Infos
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» Spielzeit: |
12 h |
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» Grafik: |
90 |
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» Sound: |
95 |
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» Spielspaß Solo: |
95 |
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» Spielspaß Multi: |
- |
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» Gesamtwertung: |
95 |
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Qualität
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Geschichte mal spannend!
Alle Welt redet von diesem gewaltgeladenem PS2-Spiel, welches uns Deutschen erst am 10. Mai 2006 erreicht hat. Wir reden von God of War, Meisterwerk des Sony Studio Santa Monica. Was ist das für ein Spiel, welches selbst in Hollywood von sich reden lässt? Nachdem God of War in Deutschland lange auf sich hat warten lassen, liegt das Spiel nun vor uns. Wir legen das Spiel in unsere PS2 und tauchen sogleich ab…
…In die Welt des Kratos, einem spartanischen Heerführer, welcher in dem Zeitalter des alten Griechenlands lebt oder man sollte eher sagen, dahinsiecht… Man wird von God of War direkt in Kampfgetümmel geworfen und muss sich als Spieler erst einmal zurechtfinden. Der Spieler befindet sich mit Kratos auf einem Schiff auf dem Weg nach Athen und wird von mythologischen Seeungeheuern angegriffen. Kratos greift zu seiner Waffe und metzelt sich quer durch die Boote, bis er zum ersten Endgegner gelangt, der riesigen Hydra, einer 3-köpfigen Wasserschlange.
Im Grunde ist dies das Tutorial des Spiels. Erst nach dem Ableben der Hydra erfährt man die wahre Mission: Die Götter bitten Kratos um Hilfe, die Stadt Athen zu retten, denn der Gott des Krieges, Ares, zerstört die größte Stadt Griechenlands.
Was darauf folgt ist ein Fest der Sinne, wo man sich durch Massen Untoter kämpft um sein Hauptziel zu erreichen, einen Gott zu töten! Die anderen Götter stehen Kratos dabei zur Seite und statten ihn immer wieder mit neuen Fähigkeiten aus, wie verschiedene Zauber, welche dem Spieler erlauben Feinde zu Stein zu verwandeln und sie dann in tausend Teile zu zerschlagen, oder aber Kratos’ extrem vielseitige Klingen für die man im Laufe des Spiels 20 verschiedene Moves erlernt. Denn einen Gott zu töten ist selbst für den kampferprobten Spartaner kein Zuckerschlecken!
Trotz der Vielzahl von Moves und Zaubern geht die Steuerung immer locker von der Hand, obwohl alle Tasten des PS2-Controllers konsequent ausgenutzt werden und zum Teil sogar doppelt belegt sind. Hier hat Sony Santa Monica beste Arbeit geleistet, denn oft kommen so viele Gegner im Spiel auf einen zu, dass man wahnsinnig schnell handeln muss und dies wäre nicht möglich, wenn die Steuerung nicht überaus gut umgesetzt worden wäre.
Auch in den zahlreichen Geschicklichkeitspassagen à la Prince of Persia lässt sich Kratos immer perfekt über Abgründe balancieren.
Und somit direkt zur Spielmechanik: Eigentlich bietet God of War nichts wirklich neues, aber es ist erstaunlich, welche Genres alle in einem Spiel vereint werden konnten und intuitiv umgesetzt wurden. Spielt sich God of War oft doch wie ein Hack ’n Slay-RPG, wird sofort Ausgleich durch ansprechende Geschicklichkeitspassagen verschafft und auch Verschieberätsel kommen nicht zu kurz. Beispielsweise soll man das an einem Seil hängende Orakel davor retten in die Tiefe zu stürzen. Dafür sind aber vorerst einige Abgründe zu bewältigen, an denen man langhangeln muss, was nicht halb so fordernd wäre, wenn es nicht zusätzlich unter Zeitdruck stände.
Gegner muss man in den zahlreichen Kämpfen meist einfach nur stupide niedermetzeln. Dies lässt sich noch durch die Wahl der Zauber und Waffen variieren. Die Steuerungsvielfalt kommt schon an komplexe Beat ’n Ups ran. Will man dem Gegner eins mit seiner Klinge überbraten, sollte der Spieler sich an die Viereck- und die Dreiecktaste halten. Kombiniert er diese beiden Angriffe noch mit X, so wirft Kratos sein Gegenüber in die Luft und malträtiert ihn bis nichts bis auf eine Blutlache übrig bleibt. Blocken funktioniert im Gegensatz dazu mit L1, wobei man dies wenig im Spiel nutzt, sondern eher mit dem rechten Analogstick zur Seite rollt um den Angriffen zu entkommen. Die relativ häufig angewandte Magie wird mit L2 heraufbeschworen und erleichtert einem, gesetzt dem Fall die Magieleiste ist gefüllt, einige Kämpfe, da man nahezu alle Feinde mit einer Attacke niederstrecken kann. Sollte man bei einem Gegner dennoch scheitern, ist nicht gleich Verzweiflung angesagt, da die clever platzierten Rücksetzpunkte lange Laufwege ersparen und ein Wechsel der Waffe meist das Blatt noch wenden kann. Dies wird aber durch Finishing-Moves zusätzlich verfeinert. So kann man einige Gegner nur töten, wenn man auf diese längere Zeit einprügelt und dann im richtigen Augenblick das über dem Gegner erscheinende Symbol drückt, worauf hin dann ein Quicktime-Event beginnt, welches die Gegner spektakulär ins Jenseits befördert. Durch diese Finishing-Moves hinterlassen die Feinde mehr Orbs.
Orbs gibt es in 3 Fassungen: Rote, grüne und blaue. Die roten Orbs sind von Nöten um Waffen und Zauber aufzuleveln, grüne Orbs füllen die Energieanzeige von Kratos auf und die blauen Orbs sind für das Auffüllen der Magieleiste verantwortlich. Diese Leisten lassen sich noch mal durch das Sammeln bestimmter Gegenstände in Truhen aufleveln. Truhen mit Orbs und Items begleiten einen durch das gesamte Spiel, sind aber zum Teil gut versteckt.
Technisch gesehen holt God of War noch einmal alles aus der Playstation 2. In regelmäßigen Abständen wird Kratos tragische Lebensgeschichte durch Rückblicke erzählt, wo man vor Grafikpracht den Mund nicht mehr zubekommt, aber auch die Ingame-Grafik ist so opulent, das man seine PS2 stolz streichelt. Vor allem die Endgegner sind genial inszeniert, so dass man kaum glauben mag, dass diese nicht vorgerendert sind. Auch die Lichteffekte der Zauber setzen die Kämpfe perfekt in Szene. Wer schlimme Befürchtungen wegen der selbststeuernden Kamera hegt, braucht sich nicht die geringsten Sorgen machen, dies stört im Spiel nirgends und lässt Kinoflair aufkommen, vor allem wenn sie das Schlachtfeld Athens mit seiner phänomenalen Weitsicht einfängt.
Aber God of War wäre nicht God of War wenn das Spiel nicht so brutal wäre. Dennoch stellt dies keinen Nachteil dar, weil es einfach in das Gameplay passt und nie zu stark übertrieben wirkt. Krieg ist brutal, da lässt sich nichts beschönigen. Aber grade weil das Spiel kein Blatt vor den Mund nimmt, weder bezüglich Gewalt noch Sexualität, ist es definitiv nicht für Jugendliche geeignet. Die Farbe Rot (in Form von Blut) dominiert das Szenario durchgehend und die Zwischensequenzen zeigen eine Grausamkeit die wir vorher noch nie in einem Spiel erleben durften. Es ist nicht verwunderlich, dass die USK den Titel vorerst nicht in Deutschland freigegeben hat.
Der Soundtrack steht der Grafik in nichts nach, er unterstreicht zu jeder Zeit das Geschehen perfekt und ist komplett orchestralisch mit griechischen Chorgesängen gehalten. Die Synchronisation ist völlig okay, aber oft leider nicht Lippensynchron. Wer das Geschehen auf anderen Sprachen bevorzugt, kann dies einfach umstellen, da auf der deutschen Fassung alle europäischen Fassungen vereint sind. So wird sicherlich für jeden Spieler was Passendes dabei sein!
Wenn man etwas Negatives über God of War finden möchte, muss man schon in den Tiefen suchen. Aufführen möchte man hier höchstens, dass es durchaus mehr Endgegner geben könnte, denn diese gibt es im Spiel nur alle Jubeljahre, wenn sie auch meist sehr fordernd sind. Dann sollte man vielleicht ankreiden, dass der Umfang des Spiels mit ca. 10 stunden für den ersten Durchlauf und 5 Stunden für den zweiten Durchlauf, nicht grade der längste ist. Aber man wird während dieser Zeit dermaßen gut unterhalten, dass man da gerne beide Augen zudrücken würde. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich für jeden individuell einstellen und wer sich übernimmt und zu oft das Zeitliche segnet, wird von dem Spiel automatisch eine Stufe niedriger eingestuft, was nachteilig aber auch bedeutet, dass das Spiel dadurch zu einfach sein kann.

Fazit
Es wäre sehr schade gewesen, wenn God of War an den deutschen Zockern vorbeigegangen wäre, denn hier hat man es sicherlich mit einem der besten Spiele auf der PS2 zu tun und es sollte von jedem erwachsenem Spieler zumindest mal angetestet werden. Und aus der Hand legen wird es dann sicherlich niemand mehr, denn dieser blutige Genremix macht einfach nur Spaß, wenn man über gefährliche Schluchten springt und sich in wilde Gefechte stürzt. Andere Spiele dürfen sich gerne eine Scheibe abschneiden, denn nicht oft werden gute Geschichten so ansprechend verpackt. Als Dessert bleiben dem geneigten Spieler noch anspruchsvollere Schwierigkeitsgrade, Zusatzmissionen und –Material. Spielerherz, was willst du mehr?
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