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Spielinfos Bewertungen (6) User-Reviews (2) Screenshots (5) Spiel bewerten

489. Formel Eins 04

PS2
» Grafik: 82
» Sound: 87
» Spielspaß Solo: 84
» Spielspaß Multi: 79
» Gesamtwertung:
84
» Anzahl Bewertungen: 6     » alle zeigen
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» Gesamtwertung: 4 /5
» Durchschnittswertung: -
» Anzahl Bewertungen: 0     » alle zeigen
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Infos
» Von: CT
» Am: 21.09.2004
» Spielzeit: > 10 h
» Grafik: 82
» Sound: 78
» Spielspaß Solo: 86
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung: 85
Qualität
» bewertet mit: 10
Zwar waren die Formel-1-Saisons in den letzten Jahren dank Michael Schumacher und seinem Ferrari-Team eher weniger spannend, ab und an braucht man dann aber doch eine F1-Simulation mit aktuellen Daten für die heimische Konsolen-Sammlung - speziell dann, wenn der bis dato "aktuellste" Formel-1-Titel aus dem Jahr 2001 stammt.
So besorgte ich mir dann das aufgrund seines sehr interessanten Karriere-Modus' viel gelobte "Formel Eins 04" für die Playstation 2, schon allein deshalb, weil es das einzige Formel-1-Spiel mit den Daten von 2004 auf dem Markt ist.

Wer die grafische Qualität eines "F1 Challenge 99-02" (PC) erwartet, wird enttäuscht sein, denn "Formel Eins 04" wartet - typisch PS2 - mit einer eher zweckmäßigen, aber gelungenen 3D-Engine auf, die im Vergleich zu den Vorgängern immerhin ein wenig verbessert wurde.
Die Fahrzeug-Modelle wurden recht ansehnlich gestaltet, es gibt ein paar hübsche Spiegelungen auf dem Lack zu bestaunen und beim Bremsen fliegt sogar der schwarze Staub auf. Auch die anderen Effekte können überzeugen: Die Gischt bei feuchter Strecke und im Regen, die Wassertropfen, die auf Visier und Kamera spritzen, der hochgeschleuderte Kies beim Durchfahren eines Kiesbetts oder der bei ausgeschalteter Traktionskontrolle auftretende Qualm beim zu starken Beschleunigen.
Ebenso authentisch wirken auch die Strecken, die ihren realen Vorbildern in fast nichts nachstehen und nur gelegentlich (Shanghai, Monte Carlo) nicht ganz so ausgefüllt wirken.

Klingt bislang ganz gut, wäre da nicht die grundsätzlich - gerade im Vergleich zur Xbox - etwas verwaschen wirkende PS2-Grafik, die bei "Formel Eins 04" zwar verhältnismäßig gut, aber leider nicht so gut wie bei einem "Gran Turismo 3" (PS2) ausgenutzt wurde.

Während die Melodien im Menü im Gegensatz zu früheren F1-Episoden von Sony nicht mehr als Standard-Untermalung sind, können die eigentlichen Soundeffekte wie Motorenlärm, Reifenquietschen und Zuschauerrauschen absolut überzeugen.
Auch der Boxenfunk (in verschiedenen Sprachen verfügbar) ist wirklich gut gelungen, da die Stimme am anderen Ende des Funks richtig mitfiebert.
Erfreulicherweise nerven auch die je nach Sprache unterschiedlichen Kommentatoren nicht mehr so sehr wie bei den Vorgängern, da sie sich während des Rennens extrem zurückhalten bzw. im Karriere-Modus gar nicht kommentieren und eigentlich nur nach jeder Runde den aktuellen Stand bekanntgeben.

Im übersichtlichen Menü wählt ihr zwischen verschiedenen Ein- und Mehrspieler-Varianten: Während Simulations- und Arcade-Modus für einen bis vier Spieler verfügbar sind und eine komplette Saison, ein einzelnes Rennwochenende, ein schnelles Rennen (mit beliebig einstellbarer Startaufstellung), Zeitfahren sowie Testfahrten bieten, stechen vor allem der - von mir mangels Netzwerk-Adapter noch nicht angetestete - Online-Modus, bei dem man seine Zeiten über das Internet mit anderen Spielern messen kann und der Karriere-Modus heraus.
Letzterer bietet dem Spieler die Möglichkeit, sich bei Testfahrten für ein Renncockpit zu empfehlen und sich über mehrere Jahren hinweg kontinuierlich weiterzuentwicklen und somit für ein besseres Team zu empfehlen.
Vertragsangebote flattern in den virtuellen E-Mail-Postkasten, meistens sind Verträge jedoch leistungsbezogen, bei Misserfolg droht also der Rausschmiss oder zumindest eine Degradierung zum Testfahrer. Während bei Minardi, Jordan oder Toyota die Zielvorgaben recht bescheiden sind, muss man sich bei einem Top-Team schon richtig anstrengen, um die Ziele zu erfüllen.

Steuerungstechnisch erinnert "Formel Eins 04" eindeutig an das bereits bei der Grafik angesprochene "F1 Challenge 99-02". So muss man in der Regel sehr hart bremsen, um eine Kurve zu erwischen, außerdem hat man in den zwei verschiedenen Außenperspektiven irgendwie das Gefühl, dass der Wagen in jeder Kurve slidet.
Optisch angenehmer spielt es sich daher aus einer der drei Cockpit- bzw. Onboard-Perspektiven, bei denen vor allem die aus dem Fernsehen bekannte Helm-Kamera und eine neuartige "Augen"- bzw. Visier-Kamera, auf der sich während der Fahrt Schmutz und Wasser sammeln, begeistern können.
Hat man sich einmal an die nicht die übermäßig schwer zu erlernende Steuerung der Boliden gewöhnt, macht es richtig Spaß, sich Runde für Runde näher ans Limit heranzutasten, was vor allem im überragenden Karriere-Modus eine echte Herausforderung ist. Da man allerdings - sofern man nicht ausschließlich mit beiden Analog-Sticks spielt - sowohl die Gas- als auch die Brems-Taste bei jeder Aktion voll durchdrücken muss, können schon nach kurzer Zeit Schmerzen in der Daumengegend auftreten - eine weniger extreme Abfrage der analogen Buttons wäre wünschenswert gewesen.

Die KI (Computer-Intelligenz) weiß leider nicht immer zu überzeugen. Zwar stellt sie speziell im Karriere-Modus eine echte Herausforderung dar, so dass selbst Profis zumindest anfänglich nicht hoffnungslos unterfordert sind (in den anderen Modi kann man den Schwierigkeitsgrad einstellen), im Rennen erweist sie sich jedoch des Öfteren als äußerst dumm, da die Computer-Fahrer einfach mal mitten auf der Geraden bremsen oder dem Spieler mit Vollgas ins Heck rauschen, was dank des abgeschafften, sturen Ideallinienfahrens glücklicherweise nicht allzu oft vorkommt.
Ganz authentisch wurden die Stärken der Fahrer und Teams übrigens nicht implentiert, da Ferrari im Spiel nicht selten von Williams, BAR und Renault geschlagen wird (vor allem Williams ist extrem stark) und Michael Schumacher oftmals arge Probleme mit seinem Teamkollegen hat, zumindest im Karriere-Modus.

Der schon weiter oben beschriebene Karriere-Modus ist das absolute Sahnestück des Spiels, da die KI hier wirklich fordernd ist und eine virtuelle Formel-1-Karriere mit allen Höhen und Tiefen, Siegen und Entlassungen, Teamwechseln und Testfahrten einfach unheimlich viel Spaß macht.

Zu guter Letzt darf man auch noch einige historische Fahrzeuge wie den Williams FW14B (1992), den Jordan EJ191 (1991) oder den Lotus 72E (1972) freispielen, was für zusätzliche Langzeitmotivation sorgt. Laut bislang unbestätigten Gerüchten sollen sogar versteckte Strecken im Spiel zu finden sein.

"Formel Eins 04" ist definitiv eine der besten Konsolen-Formel-1-Simulationen der letzten Jahre, deutlich besser als die Vorgänger sowie die Konkurrenzprodukte von Electronic Arts.
Langfristig motivieren kann neben den freispielbaren Fahrzeugen vor allem der geniale Karriere-Modus, der auch für Rennspiel-Profis interessant sein dürfte und fast keine Wünsche offen lässt. Auch technisch ist das Spiel sehr ansehnlich, wenngleich mehr drin gewesen wäre und Grafik-Power der PS2 ohnehin zu wünschen übrig lässt.
Erfreulicherweise bekommt man das Spiel bei eBay mittlerweile sogar schon für unter 30 Euro, was angesichts des erst Ende Juli erfolgten Releases recht erstaunlich ist.
Infos
Erhältlich für
Genre
Racing
Publisher
SCEE
Entwickler
SCEE
Website
de.playstation....
Release
30. Juli 2004
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Features
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