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Master-Review:   » drucken    » versenden

Mortal Kombat: Shaolin Monks

» Autor: Stefan Lehmler
» Datum: 14.10.2005
» Gesamtwertung:
/5
4/5: Empfehlenswert
mit zahlreichen Stärken.
Wie wir bewerten
Blutiger Mix aus Action-Adventure und Prügelspiel, der zu gefallen weiß.

Als während der 16-Bit-Generation der erste Teil der legendären Prügelspielreihe Mortal Kombat das Licht der Welt erblickte, war die Freude unter Spielern und das Entsetzen bei den Jugendschützern in etwa gleich groß. Seit dem hat sich viel getan. Mittlerweile schafft es die Beat 'em Up-Reihe auf satte sechs Vertreter, die quer über fast alle bekannten Systeme verbreitet sind. Höchste Zeit also, einen weiteren Schritt in der Entwicklung der Reihe zu wagen. Mit Shaolin Monks präsentiert Midway sein erstes Action-Adventure in der blutigen Serie, welches wir für euch im folgenden Master-Review unter die Lupe genommen haben.

Mortal Kombat
Eigentlich hatten die Streiter der Erde den Mortal Kombat gewonnen und somit die Welt vorerst vor einer Invasion
» Doppelt kloppt besser!
blutdurstiger Dämonen gerettet. Doch Bösewicht Shang Tsung hält sich nicht an die Regeln und fällt ins friedliche Erdenreich ein. Die erste und letzte Verteidungslinie sind die tapferen Recken der Wu-Shu Akademie unter der Leitung des Donnergottes Raiden. Allen voran Liu Kang und Kung Lao, welche als Protagonisten von Shaolin Monks fungieren. Der Spieler schlüpft in die Rolle einer der beiden Helden, um die Invasion der Dämonen abzuwehren. Wahlweise dürfen auch zwei Spieler gleichzeitig im Kooperativ-Modus auf die gefährliche Reise gehen, um den finsteren Horden mit geballter Kraft entgegen zu treten.

Finish him!
Das eigentliche Spiel kann als Mix aus klassischem Action-Adventure und knallhartem Prügelspiel beschrieben werden. Ähnlich wie Ryu Hayabusa aus Ninja Gaiden (2004) verfügen die Protagonisten über eine
» Scorpion wendet seinen Trick 17 an.
breite Bewegungspalette und erinnern im Handling stark an klassische Beat 'em Up-Steuerungen. Tritte, Schläge, Würfe und verschiedene Special-Moves wie Fernangriffe sorgen für reichhaltige Möglichkeiten beim Bekämpfen der garstigen Widersacher, von denen bis zu fünf Stück gleichzeitig den oder die Helden in die Mangel nehmen. Natürlich dürfen in einem echten Mortal Kombat auch ausschweifende Bluteffekte sowie die berühmt-berüchtigten Fatalitys nicht fehlen. Letztere lassen sich mit Hilfe von Fatality-Energie ausführen und bewirken das sofortige Ableben des Kontrahenten - spektakulär in Szene gesetzt durch eine serientypische, brutale Ingame-Sequenz. Auch Mehrfach-Fatalities – genannt Multalitys -, Stage-Fatalities und die extrem starken Brutalitys, welche die Spielfigur kurze Zeit in einen Berserkermodus versetzen, haben es ins Game geschafft. Dummerweise sind die damit verbundenen Ingame-Sequenzen nicht abbrechbar und so nervt es irgendwann, sich immer und immer wieder die blutigen Hinrichtungen ansehen zu müssen. Um für noch mehr Motivation beim Monstermetzeln zu sorgen, haben die Entwickler ein simples Erfahrungspunkte-System eingebaut, welches das Verstärken diverser Attacken ermöglicht.

Standard-Rätselkost
Weniger spektakulär fallen die Adventure-Elemente im Titel aus. Die Spielwelt ist in diverse Areale wie die Outworld, Kriegerakademie oder Goros Höhle unterteilt, zwischen denen man sich - unterbrochen von
» Auch die Bäume mischen mit.
häufigen Ladepausen - frei bewegen kann. Um im Titel voran zu kommen, müssen meistens simple Mechanismen aktiviert werden, was nicht selten unter Zuhilfenahme von Monsterleichen geschieht. An Ketten aufgehängte Körper öffnen den Durchgang, während literweise gefrorenes Blut als praktische Leiter zum zweiten Stockwerk herhält. Um trotz der frei gestalteten Welt Linearität in den Titel zu bringen, sind einige Bereiche erst zugänglich, wenn man diverse Moves wie das Mauerspringen oder Klettern erlernt hat.
Am Ende jedes Abschnitts lädt ein Endgegner zum harten Fighten ein. Diese Kämpfe gegen bekannte Mortal Kombat-Charaktere wie Sub Zero oder Scorpion sind besonders gelungen und erinnern an die Beat 'em Up-Vorgänger Mortal Kombat: Deadly Alliance und Mortal Kombat: Deception. Leider ist die Spielwelt alles andere als groß ausgefallen und so dürften geübte Zocker bereits nach sechs bis acht Stunden das Ende der Kampagne erreicht haben.

Replay
Glücklicherweise haben die Entwickler etliche Secrets, freispielbaren Content sowie den hervorragenden Koop-Modus und eine Arena eingebaut, um die Langzeitmotivation aufrecht zu erhalten. So darf man beispielsweise neue
» Brrrzzzzzz.....
Charaktere freispielen mit denen das Abenteuer erneut angegangen oder in bester Beat'em Up-Manier in den Arenen eines auf die Mützen gegeben werden darf. Bilder- und Videogalerien sind zudem eine echte Fundgrube für jeden Mortal Kombat-Fan. Auch technisch macht das Game eine sehr ordentliche Figur. Die fantasievollen, abwechslungsreichen Landschaften werden dank guter Engine schön in Szene gesetzt und auch den Charaktermodellen fehlt es weder an Polygonen noch an brauchbaren Texturen. Leider kommt es an einigen Stellen zu Rucklern, was den ansonsten wirklich guten Eindruck etwas trübt. Die Hintergrundmusik bietet bekannte MK- Rhythmen, die gut zum blutigen Treiben passen. Auch die unverkennbaren Soundeffekte sowie der kultige Sprecher („Finish him!“) sind mit von der Partie. Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass die deutsche Version des Titels einer sehr nervigen Zensur zum Opfer gefallen ist, welche statt den brutalen Fatality-Szenen nur einen schwarzen Bildschirm zeigt. Auch einige Zwischensequenzen wurden an besonders harten Stellen umgestaltet. Zudem hat man eine freispielbare Version von Mortal Kombat 2 entfernt, die allerdings auch in einigen anderen PAL-Versionen des Titels fehlt.
Pro
Gutes Kampfsystem
Koop-Modus
Ordentliche Technik
Viele freispielbare Secrets
Arena-Modus
Attraktiver Preis
Contra
Kurzer Abenteuer-Modus
Deutsche Version stark zensiert
Häufige Ladezeiten
Gelegentliche Ruckler
Fazit
Midway präsentiert uns mit Mortal Kombalt: Shaolin Monks ein sehr gelungenes Prügel-Action-Adventure, welches die besten Elemente klassischer Mortal Kombat-Titel und die des Abenteuer-Genres mischt. Besonders im Zweispieler-Modus macht der Titel sehr viel Spaß und erinnert gleichzeitig an klassische Koop-Prügler wie Streets of Rage. Auch technisch gibt es, bis auf seltene Ruckler und die doch recht häufigen Ladezeiten, keinen Grund zum Meckern. Schwerwiegendster Kritikpunkt ist die kurze Spielzeit des Abenteuers, was allerdings durch die vielen Geheimnisse, den Koop- und Arena-Modus sowie attraktiven Preis von rund 40 Euro gut ausgeglichen wird. Weitaus ärgerlicher dürften für Besitzer der deutschen Version die erheblichen Zensurmaßnahmen sein. Gerade ein Mortal Kombat-Titel, dessen Atmosphäre durch übermäßige Gewalteffekte erst richtig zur Geltung kommt, ist ohne sichtbare Fatality-Moves nicht mehr das Gleiche.
Infos
Erhältlich für
Genre
Fighting
   Brawler
Publisher
Midway
Entwickler
Paradox Develop...
Website
mkmonks.com
Release
30. September 2005
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User-Bewertung
84
3 Bewertungen
0 Reviews
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