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Master-Review:   » drucken    » versenden

Meteos

» Autor: Christian Krammer
» Datum: 04.11.2005
» Gesamtwertung:
/5
4/5: Empfehlenswert
mit zahlreichen Stärken.
Wie wir bewerten
Sehr überzeugender und abwechslungsreicher Puzzler, der ein schnelles Händchen erfordert.

"Woher kenne ich diesen Namen bloß?" Diese Frage wird einigen puzzlebegeisterte Spielern wohl durch den Kopf geistern, wenn sie Meteos das erste Mal starten und Q Entertainment auf dem Display lesen. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass eben dieser Entwickler von sich reden machte und gleich mit seinem ersten Handheld-Titel namens Lumines einen Hit landete. Ob dieser Erfolg mit dem vorliegenden Titel fortgesetzt werden kann oder ihnen selbiger gar zu Kopf gestiegen ist, klärt unser Master-Review.

Das Böse ist unter uns
Es gibt böse Zauberer, es gibt böse Wissenschaftler und es gibt böse Diktatoren. Alle haben nur ein Ziel: die uneingeschränkte Herrschaft über die ganze Welt. Neuerdings gesellen sich auch böse Planeten hinzu, so wie Meteo einer ist.
» Ein gut gefülltes Spielfeld.
Dieser strebt gar nach der Unterjochung des ganzen Universums. Dazu bombardiert er alle Himmelskörper, die ihm in die Laufbahn kommen, mit fiesen Teilchen, Meteos genannt. Nur durch den unermüdlichen und aufopferungsvollen Einsatz des Spielers kann dieses drohende Unheil abgewendet werden, indem er die Fragmente zurück an seinen Absender schickt. Soweit zur im Puzzel-Genre nicht gerade üblichen Story, die im Modus Sternenreise ihren Höhepunkt zelebriert. Hier gilt es, eine Reihe von Planeten hinter sich zu lassen, um im großen Endkampf Meteo himself gegenüber zu treten. Als Belohnung winken verschiedene Mini-Endsequenzen, die den Untergang des Obermotzes in Szene setzen.

Der Spielverkauf ist dabei wie folgt: Auf den unteren Bildschirm prasseln unaufhörlich die bereits bekannten Meteos, kleine quadratische Steine unterschiedlicher Aufmachung, in zufälliger Reihenfolge ein. Diese stapeln sich zu Türmen auf und können mithilfe des Stylus vertikal bewegt werden. Ordnet man drei oder mehr Meteos desselben Typs neben- oder übereinander an, so werden diese automatisch ins Weltall geschleudert. All zu viel Zeit darf man dabei jedoch nicht fürs Überlegen aufwenden, da das Geschehen an Hektik zunimmt, je mehr Steine das Display überfluten. Schnell ist der Punkt gekommen, an dem der Blick die Fragmente nur noch streift und man die Steine blitzschnell verschieben muss. Hat einer der Stapel das obere Ende des Feldes erreicht, verliert man die Partie. Zum Glück ist die Anzeige aber ebenso schnell auch wieder leergeräumt und es bleibt wieder ein wenig Zeit zum Verschnaufen. Eine mehr oder minder große Herausforderung bleibt Meteos dennoch.

Ab ins Weltall
Je nach Beschaffenheit des Planeten reicht zum Abschuss eine einzige Zündung, es kann aber auch vorkommen, dass der soeben abgefeuerte Block langsam zurück zum Boden gleitet. Dieser verschwindet nur durch eine neuerliche
» Feuer unterm Hintern.
Aneinanderreihung von mindestens drei Steinen endgültig in Richtung Dunkelheit. Ab und an erscheinen Items, die unterschiedliche Aktionen wie etwa die Löschung einer kompletten Reihe auslösen. Auf dem Touchscreen sind neben dem eigenen Spielfeld auch die der Gegner in verkleinerter Form zu sehen. Der obere Bildschirm dient zur vergrößerten Anzeige selbiger, standardmäßig sieht man hier jedoch die feindlichen Planeten, bereits abgefeuerten Steine sowie eine Zeitanzeige.

Was Meteos dabei besonders auszeichnet, ist das komplett unterschiedliche Design der Levels (Planeten) sowie die geänderten Voraussetzungen. Während manche eine niedrige Schwerkraft aufweisen, sprich die Fragmente mit nur einer Zündung ins Weltall befördert werden können, fallen die abgeschossenen Blöcke bei anderen umso schneller wieder nach unten. Mal fliegen nur vertikale Reihen mit der nötigen Geschwindigkeit davon, ein anderes Mal verschwinden sie gar sofort. Ein noch größerer Unterschied tritt bei der Aufmachung zu Tage: jeder Abschnitt wartet mit komplett unterschiedlichen Grafiken der Steine und Hintergründe sowie Sounds und Musikuntermalung auf, die sich zusätzlich dem Spielgeschehen anpassen. Selten zuvor bot ein Puzzlespiel soviel Abwechslung, wobei die Optik zwar angemessen und gut, aber eher zweckmäßig ist und hinter der Akustik zurückbleibt.

Die Qual der Wahl
Neben der Sternenreise warten im Hauptmenü noch weitere Modi auf den Spieler. Der Punkt "Einfach" ermöglicht die Erstellung einer Wunschpartie, wobei sämtliche Parameter wie die Anzahl der Computergegner (maximal drei), das Zeitlimit, der
» Ab geht die Post.
Heimatplanet sowie Schwierigkeitsgrad zur Änderung bereitstehen. Der Zeitkampf hingegen ist in vier Kategorien unterteilt, die unterschiedliche Herausforderungen bieten: angefangen beim Überleben von mindestens zwei Minuten bis hin zum Sammeln von 1000 Meteos wartet hier der Highscore auf eine neue Bestleistung. "Endlos" spielen darf man im gleichnamigen Modus, das Können als die einzige Einschränkung.

Hat man sich genügend lange mit dem Titel beschäftigt, so können im Shop, hier Fusion genannt, sämtliche bis dato abgeschossenen Meteos gegen verschiedenste Extras wie Sounds, Planeten oder Items eingetauscht werden, was den Spielumfang nach und nach erweitert. Auch verschiedene Ereignisse, z.B. wenn man eine Stunde gespielt oder 100 Meteos abgeschossen hat, belohnt Meteos mit neuen Inhalten. Neben der Touchscreen-Steuerung, die für den Titel wie geschaffen scheint, ist auch eine konventionelle Kontrolle via Tasten möglich. Dabei stößt man jedoch schnell an seine Grenzen und freut sich ob der großartigen Möglichkeiten, die der DS bietet. Ebenso fröhlich darf man angesichts des Multiplayer-Modus sein. Bis zu vier Spieler können hier in äußerst amüsanten und spannenden Duellen gegeneinander antreten. Dabei muss nicht jeder Spieler ein eigenes Modul haben, der Download einer Demo wird ermöglicht, wenn auch der Umfang dann arg eingeschränkt ist.
Pro
Große Abwechslung
Perfekt umgesetzte Steuerung
Viele freischaltbare Extras
Demo-Download
Hektisch aber dennoch motivierend
Überzeugender Multiplayer-Modus
Contra
Lange Eingewöhnungszeit
Teils hoher Schwierigkeitsgrad
Manchmal zu hektisch
Fazit
Meteos ist eines der Spiele, das seinen Reiz erst nach und nach entfaltet, dafür aber umso besser wird, je länger man es spielt und je mehr Erfahrung gesammelt wird. Zuerst erschlägt einen das Geschehen auf dem Bildschirm förmlich. Nach und nach bekommt man aber die entscheidenden Kniffe mit, die einem das spärliche Tutorial sowie das Handbuch nicht zu vermitteln wissen. Nicht selten geht es dabei äußert hektisch auf dem Display zu und man kann die Steine nur mit Müh und Not in die richtige Reihenfolge bringen. Doch genau das macht die Faszination von Meteos aus - nicht genau zu wissen, was als nächstes kommt, blitzschnell reagieren zu müssen, um Herr der Lage zu werden. Glücklichweise bleibt zwischendurch aber immer wieder Zeit zum Verschnaufen, was nicht zuletzt an zufällig ausgelösten Kombinationen oder Fragmenten liegt, die genau auf die richtige Stelle fallen. Um die Abwechslung stets auf einem hohen Niveau zu halten, bietet jeder Level eine komplett unterschiedliche Aufmachung sowie verschiedene Voraussetzungen; kein Planet spielt sich wie der andere. Zusammen mit der perfekt umgesetzten Steuerung, den vielen freischaltbaren Extras und dem überzeugenden Mehrspieler-Modus wird mit Meteos ein Paket geschnürt, das sich kein Puzzle-Fan entgehen lassen, ja sogar jeder DS-Besitzer einen Blick darauf werfen sollte. Lediglich die vergleichsweise lange Eingewöhnungszeit und der teilweise hohe Schwierigkeitsgrad verwehren dem Titel einen Pflichtkauf.
Infos
Erhältlich für
Genre
Denkspiele
Publisher
Nintendo
Entwickler
Q Entertainment
Website
www.nintendo-eu...
Release
23. September 2005
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