Infos
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» Spielzeit: |
20 h |
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» Grafik: |
70 |
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» Sound: |
80 |
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» Spielspaß Solo: |
70 |
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» Spielspaß Multi: |
- |
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» Gesamtwertung: |
70 |
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Pro
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bringt frischen Wind ins Genre |
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gelungener Soundtrack |
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Contra
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altbackene Grafik |
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Zeitlimit |
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auf der PS2 erschien nur die geschnittene Version |
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Qualität
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BMX XXX
Heiße Höschen
“Its gettin hot in here... so take off all you`re clothes” Diese paar Zeilen aus dem Song „Hot In Here“ des US-Rappers Nelly dürften die Programmierer von Z-Axis wohl etwas zu wörtlich genommen haben, als sie Acclaims neuestes Trendsportspiel BMX XXX entwickelten. Was andere Spiele mit leicht bekleideten Protagonistinnen versteckt andeuten, zeigt man hier ganz unverhohlen. Da fahren die Mädels auf ihren Bikes schon mal nackt durch die Gegend und Prostituierte warten auf euch, um abgeschleppt zu werden. So wundert es einem auch nicht weiter, dass bei einem solchen Inhalt die Sittenwächter in den USA Alarm schlugen und das Spiel eine Welle der Empörung auslöste. Auch die Beteuerungen Acclaims, dass das Spiel sowieso nur ab 18 freigegeben ist und somit nicht in Kinderhände gelangen sollte, halfen nichts. Wutentbrannte Eltern und mächtige Kaufhausketten wie Wal-Mart, die BMX XXX in diesen Zustand aus ihren Regalen verbannen wollten, zwangen den Publisher schlussendlich in die Knie und es kam eine geschnittene Version auf den Markt. Auf der Playstation2 wohlgemerkt, denn Gamecube und Xbox-Besitzer dürfen sich auch weiterhin an den wohlgeformten und dazu hüllenlos agierenden Schönheiten des Spiels ergötzen.
Doch wie schneidet es als reines BMX-Spiel ab? Kann es gegen die harte Konkurrenz, auch ohne dem Schmuddelimage mit all seinen leichtbekleideten Damen bestehen? Betrachten wir das Spiel einmal ganz nüchtern. Vom Menüumfang unterscheidet es sich in keinster Weise zu anderen Trendsportspielen. Ihr habt die Wahl zwischen einem Karrieremodus, welcher sich zweideutigerweise Hardcore-Tour nennt, und einigen Multiplayermodi. Dabei scheint zunächst die Tatsache zu verwundern, dass weder ein Einzelsession-, noch einen Freeridemodus vorhanden ist. Da aber die Entwickler auch in diesem Spiel auf ein gnadenlos herunterzählendes Timelimit verzichtet haben, wären die 2 Modi sowieso überflüssig, da „freeriden“ nun im Karrieremodus möglich ist.
Hat man sich für einen der dreizehn Fahrer entschieden und noch schell ein Bike geschnappt, kann es in der Bronx dann auch schon losgehen, dem ersten der insgesamt acht Levels. Um in eurer Karriere weiterzukommen und somit neue Locations und Videos freizuschalten, müsst ihr bestimmte Aufgaben lösen. Dabei hat man sich ganz eindeutig bei der Genrekonkurrenz in Form von Aggressive Inline und Tony Hawk`s Pro Skater 4 orientiert. Ihr könnt zunächst einmal ganz gemütlich durch den Level cruisen. Wenn ihr nun eine Person entdeckt, auf dessen Kopf das grüne Playstation-Dreieck rotiert, dann nichts wie hin und sich eine Aufgabe abholen. Das Grundkonzept mag zwar von der Konkurrenz abgekupfert sein, die Aufgaben haben aber wenig mit den Vorbildern gemein. Da wollen Damen des horizontalen Gewerbes zu ihren Zuhälter gebracht werden oder ein Hot Dog-Verkäufer will sich der leidigen Konkurrenz entledigen und ihr sollt nun deren Stände über den Haufen fahren. Über fehlende Fantasie seitens der Entwickler, kann man sich also wirklich nicht beschweren. Es ist halt eine Geschmacksfrage, ob dem Spieler dieses Milieu zusagt. Natürlich gibt es auch normale Herausforderungen, wie einen bestimmten Trick zu zeigen oder einen Highscore zu knacken. Wie schon vorher erwähnt, verzichtet auch BMX XXX im Karriere-Modus auf ein Zeitlimit. Stattdessen gibt es jetzt eine so genannte Healthanzeige. Für jeden Sturz wird der Balken kleiner, den ihr aber mit gelösten Herausforderungen wieder ordentlich in die Höhe treiben könnt.
Um in den nächsten Level zu kommen, müsst ihr 10 der 20 Herausforderungen einer Location meistern oder bei den Turnierlevels zumindest Dritter werden. Leicht wird es einem dabei nicht gemacht. Schuld ist unter anderem die Kameraperspektive, welche die Aufgaben, zum Beispiel bei einem Sprung in einer Halfpipe, unnötig erschwer. Da seht ihr euren Biker plötzlich aus einer seitlich schrägen Position, welche es einem nicht leicht macht, wirklich gezielt und ohne Seiten- oder Schräglage zu landen. Mag sein, dass man sich mit der Zeit an diesen Umstand gewöhnt, dennoch wurde diese Situation bei der Konkurrenz weit besser gelöst. Ansonsten geht die Steuerung eigentlich ganz gut von der Hand, auch wenn es für eingefleischte Trendsportspiele-Freaks wieder zu ein paar Umstellungsproblemen kommen wird - vor allem was die Spins betrifft -, die aber nach einer kurzen Eingewöhnungsphase auch kein Hindernis darstellen sollten. Doch nicht nur die Kamera macht einem zu schaffen, die Aufgaben selbst sind oft etwas unfair. Bei den Herausforderungen gibt es natürlich immer noch ein Timelimit, welches aber oft sehr knapp bemessen wurde und die Zeit meist schon aus ist, bevor man überhaupt weiß, was nun wirklich zu tun ist. Hier kann man dem Spieler nur eine gesunde Hartnäckigkeit wünschen, den ohne diese wird’s schnell frustrierend!
Kommen wir nun zur Grafik, die leider gar nicht so heiß ist wie die Damen in den Bonus-Videos. Die Levels sind zwar detailliert und abwechslungsreich dargestellt, die Grafikengine an sich schaut jedoch schon ziemlich altbacken aus. Auch von der Größe her, kann sich BMX XXX nie mit den Levels eines Genreprimus wie Tony Hawk 4 messen. Die Locations wirken dennoch durch die unzähligen Objekte und Personen, welche die Levels bevölkern, sehr lebendig. Die Biker und vor allem eure Ansprechpartner in den Levels schauen hingegen schrecklich aus. Hier hat man fast das Gefühl in einem PSone-Spiel gelandet zu sein. Und trotzdem haben sich die Entwickler ins Zeug gelegt, um den schon mittelmäßigen Eindruck der Grafik noch etwas schlechter zu machen. Leidgeprüfte Zocker werden schon ahnen was jetzt kommt: Das berüchtigte Kantenflimmern! Einen hinterhältigeren Angriff auf das menschliche Auge gibt es bei Videospielen wohl nicht. Bei anderen Spielen mag es nur dezent auftreten und da sehen wir Zocker dann auch, gnädig wie wir nun mal sind, darüber hinweg. Was Z-Axis allerdings hier abliefert ist schon unverschämt. So ein konsequent durchgezogenes Flimmern durfte man schon lange nicht mehr bewundern und man sollte sich nicht wundern, wenn nach drei Stunden dauerspielens, die Kontaktlinsen Reißaus nehmen und eure Augen zu bluten anfangen.
Soundmässig gibt sich BMX XXX dagegen keine Blößen. Zwar unterstützt das Spiel kein spezielles Soundformat und man ist nur der Stereo-Beschallung ausgesetzt, da aber wohl die wenigsten Spieler eine solche Anlage ihr Eigen nennen können und es gerade bei einem Trendsportspiel nicht so wichtig ist, kann dies kaum als Kritikpunkt gewertet werden. Die Sprachausgabe ist in Englisch mit deutschen Untertiteln. Diese Entscheidung erweist sich als sehr sinnvoll, da eine deutsche Synchronisation kaum den Flair des US-Slangs hätte einfangen können. Beim Soundtrack setzt man auf die altbekannte Trendsportmischung von Rock-, Punkrock- und Hip-Hop-Klängen. Neben unbekannteren Bands wie Alien Breed oder Trustcompany konnte man auch Genre-Stars wie Green Day, Mötley Crue oder De La Soul den einen oder anderen Song abluchsen. Ob einem nun der Soundtrack gefällt oder nicht, ist Geschmackssache, wobei zu sagen ist, dass Tony Hawks Pro Skater 4 mehr Songs und somit auch mehr Auswahl hat.
Wem die vorhandenen Fahrer zu langweilig sind, kann, sich abschließend seinen Biker selbst zusammenbauen. Der Editor ähnelt dem eines Tony Hawks 4 sehr und steht diesem in keinster Weise nach. Vom Namen angefangen, könnt ihr so ziemlich jede Kleinigkeit an dem Biker ändern. Bevor ihr den schrägsten Biker aller Zeiten geschaffen hat, wird sicher einige Zeit vergehen.

Fazit
BMX XXX ist ganz klar das "etwas andere BMX Spiel". Die Grafik und der Sound sind eher Mittel zum Zweck und die Tatsache, dass das Spiel geschnitten ist, stösst bei vielen sauer auf. Doch wenn das alles nicht stört und mal wieder etwas frischen Wind im Genre erleben will, der kann ruhig zugreifen.
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