Jetzt mitmachen!
eBay Oesterreich - Ihr weltweiter Online-Marktplatz
Alle Spiele anzeigen
Nur PlayStation 2-Spiele anzeigen
Nur Xbox-Spiele anzeigen
Nur Gamecube-Spiele anzeigen
Nur PSP-Spiele anzeigen
Nur DS-Spiele anzeigen
Nur Xbox 360-Spiele anzeigen
Nur PS3-Spiele anzeigen
Nur Wii-Spiele anzeigen
Spiele: » Releases | » Alle Spiele | » Neue Spiele | » Was ist neu?
 Go  
Magazin: » News | » Kommentare | » Forum | » Editorials | » User-Liste | » Über uns | » RSS
Master-Review:   » drucken    » versenden

Formel Eins 04

» Autor: Stefan Propst
» Datum: 26.08.2004
» Gesamtwertung:
/5
4/5: Empfehlenswert
mit zahlreichen Stärken.
Wie wir bewerten
Anspruchsvolle Formel-1-Simulation mit hohem Schwierigkeitsgrad und schwachem Online-Modus.

Man stelle sich folgendes, durchaus nicht unrealistisches Szenario, vor. Firma XY kauft eine Lizenz ein, die Höhe der Vertragssumme, so munkeln Kenner der Szene, würde jedem Manager bei der Amortisationsrechnung zumindest die eine oder andere schlaflose Nacht bereiten. Wie geht man in so einem Fall vor? Lapidar gesprochen: Man melke die Kuh, solange sie bereitwillig Milch gibt und das so kostenschonend wie nur irgend möglich. Was Electronic Arts seit Jahren der Branche gewissermaßen dreifach eingesprungen mit diversen Updates ihrer beliebten Sporttitel vorhüpft, sollte doch auch für andere Hersteller kein Problem sein. „Enrichment“ und „Value added“ heißen die Schlagwörter die nach einmal getätigten mehr oder minder großen Programmieraufwand groß geschrieben werden.

Altes in neuem Gewand Ähnliche Überlegungen dürfte Sony mit seiner „Formel Eins“ Serie angestellt haben, nachdem Fahrer und Teams mit neuen Boliden Saison für Saison an den Start gehen, das Reglement gerade für das Jahr 2004 wesentliche
» An den Auspuff des Vordermannes gehängt.
Änderungen erfahren hat, liegen einige Maßnahmen für die Überarbeitung der Rennserie klar auf der Hand. Sony ließ sich darüber hinaus nicht lumpen und spendierte dem Spiel gegenüber dem Vorgänger Formel 1 2003 neben verbesserter Grafik, überarbeitetem Sound, einer geänderten KI und einer ausgereifteren Fahrphysik noch eine neue Helmansicht, einen Karrieremodus und Netzwerkunterstützung.

Ist da jemand?
Soweit der Werbetext. Faktum jedoch ist und bleibt: Sonys Rennsimulation steht derzeit ziemlich alleine dar, was ansprechende Umsetzungen der Formel-1-Welt auf Konsolen anbelangt. Abgesehen von Electronic Arts gelinde gesagt verpatzten Auftritt mit F1 Career Challenge, sucht man anspruchsvolle Formel-1-Racer nämlich wie die Nadel im sprichwörtlichen Heuhaufen. Schade eigentlich, weil gerade in der Formel 1 um jedes Hundertstel gefightet wird und das wie in keiner anderen Rennserie auf bisher konstant hohem Niveau. Einerseits ideale Bedingungen also, um dem Genre der Racing-Simulationen einen weiteren würdigen Vertreter beizustellen, andererseits desaströs für jeden Tester, da direkte Vergleiche zu ziehen ein Ding der Unmöglichkeit wird.

Gameplay
Wie oben erwähnt springt eine wesentliche Änderung gegenüber Formel 1 2003 schon mal beim Auswahlscreen ins Auge. Sony spendiert dem jüngsten Spross der Rennserie einen Karrieremodus, der sich gewaschen hat. Während
» Regen gehört zum Alltag eines Fahrers,
sich beim Arcademodus Fahranfänger die eine oder andere Runde gönnen, um mit dem Auto und den Strecken warm zu werden, steht im Karrieremodus die ganze Palette Formel 1 spezifischer Besonderheiten zur Verfügung. Da wären unter anderem eine nette Testfahrt, um überhaupt ein Cockpit für die laufende Saison zu ergattern. Hierbei gab es schon mal die erste Überraschung. Während Minardi offensichtlich jeden Fahrer egal wie dämlich man sich auch anstellen mag, unter Vertrag nimmt, flattert nach verpatztem zweitem Testlauf ein Fax von Toyota ins Büro: Wir würden sie gerne als Testfahrer unter Vertrag nehmen. Nun mal ehrlich: Wer fristet sein Dasein schon gerne als Aushilfe für ein Formel 1 Team, noch dazu bei der lächerlichen Bezahlung? So nicht Toyota! Neu laden, Strecke noch mal fahren, Bedingungen erfüllen und schon erhält man ein weiteres Fax. Siehe da: zweiter Fahrer für Toyota. Entscheidet man sich für das Engagement, erstrahlt das Menü im Design des jeweiligen Teams. Das hebt doch gleich mal die Motivation, für die Kölner zu siegen, vor allem aber dem Teamkollegen schon beim ersten Freitagstraining zu zeigen, wo der Hammer hängt.

Einmal wie Schumacher
Sony hat sich für den Karrieremodus allerhand einfallen lassen: so können Mails empfangen werden, die aktuellen Saisonstatistiken und News abgerufen und der Ruf des eigenen Fahrers abgefragt werden. Hauptaugenmerk ist und bleibt aber schnell zu sein und das gestaltet sich mehr als schwierig. Wer ein niedriges Frustrationsniveau aufweist, selten Einstellungen am Auto vornimmt, nicht Runde um Runde runterspulen möchte, um doch noch die eine oder andere Hundertstel Sekunde zu finden, der sollte um dieses Spiel einen möglichst weiten Bogen machen oder sich mit dem Gedanken abfinden, dass auch ein Minardi für einen angemessenen Auspuffsound sorgen kann. Sonys Racer weist einen Schwierigkeitsgrad auf der zwischen hoch und „Ich-schmeiss-gleich-mein-Joypad-in-die-Ecke“ angesiedelt ist. Um ehrlich zu sein, nach zwölf verpatzten zweiten Qualifying-Läufen (Ja, irgendwann zählt man mit), flog das Joypad dann schlussendlich wirklich (gegen die Wand) und überlebte es nicht. Hauptgrund dafür, war übrigens folgendes Thema:

Steuerung
Selbst wenn die Entwickler im Gegensatz zum Vorgänger ein großes Augenmerk auf die Joypadsteuerung gelegt haben (die Autos lassen sich zumindest ansatzweise exakt steuern), empfiehlt sich für Simulationsfreaks
» Die Widerholungen sind sehr schön anzusehen.
uneingeschränkt das Lenkrad. Es ist schon erstaunlich, um wie viel besser teilweise die Rundenzeiten werden. Alleine in Monaco lag die Tracktime mit Lenkrad im Schnitt drei Sekunden unter der Zeit mit Joypad. Mit ein Grund dafür ist wohl die ungewohnte Methode Gas zu geben und zu Bremsen, welches mit dem zweiten Analogstick ausgeführt werden muss. Eine Möglichkeit die Steuerung diesbezüglich zu ändern findet man indes vergeblich. Vielleicht hat Sony Mitleid mit allen Racingfans und spendiert der Playstation 3 ähnlich geniale L+R Buttons wie es Microsoft bei der Xbox tat, wünschenswert wäre es auf alle Fälle. Ansonsten lässt sich über die racertypische Belegung nicht viel sagen. Lobenswert sind die Einstellungsmöglichkeiten für Traktionskontrolle und Bremskraftverteilung. Bauen zum Beispiel die Reifen aufgrund eines zu steil eingestellten Sturzes an der Vorderachse während des Rennens stark ab, stellt man einfach die Bremsbalance nach hinten. Methoden die einem während eines nervenaufreibenden Rennens in Monaco den einen oder anderen Vorteil verschaffen können: Dann klappt es auch mit einem Sieg für Toyota.


Grafik
Sony hat sich bemüht, dem Kantenflimmer-Fiasko des Vorgängers den Garaus zu machen und das mit Erfolg. Die Framerate bleibt konstant, selbst bei durchdrehenden Reifen im Pulk am Start. Alles in allem eher Evolution statt Revolution, die Strecken sind durchaus fein in Szene gesetzt, glänzen mit Authentizität und gelegentlichen Animationen am Streckenrand. Graphikfeuerwerke ähnlich einer GT4-Inszenierung wird man zwar vergeblich suchen, aber Sonys Werk begeistert eher durch solide Umsetzung und kontinuierliche Verbesserung.

Sound
Fast kleinkindliches Glucksen kann einem da schon der Motorensound entlocken. Nicht nur dass die Motoren verschiedener Hersteller auch unterschiedlich klingen, alleine das Anbremsen und gleichzeitige Runterschalten nach diversen Highspeed-Geraden mit dazugehörigem Zwischengas schreit gerade danach, entweder die Anlage voll aufzudrehen oder das Spiel mit ordentlichen Kopfhörern zu genießen. Soundtechnisch hat Sony dieses Spiel famos in Szene gesetzt. Hier hört man förmlich, dass man sich in der Königsklasse des Motorsports befindet. Jedem Sounddesigner sei die Casinokurve mit anschließendem Tunnel in Monaco empfohlen: „Schmacht!“ „Seufz!“ „Mehr!“
Auf Boxenfunk oder Kommentatoren hört man hier gar nicht mehr, selbst wenn diese ebenfalls ansprechend gestaltet wurden, aber bei einem Zehnzylinder mit über 17000 Touren im Heck verkommen solche Dinge eben zur Nebensache.

Spielspaß Solo
Formel 1 2004 bietet Spielspaß für viele Stunden. Alleine für ein ernsthaftes Rennwochenende sollte man sich 1-2 Stunden freie Zeit reservieren, die notwendige Geduld und akribische Abstimmungsarbeit vorausgesetzt. Arcade Gamer sollten wie bereits erwähnt einen großen Bogen um F1 2004 machen.

Spielspaß Multi
Als Sony das Spiel ankündigte und darunter die Anmerkung „Online Modus“ stand, fielen vielen Formel 1 Fans wahrscheinlich zuerst die Kinnladen runter, danach stellte sich der Sabbermodus ein, gefolgt von wildesten Spekulationen, was man da nicht wohl alles erwarten könne. 16 Spieler Online, auf einer Strecke, vielleicht sogar ganze Grand-Prix-Saisonen gemeinsam fahren, im Team mit einem zweiten Partner gemeinsam für einen Hersteller fahren, zusammen um Punkte rittern. Die Ernüchterung folgte mit Release des Spiels. Sonys Online-Ambitionen und die Hoffnungen vieler Fans wurden eigentlich schlichtweg begraben. Zwar ist es möglich Ghosts herunterzuladen, seine Bestzeiten Online zu stellen, aber im Großen und Ganzen war’s das eben. Wie viel Potential Sony hier verschleudert, kann man sich vorstellen. Wie genial wäre es, wenn man sich, anstatt jährlicher Updates zum Vollpreis, die Saisondaten inklusiver neuer Fahrzeuge einfach gegen Bezahlung runterladen könnte. Nun dafür müsste Sony einmal die Festplatte in Europa releasen, was, wie ja inzwischen bekannt, nicht mehr der Fall sein wird. Fakt ist: Ein vollständiger Onlinemodus war Sony offensichtlich zu kostspielig, womit sich der Kreis wiederum schließt: Man muss die Kuh melken solange sie Milch gibt.
Pro
Realistische Fahrphysik
Vielfältige
Einstellungsmöglichkeiten am Auto
Freischaltbare Strecken und Autos
Solide Grafik
Hervorragender Sound
Karrieremodus
Mehrspielermodus
Contra
Wenig ausgereifte Pad-Steuerung
Stark eingeschränkter Onlinemodus
Teilweise nervender Schwierigkeitsgrad
Ansatzweise schwache KI
Fazit
Formel 1 2004 stellt für Fans der Rennserie mangels Alternativen einen klaren Pflichtkauf dar. Freunde exzessiver Abstimmungsorgien werden an diesem Spiel ihre helle Freude haben. Vor allem jenen, die in GT3 das eine oder andere Langstreckenrennen bestreiten, sei dieser Titel wärmstens empfohlen. Sony bringt mit Formel 1 2004 einen soliden Nachfolger heraus, der grafik- und soundtechnisch zu überzeugen weiß, Nachbesserungen in vielen Bereichen aufweist und in Summe einfach ein stimmiges Gesamtbild abliefert. Schwächen gibt es auf Seiten der KI und der Steuerung zu vermelden, ebenso könnte das Schadensmodell eine Spur genauer sein. Der Onlinemodus erhält das Prädikat „nicht ausgereift“. Gerade in diesem Bereich hätte der Hersteller viele Pluspunkte sammeln können und den Grundstein für eine entsprechende Langzeitmotivation legen können. Wer sich für simulationslastige Racer begeistern kann, greift hier zu.
Infos
Erhältlich für
Genre
Racing
Publisher
SCEE
Entwickler
SCEE
Website
de.playstation....
Release
30. Juli 2004
Spiel kaufen
»  Game World
»  game4game
User-Bewertung
84
6 Bewertungen
2 Reviews
Features
userrankings.com    » Werbung | » Impressum/Kontakt | » Hilfe    © 2003 - 2008
RSS News RSS Reviews www.sevenpixel.com  0.0936