Outlaw Tennis bietet ausgeprägten Spielwitz zu einem hervorragenden Preis.Die schrägen
Outlaw-Charaktere sind wieder los! Nach dem spielerisch gelungenen
Outlaw Golf 2 warten die Mannen von
Hypnotix nun mit einem neuen Serienteil auf. Doch
Outlaw Tennis wechselt nur das Sportgenre - ohne Einbußen in Sachen Spielwitz und Gameplay, oder? Wir haben uns in viele hitzige Gefechte gestürzt, um euch in unserem fundierten Master-Review die Qualitäten des Titels aufzuzeigen.
Altbekannte Spielelemente Wer sich bereits die Vorgänger zu Gemüte geführt hat, wird auch in
Outlaw Tennis auf Altbewährtes treffen. So steht abermalig die unbändige Gang mit
satten 16 verschiedenen Charakteren im Mittelpunkt des Geschehens. Doch aller Anfang ist
» Üppige Rundungen gefällig? |
schwer: Um im Herzstück des Spiels, dem
Tour-Modus, sicher und konkurrenzfähig aufzutreten, bedarf es großer Vorarbeit. Im
Outlaw-Training lassen sich die Attribute wie z.B. Aufschlag, Genauigkeit, Kraft, Geschwindigkeit, Kontrolle oder Ausdauer sukzessive perfektionieren. Exakt
20 Events, in denen ihr z.B. präzise Aufschläge oder kraftvolle Schläge trainiert, belohnen euch daraufhin mit Punkten, die ihr wiederum auf eure Fähigkeiten verteilt. Eben ganz nach dem Motto:
Built your own player.
Keine Frage:
Outlaw Tennis orientiert sich - wie auch der Rest der Serienfamilie - nur bedingt an der Authentizität des Sports. Im Rahmen der
Tour , in der ihr neue Figuren, Plätze, Kleidung und Accessoires freischaltet, sorgt indes eine
üppige Anzahl an variierenden Spielarten für jede Menge Motivation. Kleiner Vorgeschmack gefällig? Gutes Timing ist z.B. bei
Hot Potato gefragt, denn hier geht ihr mit einem explodierenden Ball zu Werke, der irgendwann freilich in die Luft geht. Im Spieltyp
Kasino bekommt ihr für eure jeweiligen Schläge sogar Dollarnoten gut geschrieben - derjenige, der dabei die meisten einheimst, gewinnt letzlich. Weitere nicht minder witzige Modi werden euch außerdem bei
Baseball,
Football,
Flipper und
Ping Pong geboten. Selbstverständlich hält der Titel auch Tennispartien in klassischer Art - nach Standardregeln eben - für euch parat.
Spielerisch erstklassig Anstatt schon zu Beginn in die Vollen zu gehen, könnt ihr in den Spielmodi Schnellstart und
Freundschaftsspiel erste Tennisluft schnuppern. Diese Partien lassen sich in den Konstellationen
Eins gegen Eins,
Zwei gegen Zwei oder
Einer gegen » Lustiges Outfit inklusive. |
zwei Spieler abhalten. Im Übrigen bietet der Titel Courts wie z.B. Sand, Hartplatz, Gras sowie Schnee, die im Hinblick auf
Beschaffenheit und
Elastizität große Unterschiede aufweisen. Auch an einen
variablen Schwierigkeitsgrad wurde gedacht, der jedoch mit einem großen Haken aufwartet. Der Maß an Anforderung lässt sich während der
Tour nämlich nicht mehr ändern. Ist doch egal könnte man womöglich meinen, ist es aber nicht. Die
Standardeinstellungen sind tückisch und räumen weniger geübten Spielern in späteren Matches kaum reelle Chancen ein. Die Konsequenz: Ein Neuanfang wird euch irgendwann buchstäblich aufgezwungen.
Wieder einmal sehr gelungen -
Hypnotix scheint dafür schlichtweg ein Händchen zu haben - ist die Spielsteuerung, die ihr bereits
nach wenigen Partien exzellent beherrscht. Ob
Lob,
Top Spin oder
Turboschlag, das
breite Kontingent an Schlägen geht jederzeit ausgesprochen gut von der Hand. Apropos Schläge: Auf einen
Kampfmodus müsst ihr im neuesten
Outlaw-Teil natürlich nicht verzichten. Zwar hämmert ihr dann relativ stupide auf euren Aktionstasten herum, doch wer das Duell gewinnt, bereichert sich mit adäquaten Extras wie unbegrenztem Turbo oder verbesserten Reflexen. Ähnlich wie in
Outlaw Golf 2 verfügt auch
Outlaw Tennis über einen
vollwertigen und gleichzeitig stimmigen Xbox Live-Support, der erfreulicherweise auf die bereits erworbenen Tour-Fähigkeiten baut. Beachtlich: Hier hat sich das Studio sehr ins Zeug gelegt, denn sogar
Doppel lassen sich online spielen.
Technisches Mittelmaß Wenngleich so manche Zwischensequenz optisch glänzt und einige Animationen nett aussehen, lässt das geschnürte Grafikpaket dennoch zu wünschen übrig. Die Gründe dafür sind schon nach wenigen Ballwechseln ersichtlich: Matte Texturen und
dürftige Witterungseffekte hier, langweilige Umgebungsgrafiken dort - selbst die Balljungen wirken jederzeit wie öde Aufsteller aus Pappe. Lediglich
zwei Kameraperspektiven sind für versierte Tennisspieler vorm heimischen Bildschirm obendrein zu wenig. Doch was gibt es unter dessen auf die Ohren? In Sachen Akustik bleiben die erhofften Jubelstürme aus, denn auch die Sound-Effekte präsentieren sich erstaunlich einförmig. Dem entgegen überzeugt der Soundtrack sicherlich qualitativ, dennoch hätte man sich angesichts
mäßiger Quantität das ein oder andere Musikstück mehr erhofft.