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Heiß erwartet und endlich da: der Nachfolger zu The Elder Scrolls 3: Morrowind erreichte dieser Tage die Konsolenlaufwerke der Fans. Versprochen wurde viel, unter anderem eine lebendigere Welt, ein komplexeres Kampfsystem sowie die schon aus zahlreichen Pre-Release-Shots bekannte Optik Marke "Kinnlade runter". Ob der neueste Ableger der nicht gerade für Bugfreiheit bekannten Serie – mit Schaudern erinnern wir uns an Daggerfall – einmal mehr die Herzen der Spieler für sich erobern kann, soll unser Master-Review klären.
Schon von Beginn an steht eure persönliche Lebensgeschichte im Prinzip offen: Habt ihr nach stundenlangem Feintuning eures Charakters endlich die Wahl getroffen, wer in Zukunft das virtuelle Alter Ego verkörpern soll, liegt euch das Land zu Füßen: Die traumhafte Weitsicht auf einer kleinen Wanderung durch die Wälder genießen? Oder lieber doch schnurstracks in die Kaiserstadt hinein und sich in den unzähligen Geschäften mit dem Nötigsten ausstatten? In der Arena wartet hingegen schnelles Geld und auch die Gilden suchen talentierten Nachwuchs. Vielleicht auf die Jagd gehen? In Bibliotheken stöbern? Ganz abgesehen von diesem Amulett, welches ebenfalls abgeliefert werden soll. Die Entscheidung liegt bei euch.
Prinzipiell sind jedoch alle Eigenschaften mehr oder weniger wichtig – je nach Situation. Ein geübter Rhetoriker kann den Preis eines Produktes schnell nach unten handeln, versierte Kämpfer hingegen erhalten je nach Waffengattung neue Angriffsmanöver. Magier sind zu Beginn zwar ein wenig hilflos, nach entsprechendem Training wirken sie jedoch mächtige Zauber, denen sich nur wenige in den Weg zu stellen vermögen.
Die Belohnungen bleiben dabei freilich dieselben: Neben Gold und scharfen Klingen winken des Öfteren auch fortführende Aufträge oder wichtige Hinweise. Wollt ihr mal eine Auszeit nehmen, bietet sich hingegen der Kauf eines Eigenheims an, welches ihr – entsprechende finanzielle Mittel vorausgesetzt – mit Möbeln und Dekor auch noch aufwerten könnt. All die schönen Stücke, für die man keine Verwendung hat, finden so ein Plätzchen und belasten nicht beim Herumspazieren.
Folgt ihr jedoch stur der Hauptgeschichte, werdet ihr mit dem Ende nach etwa 25-35 Stunden belohnt. Freunde von Nebenquests rechnen das Ganze mal vier und erfreuen sich auch nach über 100 Stunden noch am reichhaltigen und vielfältigen Angebot.
Auch das Journal wurde einer Generalüberholung unterzogen. Dieses zeigt jetzt unter anderem alle unbeendeten Quests an – Pfeile auf eurem Kompass helfen des Weiteren bei der Aufgabenspezifischen Orientierung. Ebenso übersichtlich sind die übrigen Menüs angeordnet, ein Schnellzugriff auf häufig verwendete Zauber und Waffen per D-Pad rundet den guten Eindruck ab. Darüber hinaus wurde die Kampfsteuerung adaptiert: Blocken muss man nun selbst, was die Komplexität ein wenig erhöht und die Auseinandersetzungen dynamischer macht.
Auch die Technik weiß nicht vollends zu überzeugen. Klarer Fall: Die Weitsicht ist traumhaft, ebenso die detaillierten und liebevoll gestalteten Wälder, welche in der vorliegenden Art und Weise noch nie ein Titel der aktuellen Generation gesehen hat. Leider kommt das Spiel von Zeit zu Zeit jedoch arg ins Stottern – besonders auf dem Rücken eines Pferdes, wenn alle 10 Sekunden Abschnitte neu geladen werden und die Framerate in den Keller sinkt. Mit einher gehen auch zahlreiche Pop-Ups wie Gebäudedetails oder Grasbüschel, die äußerst unschön aussehen. Bei aller Liebe, so etwas muss nicht sein. Auch seltene Abstürze gilt es zu beklagen, diese halten sich im Gegensatz zu Morrowind jedoch in erträglichen Grenzen – auf einer Konsole darf es dennoch nicht passieren. Diverse Bugs darf man ebenso nicht totschweigen: Einige Aufträge kann man in bestimmten Fällen nicht abschließen, Häuser werden zum falschen Preis feilgeboten und Fähigkeiten lassen sich nach Quests unter Umständen für einige Zeit nicht weiter steigern (so ihr bei eben jenem Auftrag das betroffene Attribut "umsonst" steigern durftet). Horse Armor Pack: Zwei Rüstungen für Cyrodiils Reittiere, die nicht nur gut aussehen sondern auch Schutz vor gegnerischen Attacken bieten. Wer auf Ausritte verzichten kann oder regelmäßig auf "geliehene" Pferde zurückgreift kann sich den Download jedoch getrost sparen. Bewertung: 2/5 Orrery: Habt ihr euch nicht immer schon gefragt, was sich hinter der geheimnisvollen Tür im Turm des Erzmagiers befindet? Dies gilt es in dieser Miniquest herauszufinden, in welcher ihr gestohlene dwemersche Artefakte von fünf Diebesbanden zurückgaunert – unter Nutzung der Schnellreisefunktion seid ihr damit jedoch längstens in zehn Minuten durch. Als Belohnung warten immerhin je nach Mondphasen neue Zaubersprüche. Bewertung: 2/5 Wizard's Tower: Das sicherlich interessanteste Paket: Ein nicht näher genannter Verwandter vererbet euch ein magisches Türmchen in den Jeralbergen, welches nicht nur über eine unterirdische Schatzkammer zum Verstauen eurer Habseligkeiten und Teleportstationen zu allen Magiergilden verfügt sondern auch einen Kräutergarten beherbergt. Auch Stationen zur Verzauberung von Gegenständen sowie Zaubererstellung hat das Refugium zu bieten. Nett! Bewertung: 4/5 The Thieves Den: Ein verspuktes Piratenschiff vor der Küste Anvils harrt eurer Befreiung. Habt ihr die knapp zehnköpfige Skelettbesatzung über den virtuellen Jordan geschickt lasst ihr die ultrakurze Quest entweder hinter euch oder heuert eine neue Crew an, die nun für euch auf Beutezug geht. Einmal in der Woche ist dann Zahltag, mit dem ihr euer – sicherlich ständig geplündertes – Heldenguthaben auffettet – sozusagen als "langfristiges Investment". Bewertung: 3/5 Anmerkung: Die Downloads sind nicht lokalisiert und somit englisch.
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