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der Glanz fehlt
Zum Release der Xbox sorgte neben den Megahits von Microsoft selbst vor allem ein weiterer Titel des bis dato unbekannten japanischen Herstellers Bunkasha für Aufregung und Begeisterung ob der Grafikfähigkeiten der neuen Konsole. Die Rede ist von Double Steal, bzw. Wreckless, wie der Titel in westlichen Gefilden heißt. Nun, knapp ein Jahr später, ist es vorbei mit der Exklusivität, der Titel erscheint auch für Playstation2 und Gamecube – allerdings mit einigen Änderungen. Wie der Untertitel, The Yakuza Missions schon andeutet, müsst ihr euch mit den Yakuza-Schergen herumprügeln. Dazu könnt ihr entweder in die Rolle zweier niedlicher Cop-Mädels schlüpfen oder euch als angebliche Superspione ausgeben. Beide Karrieren unterscheiden sich dabei voneinander, so dass ihr beide Handlungsstränge spielen solltet. Jetzt wisst ihr zwar, dass ihr euch mit den Yakuzas anlegt, doch noch nicht, wie das ganze ablaufen soll. Ganz einfach, ihr besteigt eines von zahlreichen, euch zur Verfügung stehenden Vehikeln mit denen ihr verschiedene Aufgaben löst. Die Aufgaben sind dabei recht vielfältig, in der ersten Mission der Copmädels müsst ihr zum Beispiel einem Geldtransporter aus der Patsche helfen, der von 5 Yakuza - Limousinen bedrängt wird. Durch kräftiges rammen macht ihr einen nach dem anderen Fahruntauglich. Vor den Kollisionen braucht ihr selbst aber keine Angst zu haben, eurer Fahrzeug nimmt zwar optisch Schaden, am Fahrverhalten ändert sich aber nichts und zerstört werden kann es auch nicht. Dafür habt ihr ständig ein gnadenloses Zeitlimit im Nacken, das nur durch erfolgreiches Absolvieren einzelner Aufgabenteile wieder leicht aufgefüllt wird. Weitere Missionen sind zum Beispiel die Rettung einer Geisel. Dazu müsst ihr zunächst einen Baulastwagen in die Knie zwingen – normales Rammen verursacht aber nicht mal einen Kratzer bei dem schweren Gefährt, also müsst ihr euch einen anderen Weg überlegen. Des Rätsels Lösung sind die Fässer, die der Laster geladen hat. Durch mehrere gezielte Sprünge über Schanzen bringt ihr die Ladung dazu, zu explodieren und somit der Laster außer Gefecht zu setzen. Wie ihr seht, bietet Wreckless also durchaus einige abwechslungsreiche Missionen, von denen es übrigens in der Playstation2-Version statt 20 nun doppelt so viele, also 40 verschiedene gibt. Damit die Missionen nicht zu leicht werden, ist in der Stadt in der ihr unterwegs seid, auch noch jede Menge ziviler Verkehr auf den Straßen, Fußgänger bevölkern den Gehweg und Dim Sum Stände und andere Hindernisse versperren euch die Sicht. Zwar könnt ihr die meisten Hindernisse einfach über den Haufen fahren, doch eben nicht alle. Dafür habt ihr nun ein paar Raketen zur Verfügung, die sich gezielt gegen nervende Gegner oder im Weg herumstehenden Zivilverkehr einsetzen lassen. Ebenfalls neu in der Umsetzung ist der Zweispielermodus, in dem ihr euch beide zusammen auf dem Bildschirm befindet, einen Splitscreen hätte die Engine wohl nicht verkraftet. Solltet ihr euch zu weit voneinander entfernen, werdet ihr an eine andere Stelle transportiert und wieder nahe zusammengesetzt, und der Flüchtende bekommt einen Bonus. Einer der Spieler ist immer der Verfolger, während der andere der Verfolgte ist. Sieben verschiedene Modi werden euch geboten, zum Beispiel Capture the Flag und eine Verfolgungsjagd. Technik: Nicht ohne Grund war Wreckless schon vor dem Release der Xbox in aller Munde, zeigten doch die Screenshots und Movies bis dahin noch auf keiner Konsole gesehene Grafikspielereien und Effekte en Masse. Hier musste die Playstation2 – Version deutlich Federn lassen, für Playstation2-Verhältnisse ist die Grafik aber immer noch wirklich gut. Eher positiv sehe ich den fehlenden Unschärfefilter an, welcher bei der Xbox-Fassung aktiv war. Trotz der abgespeckten Grafik kommt die Framerate immer wieder ins stottern, was bei den extrem vielen Objekten aber nicht wundert. Die Musik ist weiterhin wenig überzeugend, dafür lassen euch die Entwickler dieses Mal die Wahl aus drei Sprachen, was als echtes Plus angesehen werden muss, die englische Sprachausgabe ist deutlich besser als die peinliche deutsche Synchronisation. Geschlampt haben die Entwickler bei den Videosequenzen, diese sehen so aus als hätte man diese von der Xbox-Version abgefilmt und dann in der PS2-Version eingebaut – so schlechte Qualität habe ich bisher auf der Playstation2 noch nicht gesehen. Axel Meinung:
Einiges hat sich bei der Playstation2 – Umsetzung verbessert, anderes verschlechtert. Die Abstriche müssen vor Allem im technischen Bereich gemacht werden, die Grafik, welches das Hauptkaufargument der Xbox-Fassung war, ist nichts besonderes mehr, und ruckelt dazu auch sehr häufig was der Spielbarkeit nicht gerade gut tut. Doch diese Makel werden von den neuen Features und Verbesserungen teilweise wieder wettgemacht: So ist die Spielzeit dank der doppelten Anzahl Missionen nun wirklich akzeptabel, auch wenn die neuen Missionen auch nicht gerade eine Offenbarung sind. Die Steuerung der Vehikel gefällt mir in der Playstation2 – Version etwas besser als die der Xbox-Fassung, der Zweipielermodus dagegen eine nette Spielerei, die schnell in Vergessenheit geraten wird. Leider hat man auch einige Mängel übernommen, so sind die Missionen im Schwierigkeitsgrad immer noch sehr unausgewogen. Trotzdem macht die Yakuzajagd für eine Weile Spaß, wenn man sich mal mit den negativen Punkten abgefunden hat. |
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