30 neue Songs und minimale Neuerungen für Sonys beliebte Karaoke-Reihe.Seitdem sich Mikrofone auf der Zubehörliste der PS2 wiederfinden, erfreut sich die innovative Singstar-Serie großer Beliebtheit. Die Spiele haben das Nachsingen vor der Konsole populär gemacht und waren dementsprechend echte Publikumsmagneten, was wiederum für schwarze Zahlen in Sonys Bilanzen sorgte. Kein Wunder also, dass nun bereits der dritte Teil der Reihe erschienen ist, welcher abermals mit 30 neuen Songs aufwartet. Zudem gibt es wieder einige Neuerungen, die ebenfalls Anreiz zum Kauf bieten sollen. Wie uns die dritte Version des Stimmbänder verschleißenden Singspiels gefallen hat, erfahrt ihr in unserem
Master-Review.
Déjà Vu die ZweiteWer die oder einen der Vorgänger bereits kennt, dem wird
Singstar The Dome sofort vertraut vorkommen. Nach dem obligatorischen
Einleitungsvideos - dieses mal im original
The Dome-Gewand - findet man sich im bewährten Menü wieder, wo man aus den verschiedenen Spielmodi wählen darf. Augenscheinlichste Änderung: die Buttons strahlen nun im giftigen Grün, statt im blauen, bzw. roten Outfit. Auch die vertraute Hintergrundmusik ist, ebenfalls in dezent überarbeiteter Fassung, wieder mit von der Partie. Am Spielprinzip selbst hat sich wie zu erwarten nichts geändert. Abermals wählt man zunächst einen von insgesamt
30 Songs aus, entscheidet sich für einen von drei Schwierigkeitsgraden und versucht anschließend, die vorgegebenen Töne richtig zu treffen. Die Stimmerkennung klappt dabei wie gewohnt tadellos und lässt keinen Raum zur Kritik.
An Interpreten stehen dieses Mal folgende Kandidaten zur Auswahl:
Ashlee Simpson: Pieces Of Me
Avril Lavigne: Sk8er Boi
Beyonce: Crazy in Love
Black Eyed Peas: Shut Up
Good Charlotte: I Wanna Live
Jamelia: Stop
Keane: Somewhere only we know
Manfred Man: Do Wah Diddy
McFly: Obviously
Natasha Bedingfield: These Words
Robbie Williams: Let Me Entertain You
Ronan Keating & Ysuf Islam: Father and Son
Sister Sledge: We are family
Steppenwolf: Born to be Wild
The Clash: Should I Stay or Should I Go?
Tom Jones: It's not unusual
Dandy Warhols: Bohemian Like You
Joss Stone: Super Duper Love
Robbie Willams & Kylie Minogue: Kids
Blink-182: Paid in Full
Kylie Minogue: In Your Eyes
Rosenstolz: Willkommen
Outkast: Roses
Fanta 4: Geboren
Hoobastank: The Reason
Annett Lousian: Das Spiel
Reamonn: Supergirl
Laith Al-Deen: Alles an dir
PUR: Abenteuerland
Martin Kesici: Angel of Berlin
Selbstverständlich sind alle Lieder wieder mit den
originalen Musikclips versehen worden, um auch optisch etwas bieten zu können. Diese liegen in
einwandfreier Qualität vor und erfreuen somit Augen und Ohren. Wie bereits in beiden Vorgängern fällt jedoch auf, dass sich
überwiegend Popmusiker unter den Interpreten finden. Wer gerne einmal eine etwas andere Musikrichtung ausprobiert hätte, wird auch in der zweiten Fortsetzung größtenteils enttäuscht oder bekommt nur eine sehr beschränkte Auswahl an Titeln geboten. Sagt die deutsche Songliste nicht zu oder will man sein Karaoke-Repertoire nochmals erweitern, steht alternativ die englischen Version des Titels zur Auswahl. Diese hört auf den Namen
Singstar Popword und unterscheidet sich in zehn Titeln von der deutschen.
Marginale NeuerungenWaren es bei
Singstar Party noch die Duette, die fast die kompletten Neuerungen gegenüber dem ersten Teil ausgemacht haben, bietet
Singstar The Dome immerhin zwei
» Auf der Scheibe finden sich hauptsächlich bekannte Titel. |
weitere Features: Zum Einen handelt es sich dabei um die gelungene Implementierung der
Medleys. Diese mixen mehrere verschiedene Songs hintereinander, so dass man beim Singen stets die Stimmlage, wie auch den Rhythmus wechseln muss. Insgesamt gibt es sechs verschiedene Medleytypen, die in verschiedene Kategorien wie Lovesongs, Girls-Power oder Oldies aufgeteilt wurden. Darüber hinaus gibt es den
Medleymix, der sich aus dem Pool aller Songs bedient. Beim zweiten neuen Feature handelt es sich um die
Rap-Anzeige, die bei einigen Titeln auftaucht und das Rhythmusgefühl des Spielers bewertet.
Einen echten Solomodus findet man weiterhin leider nur im ersten Teil der Serie. Auch in
Singstar The Dome hat man sich die Mühe gespart, einen Karrieremodus zu integrieren, was den Titel für Solisten ziemlich uninteressant macht. Im Mehrspielermodus bekommt man bekannte Kost geboten: Neben
Teamspielen,
Duetten und
Mikro-Weiterreichen stehen direkte
Gesangsduelle wieder eindeutig im Vordergrund. Hier treten zwei Spieler gleichzeitig gegeneinander an und kämpfen um die höchste Punktzahl. Bei der
Preisgestaltung lässt Sony abermals Fairness walten: Einzeln kostet der Titel moderate 30, im Bundle mit zwei Mikros knappe 60 Euro.