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Spielinfos Bewertungen (2) User-Reviews (1) Screenshots (6) Spiel bewerten

Batman Begins

Xbox
» Grafik: 84
» Sound: 85
» Spielspaß Solo: 72
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung:
75
» Anzahl Bewertungen: 2     » alle zeigen
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» Gesamtwertung: 3 /5
» Durchschnittswertung: -
» Anzahl Bewertungen: 0     » alle zeigen
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Infos
» Von: KoRnflake
» Am: 30.07.2005
» Spielzeit: 10-15 h
» Grafik: 83
» Sound: 85
» Spielspaß Solo: 75
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung: 80
Pro
Gute akustische Umgebung
Packende Atmosphäre
Tolle Animationen
Viele Boni (Filmszenen etc.)
Contra
Lineares Gameplay
Kameraprobleme bei Kampfszenen
Zwischenspiele wiederholen sich häufig
Qualität
» bewertet mit: 10
Ein einzelner Mann im Kampf gegen das Böse. Unzählige Male musste diese simple Besetzung als Vorlage für Videospiele herhalten. Doch diesmal ist es nicht irgendein Mann, es ist ein Mann von Schuldgefühlen und ohnmächtiger Wut geplagt. Wir sprechen von niemand geringerem als Batman, dem dunklen Ritter. Das Spiel zum gleichnamigen Film Batman Begins lässt uns auf viele Stunden voller Action hoffen. Nicht immer sind Umsetzungen von der Leinwand auf die Konsole oder auch umgekehrt das Gelbe vom Ei.

Mit 66 fit wie eine junge Fledermaus
Sein Debüt feierte der Superheld im Mai 1939, als Bob Kane die Figur zum ersten Mal für die Reihe Detective Comics auf dem Papier erscheinen liess. Seitdem taucht der dunkle Ritter in Hörspielen, real gefilmten und animierten Fernsehserien und Kinofilmen, in Comic-Heften und natürlich auch in Videospielen auf. Nach den ersten fünf weniger spektakulären Kinofilmen setzt Regisseur Christopher Nolan auf eine tiefgehende Story gemischt mit beeindruckenden Aufnahmen und landete einen Treffer. Das Kino-Publikum dankt es ihm mit hohen Besucherzahlen. Was unterscheidet Batman Begins von den letzten Teilen? Es ist die dunkle, beklemmende Atmosphäre von Gotham City, die erneut aufgegriffen wurde und dem Film damit seinen ganz eigenen packenden Charakter verleiht. Dies ist natürlich eine Umgebung für Videospiele, der sich die Entwickler von Electronic Arts nur allzu gerne angenommen haben.

Alles Gute kommt von oben
Zu Beginn des Spiels wird gleich eine aussagekräftige Sequenz eingeblendet. Der dunkle Ritter überrascht seine Feinde und stürzt sich von oben durch ein Fenster auf seine völlig verängstigten Gegner. Zwischen den drei leichten Widersachern gelandet, steigt ihr ins Spiel ein und übt euch in eurem ersten Nahkampf. Diese Gesellen dienen euch dazu, sich mit der grundlegenden Steuerung vertraut zu machen. Batman beherrscht Faustschläge, Fusstritte und eine Reihe kleinerer Kombinationen, die bei Gelegenheit mit der entsprechenden Taste auf dem Controller gestartet werden. Angriffe können geblockt werden und durch eine geschickte Rolle am Boden zieht sich Batman kurzzeitig aus dem Kampf. Alsbald bricht die Action auch schon wieder ab und ihr unternehmt eine Reise in die Vergangenheit.

Als Bruce Wayne untersteht ihr der Gesellschaft der Schatten, geführt von einem Mann namens Ducard, ein Gefährte und Vertreter von Ra?s al Ghul, dem undurchsichtigen Führer einer mächtigen Selbstjustiz-Organisation namens Schattenliga. Mit seiner unerbittlichen Disziplin wird Ducard Bruces Mentor, er bringt ihm unterschiedliche geistige und körperliche Techniken bei, legt aber auch Wert auf bühnenwirksame Auftritte und Täuschungsmanöver. Bei Bruces Ausbildung legt Ducard vor allem Wert darauf, dass sein Schüler seinen Zorn zügeln lernt und sich mental auf seine Urängste konzentriert. Ihr lernt, Schrecken zu verbreiten, lautlose Bewegung und die besonders gefährlichen Gegner zuerst auszuschalten. Am Ende dieser Reise in die Vergangenheit wird einem verständlich gemacht, wie Bruce Wayne zum dunklen Ritter, zum Schatten im Umhang, zu Batman wurde.
Batman in seiner liebsten Umgebung

Vertiefen wir uns in das Spielprinzip. Batmans bevorzugte Fortbewegungsart ist, leise durch Gänge zu schleichen, an Rohren entlangzuklettern oder mit dem Bat-Haken grössere Distanzen zu überwinden. Auf einem Mini-Radar erscheinen eure Gegner und deren Sichtbereiche, ähnlich wie bei Commandos oder Metal Gear Solid. Rot markierte Gegner sind die üblen Burschen mit Schusswaffen. Bei diesen Zeitgenossen endet ein Nahkampf tödlich für euren Helden. Bei Batman Begins geht es vor allem darum, einen alternativen Weg zu finden, um die Gegner auszuschalten. Es ist eine Mischung aus Anschleichen und durch Manipulation der Umgebung bewirkte Angst einjagen. So schleicht ihr euch beispielsweise in einer Szene lautlos an eine Gruppe Gegner heran. Ein an Ketten an der Decke befestigtes Flugzeug in einem Museum wird mittels eures Batarangs mit grossem Getöse von der Decke geschossen. Vor lauter Schreck lassen die bewaffneten Schurken ihre Bleispritzen fallen und sind nun grün auf dem Radar, ein gefundenes Fressen für unseren nahkampferprobten Helden. In manchen Situationen ist ein gutes Timing der Bewegung und ein gutes Versteck im richtigen Moment überlebenswichtig. Bei lautloser Bewegung seid ihr so gut wie unsichtbar für die Gegner. Ein roter Kreis auf dem Radar zeigt eure erzeugte Geräuschkulisse bei nichtgeduckter Haltung.

Man kann eure Angst riechen
Das wichtigste Element im Spiel ist die Angst eurer Gegner. So kann man als dunkler Ritter ganze Gebiete in Angst und Schrecken versetzen, der so genannten Zonenangst. Man sieht auf dem Bildschirm bei Auswahl eines Feindes seinen Puls. Weiss er nichts von eurer Anwesenheit, ist er ruhig und gelassen. In diesem Zustand sind Kämpfe ausserordentlich schwierig. Ihr müsst dafür sorgen, dass ihr Puls rast. Jagt ihnen Angst ein! Sprengt aus der Ferne ein explosives Fass mittels eures Batarangs und schon sind die Karten neu gemischt. Manche Schurken laufen geradezu von euch weg. Dieses Spielprinzip macht Spass. Man hört in so mancher Szene die Leute über Batman sprechen. Sie tauschen neuste Gerüchte aus und erfinden die wildesten Geschichten. Besonders eingeschüchterte Gegner sehen euch bei ihrem Gnadenstoss als einen Dämonen, dies ist recht nett anzusehen.

Schafft ihr es, euch unbeobachtet von hinten oder oben an einen Gegner heranzuschleichen, schaltet ihr ihn ganz ohne Kampf per Knopfdruck schnell und sicher aus. Manchmal ist es hilfreich, einen Schurken zum Verhör zu bitten. Diese gescripteten Szenen sind linear und ein wenig einfallslos. Auf diese Weise gelangt ihr aber an Geheimcodes für Türen oder wichtige Informationen von euren Opfern. Durch ein wenig mehr Fantasie hätte man diese Verhöre abwechslungsreicher gestalten können. Ein klarer Negativpunkt.

Gut ausgerüstet in den Kampf
In Batman Begins ist euer Held mit einer Reihe von High-Tech-Gadgets ausgestattet. Neben dem schon erwähnten Batarang zum Manipulieren von Objekten und dem Bat-Haken zum Erklimmen von luftigen Höhen, gibt es einige Dinge in eurer Ausrüstung, um den Gegnern zusätzlich Angst einzujagen und um euch einen Vorteil in Kampfsituationen zu verschaffen. So lassen sich Blendgranaten, die ihr unterwegs aus Versorgungskisten einsammeln könnt, gezielt gegen Gegner einsetzen. Mit einem Wurf auf eine ausgewählte Person lässt sich eine kleine Gruppe von Feinden für einige Zeit ausser Gefecht setzen. Ähnlich wirken Rauchgranaten. Sie lösen kurzzeitig Verwirrung aus, steigern die Angst, was euch als dunklen Ritter immer zugute kommt.

Abhängig von euren Erfolgen im Kampf gegen Gothams Unterwelt steigt euer Ansehen. Je mehr Angst ein besiegter Gegner hatte, desto stärker steigt euer Ansehen. Dies erhöht wiederum die Effektivität eurer Angstattacken und damit die Angst eurer Gegner. So manche Tür ist verschlossen und muss durch ein Mini-Spiel geschickt geöffnet werden. Drei verzahnte, rotierende Scheiben müssen per Knopfdruck im richtigen Moment in die dafür vorgesehenen Öffnungen platziert werden. Dies ist nicht wirklich knifflig und hält unseren Helden nur für kurze Zeit auf. Ein anderes Werkzeug in eurer Ausstattung ist das Hack-Tool. Dieses wird benutzt, um in Computer- und elektronische Steuersysteme einzudringen. Vier Zahlenkolonnen müssen punktgenau gestoppt werden, um die Gerätschaften erfolgreich zu knacken. Ein optisches Kabel (wer des Öfteren an Splinter Cell erinnert wird behält Recht) dient dazu, Feinde hinter Türen auszuspähen und ein Bild der Folgesituation zu verschaffen. Ein besonders witziges Gadget ist der HF-Transponder. Wenn man diesen auf einen Gegner wirft, sammelt sich, angelockt vom Sonarsignal eines Hochfrequenzsenders, ein Schwarm Fledermäuse und setzt dem Gegenüber mächtig zu.

Gelungen und mit einer Menge Spass verbunden sind die Levels, in denen ihr euch mit dem Batmobil rasante Verfolgungsjagden durch die Strassen von Gotham City leistet. Gegnerische Fahrzeuge wirken wie Spielzeug gegen euren gepanzerten Raketenwagen. Eine Turbo-Injektion bringt euren Boliden mächtig viel Zusatztempo. In manchen Situationen sind Gegner nur noch mit dem Raketenwerfer zu stoppen.

Grafik, Sound und Technik
Batman Begins präsentiert sich optisch durchaus ansprechend. Dem Spieler fällt es nicht schwer, sich in die düstere Umgebung von Gotham City hineinzuversetzen. Besonders zu erwähnen ist der Einsatz von Licht und Schatten. Auch Batmans Bewegungen sind ausgesprochen gut umgesetzt. Es macht Spass, den Umhang eures Helden im Klettern und beim Flug flattern zu sehen. Die Charaktermodelle sind zeitgemäss und die Umgebungen und Hintergründe schön umgesetzt. Negativ zu erwähnen ist nur, dass sich der Kamerawinkel in manchen Kämpfen nachteilig auf eure Gesundheit auswirken kann. Auch ist die Steuerung allgemein in Kampfsituationen schon besser umgesetzt worden. Die Gegner werden zwar fast automatisch angewählt, jedoch geht so mancher Schlag oder Kick ins Leere.

Der Sound ist auf der Xbox sehr gelungen. Mit den echten Synchronsprecherstimmen und einer angemessenen Hintergrundmusik, welche leider nicht die des Filmes ist, taucht man schnell in die Atmosphäre des Spiels ein. Die Ladezeiten zwischen den Levels sind erträglich. Positiv zu erwähnen sind die Boni, die nach erfolgreich gemeisterten Missionen freigeschaltet werden. Von Filmsequenzen bis zu Interviews mit den Entwicklern und Filmemachern erwarten euch viele Belohnungen. Zu guter Letzt werden auch noch die historischen Kostüme des dunklen Ritters freigeschaltet. Damit macht euer Held eine gute Figur, was man durchaus als Wertung für die gesamte Umsetzung des Spiels behaupten kann.
Fazit
Wer für zirka zehn Stunden in die düstere Welt von Gotham City eintauchen möchte und den Schurken richtig zusetzen will, ist mit diesem Titel gut bedient. Die eindrucksvolle Atmosphäre von Batman Begins zieht einen schnell in seinen Bann. Das Spiel ist komplett linear, doch wenn man sich damit einmal abgefunden hat, macht es Spass, sich von Level zu Level zu hangeln. Auch wenn das Spiel nicht hundertprozentig Hand in Hand mit dem Film geht, weiss es durchaus durch Story und Gameplay zu begeistern.
Infos
Erhältlich für
Genre
Action
Publisher
Electronic Arts
Entwickler
Eurocom Enterta...
Website
www.electronic-...
Release
17. Juni 2005
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Features
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