Der EA Sports-Klassiker geht in die nächste Runde: so offensiv wie noch nie!Nach dem Verkaufshit
NHL 2005 folgt nun die virtuelle Saison 2005/06 für alle aktuellen Konsolen. Teams und Spieler wurden überarbeitet und mit neuen Skills, Eigenschaften und Optionen ausgestattet. So sieht man im neusten NHL-Geschehen von
Electronic Arts einen Peter Forsberg bereits in Philadelphia, einen Teemu Selänne wieder in Anaheim und einen Dany Heatley in Ottawa stürmen. In
NHL 06 darf man neben einer Dynastie auch erstmals das Retro-Game
NHL ´94 zocken. Ob die 2006er-Version die Vorgänger überbieten kann und für noch mehr Spannung und Action am Eis garantiert, erfährt ihr in unserem
Master-Review.
The rush is back Abgesehen davon, dass beim neuesten Teil eine kleine Namensänderung vom erwarteten
NHL 2006 auf
NHL 06 vorgenommen wurde, veränderte sich beim Spielprinzip nicht viel. Wieder
» Ein bekanntes Bild: Tampa Bay gegen Calgary |
erwartet den Eishockeybegeisterten ein übersichtliches Menü mit rockigen Soundtracks von
Pennywise, Mando Diao, Billy Talent und vielen mehr. Wer auf große Veränderungen in den Spielmodi gehofft hat, wird leider enttäuscht, denn erneut darf man sich dem
Dynasty Mode und alternativ dem
Freundschaftsspiel-, Weltmeisterschafts-, Saison- oder
Free4All-Modus widmen. Der Kern des Spiels ist natürlich wieder, wie nicht anders zu erwarten, der
Dynasty Mode, bei dem man wie beim Vorgänger aus dem letzten Jahr das Können als General Manager von einem der 30 NHL-Clubs beweisen muss. Nach dem Auswählen des gewünschten Clubs wird einem eine Aufgabe für das erste Jahr bei der neuen Arbeitsstelle gestellt. Insgesamt gilt es,
zehn Jahre zu meistern, in denen man immer wieder andere Aufgaben zugeteilt bekommt, die zu erfüllen sind. Wird ein Auftrag drei Saisonen en suite nicht erfolgreich abgeschlossen, so muss man mit einem virtuellen Kündigungsbrief vom Teaminhaber rechnen. Die Aufgaben sind nicht immer schwer zu lösen: bei den
Mighty Ducks of Anaheim etwa gilt es, im ersten Jahr lediglich die Playoffs (KO-Runden) zu erreichen. Mit ein wenig Verhandlungsgeschick ist dies leicht möglich, da man sich am Spielermarkt unter den
Free Agents (Spieler ohne Vertrag) ordentlich austoben kann. Namen wie Adam Deadmarsh (
LA Kings), Curtis Joseph (
Detroit Red Wings), Ray Whitney (
Ottawa Senators) oder Eric Lindros (
New York Rangers) stechen einem sofort mit ihren über 90 Fähigkeitspunkten ins Auge. Es gibt aber auch heiklere Aufgaben wie beispielsweise die von den
Tampa Bay Lightning: den Stanley Cup gewinnen und dabei zu den zehn bestverdienenden Clubs gehören.
Der Traum vom Stanley Cup Im neuen virtuellen Büro angekommen, müssen zu allererst natürlich die statistischen Bereiche unter die Lupe genommen werden. Im übersichtlichen Menü bekommt der Manager unter
» Realistische Moves überall am Eis |
dem Punkt
Finanzen einen ordentlichen Überblick über die Geldangelegenheiten des Clubs. Bei den Eintrittspreisen während der regulären Saison und den Playoffs, bis hin zu den Fangeschenken darf jeder einzelne Dollar persönlich bestimmt werden. Wichtig sind auch die Upgrades, die man fast halbjährlich hochpushen kann. Diese muss man mit Geld bezahlen, von dem man zu Karrierebeginn nicht allzu viel sieht. Je nach Team darf man die Punkte
Auswärtsreisen, für bessere Chancen auf Auswärtssiege,
Torwarttrainer, zum Trainieren und Erhöhen der Fähigkeiten des Goalies,
GM-Assistent, um bei Vertragsabschlüssen 5% weniger Gehalt bieten zu müssen, oder
Zeugwart, damit das Training der Mannschaft intensiver und wirkungsvoller gestaltet wird, durch Sternsymbole nach oben "schrauben". Jeder dieser Punkte bietet ein Maximum von fünf Sternen, die nach dem Durchspielen des
Dynasty Modes erreicht werden. Um dann letztendlich den Traum vom Stanley Cup in die Realität umsetzen zu können, braucht man auch
starke und motivierte Spieler: im Grunde genommen ist dies mit jedem möglich, es sei denn, der Trainingsplan bzw. die einzelnen Upgrades werden stark vernachlässigt. Sind die Feineinstellungen getätigt, steht einer erfolgreichen Saison nichts mehr im Wege. Nach der Beendigung von 82 Matches, exklusive den Playoff-Partien, die selbst gespielt oder simuliert werden können, bekommt der Club neben Fernsehrechten von TV-Sendern auch saftige Knete für diverse Upgrades. Bevor man in das zweite Jahr durchstartet, steht noch der
NHL Entry Draft bevor, bei dem junge Talente im Alter von 18 bis 20 Jahren auf den Einstieg in die Profiliga hoffen. Durch das
E-Mail-System in der Zentrale sendet der Clubinhaber dem Manager die neue Aufgabe, die es wieder zu erledigen gilt. Der Posteingang des E-Mail-Fachs füllt sich jedoch nicht nur durch diese eine Nachricht, sondern neben monatlichen Statistiken zu den Team-Finanzen und Serien der Spieler, auch mit wissenswerten Neuigkeiten von anderen Mannschaften, wie beispielsweise Neuverpflichtungen, Transfers, Verletzungsberichte, etc.
“He shoots, he scores!“ Um die Verantwortung über Sieg und Niederlage zu übernehmen, muss man sich aufs 3D-Eis wagen. Bei der Steuerung wurde kaum etwas verändert, sodass wieder
präzise und knallharte » Ilya Kovalchuck zieht ab! |
Schüsse,
atemberaubende Checks und
sehenswerte Kunststücke möglich sind. Die einzige, große Veränderung: ab sofort ist es mit dem rechten Analogstick nicht mehr möglich, nach links oder rechts anzutäuschen, sondern der Spieler dreht sich um 360 Grad und schießt aufs Tor. Drückt man gleichzeitig L1, so hebt er die Scheibe während der Drehung gekonnt in die Höhe und heizt die Scheibe auf den gegnerischen Kasten. Diese speziellen Moves sind jedoch nur mit Spielern, bei denen ein Stern statt der gewohnten Markierung aufscheint, möglich. Je nachdem, wie hoch bzw. niedrig man die Checkschwierigkeit und -härte einstellte, kann neben der Bande, wie auch mitten am Platz per Knopfdruck gerammt und gefightet werden. Die
Crosschecks sehen nun
noch realistischer als zuvor aus und bei jedem Check fällt der Gegenspieler mit einer anderen Animation zu Boden. Es ist nun auch unmöglich, an mehreren Gegnern im Turbo vorbeizulaufen, da der Puck durch die Laufgeschwindigkeit einen viertelten bis halben Meter nach vorne gespielt wird. Ergebnisse wie ein 8:0 kann es beim höchsten Schwierigkeitsgrad mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr geben, da durch den noch höheren Realismus auch die Goalies schlauer geworden sind und kaum One-Timer oder Alleingänge in die Maschen lassen.
Create your own Das Feature, sich einen
eigenen NHL-Star zusammen zu basteln, kehrt wieder in
EAs Klassiker zurück. Drei Jahre mussten Anhänger der Serie auf diesen Editor warten. Es darf vom
» Topspieler Marian Gaborik im Angriff |
Aussehen der Augenbraue bis hin zu den Schlittschuhen jedes kleinste Detail ausgesucht werden. Hat man sich für alles entschieden, geht es weiter zu den Spielerdaten wie Name, Wohnort, Team, Position, usw. Nach der Fertigstellung findet man den eigenen automatisch im Standardkader des ausgewählten Teams wieder. Lediglich das Speichern des Kaders ist von Wichtigkeit, da die Mühen andernfalls umsonst waren. Wie auch schon beim Vorgänger wird wieder eine
eigene Mannschaft zusammenstellt; entweder aus den selbst entworfenen Spielern oder aus bereits vorhandenen Stars von offiziellen Clubs. Umso besser die Stürmer, Verteidiger und Goalies, desto höher steigen dementsprechend die Gehälter und Ausgaben für das Team. Schon bei
NHL 2005 zählen bei der Zusammenstellung einer Mannschaft die Punkte Teamname, Teamlogo, Stadionname, Torsirene und vieles mehr zu den Hauptaspekten, sodass man seinen Vorstellungen von einem eigenen Club gerecht werden konnte - auch bei
NHL 06. Der kleine, aber feine Unterschied dabei ist, dass die Truppe erstmals, wie schon erwähnt, auch die Chance hat, eine Dynastie aufzubauen.