Sehr überzeugender und abwechslungsreicher Puzzler, der ein schnelles Händchen erfordert."Woher kenne ich diesen Namen bloß?" Diese Frage wird einigen puzzlebegeisterte Spielern wohl durch den Kopf geistern, wenn sie
Meteos das erste Mal starten und
Q Entertainment auf dem Display lesen. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass eben dieser Entwickler von sich reden machte und gleich mit seinem ersten Handheld-Titel namens
Lumines einen Hit landete. Ob dieser Erfolg mit dem vorliegenden Titel fortgesetzt werden kann oder ihnen selbiger gar zu Kopf gestiegen ist, klärt unser
Master-Review.
Das Böse ist unter uns Es gibt böse Zauberer, es gibt böse Wissenschaftler und es gibt böse Diktatoren. Alle haben nur ein Ziel: die uneingeschränkte Herrschaft über die ganze Welt. Neuerdings gesellen sich auch böse Planeten hinzu, so wie Meteo einer ist.
» Ein gut gefülltes Spielfeld. |
Dieser strebt gar nach der Unterjochung des ganzen Universums. Dazu bombardiert er alle Himmelskörper, die ihm in die Laufbahn kommen, mit fiesen Teilchen, Meteos genannt. Nur durch den unermüdlichen und aufopferungsvollen Einsatz des Spielers kann dieses drohende Unheil abgewendet werden, indem er die
Fragmente zurück an seinen Absender schickt. Soweit zur im Puzzel-Genre nicht gerade üblichen Story, die im Modus
Sternenreise ihren Höhepunkt zelebriert. Hier gilt es, eine Reihe von Planeten hinter sich zu lassen, um im großen Endkampf Meteo himself gegenüber zu treten. Als Belohnung winken verschiedene Mini-Endsequenzen, die den Untergang des Obermotzes in Szene setzen.
Der Spielverkauf ist dabei wie folgt: Auf den unteren Bildschirm prasseln unaufhörlich die bereits bekannten
Meteos, kleine quadratische Steine unterschiedlicher Aufmachung, in zufälliger Reihenfolge ein. Diese stapeln sich zu Türmen auf und können mithilfe des Stylus
vertikal bewegt werden. Ordnet man drei oder mehr Meteos desselben Typs neben- oder übereinander an, so werden diese automatisch ins Weltall geschleudert. All zu viel Zeit darf man dabei jedoch nicht fürs Überlegen aufwenden, da das
Geschehen an Hektik zunimmt, je mehr Steine das Display überfluten. Schnell ist der Punkt gekommen, an dem der Blick die Fragmente nur noch streift und man die Steine blitzschnell verschieben muss. Hat einer der Stapel das obere Ende des Feldes erreicht, verliert man die Partie. Zum Glück ist die Anzeige aber ebenso schnell auch wieder leergeräumt und es bleibt wieder ein wenig Zeit zum Verschnaufen. Eine mehr oder minder große Herausforderung bleibt
Meteos dennoch.
Ab ins Weltall Je nach Beschaffenheit des Planeten reicht zum
Abschuss eine einzige Zündung, es kann aber auch vorkommen, dass der soeben abgefeuerte Block langsam zurück zum Boden gleitet. Dieser verschwindet nur durch eine neuerliche
Aneinanderreihung von mindestens drei Steinen endgültig in Richtung Dunkelheit. Ab und an erscheinen
Items, die unterschiedliche Aktionen wie etwa die Löschung einer kompletten Reihe auslösen. Auf dem Touchscreen sind neben dem eigenen Spielfeld auch die der Gegner in verkleinerter Form zu sehen. Der obere Bildschirm dient zur vergrößerten Anzeige selbiger, standardmäßig sieht man hier jedoch die feindlichen Planeten, bereits abgefeuerten Steine sowie eine Zeitanzeige.
Was Meteos dabei besonders auszeichnet, ist das
komplett unterschiedliche Design der Levels (Planeten) sowie die geänderten Voraussetzungen. Während manche eine niedrige Schwerkraft aufweisen, sprich die Fragmente mit nur einer Zündung ins Weltall befördert werden können, fallen die abgeschossenen Blöcke bei anderen umso schneller wieder nach unten. Mal fliegen nur vertikale Reihen mit der nötigen Geschwindigkeit davon, ein anderes Mal verschwinden sie gar sofort. Ein noch größerer Unterschied tritt bei der Aufmachung zu Tage: jeder Abschnitt wartet mit komplett
unterschiedlichen Grafiken der Steine und Hintergründe sowie
Sounds und Musikuntermalung auf, die sich zusätzlich dem Spielgeschehen anpassen. Selten zuvor bot ein Puzzlespiel soviel Abwechslung, wobei die Optik zwar angemessen und gut, aber eher zweckmäßig ist und hinter der Akustik zurückbleibt.
Die Qual der Wahl Neben der Sternenreise warten im Hauptmenü noch weitere Modi auf den Spieler. Der Punkt "Einfach" ermöglicht die Erstellung einer
Wunschpartie, wobei sämtliche Parameter wie die Anzahl der Computergegner (maximal drei), das Zeitlimit, der
Heimatplanet sowie Schwierigkeitsgrad zur Änderung bereitstehen. Der
Zeitkampf hingegen ist in vier Kategorien unterteilt, die unterschiedliche Herausforderungen bieten: angefangen beim Überleben von mindestens zwei Minuten bis hin zum Sammeln von 1000 Meteos wartet hier der
Highscore auf eine neue Bestleistung. "Endlos" spielen darf man im gleichnamigen Modus, das Können als die einzige Einschränkung.
Hat man sich genügend lange mit dem Titel beschäftigt, so können im
Shop, hier
Fusion genannt, sämtliche bis dato abgeschossenen Meteos
gegen verschiedenste Extras wie Sounds, Planeten oder Items
eingetauscht werden, was den Spielumfang nach und nach erweitert. Auch verschiedene Ereignisse, z.B. wenn man eine Stunde gespielt oder 100 Meteos abgeschossen hat, belohnt
Meteos mit neuen Inhalten. Neben der Touchscreen-Steuerung, die für den Titel wie geschaffen scheint, ist auch eine konventionelle Kontrolle via Tasten möglich. Dabei stößt man jedoch schnell an seine Grenzen und freut sich ob der großartigen Möglichkeiten, die der DS bietet. Ebenso fröhlich darf man angesichts des Multiplayer-Modus sein.
Bis zu vier Spieler können hier in äußerst amüsanten und spannenden Duellen gegeneinander antreten. Dabei muss nicht jeder Spieler ein eigenes Modul haben, der Download einer Demo wird ermöglicht, wenn auch der Umfang dann arg eingeschränkt ist.