Auf dem DS technisch schlampig umgesetzte Portierung der gelungenen PSP-Fassung.Die Würmer sind wieder los! Mit Bazookas, Granaten und explodierenden Schafen rücken sie sich wieder auf die Pelle und sorgen dabei für einige Lacher. Neben der von uns bereits getesteten PSP-Fassung von
Worms: Open Warfare hat man die Materie auch für den Nintendo DS portiert. Warum die kriegerischen Würmer auf dem innovativen Handheld trotz klassischem "Von-der-Seite-Gameplay" eine deutlich schlechtere Figur machen als auf
Sonys portabler Playstation, deckt das folgende
Master-Review auf.
Bekanntes neu serviertDie in der PSP-Version vorhandenen, sehr lustigen Zwischensequenzen hat man in der DS-Version aus unerfindlichen Gründen leider komplett wegrationalisiert. Statt dessen bekommt man vor dem leider
sehr hässlichen Hauptmenü lediglich
» Die PSP-Version sieht deutlich besser aus. |
ein Logo zu sehen. Dort sind dann per Optionsmenü Spielregeln, Teameinstellungen und der zur Verfügung stehende Waffenpool konfigurierbar, um anschließend im selbst erstellten Spiel mit den vorgenommenen Optionen durchtarten zu können.
Dumm nur, dass die
Einstellungsmöglichkeiten gegenüber den Vorgängern
reichlich beschnitten wurden. Nicht einmal die Wurmenergie kann justiert werden, so dass jeder Kriecher mit seinen 100 Lebenspunkten auskommen muss. Wer sich nicht lange mit Einstellungen aufhalten will, der wählt das
Schnelle Spiel, in dem man gegen ein zufälliges KI-Team antritt. Hartgesottenen Worms-Fans stehen zudem
Herausforderungen zur Verfügung, welche eine Art Kampagne darstellen und von Level zu Level schwieriger werden.
Alleine ermüdendDas Gameplay dürfte landläufig bekannt sein. Abwechselnd bewegen bis zu vier Teams einen ihrer Wurmkrieger über die 2D-Landschaften und beharken sich unter Berücksichtigung der Windrichtung mit
allerlei Kriegsgerät. Jede Waffe
» Per Stylus wählt man die Waffen. |
hat individiuelle Vor- sowie Nachteile und ist somit für unterschiedliche Situationen besser oder schlechter geeignet. Handgranaten sind beispielsweise perfekt, um über Hindernisse hinweg geworfen zu werden, während die UZI vor allem auf nahe Distanz mit freiem Blickfeld Unheil anrichtet.
Unverständlicherweise hat man das Arsenal auf rund 20 Waffen und Hilfsgegenstände wie Kletterseile und Jetpacks gedrückt. Beliebtes Kriegsgerät wie die explodierende Oma oder heilige Handgranate aus den Vorgängern wurden aus einem nicht ersichtlichen Grund einfach weggelassen. Zwar sind die prinzipiell wichtigsten und klassischen Ballermänner des ersten Teils plus ein paar weitere enthalten, dennoch geht dem Titel so einiges an Chaos-Spaß verloren. Die Worms-Reihe war noch
nie besonders gut für Solisten geeignet. Auch bei
Worms: Open Warfare hat sich dies nicht geändert. Die KI braucht immer noch lange Bedenkzeiten, bevor sie teils absolut sinnlose Manöver loslässt und echte Schadenfreude will beim Vernichten eines Kriechkriegers einfach nicht auf kommen. Auch die Herausforderungen sind langweilig und zäh wie eh und je und motivieren kaum zum Weiterzocken.
Back to the RootsGanz anders sieht es im Mehrspielermodus aus. Ob per Wi-Fi-Connect oder abwechselnd an einer DS: Die wahnsinnigen Schleimer bleiben einfach ein Garant für
1A-Mehrspielerpartien. Bis zu vier Spieler dürfen hier mit ihren
Kriechern gegeneinander antreten und der Konkurrenz auf zufallsgenerierten Karten aus sechs verschiedenen Themensets zeigen, wo die Granate hängt. Leider gibt es keine Möglichkeit, die Levels selbst zu gestalten. Auch auf einen Onlinemodus hat man traurigerweise verzichtet. Wie bereits eingangs erwähnt toben sich die Worms in
Worms: Open Warfare endlich wieder in 2D-Landschaften aus, was alteingesessenen Fans der Reihe sehr gefallen dürfte.
Leider fällt die grafische Qualität der Nintendo DS-Version gegenüber der wirklich schicken PSP-Variante stark ab. Grobe Pixelwürmer, matte Farben und schwächere Effekte hinterlassen ein eher
trauriges optisches Gesamtbild. Auch bei den Animationen hat man sich weniger ins Zeug gelegt als bei der PSP-Fassung. Weiterhin komplett zerstörbar sind allerdings die Areale, was eine wichtige Gameplaygrundlage darstellt. Dummerweise hat man es nicht einmal geschafft, die Soundqualität beizubehalten. Der Klang der Effekte und Sprachausgabe klingt deutlich höher komprimiert als beim
PSP-Pendant, was ebenfalls auf eine lieblose Umsetzung hindeutet. Eher nervig als komfortabel ist der
zwanghafte Gebrauch des Stylus. Die Navigation durch die Menüs, das Scrollen auf der Übersichtskarte sowie Auswählen der Waffen funktioniert lediglich über den Eingabestift, so dass man ständig zwischen den Buttons und dem Stick wechseln muss.