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Spielinfos Bewertungen (7) User-Reviews (2) Screenshots (10) Spiel bewerten

307. Fable: The Lost Chapters

Xbox
» Grafik: 85
» Sound: 92
» Spielspaß Solo: 89
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung:
87
» Anzahl Bewertungen: 7     » alle zeigen
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» Gesamtwertung: 4 /5
» Durchschnittswertung: -
» Anzahl Bewertungen: 0     » alle zeigen
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Infos
» Von: KoRnflake
» Am: 23.06.2008
» Spielzeit: 30 h
» Grafik: 85
» Sound: 88
» Spielspaß Solo: 90
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung: 87
Pro
Freie Heldengestaltung
Schöne Grafik
Lebensecht wirkende Welt
Wahl zwischen Gut und Böse
Contra
Unglückliches Speichersystem
Viel Ladebildschirme
Simple Kämpfe
Qualität
» bewertet mit: -
Das Spiel beginnt in der Rolle eines Dreikäsehochs: Heute hat ja die Schwester Geburtstag und wie es sich für einen guten Bruder ziemt, hat man natürlich noch kein Geschenk. Ein Gespräch mit dem Vater bringt schnell Aufschluss: Geld will aufgetrieben werden. Für gute Taten belohnt der Vater, für schlechte bestraft er.
Schnell heißt es also einige Schulhofschläger vertreiben, ein paar Kisten bewachen und für die Nachbars Tochter den Teddy retten. Mit dem vom Vater ausgelobten Geld lassen sich die begehrten Süßwaren kaufen und verschenken.
Allerdings kann man sich auch anders belohnen: Böse Taten werden vom Vater und der Stadtwache mit Gardinenpredigten bestraft, das nötige Kleingeld für Süßwaren für die Schwester bekommt man aber auch durch Diebstahl zusammen.
Nach dem Geburtstag kommt schnell der Katzenjammer: Marodierende Räuber fallen ins Dorf ein und töten mit Ausnahme des Heldchen alle und entführen die frisch beschenkte Schwester - Bescherung deluxe, sozusagen.
Der Held wird von Mace, einem Krieger der Heldengilde aufgelesen und verlebt die nächsten Jahre in der Gilde wo er kämpfen, zaubern und schießen lernt.


Burg Schreckenstein trifft Hogwarts

Die Zeit im Internat der Heldengilde vergeht wie im Flug. Das Zeitrafferverfahren kürzt einen 10 Jahrestripp auf erkleckliche zwei Spielszenen. In beiden geht es für den Helden darum, diverse Prüfungen zu bestehen. Mal geht es gegen Käfer im Gildenwald, dann wieder auf dem Trainingsplatz im Nahkampf gegen die Zimmergenossin.
Diese als Tutorial dienende Phase hat durchaus Einfluß auf die erste Zeit des Spieles. Während der Prüfungen trifft man immer wieder auf Lehrer, die die Fortschritte bewerten: Streber erhalten kleine Belohnungen, z.B. in Form eines besseren Schwertes.
Die Steuerung präsentiert sich anders als im RPG-Bereich gewohnt. Lassen sich Ansicht und Grafik des Titels noch am Ehesten mit World of Warcraft vergleichen, steuert man seinen Komparsen im Rune-Stil: Schwertkämpfe werden tatsächlich mit der Maus ausgefochten.
Hier zeigt sich zunächst die enge Orientierung am Konsolenvorbild: Flüssig und actionreich gehen die Kämpfe von der Hand, auch mit der Maus lassen sich nach wenigen Minuten relativ ansehnliche Kombinationen ausführen. Fable - The Lost Chapters verdient sich mit dem Arcade-Gameplay Pluspunkte.
ThumbnailFable erlaubt eine freie Charakterentwicklung: Gut oder Böse...


Gut und Böse - und ewig grüßt der Molyneaux

Durch die meisten Spiele von Sir Peter Molyneaux zieht sich der Kampf zwischen Gut und Böse wie ein roter Faden. Mit dem Anfang Oktober erscheinenden Black & White 2 treibt der Altmeister dieses Prinzip wieder auf die Spitze - derart ausgefeilt ist das Charaktermanagement bei Fable - The Lost Chapters nicht.
Am offensichtlichsten lassen sich die Unterschiede am Optischen bestaunen: Bösen Buben wachsen Teufelshörnchen, und wirken auch sonst furchteinflößend. Auch NPCs reagieren auf die Veränderungen des Helden: Entweder wird der freundliche Held hofiert oder aber ängstliche Händler kauern sich in die Ecke.
Alleine, die Freiheit, nervige NPCs einfach in den Boden stampfen zu können und dabei wieder optisch böse zuzulegen sind eigentlich schon genug Anreiz, beide Pfade einmal zu begehen...


Licht und Schatten - das Gameplay

Apropos Pfade: Leider hat Fable - The Lost Chapters auch negative Seiten. Zwar erscheint die Welt im Großen und Ganzen ansehnlich und schick gestaltet, aber leider hat man sich bei Lionhead nicht immer die positiven Aspekte des Konsolengameplays herausgepickt.
Negativ fällt die Pfad-Fixierung der Leveldesigner auf: Die Spielwelt ist lediglich entlang der vorgegebenen Wege zu erkunden, höchst selten lassen sich einige Dornenbüsche wegschlagen und der dahintergehende Trampelpfad erkunden. Zumeist findet sich dort ein Secret - die über das Level verteilten silbernen Schlüssel. Mit diesen lassen sich verschlossene Türen und Truhen öffnen, die die eine oder andere Überraschung für den Helden-Novizen bereithalten.
ThumbnailViel zu umständlich: Das Inventar

Ansonsten gibt es relativ wenig zu meckern: Die Steuerung kommt mit wenigen Tasten aus, die meisten Bewegungen sind schnell eingängig und an nur wenigen Stellen fällt die Konsolenherkunft so negativ auf wie beim Leveldesign: Anzusprechen ist hier noch die arg gewöhnungsbedürftige Menüführung, die das Inventar in eher ungewohnter und umständlicher Manier präsentiert.

Davon abgesehen bringt Fable - The Lost Chapters allerdings auch einige neue Elemente aus dem Konsolensegment in das innovativ eher angestaubte RPG-Genre: Erfahrung beispielsweise wird nicht länger automatisch dem Heldenkonto gutgeschrieben wenn man die Killerwespen, Wegelagerer oder Höhlenkobolde ausschaltet sondern liegt in Form von grün leuchtenden Erfahrungskugeln auf der Erde verstreut.
Erst ein Druck auf die entsprechende Taste saugt diese an. Mit Hilfe dieser Kügelchen werden in der Heldengilde, die die zentrale Anlaufstelle des Spielers ist, neue Fertigkeiten erworben oder Eigenschaften gestärkt.
Eine vielleicht aufsehenerregendere Neuerung ist das Expression-System: Helden haben ein Aufmerksamkeitsdefizit und können mit der Zeit durch verschiedene Gesten auf sich aufmerksam machen.
Großen Anteil haben diese zum Beispiel beim Flirten - Fable - The Lost Chapters ist das erste Spiel, dass Heirat und Sex integriert.
Interessanterweise eröffnen diese ganz neue Spielansätze: So ist es möglich, Ladenbesitzer erst wegzulocken - und dann den Laden auszuräumen. Übrigens: Dies klappt auch als Guter.

Der Held verbringt einen guten Teil seiner Zeit in der Heldengilde, die relativ unproblematisch zu erreichen ist. Echte Helden laufen nicht, die teleportieren sich mithilfe des Heldensiegels zwischen den Einzelnen Portalstellen hin und her. Von jedem Punkt des Spiels aus. Praktisch.
Auch ansonsten präsentiert sich der Titel weitesgehend in bester Genretradition: Von Händlern kauft man Waffen, Ausrüstung und Tränke. Unterwegs droppt der eine oder andere Gegner vielleicht diverse brauchbare Gegenstände.
Gegner werden durch Magie, Schwerter oder Pfeile zur Strecke gebracht, was die jeweiligen Fertigkeiten verbessert.

Erwähnung finden sollten auch noch die zahlreichen Minigames/-quests, die sich über die ganze Welt verteilt finden. Die Finanzsituation lässt sich mit Memory oder Blackjack aufbessern, dass Angeln ist auch eine Freizeitbeschäftigung für Helden.
Zudem finden sich über die ganze Welt verteilt Dämonentore, die sich erst nach Erfüllen einer Bedingung öffnen: Der Pfad auf die dunkle Seite ist also vorgezeichnet...

Ohne Respekt bist du nichts
ThumbnailDer Held in Action

In der Heldengilde gibt es neben neuen Fertigkeiten auch die Quests zu ergattern. Allerdings sind diese nicht immer so einfach zu bekommen: In der Welt von Albion vertrauen die Bewohner nur bekannten Helden. Den eigenen Bekanntheitsgrad kann der junge Held durchs Questen ebenso pushen wie durch das Herumzeigen seiner Trophäen die besonders starke Gegner fallen lassen.
Simplere Gemüter lassen sich auch durch einen käuflich erworbenen Titel oder Furzkonzerte des Helden (per Knopfdruck möglich) beeindrucken. Mit steigender Bekanntheit verändert sich auch das Verhalten der NPCs - der Held wird begrüßt, auf seine Heldentaten angesprochen und erfreut sich allgemeiner Beliebtheit - jedenfalls solange er nicht auf dunklen Pfaden wandelt.
Selten war es so schwer böse zu sein. Schon in der noch heilen Welt des Heimatdorfs wird von kleinen Bösewichtern eine Extraportion Geduld erwartet: Immer wieder stellt einen die Stadtwache zur Rede und der Vater hält auch anstrengende Moralpredigten.
Auch die Bürger verhalten sich anders: Wird der gute Held allgemein gern gesehen, muss der Böse mit Getuschel und Einsamkeit leben.
Auswirkungen auf die Story allerdings hat der Charakter des Spielers nicht - am Ende kommen beide an der selben Stelle an, nur der Weg dorthin unterscheidet sich in der Wahrnehmung.
Fazit
Fable - The Lost Chapters bietet eigentlich alles, was ein gutes Rollenspiel auszeichnet. Die Steuerung ist eingängig und vermag zu weiten Teilen zu überzeugen, grafisch schön, atmosphärisch dicht und erzählerisch akzeptabel präsentiert sich der aktuelle Titel der Löwenköpfe. Man hätte also theoretisch durchaus das Potential für einen Toptitel gehabt. Wenn, ja wenn da nicht, die eine oder andere Kinderkrankheit wäre: Das Inventar präsentiert sich bestenfalls nervig, das Leveldesign viel zu linear und mit viel zu wenig Freiheiten ausgestattet.
Eher am Rande fällt da auf, dass die Microsoft Game Studios scheinbar unter einer DVD-Allergie zu leiden scheinen: Auf vier Silberlingen gerät die Installation wieder einmal zur Fingerübung für DJs und solche die es noch werden wollen...
Infos
Erhältlich für
Genre
Rollenspiele • Action-RPG
Publisher
Microsoft Game ...
Entwickler
Big Blue Box
Website
www.xbox.com/de...
Release
21. Oktober 2005
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Features
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