Infos
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» Spielzeit: |
10 h |
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» Grafik: |
64 |
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» Sound: |
57 |
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» Spielspaß Solo: |
74 |
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» Spielspaß Multi: |
- |
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» Gesamtwertung: |
65 |
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Pro
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Steuerung leicht zugänglich |
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Schnetzelaction a la Carte |
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Contra
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Soundtrack eintönig |
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Kein Kombosystem |
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abwechslungsarme Levels |
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Qualität
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Sie ist heiß wie die Hölle, trägt furchtbar gerne furchtbar enge Lederoutfits und hat eine Vorliebe für Blut. Ihr Name ist Rayne und sie ist ein Dhampir. Wenn ihr auf schnelle, relativ leicht zugängliche und vor allem blutige Actionkost steht, dann solltet ihr euch folgende Zeilen einmal zu Gemüte führen, denn vielleicht findet ihr in BloodRayne einen leckeren Import-Imbiss.
Blutige Rache
Rayne ist kein normaler Mensch. Sie ist ein Dhampir, also ein Produkt dessen, was ihre von einem Vampir vergewaltigte Mutter zustande gebracht hat. Sie wurde mit den Fähigkeiten eines Vampirs geboren und von deren Schwächen befreit. Eine perfekte Killermaschine, die nun auf der Suche nach ihrem Vater ist, um diesen zur Strecke zu bringen. Eines Tages wurde sie von der sogenannten Brimstone Society aufgenommen, für die sie nun arbeitet. Dieser seltsame Verein übernimmt die Aufgabe, sämtliches übernatürliches Gezücht auf Gottes schöner Erde auszulöschen. Eure Reise beginnt in den Sümpfen von Lousianna, wo ihr zusammen mit eurer Partnerin und Mentor Mynce eurer nächtlichen Arbeit nachgeht... so scheint es, denn in den Wirren des 2. Weltkrieges haben noch ganz andere Personen Interesse an okkulten Dingen gefunden. Die Nazis wollen nämlich wahrhaftig die Hölle auf Erden loslassen.
Das Gemetzel kann beginnen
Nach dem sehr an das Spiel angepassten Intro und der Betätigung des Spielstarts, setzt ihr auch schon Fuß auf den versumpften Teil Lousiannas. Mynce, eure Partnerin, führt euch zu eurem ersten Auftragsziel - einer alten Kirche. Auf dem Weg dorthin werden euch schon die ersten Steuerungsfunktionen, wie etwa Sprung und Angriff, per Einblendung erklärt. Diese werdet ihr auch wenige Momente später gut gebrauchen, denn eine kleine Gruppe von der etwas gammeligen und stöhnenden Sorte hat vor euch in Stücke zu reißen. Wollen wir aber nicht, weshalb wir den Spieß einfach umdrehen. Die Steuerung von Rayne verhält sich ziemlich simpel, eben so wie sie bei einem schnellen Actionspiel sein sollte. Zum bewegen benutzt ihr einfach die beiden Analogsticks. Den linken Stick um vor und zurück zu laufen, sowie nach links und rechts zu strafen, den rechten Stick um nach links und rechts zu laufen und um nach oben und unten zu gucken. Mit den Schultertasten lasst ihr entweder Raynes Unterarmklingen oder eingesammelte Vernichtungsmaschinerie, wie etwa Maschinenpistolen oder Schrotgewehre, insgesamt 31 an der Zahl, sprechen. Angriffskombis hat Fräulein Blutsaugerin nicht zu bieten, so dass ihr stetig nur auf einen der beiden Angriffsknöpfe drücken müsst. Wenn euch die Energieleiste mal etwas leer erscheint, solltet ihr diese logischerweise auch wieder auffüllen und da keine Healthpaks in der Gegend herumliegen oder ein Mc Plasma um die Ecke ist, muss sich unsere bissige Heldin an den Gegnern bedienen. Also, Zähne zeigen und herzhaft zubeißen, denn nur so gelangt ihr während des ganzen Spiels an Gesundheit und diese verliert man nicht nur durch Gegner, sondern auch durch zu tiefe Stürze oder bei Kontakt mit Raynes einzig wahrer Schwäche: Wasser. Später könnt ihr eure Mahlzeiten sogar per Harpune zu euch ziehen. Ansonsten könnt ihr noch eine 180° Wendung vollführen, um auch eventuelle Gefahr von hinten auszuschalten.
Während ihr durch die Gegner wetzt, füllt sich eure sogenannte Blood Rage Anzeige auf und wenn diese erst mal voll ist, sollten sich alle Feinde ganz schnell in Sicherheit bringen, denn dann könnt ihr Rayne per Tastendruck in den gleichnamigen Modus wechseln lassen. Ist dieser aktiviert, verstärken sich eure Angriffe und alles in eurer Nähe ist in Sekundenschnelle nur noch roter Hackebrei.
Aus den Augen eines Dhampirs
Der Rotschopf verfügt noch zusätzlich über 3 verschiedene Spezialsichten. Aktiviert ihr etwa den Aurablick, so wird die Sicht bis auf das wesentlichste beschränkt und euer nächstes Ziel als hellblauer Punkt dargestellt, der immer größer wird, je mehr ihr euch ihm nähert. Dann gibt es noch die Slow Motion Sicht, in der die Zeit verlangsamt wird und ihr wie Max Payne etwa Kugeln ausweichen oder euren Gegner in bester Bullet Time Manier abservieren könnt. Zuletzt könnt ihr noch euer rechtes Auge als Fernglas benutzen, mit dem ihr an euer Ziel heranzoomen und es so auch aus der Distanz erledigen könnt. Alle Fähigkeiten kann man ohne Bedenken und jederzeit einsetzen.
Und da war noch was....
Der Dhampir meuchelt im Spiel nicht nur untotes und ekeliges Gesocks, sondern vergreift sich die meiste Zeit im Spiel einer ganz anderen Art von Gegnern: Den Nazis.
Somit sollte man sich auch mit der Tatsache abfinden, dass Hakenkreuze im Spiel verwendet werden, sowie ein paar Propaganda-Plakate hier und da hängen. Allerdings fällt beides doch recht wenig auf und ist somit prinzipiell verkraftbar, denn laute Nazigrüße sind während des gesamten Spiels nie aufgetaucht. Ab und zu müsst ihr auch Bosskämpfe bestreiten, die meistens sogar eine gewisse Taktik erfordern, um diese heil zu überstehen. Darunter sind sogar richtig große Brocken.
Des weiteren sollte darauf aufmerksam gemacht werden, dass BloodRayne wahrlich nichts für Spieler mit flauem Magen ist, denn Rayne geht mit ihren Gegner, ob nun Mensch oder Monster, nicht gerade zimperlich um. An rotem Saft und fliegenden Gliedmaßen wird nicht gespart, sondern dies wird schön unordentlich über den Bildschirm verteilt. Mahlzeit.
Schauersound und Gruselgrafik
Der Sound in BloodRayne bietet insgesamt nicht sehr viel, man könnte sogar fast sagen, nur das Notwendigste. Die Musik, die im Hintergrund dudelt, ist fast immer dieselbe sanfte Technomucke wie auch schon im vorigen Level. Nur selten gibt es was anderes auf die Ohren. Schmerzerfüllte Schreie, Monstergegrunze und Explosionen kommen euch fast in einem festen Rhythmus entgegen. Nebenher gibt es noch den einen oder anderen kernigen Spruch von Rayne zu hören, die einem manchmal ein fieses Schmunzeln über die Lippen bringen, aber nach einer Zeit langweilen kann. Rayne selber hört sich ebenso gelangweilt an und lässt nur selten Emotionen zu Tage kommen, was auf eine merkwürdige Art und Weise sogar passt. Insgesamt macht die Sprecherin ihre Arbeit ganz gut. Nur der Rest der Besetzung schien noch weniger motiviert. Die Stimmen und deutsch/englisch-gemixten Texte der Nazis hören sich stellenweise unfreiwillig komisch an, was wohl auch so gedacht sein sollte.
Auch grafisch ist nicht allzu viel zum staunen da. Die Optik ist meist leicht verwaschen, eher matschig und blass, die Levels den größten Teil langweilig, dunkel und detailarm. Was soll man auch erwarten, wenn man größtenteils durch Sumpfgebiete und Militäranlagen huscht? Einzig und allein der letzte Akt in Deutschland macht was her, aber die Burg ist auch nicht unbedingt der Rede wert, da auch dort die Farbe grau dominiert.
Um Missverständnisse zu vermeiden, dieses Review liegt in einer ähnlichen Fassung auch bei Consolegamers.de vor ;>

Fazit
Zugegeben, ich bin ein alter Freund von Spielen wie BloodRayne und es hat mir sogar recht viel Spaß gemacht. Die Kämpfe in Slow Motion waren da wohl das, was mir am meisten Freude beschert hat. Zudem ist der Schwierigkeitsgrad in einer angenehm steigenden Kurve nach oben gegangen, was einem selbst die Möglichkeit gegeben hat, sich gut in das ganze einzuarbeiten. Dennoch muss ich sagen, ich war leicht unterfordert. Nicht, was die Schwierigkeit anging, sondern wegen der Eintönigkeit des Kampfsystems. Insgesamt hat mir Rayne zu wenige Möglichkeiten geboten, auszuteilen. Kombos sollten heutzutage schon drin sein. Auch grafisch und soundtechnisch hätte etwas mehr geboten werden können. Vor allem die musikalische Bedröhnung hätte etwas mehr Abwechslung vertragen können. Sollte noch erwähnt werden, dass BloodRayne nun mittlerweile auch schon gut 2 Jahre auf dem Buckel hat und dass jeder für sich selbst entscheiden sollte, ob ihm das Szenario und vor allem der hohe Blutgehalt in den Kram passt. Mich persönlich hat es nicht gestört und ich bin schon auf Teil 2 gespannt, der ja mittlerweile schon draußen ist und um einiges besser zu sein scheint.

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