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Tony Hawk´s Pro Skater 4
Tony rollt wieder Coole Tricks, große Pipes, unglaubliche Combos, fette Beats und harte Gitarrenriffs. Das alles erinnert sehr an die Tony Hawk's Pro Skater-Serie die auf der PSone das erste mal das Licht der Videospielewelt erblickte. Zu der Zeit war das Genre ein absolutes Neugebiet und dementsprechend wurde Tony Hawk's Pro Skater klasse verkauft. Nach einem zweiten Teil für PSone, Dreamcast und PC erschien mit Tony Hawk's Pro Skater 2x das erste Skatespiel für die Xbox, dass leider nur in Amerika erhältlich war. Mit Tony Hawk's Pro Skater 3 kamen auch die europäischen Xbox-Spieler in den Genuss des immer noch besten Fun-Sporttitels. Viele Spieler bemängelten an Tony Hawk's Pro Skater 3 die mangelnde Innovation. Das Spielprinzip verlief weiterhin so, wie man es aus den Vorgängern gewohnt war. Dies hat sich nun geändert. Die wohl auffallendste Änderung ist der Wegfall des Zeitlimits. Somit ist es euch möglich in Ruhe die Levels zu begutachten. Es melden sich mit Pfeilen gekennzeichnete Passanten, denen ihr helfen sollt. Die Aufgaben sind nun auch abwechslungsreicher, obwohl sich manche Muster immer wiederholen. Manche Ideen sind so genial, dass ihr leicht einmal ins Schmunzeln kommt. Bam Magera zum Beispiel, baut für euch einen Looping auf und ihr müsst auf eine im Wasser befindlichen Plattform landen. Je nachdem in welchem Bereich ihr landet, kassiert ihr unterschiedlich viele Punkte. Am Ende solltet ihr mit zehn Sprüngen 500 Punkte erreichen. Außerdem gibt es in fast jedem Level Minispielchen, die ihr zwar nicht unbedingt schaffen müsst, die euch aber ein nettes, kleines Trinkgeld einbringen. Ganze 190 Aufgaben müsst ihr bestreiten; da ist Langzeitmotivation gewährleistet. Nachdem ihr in einem Level alle Aufgaben gelöst habt, müsst ihr eine ultimative Proaufgabe lösen, die sich von Skater zu Skater unterscheidet. Ein kleines Manko: In den Vorgängern war es möglich mit jedem Skater einzeln durchzuspielen und die Statspunkte für jeden zu sammeln. Nun jedoch verbessern sich die Punkte gleichzeitig bei allen Skatern, somit ist es nicht möglich, die Aufgaben noch einmal mit einem anderen Skater zu lösen. Jedoch ist nun die Langzeitmotivation so groß, dass dies nicht sonderlich ins Gewicht fällt. Die Levels wurden um einiges verbessert. So sind sie nun größer als ihre Vorgänger. Viele kleine Details und eine Vielfalt an Combomöglichkeiten sind zu finden. Außerdem ist alles ein wenig belebter. So spielen im Collegelevel ein paar Jugendliche Basketball oder das Footballteam trainiert am Stadion. Eine solche interaktive Stadt, wie sie bei Jet Set Radio Future zu finden ist, gibt es leider nicht. Insgesamt gibt es neun Levels. Weitere Änderungen fallen bei den Tricks auf. Zwei Arten von Tricks wurden hinzugefügt. Das ist zum einen das Skitchen. Hierbei hält sich der Skater an einem Fahrzeug fest und nutzt dessen Geschwindigkeit. Auch bei mehreren Aufgaben in den Levels ist es nötig, sich eine bestimmte Zeit an ein besonders schnellfahrendes Fahrzeug zu halten. Die andere neue Trickart ist der Spin-Transfer. Wenn man eine Pipe hoch fährt und die beiden Schultertasten drückt, landet man auf der anderen Seite. Meist sind die Pipes so gelegt, dass dieser Trick leicht möglich ist. Eine weitere Änderung ist das Erspielen von Extras. Nun erhält man für jede Aufgabe die man löst 250 Dollar und je nach dem einen Statpunkt. Außerdem kann man sich durch Minispielchen und versteckten Scheinen weiter das Geldkonto auffüllen. Mit diesem Geld lassen sich nun Extras wie zwei weitere Levels, neue Skater, Videos, Cheats, Boards oder Gegenstände für den Eigenen-Skatereditor kaufen. Eine lange Suche nach den Scheinchen beginnt. Die Steuerung ist wie gewohnt einfach. Mit der A-Taste führt ihr einen Olli aus, mit den B- X- und Y-Tasten jeweils Flips, Grabs und Grinds. Mit den Schulterbutton wechselt ihr auf dem Boden entweder von Normal auf Switch oder auf Nollie. In der Luft könnt ihr mit beiden Tasten zusammen einen Spin-Transfer ausführen und beim Landen mit einer beliebigen Taste einen Revert. Die Steuerung ist recht intuitiv, jedoch mit einem Standart-Controller schwer zu handhaben. Die elliptischen Analogtasten und deren Anordnung machen das Spielen unnötig schwer. Außerdem reagiert man durch die große Form etwas langsamer. Der perfekte Controller für Tony Hawk's Pro Skater 4 ist der S-Controller. Wie bei allen Fun-Sportspielen, ist die Anordnung der Tasten einfach angenehmer und einfacher zu merken. Der Soundtrack ist wie gewohnt aus den drei Richtungen Hip Hop, Punk und Rock. Hip Hopacts wie N.W.A., Dela Soul, Run DMC, Gangsta und sogar der Skater Chad Muska sind vertreten. Für den Punk sorgen Bands wie Goldfinger, Offspring, Sex Pistols und Hot Water Music. In Sachen Rock stehen unter anderem AC/DC, Iron Maiden und System of a Down bereit. 35 klasse Songs und die Möglichkeit eigene Soundtracks hinzuzufügen machen den Sound fast perfekt. Die Soundeffekte und die Sprachausgabe (in English) sind ebenfalls gut gelungen und passend zum Spielgeschehen. An der Anzahl der Skater hat sich nicht viel verändert. Der Brasilianer Bob Burnquist ist nun wieder dabei. Die 14 wirklich bekannten Skater sind aber auch die Creme de la Creme der Skateboardszene. Auch ein so gutes Skatespiel hat auch schlechte Seiten. Technisch ist Tony Hawk's Pro Skater 4 nämlich gerade einmal Mittelmaß. Man merkt sehr stark, dass das Spiel eher für die Play Station 2 entwickelt wurde, denn die Texturen sind ein wenig fade. Auch hätten einige Details etwas schöner sein können, aber das schadet dem Spielspaß nicht. Slowdowns und andere Fehler sind jedoch nicht zu finden. Nur das gute Leveldesign lässt die Grafikwertung wieder ein wenig nach oben wandern. Ein weiterer Wermutstropfen für Xboxbesitzer ist die fehlende Xbox Live Unterstützung. Nur die Play-Station2-Besitzer kommen in diesen Genuss. Das liegt an Activions, die die Onlinestrategie von Mircrosoft genauso wie EA nicht vertritt. Per Tunnelsoftware ist es aber auch für Xbox-Nutzer möglich Tony Hawk's Pro Skater 4 im Internet zu spielen. An einer Konsole ist der Multiplayermodus eine spaßige Angelegenheit. Leider kann man nur zu zweit spielen. Im Netzwerk können sich dann auch bis zu 8 menschliche Gegner messen. Hier sind einige Mehrspieler-Spiele: Trick-Turnier: Hier gewinnt der jenige, der nach Ende der Zeit die meisten Punkte hat. Lord of the Board: Eine Krone wird im Level versteckt und der jenige muss diese solange behalten wie möglich. Wenn er umgefahren wird, verliert er sie. Capture-the-Flag: Dieses Spiel ist nur im Netzwerk spielbar. Dies funktioniert so, wie das Capture the Flag in Ego-Shootern. Skate for Fun: Hier könnt ihr euch mit einem Freund in Ruhe die Levels ansehen, ohne Zeitdruck. Es gibt 10 Mehrspieler-Spiele wobei zwei nur im Netzwerk und eins nur an einer Konsole spielbar sind. Der Leveleditor und Mach-dir-den-Skater sind nun umfangreicher als ihre Vorgänger. Für Mach-dir-den-Skater kann man auch weitere lustige Extras wie einen Clown- und Elviskopf kaufen. Das Menü ist gut gegliedert und alles ist leicht zu finden. Im Hintergrund ist eine Art Skatesession zu erkennen. Pro: große Langzeitmotivation riesen Levels klasse Sound Contra: Grafik enttäuscht kein Xbox Live! Support Eigene Meinung: Tony Hawk's Pro Skater 4 ist ein in fast allen Belangen verbesserter Nachfolger. Der innovative Karrieremodus hat mich besonders überrascht. Zwar sind die Anleihen zu Aggressiv Inline klar zu erkennen, wie das Wegfallen des Zeitlimits und das Skitchen. Trotzdem hat sich Tony Hawk den Genrethron zurück erobert. Musikalisch gibt es nicht zu meckern. Es wurden ein paar eher unbekannten Tracks mit wirklichen Klassikern gemischt. Ein paar mehr Skater hätten mir schon sehr gut gefallen, wie meine Lieblingsskater Andy McDonald und Lincoln Ueda, aber die sind in anderen Titeln vertreten. Auch deutsche Skater sucht man in diesem Spiel wohl vergebens. Technisch bin ich schon sehr enttäuscht. Zwar wurden die Slowdowns komplett heraus genommen, doch es ist klar, dass die Xbox mehr kann. |
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