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Master-Review:   » drucken    » versenden

Grand Theft Auto: Liberty City Stories

» Autor: Stefan Lehmler
» Datum: 20.12.2005
» Gesamtwertung:
/5
5/5: Pflichtkauf
uneingeschränkte Empfehlung.
Wie wir bewerten
Auch auf der PSP entpuppt sich Rockstars Vorzeigeserie als echter Pflichtkauf.

Toni, der Protagonist aus Grand Theft Auto III , ist zurück! Das Gorillagesicht beweist sich abermals als knallharter Kerl, dem kein Job zu schmutzig und kein Verbrechen zu unmoralisch ist. In Grand Theft Auto: Liberty City Stories erfahren wir einiges über seine Vergangenheit, in der es ebenso hart und blutig zuging, wie im Original aus dem Jahre 2001. Ob die Konvertierung des von Verbrechen verseuchten Liberty City auf die Playstation Portable gelang, steht wie immer im nachfolgenden Master-Review.

Back in Town
Nach dem Mord an einem Mafiaboss war der grobschlächtige Toni Cipriani gezwungen, das Weite zu suchen und unterzutauchen. Doch jetzt ist es an der Zeit, wieder kräftig in der Unterwelt von Liberty City mitzumischen.
» Toni is back in action!
Viel geändert hat sich in seiner alten Heimat jedoch nicht. Immer noch toben die Mafiakriege, Gewerkschaftler proben den Aufstand und der Drogenhandel boomt. So verwundert es kaum, dass Tonis erster Tag in Liberty City einen Besuch bei seinem alten Brötchengeber Salvatore Leone bereit hält. Dieser ist niemand geringeres als der Boss der berüchtigten Leone-Familie - ein Mafia-Clan, wie er im Buche steht; inklusive protziger Villa, schwarzen Designeranzügen, aufmüpfigen Nachkömmlingen und italienischem Akzent. Auch alte Kontakte wie beispielsweise die zum perversen JD lässt Toni wieder aufleben, was ihm das erneute Eintauchen in die Unterwelt der Millionenmetropole erleichtern soll. Zahllose, wie immer mit genialen Charakteren inszenierte, Ingamesequenzen treiben die Story voran und sorgen dank des bekannten ironischen Stils mit viel schmwarzem Humor für zahlreiche Lacher.

Free-Roaming
Serientypisch einfach gestalten sich die ersten Missionen, welche man von genannten Kontaktpersonen erhält: Dealer verkloppen, Schulden eintreiben und leichte Mädchen abkassieren steht zunächst auf dem Plan, um
» Das riecht nach Ärger...
mit den grundlegenden Spielmechanismen vertraut gemacht zu werden. Die bekannte Minimap am unteren rechten Bildschirmrand zeigt wie immer Auftraggeber und Missionsziele an, damit man auf seinen Touren durch die riesige Metropole nicht den Überblick verliert. Wahlweise kann man auch auf eine große Übersichtskarte wechseln, welche die Stadt in ihrer Ganzheit zeigt. Die Bedienung haben die Entwickler dabei erstaunlich gut vom Playstation 2-Pad auf die Gegebenheiten der PSP umgesetzt. So bewegt man sein virtuelles Alter Ego mit Hilfe des Analogsticks durch die Straßen, während sich mit selbigem Autos geschickt über Kreuzungen und Passanten jagen lassen. Fehlende Buttons werden durch Doppelbelegung vorhandener Knöpfe in Kombination mit dem L-Trigger ersetzt. Auch das Digitalkreuz beherbergt verschiedenen Funktionen wie das Hupen oder Umschalten auf manuelles Zielen. Alles in allem hat die Übertragung der Steuerung sehr gut funktioniert, wenn auch das automatische Zielsystem für das Erschießen von Gegnern immer noch nicht optimal arbeitet.

Umfangreiches Abenteuer
Wie von GTA seit dem ersten Teil an gewohnt, darf man sich frei in der aus drei Abschnitten bestehenden Stadt bewegen und dabei nicht nur den Hauptmissionen folgen. Neben den bekannten Taxi-, Polizei-, Feuerwehr-
» Schwer bewaffnet.
und Krankenwagenmissionen hält die Metropole vor allem für suchwütige Zockernaturen allerlei Überraschungen, Eastereggs, Nebenbeschäftigungen und Boni bereit. Entdecker kommen also wieder voll auf ihre Kosten. Je nachdem, wie viel Zeit man sich mit Erkundungstouren und Nebenmissionen lässt, fällt logischerweise die Spielzeit aus. Wer stur den Hauptmissionen folgt, dürfte rund 20 Stunden in Liberty City beschäftigt sein, während neugierige Gamer deutlich länger Spaß an dem gelungenen Programm haben. Erstmals seit dem zweiten Teil der Reihe bietet Grand Theft Auto: Liberty City Stories auch wieder einen richtigen Mehrspielermodus, in dem man in einem der drei Gebiete mit bis zu fünf Gleichgesinnten gegeneinander antreten darf. Die dabei zur Verfügung stehenden Spielmodi reichen von einfachem Deathmatch über eine Art Capture the Flag mit Limousinen bis hin zu Panzerschlachten und Wettrennen. Hier hat man sich einiges einfallen lassen, um WiFi-begeisterte Zocker bei Laune zu halten.

Grafisch beeindruckend
Auch die technische Konvertierung auf Sonys Handheld hat hervorragend funktioniert. Zwar leidet Liberty City Stories an den selben Fehlern wie seine großen Brüder – also Popups,
» Das Zielsystem arbeitet immer noch nicht perfekt.
einigen Framerateeinbrüchen und teilweise zu spät ladenden Texturen – allerdings kommt die Optik ihren Konsolenvorbildern extrem nah und begeistert durch eine enorme Weitsicht, ein dicht besiedeltes Liberty City und eine extreme Detailverliebtheit bei der Gestaltung der Charaktere, Fahrzeuge und Umgebungen. Über den Sound muss man bei einem GTA schon fast keine Worte mehr verlieren: Zahlreiche Radiosender mit lizensierter Musik und genialen Moderatoren wissen genauso zu begeistern wie die filmreifen Sprecher in den Zwischensequenzen sowie passenden Soundeffekte. Wer sich die Mühe machen will, darf mit Hilfe eines speziellen Tools (unter Downloads) sogar eigene Musiktracks ins Game einbinden. Auch die Ladezeiten konnte man für PSP-Verhältnisse angenehm kurz halten, so dass sie nicht länger ausfallen, als auf der Playstation 2. Leider haben es die Entwickler abermals nicht für nötig befunden, Checkpoints am Anfang von Missionen oder während längerer Aufträge einzubauen. So muss nach dem Scheitern einer Mission immer wieder erneut der Kontakperson aufgesucht und die Herausforderung komplett neu gespielt werden.
Pro
Gewohnt geniales Gameplay
Abwechslungsreiche Missionen
Großer Umfang
Sehr schicke Grafik
Rundum perfekter Sound
GTA-Humor
Viele Waffen und Fahrzeuge
Mehrspielermodus
Contra
Fehlende Checkpoints
Bekannte Grafikfehler
Deutsche Version leicht geschnitten
Fazit
Wirklich super, was die Jungs von Rockstar da auf meine PSP zaubern. Grand Theft Auto: Liberty City Stories steht seinem Vorgänger Grand Theft Auto 3 in nichts nach und weiß durch eine für Handheldverhältnisse beeindruckende Technik, bitterbösen Humor und astreines Gameplay zu begeistern. Natürlich kann der Titel nicht mit dem Umfang eines Grand Theft Auto: San Andreas mithalten, was allerdings auch nie beabsichtigt war. Alle Fans des dritten Teils bekommen hier ein sehr, sehr gelungenes Prequel, das sie abermals als Toni in den Sümpfen der Unterwelt aufräumen lässt. Schade nur, dass ich wieder auf meine gewünschten Checkpoints verzichten musste. Ständiges Wiederaufsuchen der Kontaktperson nach dem Scheitern einer Mission kann nach dem fünften Misslingen eines Auftrages nämlich ganz gehörig an den Nerven zehren. Echte Anhänger der Reihe dürfte dies jedoch nur wenig stören und so bleibt mir nur noch eines zu sagen: Kaufen!
Infos
Erhältlich für
Genre
Action
Publisher
Take 2
Entwickler
Rockstar Games
Website
www.libertycity...
Release
02. Dezember 2005
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»  game4game
User-Bewertung
91
10 Bewertungen
1 Review
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