überzeugen. Aufgrund der Fülle an verschiedenen Modi, der Anzahl der unterschiedlichen Strecken und der guten optischen Seite ist vom Kauf (mittlerweile 29,99 €) nicht abzuraten. Wer einen Racer mit atemberaubender Geschwindigkeit sucht, ist hier genau richtig!
Pro: gute Graphik, tolle Spielbarkeit, unglaubliche Geschwindigkeit
Kontra: mäßiger Soundtrack, unnötige Crash’s