Infos
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» Von: |
Evoli |
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» Am: |
24.08.2005 |
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» Spielzeit: |
20 h |
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» Grafik: |
76 |
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» Sound: |
70 |
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» Spielspaß Solo: |
81 |
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» Spielspaß Multi: |
- |
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» Gesamtwertung: |
80 |
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Pro
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Abwechslung durch Fahr- und Flugzeuge |
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Leicht zu erlernende Steuerung |
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Viele unterschiedliche Umgebungen |
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Contra
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Nervende Stimmen |
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Jojo-Waffe zickt manchmal etwas rum |
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Kleine Drachenkumpels sind ein bisschen dumm |
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Qualität
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Mit Haven: Call of the King veröffentlichte Traveller´s Tales, das Entwicklerteam von Crash Bandicoot: Der Zorn des Cortex, ein weiteres Jump&Run, das jedoch durch allerhand Flug- und Fahreinlagen aufgepeppt wird.
Von Invasoren, goldenen Glocken und verschwundenen Monarchen
Irgendwo im Universum schuften die Bewohner eines erdähnlichen Planeten in den Minen des außerirdischen Diktators Vetch, der das Volk vor langer Zeit versklavte. Dieser Fiesling kontrolliert das wertvolle Gegenmittel, ohne das die (von ihm höchstpersönlich mit einem Virus infizierten) Menschen nicht überleben könnten.
Doch wie so oft gibt es unter all diesen geknechteten Kreaturen einen jungen Helden, der auserwählt wurde sein Volk zu befreien. Der Name des Teenagers ist Haven und er zeichnet sich vor allem durch sein Händchen für Maschinen sowie durch seltsame Visionen aus, die ihn jede Nacht heimsuchen. Auf der Suche nach dem Sinn der Träume löst Haven so manches Geheimnis rund um Entführungen, die mysteriöse goldene Glocke aus den Visionen und den guten König Athellion, der eines Tages zurückkehren soll um sein Volk zu erretten.
Es gibt viel zu tun – Packen wir´s an
Das Abenteuer beginnt noch recht genretypisch in der Gegend rund um Havens Heimatdorf. Ein richtiges Tutorial gibt es nicht, aber vor allem in den ersten Levels findet man einige Hinweise zu den möglichen Aktionen und den aktuellen Aufgaben. In einem nützlichen Menü werden außerdem alle Missionsziele aufgelistet und abgehakt.
Der Held zieht also mehr oder weniger mutig in die Welt hinaus und zum Glück muss er dabei nicht ohne eine gewisse Grundausrüstung auskommen. Seine Standardwaffe ist ein Jojo, mit dem Feinde vorübergehend ausgeschaltet und Tongefäße zerstört werden können. In den großen Vasen findet man unter anderem das bereits erwähnte Gegenmittel (wenn der Vorrat aufgebraucht ist, hat Havens letztes Stündlein geschlagen), Energie für einen praktischen - ebenfalls von Anfang an vorhandenen - Schutzschild, mächtige Laserpistolen sowie Items zum Auffüllen der Lebensenergie.
Die Aufgaben in den über das Spiel verteilten Jump&Run-Levels sind sich meist recht ähnlich. So müssen oft Zahnräder gefunden werden, um geheimnisvolle Maschinen zu aktivieren, oder der Held sucht nach bunten Federn, denn...
Haven hat ´nen Vogel
Das Sklavenleben ist hart, aber selbst die Leibeigenen haben etwas Freizeit und in seinen Mußestunden schraubt der passionierte Tüftler Haven die aberwitzigsten Maschinen zusammen. Kurz vor dem Start in das Abenteuer seines Lebens erschuf Haven so einen großen Robotervogel namens Talon, der ihm innerhalb der Jump&Run-Abschnitte treue Dienste leistet sobald Haven fünf mehr oder weniger gut versteckte Federn eingesackt hat. Talon versorgt den Helden daraufhin an bestimmten Stellen mit besonderen Gegenständen oder transportiert ihn in neue Abschnitte.
Der Vogel ist übrigens nicht Havens einziger tierischer Helfer, denn in speziellen Vasen leben geheimnisvolle blaue Minidrachen, ohne die bestimmte Gefäße nicht geöffnet werden können. Die Echsen folgen brav dem Energieschild des Helden, doch leider sind die Kleinen keine Intelligenzbestien und sie bleiben des öfteren an Kanten oder auch einfach in der Luft hängen, was das Gameplay manchmal ein wenig ausbremst.
Havens Fuhrpark
Die Jump&Run-Levels sind zwar recht unterhaltsam, aber doch ziemlich konventionell aufgebaut. Die wahre Besonderheit des Spiels sind daher die unterschiedlichsten Flug- beziehungsweise Fahreinlagen sowie diverse Geschicklichkeitstests und andere Aufgaben. Da Haven mehrere Planeten bereist sind gerade Weltraumshooter-Missionen im Spiel recht häufig, aber unser Held kann natürlich noch viel mehr.
So warten unter anderem Quads, Motorboote, Gleitschirme, Flugzeuge und Züge auf einen mutigen Fahrer bzw. Piloten. Und wenn Haven in einer Energiekugel herumrollt, sollte der Spieler auf den schmalen Wegen schon einiges Fingerspitzengefühl beweisen.
Gerade gegen Ende wiederholen sich manche Aufgaben, aber ansonsten wird immer noch genügend Abwechslung geboten, um nicht nur eingefleischte Jump&Run-Fans an den Controller zu fesseln. Der arme Haven hat von Beginn an kaum Zeit sich auszuruhen und auch der Umfang des Spiels ist nicht zu verachten.
Wer die in den Jump&Run-Levels versteckten Schlüssel einsammelt, kann sogar noch mehrere zusätzliche Levels mit weiteren Missionen/Fahrzeugen und den „besseren“ Abspann freischalten.
Aliennester und tropische Inseln
Passend zur Weltraumthematik tauchen in Haven: Call of the King die unterschiedlichsten außerirdischen Gegner auf, und sämtliche Aliens sowie Roboterkreaturen sehen in diesem Spiel auch wirklich so fies aus wie es sich für echte Mistviecher gehört (das gilt vor allem für die besonders gefährlichen Endgegner, die nur mit der passenden Strategie zu besiegen sind). Niedliche Kampfpilze und bunte Schildkröten mit Kulleraugen wird man hier also vergeblich suchen. Sämtliche Feinde sind ähnlich wie der gelenkige Haven überzeugend animiert.
Da der Held so viele unterschiedliche Areale durchqueren muss, gibt es logischerweise auch massenhaft passende Landschaften zu sehen. Haven rennt, springt und fliegt unter anderem durch düstere Höhlen voller Ungeziefer, fallengespickte Pyramiden wie man sie aus Indiana Jones kennt und futuristische Raumschiffe. Die Grafik ist insgesamt etwas „erwachsener“ als in vielen Genretiteln und generell kann man damit recht zufrieden sein. Die meisten Jump&Run-Abschnitte sind relativ detailliert gestaltet und wie bereits erwähnt unterscheiden sie sich meist deutlich voneinander.
Was negativ auffällt sind vor allem die weniger schicken (weil zu leeren) Flugabschnitte sowie das zu häufig auftretende Kantenflimmern. Die hübschen Wettereffekte und der Wechsel von Tag und Nacht beeinflussen das eigentliche Gameplay leider nur in einer einzigen Mission.
Do you speak German?
Was wirklich nervt ist die deutsche Synchronisation, denn der starke Akzent mancher Figuren ist zwar sicherlich gewollt (es sind schließlich Außerirdische), aber teilweise sind sie schon kaum noch zu verstehen bzw. klingen einfach sehr seltsam. Besonders auffällig sind hier die Sprecher von Haven und seiner Freundin Chess. Während die Stimme des Mädchens ungefähr so angenehm ist wie Geräusch eines über die Tafel kratzenden Stücks Kreide, steckt der gute Haven anscheinend noch im Stimmbruch ;)
Der Soundtrack ist zum Augleich aber durchaus hörenswert und die netten, abwechslungsreichen Stücke sorgen zusammen mit passenden Effekten dafür, dass man die etwas misslungenen Dialoge schnell wieder vergisst.
Was es sonst noch zu sagen gibt
Der Schwierigkeitsgrad des Spiels ist recht ausgewogen, wobei manche Actioneinlage für reine Jump&Run-Fans möglicherweise ein Problem darstellen könnte. Glücklicherweise hat man in jeder Mission unendlich viele Versuche zur Verfügung falls mal etwas schief geht.
Die Steuerung ist leicht zu erlernen (alle Fahrzeuge werden mit dem selben Button beschleunigt usw.) und wenn Havens Jojo ein wenig besser zu bedienen wäre, gäbe es hier kaum etwas zu bemängeln. Die Kameraperspektive kann jederzeit manuell verändert werden, was an unübersichtlichen Stellen sehr zu empfehlen ist.
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Um Missverständnissen vorzubeugen: Fast den gleichen Test habe ich auch bei GameCaptain.de veröffentlicht ;)

Fazit
Haven ist ein gelungenes Jump&Run mit vielen Fahr- und Flugeinlagen, die das normale Hüpfgeschehen ein wenig auflockern. Zwar wird spielerisch wie technisch nie die Klasse solcher Konkurrenten wie Jak&Daxter erreicht, aber gerade Fans des Genres dürfen beruhigt zugreifen.
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