Spaßige SpongeBob-EyeToy-Sammlung mit vielen gelungenen Minigames.Dass es die seltsamsten Kreationen oft zum meisten Ruhm und zur größten Popularität schaffen, beweist nicht zuletzt die abgedrehte Zeichentrickfigur
SpongeBob Schwammkopf. Derzeit befindet sich der gelbe Vertreter des etwas anderen Humors auf dem vorläufigen Höhepunkt seiner Karriere. Neben einem täglichen Sendeplatz mit seiner Zeichentrickserie hat es der quasselnde Schwamm mittlerweile auch auf die großen Leinwände der Lichtspielhäuser geschafft. Passend zum Kinoabenteuer gibt es noch ein Actionspiel. Darüber hinaus ist ein EyeToy-Titel mit dem überlangen Namen
Action mit SpongeBob und seinen Freunden erschienen, den wir im folgenden
Master-Review für euch unter die Lupe genommen haben.
13 Mal Action mit SpongeBob Etwas befremdlich für ein Game aus dem Genre sind die ersten Schritte. Anfängliche Menüpunkte müssen mit dem Controller durchhangelt werden
» Bowlen macht auch virtuell Spaß. |
statt mit den Armen über verschiedene Buttons zu navigieren. Handsteuerung gibt es erst in den weiteren Menüs. Sehr positiv hingegen fällt sofort der typische
SpongeBob-Stil auf, der bereits in den Einstellungsbildschirmen voll zur Geltung kommt und vor allem Fans der Serie gefallen dürfte. Hat man sich erst einmal zwischen dem
Single- und Mehrspielerspieler-Modus entschieden, stehen
13 EyeToy-Spiele zur Auswahl. Um den besten Überblick über die verschiedenen Titel zu gewähren, machen wir wie immer eine kurze Auflistung in der jedes Minigame kurz beschrieben wird:
Bikini Bottom-Bowling: In diesem Bowlingspiel muss mittels Gleichgewichtsverlagerung eine Bowlingkugel ins Ziel gebracht werden, um möglichst viele Kegel umzuwerfen. Vor allem im Mehrspielermodus ein sehr spaßiger Titel, der mit einer neuen Idee aufwartet.
Krabbenburger-Match:
SpongeBob hat alle Hände mit seiner neuesten Kreation zu tun: einem Superspezialburger. Dafür schleudert er allerlei verschiedene Zutaten in den Raum, die vom Spieler sortiert werden müssen. Dazu sollen jeweils zwei gleiche Zubereitungsmittel markiert werden, ohne zwischendurch eine andere zu streifen. Besonders gefährlich sind aggressive Quallen, die bei Berührung sofort alle sichtbaren Zutaten zerstören. Ein durchweg gelungener Titel, der für viel Hektik auf dem Bildschirm sorgt.
Verrückte Bootsfahrt:
SpongeBob versucht wieder einmal den Führerschein zu machen. Die Aufgabe des Spielers ist es nun, ihm dabei zu helfen, indem er mittels zweier Pfeilbuttons anrückenden Hindernisse ausweicht. Auf dem Weg liegende Sterne, die eingesammelt werden können, geben Punkte. Erschwert wird das Ganze durch unkontrolliertes Umherlenken seitens
Schwammkopf, welcher offenbar nicht ganz Herr über sein Gefährt ist. Ein ziemlich schwierig zu meisternder Titel, der nach einiger Übungszeit jedoch einiges an Spaß bereitet.
Quallen fischen: Der Spieler steht zwischen acht Steinen, hinter denen zufällig Quallen oder Freunde vom Schwammkopf erscheinen. Mittels Schlägen müssen die Fieslinge weg geboxt, während
SpongeBobs Freunde nicht getroffen werden dürfen. Obwohl die Idee nicht neu ist, punktet das Spiel durch die vielen möglichen Orte, an denen die Gegner auftauchen können, was den Spaßfaktor und Anspruch an den Spieler steigert.
Fischglas-Wahnsinn: Die Fische
Wanda und
Cosmo befinden sich in der Klemme.
Cosmos Zauberstab ist kaputt und verursacht unkontrolliert Risse im Aquarium. Der Spieler muss diese Risse durch Reiben reparieren, bevor das Glas dem Wasserdruck nachgibt. Unkomplizierter Spaß für zwischendurch ohne Langzeittauglichkeit.
Zauberhaftes Durcheinander: Der Fisch
Cosmo hat abermals die Kontrolle über seinen Zauberstab verloren und die Bilder seiner Freunde durcheinander gebracht. Der Spieler muss diese nun wieder zusammenpuzzeln, indem er jeweils zwei Teile markiert um diese zu tauschen, bis das komplette Bild wieder richtig zusammengefügt ist. In den höheren Schwierigkeitsstufen bewegen sich die Bilder noch zusätzlich. Gute Idee, gute Umsetzung.
Helfende Elfen-Invasion: Außerirdische invasieren das friedliche
Dimsdale mit einer Roboterarmee. Die einzige Hoffnung der quirligen Bewohner ist der Spieler, welcher die Aggressoren mit Hilfe einer großen Metallkugel überrollen muss. Der Titel benötigt etwas Einarbeitungszeit wegen der nicht einfach zu handhabbaren Steuerung, überzeugt dann aber durch die frische Idee und spaßige Roboterhatz.
Geisterjäger: Untote treiben ihr Unwesen in einem Labor. Der Spieler muss den Geisterjäger
Danny Phantom mit Hilfe seiner Hände so am Rande eines quadratförmigen Raumes platzieren, dass dieser die Geister mit seinem Strahl trifft. Doch Vorsicht: Werden Verbündete getroffen, erlangen alle bisher gefangenen Gespenster die Freiheit zurück. Der Titel leidet ziemlich unter der sehr chaotischen und zu ungenauen Steuerung. So ist es fast unmöglich, exakte Treffer auf die sich bewegenden Geister zu landen.
Portal-Party: Nochmals soll
Danny Phantom auf Geisterjagd gehen. Allerdings hat er seine Strahlenkanone verloren und muss als Ersatz die Wirbelwindkraft zur Hilfe
nehmen. Um diese einzusammeln, muss man Danny mittels der Hände über eine quadratische Fläche bewegen. Solange man die Kraft des Wirbelwinds nicht aufgenommen hat, können die Geister dem Spieler schaden. Hat er sich allerdings die Windkraft einverleibt, kann er die Geister für mehrere Sekunden wegschleudern, indem er diese berührt. Auch hier ist die Steuerung nicht ganz perfekt, was jedoch durch das spaßige Spielprinzip wieder wettgemacht wird.
Gefahren der Tiefsee: 2D-Action meets EyeToy:
Jimmy ist mit seinem U-Boot in ein Minenfeld geraten. Mit Hilfe einer Navigationsleiste muss man den Minen durch auf- und absteuern ausweichen. Durch Drücken eines Spezialschalters aktiviert sich für wenige Sekunden ein Schutzschild. Solange dieser hochgefahren ist, können Minen ohne Geschwindigkeit zu verlieren gerammt werden. Unterwegs aufgesammelte Energiezellen bringen Bonuspunkte. Das Geschehen wird dabei wie in einem klassischen Sidescroller präsentiert. Eine gute Spielidee mit sauberer Umsetzung sorgt für großen Spielspaß.
Umleit-OOO-Matik: In diesem schnellen Minispiel geht es darum, ein Atom innerhalb eines achteckigen Gebildes zu halten. Damit die acht Kanten das in der Mitte flitzenden Moleküle reflektieren, müssen diese mittels Handbewegung aufgeladen werden. Je öfter das Atom von einer Kante abprallt, desto mehr Punkte bringt es und desto mehr Geschwindigkeit nimmt es auf. Simple aber geniale Spielidee mit tadelloser Umsetzung, die für viel Hektik vor dem Fernseher sorgt.
Drachen fliegen: Dieses Spiel präsentiert sich als weitere Variante des beliebten Flugthemas. Mit Hilfe zweier Höhenleisten muss der an einem Flugdrachen hängende
Otto durch Wolkenringe manövriert werden. Die Idee ist nicht neu aber dennoch unterhaltend. Lediglich die sehr knifflige und etwas ungenaue Steuerung lässt bei ungeduldigen Spielernaturen schnell Frust aufkommen.
Rocket-Hockey: Eine weitere Umsetzung des simplen Tormann-Spiels.
Otto und
Reggie nehmen ein Eishockeynetz mit ihren Pucks unter Beschuss. Der Spieler muss diese mit seinem Körper abwehren und dafür sorgen, dass kein schwarzes Geschoss durchkommt. Die bisher beste Variante dieses beliebten Spielthemas, die durch eine hervorragende Spielbarkeit glänzt.
GrafikAls grafisch bisher schönster erschienener EyeToy-Titel erfreut
Action mit SpongeBob Schwammkopf und seinen Freunden vor allem die Fans der Serie mit detailgetreuen Modellen der skurrilen Figuren und gelungenen Nachbauten der bekannten Umgebungen. Auch die zahlreichen Effekte können sich sehen lassen. Die witzig gestalteten animierten Menüs runden das gelungene Gesamtbild der optischen Präsentation ab und sorgen für eine hohe Grafikwertung.
SoundBei der gesamten Sounduntermalung gibt es keinerlei Grund zu meckern. Fetzige Hintergrundmusik und lustige Kommentare (
"Wie buchstabiert man S.O.S. ?") von
SpongeBob und seinen Freunden bestimmen die gelungene Klangkulisse, die den Charme der Serie perfekt einfangen.
Spielspaß Solo In den 13 unterschiedlichen Games, die in beleibiger Reihenfolge gespielt werdne können, sorgen drei Schwierigkeitsgrade für unterschiedliche Herausforderungen. Einen echten Storymodus gibt es für dieses Spielgenre typischerweise nicht. Ziel ist einzig und alleine das Bestehen der Herausforderungen und das Erreichen neuer Highscores. Nichtsdestotrotz machen die fast ausnahmslos sehr gelungenen Titel auch alleine sehr viel Spaß und animieren zu wilden Bewegungen vor der USB-Kamera. Da so gut wie alle Minigames einen gewissen Reiz in sich bergen, kommen EyeToy-Solisten auf ihre Kosten und werden sich einige Zeit mit dem Titel beschäftigen können.
Spielspaß MultiWie in den meisten anderen Titeln desselben Genres liegt die größte Stärke bei
Action mit SpongeBob und seinen Freunden ebenfalls im Mehrspielermodus. Besonders für Partys oder gepflegte Zockerabende bietet sich die eine oder andere Runde fast immer an. Als erstes EyeToy-Spiel kann der Titel mit bis zu 8 Personen gespielt werden, was das Game auch zu personenreicheren Treffen kompatibel macht. Leider halten sich die Einstellungsmöglichkeiten arg in Grenzen. So können beispielsweise keine Teams gebildet werden. Lediglich die zu spielenden Runden sowie die Optionen
Wiederholungen und
Bonus können eingestellt werden. Während erstere darüber bestimmen, ob ein bereits gespieltes Game in der nächsten Runde nochmals gewählt werden darf, erhöhen zweitere den Gesamtpunktestand des Siegers einer Runde.