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» bewertet mit: 9
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Heather Morris, Protagonisten des 3. Teils, war schon immer etwas anders. Ihr Vater ist kein geringerer als Harry Mason, Held des ersten Silent Hills. Als Heather nach einem kurzen Alptraum aufwacht, befindet sie sich im Cafe des Einkaufzentrums wieder. Sie geht zum Telefon um ihren Vater zu sagen das sie bald zurück kommt. Nach diesem Gespräch erscheint Privatdetektiv Douglas Cartland und es scheint ihm wichtig mit Heather über ihre Geburt zu reden...
... und da Heldin Heather dieser alte und etwas mürrisch scheinende Zeitgenosse nicht geheuer vorkommt schlägt sie ersteinmal die Flucht ein. Sie verschwindet schnell auf der Damentoilette, in der sie zum ersten Mal ein seltsam verwischtes Symbol erkennt, welches ihr jedoch sehr vertraut scheint. Ersteinmal unbeeindruckt von den Ereignissen klettert sie aus dem Fenster, läuft eine lange, von der Dämmerung gefährlich anmutend rot gefärbte Gasse entlang und betritt eine Tür, welche in die hintersten Räume des Einkaufszentrums führt. Normalerweise dürfte Heather diese Räume nicht passieren, da sie sich in den Lagerbereichen und Büroräumen des Personals aufhält, doch seltsamerweise ist keine Menschenseele zu finden ... Hier wird dem Spieler auch zum erstenmal bewusst mit welch Präzision die "Silent Hill"- Macher an die Grafik herangehen: Spärlich ausgeleuchtete Flure, dessen Neonlicht realistische Schatten wirft, fotorealistische Texturen und teilweise lesbare Dokumente an den Wänden. Zudem fällt die hervorragend stimmige Soundkulisse auf, dessen Heiligenschein kein geringerer als "Silent Hill"- Mastermind "Akira Yamaoka" aufgesetzt hat. Nachdem Heather sich einige Minuten umgesehen hat kommt sie an die leicht verbogene, fast ganz heruntergelassene Lade eines Geschäftes vorbei. Der Boden ist verdreckt und aus dem Laden dringt ein unheimliches Geräusch. Trotzdem hat Heather keine andere Wahl als in das Geschäft zu gehen, da sich sonst keine Tür öffnen lässt. Plötzlich hat Heather eine Schusswaffe im Blickfeld und kann ihre Blicke nicht mehr von ihr lösen - Sie geht auf die Waffe zu und hebt diese auf. Dann fällt ihr auf das sie nicht alleine ist. Ein etwa doppelt so großes Monster mit langen Armen, deren Hände an Säcke erinneren greift sie plötzlich an. Der unscheinbare Teenager schiesst nach kurzer Überwindungsphase einige Male, ehe das Monster zu Boden fällt. Geschafft. Unglaubwürdig blickt Heather umher, bis sie sich entscheidet einen Ausweg zu finden. In dieser kurzen Szene bekommt der Spieler das abermals bekannte und immer wieder genial umgesetzte Monsterdesign der Serie zu sehen. Ob ein etwa 4 Meter großes Monster mit länglichen Säcken als Arm, ein großer, runder Geselle der irgendwie an einen Tumor erinnert oder grässlich entstellte Schrumpfköpfe an einen gliedlosen Körper gebunden, welcher in einem messerbestückten Käfig steckt und der bedrohlich routiert - Für jeden Geschmack ist gesorgt, auch wenn die Monster eine eher mindere, charakterliche Geschichte zu erzählen haben als es noch im ungeschlagenen Vorgänger "Silent Hill 2" der Fall war. Heather tritt durch die nächste Tür. Am Ende des Gangs steht eine seltsame Frau mit langem, bleichen Haar welche einige vertraute Worte zur Protagonistin spricht und sich dann mit einem Gelächter davonbewegt. In diesem Moment bricht Heather zusammen und schafft es sich in einer Art Trance zum Aufzug zu bewegen. Der Aufzug führt aber in das Ungewisse, zur nächsten und größten Stärke der Serie - Der Paralellwelt. Die Paralellwelt gewinnt erstmals seit "Silent Hill" ihre vom Spieler gewohnte Form zurück. Im Vorgänger war diese Welt eine eher psychologisch veranlagte Welt, welche in diesem Teil aber eine materiell wirkenden Welt ist, welche von komisch geformten Kadavern die an den Wänden, von Gitterstäben geschützt hängen geprägt wird und ihr Markenzeichen durch den herrlich morbiden blutroten Ton aufgesetzt bekommt. In dieser Welt kommt zudem die starke Atmosphäre des Spiels zur Geltung, welche meiner Meinung nach einen klitzekleinen Abbruch durch die eher zu lauten, als subtilen Soundeffekte bekommt. Trotzdem wird man das Fürchten gelehrt bekommen. Somit seien eigentlich alle gewichtigen Stärken gesagt. Die Schwächen sind eher kleinlich zu entdecken und eher Genretypisch. Da wäre zu einem die viel zu kurze Spielzeit und zum anderen das viel zu träge Steuern der Protagonistin. Wer "Silent Hill" gemocht hat und auf jeden Fall wissen will wie es mit der Geschichte um den Kult und deren Bändiger ausgeht sollte das etwas laut geratene, trotzdem monumentale "Silent Hill 3" spielen. Es setzt mal wieder voll auf Atmosphäre und Genialität im Storybereich. Spielerisch wie gewohnt etwas träge, aber die Stärken eines Horrorspiels liegen eher im atmosphärischen und im Erleben - und darin macht "Silent Hill 3" alles richtig. |
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