Solide PSP-Fassung der Materie, die ohne Free-Roaming aus-, dafür aber mit spaßigem Taktikteil daherkommt.Nachdem man als Nachwuchs-Don bereits auf PlayStation 2, Xbox und seit kurzem auch auf Xbox 360 in
Der Pate die Straßen von New York unsicher machen durfte, schiebt Electronic Arts nun die PSP-Variante nach. Der Untertitel
Mob Wars impliziert bereits, dass es sich bei der Portierung um eine merklich andere Version handelt. Wir haben den Titel getestet und alles Wissenswerte im Master-Review niedergeschrieben.
Vom Kleinkriminellen zum Don Kennern der Konsolenvorlage ist der Anfang samt den zahlreichen, sehr gut inszenierten Zwischensequenzen bereits bekannt. Der Vater des jungen Protagonisten wird von Gangstern erschossen, woraufhin der Junge auf die schiefe
Bahn gerät und einige Jahre später in den Verbrecherclan des Paten aufgenommen wird. Dort muss er sich natürlich erst einmal beweisen. Zunächst stehen
kleinere Schlägereien, simple Erpressungen und harmlose Schießübungen auf dem Terminplan des Nachwuchs-Dons.
Erst nach und nach bekommt man wichtigere Aufgaben wie das Eliminieren eines Polizeichefs, Ausräuchern von Drogenlagern oder Zerschlagen feindlich gesonnener Familien-Clans zugewiesen. Spätestens nach dem Abschließen der ersten Mission wird Kennern des Originals allerdings ein gravierender Unterschied auffallen. Das freie, GTA-mäßige Umherlaufen durch die Metropole ist nicht mehr möglich. Statt dessen teilt sich der Titel in Levels auf, von denen jeder eine Hauptmission aus dem Spiel darstellt.
Fahrabschnitte wurden dabei allerdings ebenfalls herausgenommen, was den Titel insgesamt merklich kürzer macht als das Konsolenoriginal.
Mob Wars Um den Verlust des nicht unerheblich zum Spielspaß beitragenden Free-Roaming-Features zu kompensieren, hat die PSP-Fassung den
Mob-Wars-Modus spendiert bekommen. Dieser ist eine Art Mini-Strategiespiel, welches zwischen den Missionen
» Unwilligen Geschäftsleuten geht es an den Kragen. |
zum Verdienen von Geld, Respekt und neuen Gebieten absolviert werden muss. Die Stadt ist hierbei in zahlreiche Abschnitte unterteilt, die es zu erobern gilt. Dafür heuert man Gangster an, bewaffnet sich gegen Bares neu und fällt in feindliche Territorien oder Geschäfte ein, um diese dem Besitz der eigenen Familie zuzuführen. Dies wiederum steigert das zur Verfügung stehende Gesamtbudget und steigert das zur Verfügung stehende Gesamtbudget und dementsprechend mehr Personal sowie Bewaffnung.
Je nachdem, welches Gebiet man besetzt, müssen diverse
Mini-Missionen gespielt werden, die den Nebenmissionen aus dem Konsolenpendant gleichen. Zur Unterstützung hierbei lassen sich diverse Spielkarten legen, welche unterschiedliche Effekte, wie das Entwenden von Geld bei der Konkurrenz, nach sich ziehen. Ein insgesamt durchaus geschickter Weg, den aus technischen Gründen wohl nicht realisierbaren Free-Roaming-Part zu ersetzen, und gleichzeitig für Besitzer der Konsolenvariante etwas reizvolles Neues zu bieten.
Portierungsschwächen Technisch ist die Portierung auf die PSP leider nicht all zu gut gelungen. Die
Grafik wurde sichtbar abgespeckt und leidet darüber hinaus unter derben Nachzieheffekten, was sehr unschön aussieht. Die Steuerung muss mit weniger
Tasten zurecht kommen, als auf PS2 und Xbox und gestaltet sich durch viele Umschaltfunktionen mittels die Schultertrigger als weitaus weniger komfortabel und intuitiv. Die KI und Third-Person-Kamera kämpfen darüber hinaus mit den selben Problemen wie in der Konsolenfassung: Dumme und teils unfair platzierte Gegner sowie schlecht einsehbare Winkel trüben den Spielspaß mitunter erheblich und sorgen für Frustmomente.
Auch sind die
Ladezeiten merklich länger und treten häufiger auf als beim Konsolenpendant - wenn auch noch in erträglichem Rahmen. In all ihrer Brillianz wurde hingegen die professionelle deutsche Synchronisation übernommen. Auch der Original-Soundtrack sowie die passenden Soundeffekte tragen nach wie vor zum gelungenen akustischen Gesamtbild bei.