Grandiose Schlachten im bekannten Star Wars-Universum, die auch für Solisten einiges zu bieten haben.Als Fortsetzung zum meistverkauften
Star Wars-Spiel großmundig angepriesen, hat
Star Wars Battlefront 2 vor allem unter den Fans des gelungenen Erstlings einige Ansprüche zu erfüllen. Diese will Entwickler
Pandemic hauptsächlich mit mehr von allem, brandneuen Weltraumschlachten, einer "richtigen" Solo-Kampagne, weiteren Spielmodi sowie dieses Mal auch selbst steuerbaren Helden und Bösewichtern des beliebten
Star Wars-Universums befriedigen. Ob dieses ambitionierte Vorhaben geglückt ist oder es sich nur um einen lauwarmen Aufguss handelt, verrät wie immer unser aufschlussreiches
Master-Review.
Überarbeitete KampagneDie Geschichte des Soloparts dürfte seit
Star Wars Episode 3: Die Rache der Sith hinlänglich bekannt sein, dennoch ein kurzer Abriss der Handlung: Der böse Kanzler
Palpatine löst durch eine Reihe geschickter Schachzüge
einen Bürgerkrieg aus, in dessen Konsequenz er das erste galaktische Imperium mit sich als alleinigem Führer ausruft. Sämtliche Jedi-Ritter stellt er als Verräter hin und lässt sie mit Hilfe seiner Klontruppen durch die
Order 66 verfolgen und vernichten. Die Kampagne setzt kurz vor diesen schicksalsträchtigen Ereignissen ein und erstreckt sich über einige Jahrzehnte bis hin zur Schlacht auf dem Eisplaneten
Hoth, die jeder aus
Das Imperium schlägt zurück kennen dürfte. Bereits in der ersten Kampagnenmission wird klar, dass die Entwickler gute Arbeit geleistet haben, um die eigentlich auf Mehrspielerspaß ausgelegten Schlachten auch für Solisten interessanter zu gestalten. Bestand der Feldzug im ersten Teil quasi aus nichts anderem als einer Aneinanderreihung von normalen Mehrspielerschlachten mit Bots, gibt es in
Star Wars Battlefront 2 echte Missionsziele, Instruktionen vom Hauptquartier und eine
feste Storyline, welche die Geschicke der 501. Legion näher beleuchtet. Neben der Kampagne wartet der Titel noch mit der
Galaxiseroberung, die auf jeder der vier Seiten – Rebellen, Imperium, Seperatisten und Republik – gespielt werden darf. Hier gilt es mit Hilfe von Flotten Planetensysteme zu erobern, neue Truppen und Ausrüstung durch verdiente Credits zu rekrutieren und eigene Planeten zu verteidigen. Natürlich dürfen Solisten jederzeit auch Schlachten mit bis zu
16 Bots pro Seite beiwohnen, um einfach einen schnellen Krieg vom Zaum zu brechen. Letztere leisten wie bereits im ersten Teil gute Dienste und fallen nur selten durch Aussetzer unangenehm auf.
Von Soldaten, Helden und TechnikernAm zu Grunde liegenden Spielablauf gibt es allerdings wenig Änderungen. Man übernimmt nach wie vor die Kontrolle über einen der zahlreichen Soldaten und geht zusammen mit seinen Kameraden gegen die feindliche Armee vor.
An
Kommandopunkten, welche mit Infanterietruppen erobert werden können, darf man seine Klasse wechseln oder wird nach dem Ableben wieder in die Schlacht gesetzt. Zu den bekannten Einheitentypen wie Sturmtruppen, Scharf- und Bazookaschützen gesellen sich als größte Neuerung die Helden hinzu. Neben Charakteren wie
Han Solo,
Boba Fett und
Prinzessin Leia dürften vor allem die zahlreichen
Jedi-Ritter mit ihren Lichtschwertern und
Machtfertigkeiten für Begeisterung sorgen. Im Gegensatz zu normalen Truppen verfügen die Helden über keinen Lebensenergie- sondern einen Zeitbalken. Ist dieser abgelaufen, verschwindet der Held und man muss wieder zu einer Standard-Einheit wechseln. Der Zeitbalken, dargestellt durch ein Laserschwert, nimmt kontinuierlich ab, kann aber durch getötete Feinde stückweise regeneriert werden. Umgekehrt schrumpft die Anzeige aber auch bei Treffern durch feindliche Geschosse. Ebenfalls neu im zweiten Teil sind
Unterstützungsklassen, welche die Moral der Verbündeten heben, Geschütze errichten, Fahrzeuge reparieren oder Energie und Munitionspäckchen verteilen. Durch spezielle Verdienste, wie beispielsweise das Töten von zwölf Gegnern mit dem Blaster, erhält der Spieler Boni in Form von Elitegewehren oder ferngelenkte Raketen. Ein Feature, welches das Spezialisieren auf eine Klasse während der Schlacht fördert.
Riesiger FuhrparkNeben den zahlreichen Charakterklassen steht auch wieder ein breites Repertoire an
aus den Filmen bekannten Fahrzeugen zur Verfügung. Neben kleineren Vehikeln wie den mechanischen Läufern aus dem aktuellen Film stehen
» Rebellen stürmen den Todesstern. |
zahlreiche Panzer, Gleiter, Speeder und auch wieder die riesigen
AT-ATs warten darauf erobert zu werden. Einige der Vehikel können von mehreren Personen gleichzeitig genutzt werden. So übernimmt beispielsweise beim imperialen Panzer ein Charakter die Steuerung und Hauptwaffen, während ein zweiter das mächtige Energiegeschütz bemannt. Die höchste Effektivität erhalten einige Fahrzeuge also erst durch Teamwork. Eine weitere Neuerung sind die
aufregenden Weltraumschlachten. In diesen dürfen die zahlreichen Jägertypen wie
X-Wings,
TIE-Fighter und
Seperatisten-Raumschiffe im All aufeinander gehetzt werden. Auch größere, allerdings nicht steuerbare Schiffe wie
Sternenzerstörer und
Mon Calamari-Kreuzer, in denen gelandet und der Kampf per Infanterie fortgesetzt wird, nehmen an diesen Schlachten teil. Die Bedienung der Jäger gestaltet sich denkbar einfach: Der linke Ministick dient zum Navigierem, während der rechte für das Justieren der Geschwindikeit von Nöten ist. Boost, primäre und sekundäre Waffenkontrolle sowie das Durchschalten der Angriffsmittel sind mit jeweils einer eigenen Taste versehen. Ein weiteres, sehr cooles Feature bilden waghalsige Flugmanöver, welche in Kombination mit der
O-Taste ausführbar sind und beispielsweise schnelles Wenden oder seitliches Ausweichen möglich machen.
Onlinekampf und schicke TechnikGrafisch muss die
Playstation 2-Version gegenüber der
Xbox-Variante deutlich zurückstecken. Wesentlich schwächere Texturen, weniger Details und eine größere Anfälligkeit für Framerate-Einbrüche sowie Ruckler sind Unterschiede,
» Die Weltraumgefechte sind sehr spaßig. |
die sofort ins Auge fallenden Unterschiede. Dennoch macht der Titel gerade für
PS2-Verhältnisse optisch eine gute Figur und weiß vor allem durch eine
enorme Weitsicht und
opulente Massenschlachten zu beeindrucken. Über den Sound braucht man bei einem
Star Wars-Spiel eigentlich kaum etwas sagen: Die
geniale Musikuntermalung schafft zusammen mit den
typischen Soundeffekten eine perfekte Schlachtenatmosphäre. Natürlich verfügt auch der zweite Teil des als
Onlineshooter konzipierten Programms über einen umfangreichen Mehrspielermodus. Neben einem
Split-Screen-Duellen bringt
Star Wars Battlefront 2 einen
unkomplizierten Onlinemodus mit sich, welcher bis ins Detail konfigurierbare Matches ermöglicht.
Neue Spielmodi wie
Heldengefechte,
Capture the Flag,
Jagd und
Angriff sorgen für zusätzlichen Umfang. Zwar handelt es sich bei allen Modi um keine sonderlich einfallsreichen Spieltypen sondern eher Varianten des bekannten Team-Deathmatch-, Checkpoint-Eroberungs- oder Capture the Flag-Modus, dennoch erweitert es die Möglichkeiten gegenüber Teil 1 sinnvoll. Leider sind offensichtlich nicht viele PS2-Besitzer online mit dem Game zu Gange, so dass das Finden eines passenden Servers oft schwierig ist.