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Master-Review:   » drucken    » versenden

Worms: Open Warfare

» Autor: Stefan Lehmler
» Datum: 12.04.2006
» Gesamtwertung:
/5
4/5: Empfehlenswert
mit zahlreichen Stärken.
Wie wir bewerten
Gelungenes Handheld-Revival der Worms, das leider etwas beschnitten daher kommt.

Die Würmer sind wieder los! Nach den von Fans mit eher mäßiger Begeisterung aufgenommenen 3D-Abenteuern der wuseligen Kriegskriecher kehren sie nun auf der PSP in die zweite Dimension zurück. Im klassischen "Von-der-Seite"-Gameplay wird sich erneut mit Bazookas, Handgranaten und explodierenden Schafen auf die Pelle gerückt. Wie das Handheld-Revival der kultigen Tierchen ausgefallen ist und wer einen Kauf wagen sollte, deckt unser Master-Review auf.

Bekanntes neu serviert
Der Titel beginnt mit etwas, das man in den vergangenen Episoden der Reihe schmerzlich vermisste: Vorgerenderten Zwischensequenzen. Zwar handelt es sich bei den meisten der kleinen Filmchen um Remakes der bekannten
» Volltreffer.
Worms 2-Videos, allerdings sind diese auch heute noch für einige Lacher gut. Das anschließend folgende Hauptmenü bietet ebenfalls ein bekanntes Bild: Per Optionsmenü sind Spielregeln, Teameinstellungen und der zur Verfügung stehende Waffenpool konfigurierbar, um anschließend im Custom Game mit den vorgenommenen Optionen durchzustarten.

Dumm nur, dass die Einstellungsmöglichkeiten gegenüber den Vorgängern reichlich beschnitten wurden. Nicht einmal die Wurmenergie kann justiert werden, so dass jeder Kriecher mit seinen 100 Lebenspunkten auskommen muss. Wer sich nicht lange mit Einstellungen aufhalten will, der wählt das Schnelle Spiel in dem man gegen ein zufälliges KI-Team antritt. Hartgesottenen Worms-Fans stehen zudem Herausforderungen zur Verfügung, welche eine Art Kampagne darstellen und von Level zu Level schwieriger werden.

Alleine ermüdend
Das Gameplay dürfte landläufig bekannt sein. Abwechselnd bewegen bis zu vier Teams einen ihrer Wurmkrieger über die 2D-Landschaften und beharken sich unter Berücksichtigung der Windrichtung mit allerlei Kriegsgerät. Jede
» Die Grafik ist im klassischen Worms-Stil gehalten.
Waffe hat individiuelle Vor- und Nachteile und ist somit für unterschiedliche Situationen besser oder schlechter geeignet. Handgranaten sind beispielsweise perfekt, um über Hindernisse hinweg geworfen zu werden, während die UZI vor allem auf nahe Distanz mit freiem Blickfeld Unheil anrichtet. Unverständlicherweise hat man das Arsenal auf 22 Waffen und Hilfsgegenstände wie Kletterseile und Jetpacks gedrückt.

Beliebtes Kriegsgerät wie die explodierende Oma oder heilige Handgranate aus den Vorgängern wurden aus einem nicht ersichtlichen Grund einfach . Zwar sind die prinzipiell wichtigsten und des ersten Teils plus ein paar weitere enthalten, dennoch geht dem Titel so einiges an Chaos-Spaß verloren. Die Worms-Reihe war noch nie besonders gut für Solisten geeignet. Auch bei Worms: Open Warfare hat sich dies nicht geändert. Die KI braucht immer noch lange Bedenkzeiten, bevor sie teils absolut sinnlose Manöver loslässt und echte Schadenfreude will beim Vernichten eines Kriechkriegers einfach nicht auf kommen. Auch die und zäh wie eh und je und motivieren kaum zum Weiterzocken.

Back to the Roots
Ganz anders sieht es im Mehrspielermodus aus. Ob per Wi-Fi-Connect oder abwechselnd an einer PSP: Die wahnsinnigen Schleimer bleiben einfach ein Garant für 1A-Mehrspielerpartien. Bis zu vier Spieler dürfen hier mit ihren
» Da guckt er dumm.
Kriechern gegeneinander antreten und der Konkurrenz auf zufallsgenerierten Karten aus sechs verschiedenen Themensets zeigen, wo die Granate hängt. Leider gibt es keine Möglichkeit die Levels selbst zu gestalten. Auch auf einen Onlinemodus hat man traurigerweise verzichtet.

Wie bereits eingangs erwähnt toben sich die Worms in Worms Open Warfare endlich wieder in 2D-Landschaften aus, was alteingesessenen Fans der Reihe sehr gefallen dürfte. Der Stil erinnert stark an Worms 2 und Worms Armaggeddon. Die Schleimer kriechen liebevoll animiert durch knallbunte, voll zerstörbare Areale und auch die Waffeneffekte können sich wie immer sehen lassen. Beim Sound wurde abermals auf die netten Effekte und die leider sehr mäßige Hintergrundmusik zurückgegriffen. Auftrumpfen kann der Titel hingegen bei der wie immer lustigen Sprachausgabe, welche abermals viele verschiedene Themen-Sets bietet. Vom Redneck bis zum Drill-Sergeant ist alles dabei.
Pro
Mehrspielergranate
Knuffiger Grafikstil
Bekannt geniales Gameplay
Contra
Alleine öde
Beschnittenes Waffenarsenal
Wenig Einstellungs-
möglichkeiten
Lange KI-Denkzeiten
Kein Onlinemodus
Fazit
Was soll man zu diesem Titel viel sagen? Es ist Worms in Reinkultur: 2D-Landschaften, einfach zu verstehendes Spielprinzip, bekannte Waffen, bekannte Sounds, bekannter Multiplayerspielspaß ... Wer also mindestens einen Gleichgesinnten hat und Worms überall statt nur zu Hause vorm PC oder der Glotze spielen will, der darf bei Open Warfare bedenkenlos zugreifen. Wirklich ärgerlich ist allerdings die Tatsache, dass man einige Waffen einfach weggelassen hat. Auch Einstellungsmöglichkeiten für die Spielregeln wurden beschnitten. Ebenfalls wieder sehr langweilig und träge ist hingegen der Solomodus ausgefallen, welcher sich somit bestenfalls zum Üben anbietet. An den Herausforderungen verliert man somit leider sehr schnell die Lust. Ebenfalls brauch- und sicherlich leicht machbar wäre ein Leveleditor gewesen. Zwar ist der Zufallsgenerator zum Erstellen neuer Arelae vorbildlich, dennoch hätte ich gerne selbst Hand an den Kriegsgebieten angelegt. Ein fehlender Onlinepart fällt ebenfalls negativ auf. Doch genug gemeckert! Worms Open Warfare bleibt trotz der fehlenden Features ein guter Vertreter seines Genres und lädt immer wieder zu einer kleinen Runde mit Freunden ein – und das nun auch überall.
Infos
Erhältlich für
Genre
Strategie
Publisher
THQ
Entwickler
Team 17
Website
www.wormsopenwa...
Release
24. März 2006
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