Infos
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» Grafik: |
80 |
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» Sound: |
72 |
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» Spielspaß Solo: |
77 |
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» Spielspaß Multi: |
- |
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» Gesamtwertung: |
77 |
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Pro
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Online-Gaming |
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Rennmissionen |
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32 Rennstrecken |
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Ansehnliche Grafik |
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Single-Card Download Play |
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Contra
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Nur 20 Strecken im Online-Modus |
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DS Features nicht wirklich ausgenützt |
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Designfehler im Online-Modus |
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Schwächen der Vorgänger übernommen |
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Fragwürdige Auswahl bei den Retrostrecken |
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Qualität
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> Die erfolgreiche Rückkehr des Fun-Racers Königs?
Mit Mario Kart DS hat nun auch Nintendo das Online-Gaming Zeitalter betreten und verspricht mit seinem neuesten Ableger der Fun-Racer Reihe die spaßigsten Mehrspieler-Gefechte überhaupt. Nachdem bei den Fans nicht so beliebten Mario Kart Double Dash!! haben sich die Entwickler somit ein hohes Ziel gesetzt und angeblich notwendige Änderungen vorgenommen. Ob die Änderungen wirklich den Spielspaß in neue Regionen schießen lassen oder doch nur kosmetischer Art sind, soll ein ausgiebiger Dauertest zeigen.
> Ein neues Zeitalter bricht an
Neben den üblichen Ein- und Mehrspieler-Modi Gran Prix, Zeitfahren, Versus, Wettkampf stehen euch im neuesten Teil der Mario Kart Reihe auch Rennmissionen zur Auswahl. Genretypisch könnt ihr beim Zeitfahren die Strecke kennen lernen und dort neue Rekorde aufstellen indem ihr gegen euren eigenen Geist oder gar gegen den der Entwickler antritt. Habt ihr eure Fahrtechnik verbessert könnt ihr euch am Gran Prix Modus versuchen wo euch die üblichen Klassen zur Verfügung stehen, nämlich 50CC, 100CC und 150CC. Hier tretet ihr gegen die CPU gesteuerte Konkurrenz an und bestreitet alle Rennen eines Cups direkt hintereinander, mit dem Ziel am Ende die meisten Punkte errungen zu haben. Gelingt es euch alle Cups einer Stufe zu gewinnen schaltet ihr weitere Fahrer und Karts frei, wodurch der Spielspaß nochmals erhöht wird. In den Rennmissionen müsst euch an diversen Aufgaben probieren, die es gilt innerhalb eines Zeitlimits erfolgreich zu absolvieren. Z.B. müsst ihr innerhalb einer Minute eine bestimmte Anzahl an Münzen sammeln oder in einer vorgegeben Reihenfolge alle Tore durchfahren. Habt ihr alle Missionen einer Stufe erledigt tretet ihr gegen ein Bossgegner an und wenn ihr diesen besiegt, schaltet ihr die nächste Stufe mit ihren Missionen frei. Der Wettkampf-Modus ist zwar im Einzelspieler-Modus verfügbar, hat dort allerhöchstens Trainingszwecke. So könnt ihr dort zwischen der Ballonbalgerei und Insignienraserei wählen und euch dort auf die Gefechte gegen eure Freunde ordentlich vorbereiten. Im Mehrspieler-Modus läuft das Spiel klar zur Höchstform auf. So könnt ihr erstmals auch Online gegen eure Freunde und Spieler aus der ganzen Welt antreten und euch mit ihnen messen. Aber ihr könnt auch per W-Lan Funktion oder gar per Download Funktion des DS mit nur einer Spielkarte gegen eure Freunde antreten, solange sie nicht ihren Nintendo DS ausschalten.
Die Steuerung orientiert sich am SNES-Original bzw. am GBA Ableger der Reihe. Anstatt euren Fahrer und dessen Kart per Stylus zu kontrollieren hat sich Nintendo glücklicherweise zur klassischen Steuerung per Digi-Kreuz entschieden. Dadurch haben sowohl Neulinge als langjährige Fans ihre Fahrer sofort im Griff, da die Karts sehr präzise reagieren. Mittels der rechten Schultertaste könnt ihr Driften bzw. Springen. Tippt ihr die R-Taste nur kurz an springt eurer leicht in die Luft, wollt ihr aber driften so müsst ihr die Taste etwas länger gedrückt halten. Um eure Gegenstände einsetzen zu können braucht ihr nur die L-Taste zu drücken und schon versaut ihr euren Freunden das Rennen. Die Fähigkeiten des Nintendo DS werden nicht wirklich ausgenützt, im Prinzip dient der zweite Bildschirm nur als große Übersichtskarte, auf der man alle wichtigen Infos findet. Nur bei der Ballonbalgerei findet noch ein weiteres Feature des Handhelds seinen Einsatz, nämlich das Mikrofon, in das ihr kräftig pusten solltet um nicht zu verlieren.
Um Spielspaß zu verlängern haben die Entwickler die Streckenanzahl von 16 auf 32 erhöht, wobei nur 16 wirklich neu sind. Die übrigen Strecken entstammen den vier Vorgängern, was viele Spieler sicherlich als äußert angenehm empfinden werden. Allerdings werden sich Kenner der vorherigen Teile bei so mancher Strecke fragen wieso diese Einzug ins Spiel gefunden hat. Allerdings trübt dies den Spielspaß nicht wirklich, aber den SNES und N64 Strecken merkt man ihr Alter schon etwas an. Um den Spielspaß zu erhöhen haben die Entwickler zwei neue Gegenstände eingebaut, nämlich Kugelwilli und Blooper. Als Kugelwilli rast ihr regelrecht über die Strecke und räumt alle Gegner vor euch problemlos aus dem Weg. Blooper hingegen bespritzt eure Gegner mit seiner Tinte und nimmt ihnen somit die Sicht.
> Ausreichend PS unter der Haube?
Gute Rennspiele sind auf dem DS wirklich Mangelware, so kämpfen die bisher veröffentlichten Titel mit der verhältnismäßig schwachen Grafikpower des Nintendo DS und dem krampfhaften Einbau der DS Features ins Gameplay. Mario Kart DS zeigt aber, dass der Nintendo DS ausreichend Power unter Haube hat um ein flüssiges und recht ansehnliches Rennspielerlebnis zu ermöglichen. Die Grafik läuft zu jedem Zeitpunkt absolut flüssig, selbst wenn sich alle Fahrer am Bildschirm befinden. Trotzdem sind die Rennstrecken für DS Verhältnisse ziemlich detailliert und bietet durchaus nette Hintergründe und können mit viel Abwechselung aufwarten. Auch die Fahrermodelle sind recht ansehnlich gestaltet worden, wobei hier natürlich Ecken und Kanten deutlich zu erkennen sind, was den positiven grafischen Gesamteindruck aber kaum mindert.
Am Sound des Spiels gibt es auch wie bei den Vorgängern nicht wirklich etwas zu bemängeln. Jedes Musikstück passt genau zur Strecke und lässt die richtige Atmosphäre aufkommen. So wird man während des Renngeschehens von Nintendo typischen Melodien begleitet, allerdings erreicht keine Ohrwurmqualität. Allerdings spielt dies bei Mario Kart DS auch keine besondere Bedeutung. Auch die Soundeffekte der Karts und Items passen zum Spielgeschehen und geben sich keine Blöße.
> Verbesserungen und alte Schwächen
Man merkt Mario Kart DS wirklich an, dass die Entwickler sich wirklich Gedanken zum Spieldesign gemacht haben und ein paar sinnvolle Verbesserungen vorgenommen, aber man merkt auch, dass die Reihe immer noch mit den gleichen alten Schwächen zu kämpfen hat. Zwar lieben die meisten Spieler die Item-Schlachten mit ihren Kumpels, allerdings ist dies auch eine der größten Mankos dieser Spielreihe. So spielt in Mario Kart DS das fahrerische Können nur eine untergeordnete Rolle, da die Items einfach zuviel Einfluss auf das Spielgeschehen haben. Es ist einfach ärgerlich wenn man nach einer mehr als souveränen Führung kurz vorm Ziel von unzähligen Items der Mitstreiter bzw. CPU getroffen wird und selber über das gesamte Renngeschehen keinen nützlichen Gegenstand bekommt und deshalb ein sicher geglaubtes Rennen verliert. Auch beim Streckendesign merkt man, dass das fahrerische Können eine untergeordnete Rolle spielt, denn die meisten Strecken sind im Vergleich zu Konkurrenzspielen relativ anspruchslos und stellen selbst für mittelmäßige Spieler keine echte Herausforderung dar. Erst die fragwürdige Vergabe der Items gleicht diese Schwäche eindeutig aus. Herbe Kritik müssen die Entwickler auch im Mehrspieler-Modus einstecken, so gelungen dieser auch auf den ersten Blick sein mag, so trüben unerklärliche Designschwächen den Spielspaß. Es ist einfach viel zu leicht möglich ein laufendes Duell abzubrechen und somit einer drohenden Niederlage zu entgehen. Außerdem ist es unverständlich warum Nintendo nur 20 der 32 Strecken für das Online-Gaming Erlebnis zur Verfügung stellt. Aufgrund dieser Tatsachen eignet sich Mario Kart DS nur für Fans der Spielreihe, wer auch schon vorher nicht viel mit Mario und Co. anfangen konnte wird mit diesem Titel ebenfalls nicht glücklich werden.

Fazit
Wenn ich ehrlich bin muss ich leider sagen, dass mich die Mario Kart Reihe nie wirklich begeistert hat. Ich konnte schon zur Blütezeit des SNES nicht den Hype um Super Mario Kart verstehen und daran hat sich bis heute nichts geändert. Sicher das Spielprinzip hat ein paar Verbesserungen erfahren, aber Mario Kart DS krankt immer noch an den gleichen Schwächen der Vorgänger. Mir macht es einfach keinen Spaß ein ganzes Rennen lang zu dominieren und dann im letzten Moment von der mehr als fragwürdigen Itemvergabe um den Sieg betrogen zu werden. Da hat mir Diddy Kong Racing auf dem N64 viel mehr Spaß gemacht, welches zwar um ein vielfaches schwerer war, mich aber zu Höchstleistungen angetrieben hat. Diesen Charme vermisse ich einfach bei Mario Kart DS. Für mich ist Mario Kart DS nur ein überdurchschnittlicher Fun-Racer, auch die Möglichkeit zum Online-Gaming kann nichts daran ändern. Fans der Reihe werden aber wieder mit einem gelungenen Ableger beglückt bei dem sie erneut sorglos zugreifen können.

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