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Spielinfos Bewertungen (1) User-Reviews (1) Screenshots (0) Spiel bewerten

ATV Quad Power Racing 2

PS2
» Grafik: 60
» Sound: 60
» Spielspaß Solo: 74
» Spielspaß Multi: 80
» Gesamtwertung:
67
» Anzahl Bewertungen: 1     » alle zeigen
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Infos
» Von: feuergolem
» Am: 30.04.2006
» Spielzeit: 20 h
» Grafik: 60
» Sound: 60
» Spielspaß Solo: 74
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung: 67
Pro
Innovatives Punktesystem
Multiplayerpart
Contra
Sound und Grafik können im Genrevergleich nicht mi
Qualität
» bewertet mit: 10
ATV Quad Power Racing 2

Friss Staub

In den Urlaubsregionen nordafrikanischer Länder, des spanischen Raumes oder auch der Karibik, trifft man es immer häufiger an.. . das sogenannte A(ll) T(errain) V(ehicles). Als Mischform zwischen Motorrad und Auto, lassen sich diese vierrädrigen, mit einem Lenker ausgestatteten Fahrzeuge am ehesten beschreiben. Genau wie im Urlaub, benötigt man nicht wirklich einen Führerschein, um loszudüsen. Trotzdem sollte man sich vor den ersten Rennen – ja, es handelt sich bei ATV Quad Power Racing 2 um ein Off-Road-Rennspiel – die Fahrschule des Spiels zu Gemüte führen. Im Handling-Training macht man sich dabei mit der Steuerung vertraut, während man im Trick-Training Sprünge und eben Tricks erklärt bekommt. Jeweils fünf kleine Lektionen halten nicht allzu lange auf, resultieren dann aber in vermehrtem Spaß und besseren Leistungen auf den Pisten.
Vornehmlich deshalb, weil erfolgreich absolvierte Tricks eine Turboleiste auffüllen, die einen zusätzlichen Boost ermöglicht und dem Gegner die eigenen Rücklichter aufzeigen. Man darf auch zu unfairen Mitteln greifen und seine Kontrahenten mit einem Fußtritt von ihren Quad-Bikes stoßen. Einfach beim Überholen im richtigen Moment die R2-Taste drücken und schon findet man sich um eine Position nach vorne versetzt. Um der fehlenden Tugendhaftigkeit dieses Handelns noch eins drauf zu setzen, bekommt man die gefüllte Turboleiste des Gestürzten – sofern vorhanden - als Geschenk überreicht und spart sich selbst die Mühen der Trickausführung. Doch wie so oft, besitzt die sprichwörtliche Medaille auch hier zwei Seiten. Die fünf Gegner machen selbstredend auch von diesen Möglichkeiten Gebrauch.

Irgendwie scheinen die Entwickler eine gewisse Affinität zur Zahl 5 aufzuweisen. Jeweils fünf Grundlektionen, fünf Konkurrenten auf den Tracks und fünf vorherrschende Themen, welche die einzelnen Strecken kennzeichnen. Dünen, Wald, Sumpf, Gletscher und eine Industrielandschaft prägen das Kursdesign. Fünf Rennstrecken wären dann doch zu wenig, so dass sich die Macher des Spiels am Ridge Racer-Design orientiert haben. Der bekannte Arcaderacer geizte ebenso mit der Anzahl seiner Kurse und fügte in das jeweilige Setting, die ein oder andere Abzweigung ein, fertig war eine „neue“ Strecke. Übertragen auf ATV Quad Power Racing 2 bedeutet dies eine Anhebung auf 15 Rundkurse, da jede der fünf Umgebungsgrafiken drei leicht abgeänderte Streckenführungen aufweisen kann.
Von der Quantität hinsichtlich der Trails, hat sich der Titel demnach nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Die Qualität der Kurse wiederum, findet sich in den oberen Klassen des Playstation2-Rennzirkus wieder. Einmal durch die gelungene Mischung von kleinen und großen Sprungmöglichkeiten, gemeinen Kurven, engen Abschnitten oder auch Vollgaspassagen, zum anderen durch eine konstante Framerate, in der Sonne glänzende Streckenabschnitte, Reifenspuren und beispielsweise ein Blendeffekt, der seinem Namen alle Ehre macht. Man darf zwar keinen grafischen Überflieger erwarten, der Gesamteindruck ist jedoch gut bis sehr gut. Ein minimales Flimmern oder auch ein fast schon lächerlich wirkender Wassertropfeneffekt auf dem Bildschirm, verhindern dabei Bestnoten.
Dafür hat man die Wahl zwischen einem 50 oder 60 Hz-Modus. Wer sich nicht sicher ist, ob sein Fernsehgerät 60 Hz unterstützt, lässt dies einfach vom Spiel testen. Sehr vorbildlich und userfreundlich. Umso unverständlicher ist die Tatsache, dass gleichzeitig eine Bildschirmzentrierung durch schlichtes Nichtvorhandensein negativ auffällt. Die Ohren werden zwar nicht durch erweiterte Soundformate verwöhnt, Musik-, Fahrzeug-, Hintergrund- und Effektgeräusche lassen sich jedoch individuell regulieren. Der Musikstil ist rockig angehaucht und wer mit den Namen Godsmack, Henry Rollins oder Sprung Monkey etwas anfangen kann, weiß diesen einzuordnen. Wer jetzt auf die beschriebene Zahl fünf wartet, liegt mit seiner Einschätzung fast richtig. Arg viel mehr Songs bietet ATV Quad Power Racing 2 nämlich nicht. Dies ist umso schlimmer, da man sich trotz der arcadelastigen Ausrichtung durchaus länger mit dem Spiel beschäftigen kann.

Ausschlaggebend dafür sind die zahlreichen Spielmodi. Arcademodus, Einzel – und Zeitrennen, sowie vier verschiedene Multiplayerparts sind eine solide Grundlage. Im Freestyle-Modus gilt es, in einem vorgegebenen Zeitrahmen möglichst viele Punkte durch Tricks einzuheimsen. Das ganze findet abseits des normalen Renngeschehens statt. In einer Halle mit zahlreichen Rampen darf man hier Flips, Can Cans oder Nac Nacs fabrizieren, bis einem schlecht davon wird.
In der Variante Herausforderung stand ein anderer großer Name des virtuellen Motorsports Pate. Gran Turismo und seine Lizenzprüfungen. Genau wie beim Meisterwerk von Polyphony Digital erhält man je nach Leistung Bronze, Silber oder Gold. Und ebenso deckungsgleich, ist das Erreichen von Gold bei manchen Prüfungen alles andere als einfach. Bei den Boden-Herausforderungen schafft man dies noch eher, da Slalomfahrten oder ein Wheelie - dabei werden die Vorderräder hochgestellt und man fährt nur auf den beiden Hinterrädern - über eine bestimmte Strecke, durchaus machbar sind. In den Turm-Herausforderungen wiederum ist weitaus mehr Können gefragt. Verschiedene Brücken und Hindernisse führen auf die Spitze eines Turmes. Spätestens auf sich zur Seite neigenden Rampen oder Abschnitten, die man nur mit zwei Rädern befahren kann, wird der ein oder andere frustriert aufgeben. Insgesamt sind es nur 12 Herausforderungen, die dennoch eine willkommene Abwechslung und Erweiterung des Herzstücks von ATV Quad Power Racing 2, dem – wie soll es anders sein – Karrieremodus, darstellen.

Zuweilen werden die Begriffe Karriere – und Storymodus fälschlicherweise synonym verwendet. Beim Storymodus wird das Renngeschehen in eine Rahmenhandlung eingebettet. DTM Race Driver ist ein klassisches Beispiel dafür. Der Karrieremodus bei Racern im allgemeinen und bei unserem Titel im speziellen, ist nichts anderes als die schlichte Aneinanderreihung von verschiedenen Rennen. Je besser die Platzierung, desto mehr Punkte erhält man dafür. Am Ende sollte man dann möglichst unter den ersten drei sein, um weitere Meisterschaften freizuschalten. Garniert wird das ganze durch das Erhalten neuer ATVs mit besseren Attributen, sowie die Steigerung des eigenen Fähigkeitslevels. So weit, so unspektakulär.
Dennoch bietet das Spiel von den Entwicklern Climax eine interessante Besonderheit. Nicht nur die Reihenfolge, in welcher die Fahrer die Ziellinie überqueren, auch das durch Stunts und Tricks gefüllte Punktekonto ist ausschlaggebend. Es bringt also nichts, als Erster das Rennen zu beenden, wenn man gleichzeitig die wenigsten Tricks ausgeführt hat. Die abschließende Gesamtpunktzahl eines jeden Rennens errechnet sich nämlich aus der jeweiligen Platzierung und den erzielten Trickpunkten. Nur wer in beiden Disziplinen vorne mitspielt, wird sich in der Superstar-Meisterschaft (die letzte von dreien) behaupten können. Und auch nur dann erspielt man sich den abschließenden Spielmodus, die Eigene Meisterschaft.
Dieser Modus verlangt ein ganz besonderes Lob. Einerseits lassen sich alle 15 Strecken in beliebiger Reihenfolge anordnen, beziehungsweise auch aussortieren, wenn man nicht alle fahren möchte, andererseits darf man bestimmen, wie viele Runden (maximal 20) zu absolvieren sind und dies ist sogar für jede Strecke einzeln bestimmbar. Des Weiteren lässt sich festlegen, wie stark die Gewichtung der Punkteverteilung vollzogen wird. Sollen die Platzierungen oder eher die erreichten Trickpunkte höher bewertet werden? So kann man in einem Extrem, eine rein auf die Position bei der Zieldurchquerung ausgelegte Meisterschaft kreieren und anders herum, den Schwerpunkt auf die Trickausführung legen. Außerdem lässt sich in fünf Stufen, der Gegner-Schwierigkeitsgrad einstellen. Selbst im Menüpunkt Meisterschaft des Multiplayer-Modus funktioniert das eben beschriebene.
Bleibt noch die Steuerung zu klären. Mit dem X-Button gibt man Gas, das Viereck setzt die Bremsen ein, mit der Kreistaste aktiviert man den Turbo und das grüne Dreieck gewährt den Blick nach hinten. Zudem kann man kurz vor den Sprüngen mit der R1-Taste sein Fahrzeug „aufladen“, um beim folgenden Absprung größere Weiten zu erzielen. Dies ist auch nötig, da die ansonsten simple Steuerung, bei den anspruchsvolleren Tricks, mehr vom Spieler abverlangt. Es müssen zwar keine Verrenkungen vollzogen werden, das Problem liegt vielmehr in der Ausführungsdauer. Punktereiche und schwere Stunts dauern länger und leicht kommt es zu Stürzen, da der Trick bei der Landung einfach noch nicht vollständig ausgeführt war. So wird man eher zwei bis drei Anfängertricks schnell hintereinander vom Stapel lassen, um mit dem Combo-Multiplikator trotzdem hohe Punktzahlen zu erreichen. Die ATVs steuern sich einfach, jedoch physikalisch nachvollziehbar und Erfolge stellen sich rasch ein.
Fazit
ATV Quad Power Racing 2 lässt sich sehr leicht einer Käuferschicht zuweisen: Wenn ihr Funracer mögt und auch mal gerne mit Freunden spielt, ist ATV: QPR 2 genau das richtige für euch. Denn die lang motivierende Karriere macht die unterdurchschnittliche Grafik gleich wieder wett.
Infos
Erhältlich für
Genre
Racing
Publisher
Acclaim
Entwickler
Climax
Website
www.akaacclaim....
Release
Erhältlich
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Features
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