Auch auf der PSP macht Tony eine gute Figur – an der Steuerung hapert es jedoch ein wenig.Nachdem
Tony Hawk's Underground 2 vor allem darin glänzte, den Spieler im "Story"-Modus mit Jackass’scher Holzhammer-Idiotie zu konfrontieren, darf man sich bei der Neuauflage für Sonys Handheld in dieser Hinsicht nur wenige Neuerungen – geschweige denn Verbesserungen – erwarten. Ob das Entwicklerstudio
Shaba Games den Spieler allerdings auch abseits des grundsätzlich unveränderten Inhalts zu unterhalten weiß, erfahrt ihr in unserem Master-Review.
World Jackass TourFür
THUG2-Frischlinge unter euch sei hier noch einmal in aller notwendigen Kürze die
hanebüchene Story breitgetreten.
Team Hawk und
Team Margera liegen im Clinch, die so
» Bloß nicht hinunter sehen! |
genannte
World Domination Tour soll ein für allemal klären, wer die besten Skater der Welt unter seinem Banner vereint. Mit dabei ist selbstverständlich unser Held, der Szene-Neuling. Bevor es endgültig auf die Piste geht, müsst ihr euch jedoch um euren ganz persönlichen Look bemühen: Wie schon aus den unzähligen Vorgängern bekannt, erschafft ihr im
Create-A-Skater Menü mithilfe unzähliger Parameter den zukünftigen Skate-Champion. Neben körperlichen Merkmalen wie Größe, Haarfarbe und Gesichtsproportionen, stehen im hauseigenen Kleidungsshop auch zahlreiche T-Shirts, Hosen, Schuhe sowie andere Accessoires zur Verfügung, welche unseren Protagonisten unverwechselbar gestalten.
Auf der Straße macht sich dann schnell Panik breit:
Das Skaten ist reine Nebensache, ja geradezu schmückendes Beiwerk. Ihr lauft in der Gegend herum, befragt Personen nach möglichen, optionalen Nebenaufgaben, müsst mit Krankenbetten spazieren fahren und eingesperrte Stiere solange mit Tomaten bewerfen, bis diese wutentbrannt den Käfig zertrümmern. Auch die Jackass-Thematik stößt sauer auf: Man kann zur Show rund um
Mr. Johnny "Jackass" Knoxville stehen wie man will, aber die Charaktere verhalten sich dermaßen dämlich, dass man sich wünschte, der UMD diesen Schabernack ein für allemal austreiben zu können. Glücklicherweise steht jedoch mit dem hervorragenden
Classic Mode klassischer Tony-Hawk’s Spaß an der Tagesordnung.
Classic Cruisin’Alte Hasen wissen es bereits: In diesem Modus geht es in traditioneller Weise um die Erfüllung bestimmter Aufgaben, welche sich von Abschnitt zu Abschnitt unterscheiden. Diese können von einfachen Highscores
bis hin zu Spezialaufgaben wie
Zerstöre alle fünf Blumentöpfe reichen. Mit dabei und leidlich beliebt ist die unerbittliche Uhr, welche euch beim Erkunden der Umgebungen und dem Erfüllen von Aufgaben im Nacken sitzt und euch ganze zwei Minuten gibt. Bereits erreichte Zielvorgaben werden dabei nach dem Ende gespeichert und müssen bei einem Neustart nicht mehr in Angriff genommen werden.
Im
Classic Mode spielt
Tony Hawk’s Underground 2 Remix seine großen Stärken aus, welche die Serie unter anderem auch zu dem machten, was sie heute ist:
Riesige Areale, haufenweise Secrets, tolle Musik sowie ein Gameplay, welches seinesgleichen sucht und schnell abhängig macht. Lediglich bei der
Steuerung muss man in der Westentaschenausgabe
einige Abstriche machen: Einige Knöpfe sind schlicht und einfach überbelegt – ein Resultat der fehlenden zwei Schulterbuttons sowie des fehlenden zweiten Analogsticks. Umsehen könnt ihr euch nämlich lediglich mit dem digitalen Steuerkreuz, die nebeneinander gelegene Anordnung ist in dieser Hinsicht also wenig hilfreich. Conclusio:
Die Einarbeitungszeit gestaltet sich also ein wenig länger als bei den übrigen Vertretern der Serie.
Tony in der MatrixMit dabei sind selbstverständlich alle Features, welche auch schon in der Konsolenversion zur Verfügung standen: Neben der bereits aus
Tony Hawk's Underground bekannten Möglichkeit vom Brett zu steigen und die
» …und Stadtkulissen erfreuen das Auge. |
Welt auf den eigenen Beinen zu erkunden, könnt ihr jetzt auch eure
Spraydosen auspacken und den Level nach eigenem Gutdünken verschönern. Habt ihr euch hingegen überanstrengt und einen Trick nicht richtig gelandet – seid also auf gut deutsch
auf die Fresse gefallen – ist guter Rat teuer und mithilfe des
Rage-Balken zeigt ihr eurem Deck, wer hier eigentlich der Herr im Haus ist. Ganz nebenbei startet ihr mit dem Wutausbruch eine neue Combo – praktisch! Aber auch die
Matrix hat Einzug ins Tony-Hawk’s-Universum gehalten und versetzt die Welt auf Knopfdruck – mit dem
Focus - in geisterhafte Zeitlupe. Dieser eignet sich übrigens besonders für das einwandfreie Landen.
PSP-exklusiv sind hingegen die
vier neuen Karten: Nun dürft ihr auch in Las Vegas, Santa Cruz, Atlanta und Kyoto euer Unwesen treiben. Qualitativ müssen sich diese nicht vor den bekannten Kollegen verstecken – auch diese beinhalten tonnenweise Secrets und Extras, die nur darauf warten, von euch entdeckt zu werden.
Become-A-StarDamit die Jagd auf den Highscore nicht zur reinen Pflichtübung verkommt, locken zahlreiche, in den Levels versteckte,
Stat-Points. Diese teilt ihr nach Erhalt beliebig auf diverse Fähigkeiten (
Skills) wie
Air,
Rail oder
Balance auf und verhelft eurem Alter Ego somit zu geradezu meisterlichem Können auf dem Deck. Ebenso dürfen wieder die bekannten
Special-Tricks erlernt werden, welche euch besonders viele Punkte aufs Konto zaubern und mit Vorliebe in langen und ausdauernden Combos Verwendung finden.
Technisch bleibt alles beim Alten:
Die Grafik läuft flüssig, Pop-Ups und Ruckler existieren so gut wie nicht. Lediglich die Texturen fallen im Gegensatz zur Heimvariante etwas ab – die Einschränkungen halten sich aber in Grenzen. Musikuntermalung und Soundeffekte haben es hingegen 1:1 in die tragbare Version geschafft – ihr dürft euch also über sage und schreibe
53 Songs freuen. Auf Wunsch lassen sich weniger gewünschte Genres per Klick auch einfach komplett deaktivieren.