Jetzt mitmachen!
Alle Spiele anzeigen
Nur PlayStation 2-Spiele anzeigen
Nur Xbox-Spiele anzeigen
Nur Gamecube-Spiele anzeigen
Nur PSP-Spiele anzeigen
Nur DS-Spiele anzeigen
Nur Xbox 360-Spiele anzeigen
Nur PS3-Spiele anzeigen
Nur Wii-Spiele anzeigen
eBay Oesterreich - Ihr weltweiter Online-Marktplatz
Spiele: » Releases | » Alle Spiele | » Neue Spiele | » Was ist neu?
 Go  
Magazin: » News | » Kommentare | » Forum | » Editorials | » User-Liste | » Über uns | » RSS
Master-Review:   » drucken    » versenden

Darkwatch

» Autor: Stefan Lehmler
» Datum: 25.10.2005
» Gesamtwertung:
/5
3/5: Unterhaltsam
mit diversen Glanzpunkten.
Wie wir bewerten
Solider Shooter mit abgefahrenem Szenario und mangelhaftem Umfang.

Shooter gibt es viele. Leider zeichnet es sich in den letzten Jaren immer mehr ab, dass die Entwickler nur all zu gerne auf bekannte Szenarien zurückgreifen und so vorwiegend Weltkriegs- und Military-Shooter den Markt überfluten. Wirklich gewagte Settings findet man nur selten. Mit Darkwatch bringt Ubisoft nun allerdings eine Mischung aus Western- und Horrorszenario raus, um auch abseits ausgelatschter Pfade etwas zu bieten. Was den Titel sonst noch so ausmacht, erfahrt ihr im folgenden Master-Review.

Falscher Zug
Eigentlich will Bandit Jerrico Cross nur einen weiteren Zug überfallen, in dem er fette Beute wittert. Dummerweise finden sich im gesprengten Safe weder Goldbarren noch harte Dollars, sondern ein uralter Dämon, welcher von der
» Schicke Düsteroptik.
Geheimorganisation Darkwatch gefangen gehalten wird. Diese beschützt die Welt seit hunderten von Jahren vor dem Bösen und ist gar nicht erfreut über die Befreiung des Erzbösewichts. Auch für Jerrico selbst hat der Vorfall ungeahnte Folgen. Im daraufhin entbrennenden Kampf wird er getötet und als Vampir wiedergeboren. Um seinen Fehler wieder gut zu machen, tritt er der Darkwatch bei und macht Jagd auf den entlaufenen Gefangenen und dessen Horden untoter Diener. Der Spieler schlüpft natürlich in die Rolle des schweigsamen, dunklen Protagonisten und räumt fortan mit Waffengewalt und magischen Fähigkeiten ordentlich unter seinen Widersachern auf.

Cooles Setting, einfallsloser Rest
Gameplaytechnisch wagt das Programm keine Experimente und kommt als astreiner, klassischer Ego-Shooter mit kleineren Anleihen in anderen Genres daher. So läuft, springt und schießt man sich durch die mit Horden von Feinden gefüllten
» Besser arm dran, als Arm ab.
Levelabschnitte, welche jeweils durch nervige Ladebildschirme voneinander getrennt sind. Dazu steht einem ein leider sehr beschränktes Repertoire an Ballermännern zur Verfügung. Neben Revolver, Doppelpistolen, Armbrust, einem Raketenwerfer sowie zwei Gewehren gibt es lediglich zwei Typen von explosiven Wurfgegenständen (Splittergranaten und Dynamit). Alternativ können alle Waffen im Nahkampf eingesetzt werden, um einen Schlag auszuteilen. Ein echter zweiter Feuermodus glänzt ebenfalls durch Abwesenheit. Auch von ausgefallenem Kriegsgerät ist weit und breit nichts zu sehen. Gerade ein so einfallsreiches Setting wie jenes aus Darkwatch hätte sicherlich einige kuriose Kreationen im Feuerwaffensektor zugelassen. Die Gegnerhorden lassen ebenfalls Ideenreichtum vermissen. Wo das gruselige bis teils groteske Design noch wirklich überzeugen kann, bieten die Feinde rein kämpferisch nur wenig Abwechslung. Im Vergleich zu anderen Shootern überwiegen Gegnertypen, welche wild auf den Spieler zustürmen und ihn im Nahkampf beharken. In sicherer Entfernung lauern meistens Scharfschützen, die den Protagonisten mit einem unangenehmen Bleiregen eindecken. Hinzu gesellen sich die besonders nervigen schwarzen Feen, welche mit Energiebällen aus der Luft attackieren.

Doofe Gegner und Arenafeeling
Auch KI-technisch wird wenig geboten. Außer einer guten Treffsicherheit haben die untoten Feinde kaum etwas auf dem Kasten und werden somit eher durch ihre Anzahl als ihr Verhalten gefährlich. Doch wo viele Feinde sind, gibt es
» Dieser Cowboy hat schon bessere Zeiten gesehen.
auch viel Geballer, was dem Spielspaß alles andere als abträglich ist. Wer also lieber gegen Masse statt Klasse kämpft, ist mit diesem Titel gut beraten. Etwas abwechslungsreicher hingegen gestaltet sich das Leveldesign ausgefallen. Das Game führt den Spieler über Friedhöfe, Höhlen, alte Minen und verlassene Geisterstädte, in denen es vor wandelnden Toten nur so wimmelt. Aufgelockert wird das Geschehen durch Reit- und Fahrmissionen, in denen man sich auf den Sattel eines Pferdes oder hinter das Steuer eines Gefährtes schmeißt. Hin und wieder darf man hinter einem stationären Geschütz Platz nehmen um Gegnerhorden minutenlang niederzumähen. Leider greifen die Entwickler zu oft auf arealbezogene Fights in überschaubaren, arg begrenzten Gebieten mit mehreren Gegnerwellen zurück. Dort müssen dann alle Feinde getötet werden, damit sich der Durchgang zum nächsten Abschnitt öffnet. Dies wiederum wirkt des Öfteren so, als würde man sich nicht durch echte Orte, sondern von einer Arena zur nächsten bewegen. Glücklicherweise ist es den Programmierern gelungen, die Gebiete so zu gestalten, dass spielerisch keine Langeweile aufkommt. So senkt dieser Designpatzer lediglich die Glaubwürdigkeit der Spielwelt, nicht aber den eigentlichen Spielspaß.

Genrewirrwarr
Um sich weiter von der Konkurrenz abzuheben, haben die Entwickler für Darkwatch einige Anleihen in anderen Genres gemacht. In manchen Situationen, wie beispielsweise beim Finden eines verletzten Zivilisten, wird der
» Willkommen im Wilden Westen.
Protagonist dazu gezwungen, gut oder böse zu handeln. Je nach Wahl zieht ihn die Aktion mehr auf eine der beiden Seiten, was wiederum zum Erlernen von neuen Spezialfähigkeiten führt. Diese unterstützen den Helden bei gefülltem Blutvorrat im Kampf mit hilfreichen Boni wie Extraschaden, zusätzlicher Verteidigung oder alles grillenden Kettenblitzen. Leider hat man die Entscheidungssequenzen extrem lieblos ins Game implementiert, was sie sehr aufgesetzt wirken lässt. Auch die Erzählweise der recht unspektakulären Story hätte optimiert werden können. Zwar sind schicke Zwischensequenzen und ein paar unvorhersehbare Ereignisse vorhanden, allerdings scheinen viele Levels gar nichts mit der eigentlichen Story zu tun zu haben. Zudem werden einige Vorkommnisse – wie zum Beispiel Jerricos Verwandlung in einen Vampir - viel zu ruckartig und schnell abgehandelt, so dass kaum Stimmung aufkommen kann. Als wesentlich effektiver und besser ins Spiel eingebunden entpuppen sich allerdings die Vampirfähigkeiten des Charakter. So darf er mittels Spezialblick die Umgebung abscannen, was Kontrahenten und wichtige Gegenstände leichter zu entdecken macht. Per Vampirsprung hingegen lassen sich höhere Gebeite problemlos erreichen oder breite Schluchten überqueren.

Schicker, dunkler Westen
Technisch zeigt der Titel durchaus ansprechende Kost. Die Umgebungen sind schön düster in Szene gesetzt und auch das Gegnerdesign kann sich sehen lassen. Zudem passen
» Hin und wieder wird man von NPCs unterstützt.
gute Splattereffekte und abtrennbare Körperteile optimal ins Horror-Szenario. Etwas weniger Ecken und Kanten an einigen Modellen oder ein paar Polygone mehr hätten allerdings nicht geschadet. Auch einige Ruckler – vor allem im Fahrzeuglevel gehäuft anzutreffen – wären mit etwas mehr Feinarbeit sicher zu vermeiden gewesen. Beim Sound sorgen vor allem die brachialen Effekte für Stimmung. Musikuntermalung und deutsche Synchronisation können sich ebenfalls hören lassen, sind aber nicht mehr als Standard. Größtes Manko am Titel ist eindeutig die sehr kurze Spielzeit. Gestandene Zocker dürften den Titel problemlos in rund sechs Stunden beenden. Zwar locken ein alternatives Ende (jeweils eins für Gut und Böse) sowie ein Kooperativ-Modus zum erneuten Angehen der Kampagne, allerdings fehlt es dem Titel an echter Langzeitmotivation. Leider wurde auch der Online-Modus ganz aus der Playstation 2-Version gestrichen und lediglich ein 1-vs-1-Spiel an einer Konsole belassen.
Pro
Einmaliges Setting
Daueraction
Ordentliche Technik
Cooles Gegnerdesign
Koop-Modus (PS2)
Contra
Sehr kurze Spielzeit
Zu wenig Waffen
Immer gleich agierende Monster
Fehlender Onlinemodus (PS2)
Unglaubwürdige Örtlichkeiten
Ruckler und häufige Ladezeiten
Fazit
Auch wenn es einiges zu beanstanden gibt und viele Chancen vergeben wurden, ist Darkwatch unter dem Strich ein grundsolider Ego-Shooter, der vor allem durch sein einfallsreiches Szenario punkten kann. Das Ballern gegen die bösen Horden macht trotz Mangel an verschiedenen Waffen und Gegnertypen eine Menge Spaß und sorgt für Kurzweil vor der heimischen Konsole. Dennoch hätte man vor allem die guten Ansätze im Bereich des Gut-/Böse-Features, der Spezialfähigkeiten sowie der soliden Story weiter ausbauen müssen, um ein wirklich herausragendes Game zu kreieren. Viele Features wirken mehr mit Gewalt ins Spiel gequetscht und aufgesetzt, statt wirklich fest mit dem Geschehen verknüpft. Auch das Fehlen des Onlinemodus in der PS2-Version ist mir unverständlich. Bei anderen Multiplattformtiteln stellt es auch kein Problem dar, diese auf der Sony-Hardware zu realisieren. Offensichtlich hat den Entwicklern gegen Ende der Programmierarbeit einfach die Zeit gefehlt, dieses Feature umzusetzen, was sehr schade für alle PS2-Besitzer ist.
Infos
Erhältlich für
Genre
Action
   Ego-Shooter
Publisher
Ubisoft
Entwickler
High Moon Studi...
Website
www.darkwatchga...
Release
07. Oktober 2005
Spiel kaufen
»  Game World
»  game4game
User-Bewertung
80
6 Bewertungen
2 Reviews
Features
userrankings.com    » Werbung | » Impressum/Kontakt | » Hilfe    © 2003 - 2008
RSS News RSS Reviews www.sevenpixel.com  0.0635