Jetzt mitmachen!
Alle Spiele anzeigen
Nur PlayStation 2-Spiele anzeigen
Nur Xbox-Spiele anzeigen
Nur Gamecube-Spiele anzeigen
Nur PSP-Spiele anzeigen
Nur DS-Spiele anzeigen
Nur Xbox 360-Spiele anzeigen
Nur PS3-Spiele anzeigen
Nur Wii-Spiele anzeigen
Spiele: » Releases | » Alle Spiele | » Neue Spiele | » Was ist neu?
 Go  
Magazin: » News | » Kommentare | » Forum | » Editorials | » User-Liste | » Über uns | » RSS
Master-Review:   » drucken    » versenden

Death by Degrees

» Autor: Georg Gruber
» Datum: 29.06.2005
» Gesamtwertung:
/5
3/5: Unterhaltsam
mit diversen Glanzpunkten.
Wie wir bewerten
Death by Degrees ist ein Paradebeispiel für 'Viele Köche verderben den Brei'.

In Death by Degrees debütiert Nina Williams in ihrem ersten eigenständigen Spiel. Die Geheimagentin/Attentäterin dürfte Beat'em-Up-Fans keine Unbekannte sein, handelt es sich bei der kühlen Blondine doch um einen Charakter der bekannten Tekken-Reihe. Namco betritt mit diesem Action-Adventure völlig neue Gefilde und versucht das Franchise zu erweitern. Ob der experimentelle Genre-Mix aus Kampf-, Scharfschützen- und Adventurespielen - welcher stark an ein Automatenspiel erinnert - Bestand hat, erfahrt ihr in unserem Master-Review.

Unglaublich, absurd ... aber sexy
Die ersten Minuten vergehen dank des mitreissenden Intros, einem Markenzeichen von Namco, wie im Fluge. Die Story präsentiert sich fast schon typsich japanisch-absurd und sollte nicht ganz ernst genommen werden. Geheimagentin Nina
» Prügeln am Traumschiff.
muss ein Kreuzfahrtschiff, das in Wirklichkeit das schwimmende Hauptquartier einer Schmugglerorganisation darstellt, infiltrieren. Dabei übernimmt sie für ihre Spion-Kollegen (den "Sneakers - Schleichern") die Rolle des "Sweepers - Aufräumers": Sie muss ungesehen an Bord kommen und im Notfall ihre Kameraden in brenzligen Situationen unterstützen. Natürlich geht gleich nach wenigen Minuten alles schief, was schief gehen kann. Nina wird auf den Plan gerufen und darf mit dem Gegneraufmischen in bester Beat'em-Up-Manier beginnen. Wenn nicht gerade ihre Kampfkünste gefordert sind, präsentiert sich das Gameplay wie ein klassisches Action-Adventure. Räume müssen erforscht, Gegenständen eingesammelt und kleinere Rätsel gelöst werden. Aufgelockert wird das Spielgeschehen durch einige zusätzliche Minigames, die teils Automaten-Feeling aufkommen lassen.

Kampf in allen Himmelsrichtungen
Die wohl innovativste Idee von Death by Degrees stellt das 360 Grad Kampfsystem dar. Völlig neu ist dieses System jedoch nicht, Capcom vs. SNK 2: EO und Rise to Honour nutzen eine ähnliche Steuerung.
» Another one bites the dust.
Anstatt wie bei Beat'em-Ups üblich werden die Attacken nicht mittels Buttons, sondern per R-Stick ausgelöst. Ein rasches Antippen lässt Nina auf Gegner in der entsprechenden Richtung einprügeln. Besonders gut funktioniert die Steuerung, wenn die Agentin von Feinden umringt ist und in Sekundenbruchteilen einen Rundumschlag zur Befreiung ausführen muss. Zusätzlich können die Angriffe mittels Buttons variiert werden und temporär stehen auch Nahkampf- und Schusswaffen zur Verfügung. Das ist auch gut so, denn in Death by Degrees stecken regelrechte Scharen von Feinden. Zeitweise stürmen auf Nina bis zu sieben Gegner gleichzeitig ein, die es alle aufzumischen gilt. Der Schwierigkeitsgrad darf zum Glück frei gewählt werden, denn bereits in der Standardeinstellung geht es ziemlich heftig zur Sache und der Protagonistin bleibt kaum ein Augenblick zum Verschnaufen.

360 Gründe, frustriert zu sein
Die Kehrseite der Medaille: Einfache Attacken gehen schnell und flüssig von der Hand, komplexe Manöver geraten aber schnell zur Geduldsprobe. Anspruchsvolle Combos sind nicht intuitiv und verlangen umständliche Griffkombinationen.
» Gleich geht ihm die Luft aus.
Für Daumenschmerzen sorgt das unverzeihliche Timing des gleichzeitigen R-Stick-Drückens und Antippen der Richtung. Zusätzlich gibt es wuchtige Spezialattacken, bei denen ein Gegner auf einen Schlag erledigt werden kann. Optisch ist das sehr ansprechend als Röntgenbild-Sequenz samt brechenden Knochen dargestellt. Leider macht dies alles Death by Degrees zu einem unnötig schweren Spiel. Sicherlich kann mit minutiösem Training einiges Terrain gut gemacht werden, doch der Spaß bleibt dabei auf der Strecke. Völlig daneben gegangen sind die Versuche, Stealth-Elemente ins Gameplay zu integrieren. Laut Tutorial und Handbuch soll es möglich sein, sich von hinten unbemerkt an Gegner anzuschleichen und diese lautlos zu eliminieren. Aufgrund der bockigen Steuerung gerät dieses Unterfangen aber rasch zur Farce. Wenn also das Kampfsystem trotz innovativem Ansatz nicht glänzt, bleiben immer noch die die Adventure-Aspekte von Ninas Mission...

Arcade-Adventure by Degrees
Leider bietet Death by Degrees in dieser Hinsicht wenig, was man nicht schon aus unzähligen Genre-Vertretern kennt: stereotype und einfache Rätsel, diverse Anspielungen mythologischer Art
» Spaßiges Sniper Minigame.
(Stichwort Bermuda-Dreieck) und eine Optik mit fixierter Kameraposition, die seit den guten alten Tagen von Resident Evil: Code Veronica X als überholt gilt. Zum Glück kann per R2 in eine Über-die-Schulter-Perspektive gewechselt werden, was die Übersicht zeitweise erhöht - es darf nämlich nicht überall in diese Sicht gewechselt werden. Abwechslung bietet der Genre-Mix nur dank Minigame-Einlagen, in denen der Spieler z.B. die Rolle des "Sweepers" ausleben darf und per Scharfschützengewehr für Ordnung sorgt. Diese Sequenzen lockern den Spielfluss auf und vermitteln richtiges Arcade-Automaten-Flair. Als regelrechter Designfehler darf das Speicherkonzept angesehen werden. Savepoints müssen mit einer Art Minendetektor erst gefunden werden, bevor sie benutzbar sind. Allerdings ist das Aufspüren so ungenau und nimmt viel Zeit in Anspruch, so dass einem schon nach kurzer Zeit die Laune vergeht.
Pro
Neuartiger Genre-Mix
Exzellente Cutscenes
Guter Umfang
Viele Story-Highlights...
Contra
...die leider oft lächerlich sind
Behäbige Steuerung
Durchschnittliche Grafik
Kameraprobleme
Hohes Frustrationspotential
Fazit
Death by Degrees hat viele interessante und innovative Ansätze, jedoch wirkt der Genre-Mix unausgegoren. Nach dem sehr guten Intro ist man noch bester Dinge und freut sich auf ein abwechslungsreiches Action-Adventure mit anspruchsvollem Kampfsystem. Die gelungene aber kaum überduchschnittliche Grafik sorgt aber für die erste Ernüchterung. Viel zu rasch versagt die Gameplay-Mechanik des Namco-Titels und Frust macht sich - vor allem wegen der misslungenen Steuerung - breit. Hartgesottene Fans von Tekken (und Nina Williams) soll das nicht vom Probespielen abschrecken, doch für eine allgemeine Kaufempfehlung ist der Titel leider viel zu frustrierend. Storymäßig mag das Spiel nicht allererste Sahne sein, einige nette Momente sind aber dennoch inkludiert und vor allem Arcade-Fans, die sich im Agentenmetier wohl fühlen, sollten einen zweiten Blick riskieren. Death by Degrees wirkt einfach zu überladen und bestätigt das Sprichwort "Viele Köche verderben den Brei". Wenn die Entwickler die Kritik ernst nehmen, dann könnte ein möglicher zweiter Teil eine echte Gameplay-Perle werden. Derzeit ist der Titel von der Genre-Spitze jedoch weit entfernt und hätte noch einige Monate Feinschliff vertragen.
Infos
Erhältlich für
Genre
Action
Publisher
SCEE
Entwickler
Namco
Website
deathbydegrees....
Release
15. April 2004
Spiel kaufen
»  Game World
»  game4game
User-Bewertung
68
1 Bewertung
0 Reviews
Features
userrankings.com    » Werbung | » Impressum/Kontakt | » Hilfe    © 2003 - 2008
RSS News RSS Reviews www.sevenpixel.com  0.1006