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Spielinfos Bewertungen (3) User-Reviews (2) Screenshots (0) Spiel bewerten

Lost Kingdoms 2

Gamecube
» Grafik: 70
» Sound: 60
» Spielspaß Solo: 79
» Spielspaß Multi: 60
» Gesamtwertung:
78
» Anzahl Bewertungen: 3     » alle zeigen
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Infos
» Von: Evoli
» Am: 22.01.2005
» Spielzeit: > 10 h
» Grafik: 74
» Sound: 60
» Spielspaß Solo: 79
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung: 78
Qualität
» bewertet mit: 10
Lost Kingdoms aus dem Hause From Software war nicht nur das erste Rollenspiel für den GameCube, sondern es hob sich vor allem auch durch sein recht ungewöhnliches, auf Sammelkarten basierendes, Spielprinzip vom Rest des Genres ab. Zu diesem, in Japan als Rune bekannten, Game ist dann also das heutzutage scheinbar fast unvermeidliche Sequel erschienen, welches die ehemaligen Fans erneut durch die Kombination aus genretypischen Fantasy-Elementen und Magic: The Gathering-ähnlichen Mechanismen vor die Fernseher locken sollte.

Alte Welt mit neuer Heldin

Seit Prinzessin Katia sich in Lost Kingdoms auf den Weg machte, um die düsteren Nebelschwaden aus ihrer Heimat zu vertreiben, sind 200 Jahre ins Land gezogen. Angesichts dieser langen Zeitspanne verwundert es nicht weiter, dass im zweiten Teil eine ganz andere Heldin den Kampf gegen das unverwüstliche Böse in neuer Gestalt aufnehmen muss. Tara Grimface ist allem Anschein nach ein von seiner Familie verlassenes Waisenkind, das von Dieben und anderen zwielichtigen Gesellen mehr schlecht als recht aufgezogen wurde und nun als eher unfreiwilliges Mitglied der Skorpionbande auf Raubzüge geht.
Doch warum hat ausgerechnet dieses einsame Mädchen den legendären Runenstein bei sich, welcher sich eigentlich seit Generationen im Besitz der Königinnen von Alanjeh befindet? Weshalb wurde Tara damals überhaupt von ihrer Familie ausgesetzt? Und welche finstere Macht steckt hinter den ungewöhnlichen Vorgängen im Nachbarland Kendaria? All diese Fragen sollen natürlich im Laufe der Geschichte, unter anderem in (mal vorgerenderten, mal in Spielgrafik gehaltenen) Zwischensequenzen, aufgelöst werden...

Kartenlegen à la Lost Kingdoms 2

Taras Runenstein zieht nicht nur aufgrund seiner schicken Farbe die neidischen Blicke sämtlicher Dörfler und Diebe auf sich, denn mit seiner Hilfe können gewaltige Monster in allen erdenklichen Formen beschworen werden. Dafür werden im Prinzip nur Portraits der Wesen in Form von magischen Karten sowie die dazugehörigen Zaubersteine als Energiequelle benötigt.
Die junge Heldin selbst ist offensichtlich nicht stark genug, um riesige Langschwerter oder Kriegshämmer zu schwingen, weshalb eben andere Kreaturen für sie die Drecksarbeit erledigen müssen. Tara sollte sich angesichts der zahlreichen Gefahren vornehm zurückhalten, vor allem weil sie trotz ihrer Abneigung gegen direkte Konfrontationen sehr wohl verwundbar und letzten Endes sterblich ist.
Lost Kingdoms 2 wurde von den Entwicklern in verschiedene Dungeons oder monsterverseuchte Ebenen eingeteilt, in denen es jeweils eine oder mehrere Missionen zu überstehen gilt bevor der nächste Bereich bereist werden darf. Darüber hinaus ist es später auch jederzeit möglich, zwecks Training oder Schatzsuche in die Gebiete zurückzukehren.
Vor jedem Ausflug in die aktuelle Höhle des Löwen stellt der Spieler ein Deck aus bis zu dreißig der insgesamt über 200 unterschiedlichen Karten zusammen, welche grundsätzlich in einige Elemente mit passenden Stärken bzw. Schwächen unterteilt sind: Feuer, Wasser, Erde, Holz, Metall und Neutral. Ein tapferes Feuerteufelchen wird im Duell mit einem Wasserwesen logischerweise also nicht lange durchhalten, gegen eine empfindliche fleischfressende Pflanze stehen seine Chancen aber entsprechend schon deutlich besser.
In der unteren rechten Ecke des Bildschirms werden jeweils die vier aktuellen Karten angezeigt, welche durch einen simplen Druck auf die zugeordneten Buttons (A, B, Y und X) im Handumdrehen zwecks Beschwörung auszusuchen sind. Falls eine Karte absolut nicht zur jeweiligen Situation passen will, wird das unbrauchbare Objekt ebenfalls per Knopfdruck vorerst wieder unter den Stapel befördert.
Die dazugehörende Energie, die oben erwähnten magischen Steine, klaubt Tara einfach nach beendeten Auseinandersetzungen zusammen, oder sie durchwühlt über die Levels verteilte Schatztruhen, welche anscheinend genretypisch wieder einmal niemandem gehören ;)
Falls Tara mal keine Lust hat, ihre niedlichen „Haustierchen“ auf lästige Viecher zu hetzen, kann sie nun (anders als im ersten Teil) übrigens auch ihr Heil in der Flucht suchen, denn alle Gegner sind jederzeit auf dem Bildschirm zu sehen und es gibt keine Zufallskämpfe mit gesonderten Arenen.

Pfiffige Helfer und erfahrene Veteranen

Manche Karten dienen übrigens nicht direkt als Kämpfer sondern eher als treue Helfer in schwierigen Situationen. Eine gute Fee erneuert so beispielsweise Taras Lebensenergie, während andere Monsterchen die Aufmerksamkeit der Gegner auf sich lenken oder die Attribute ihrer kämpfenden Kumpanen verändern. Ein neues Element der Fortsetzung sind die speziellen Verwandlungskreaturen, deren Fähigkeiten sich Tara zu Nutze macht, um ansonsten unerreichbare Abschnitte der Levels zu erforschen. Die Protagonistin schlüpft nämlich für kurze Zeit in die Haut der Monster und kann so anschließend unter anderem auf hochgelegene Vorsprünge hüpfen oder mit hammerharten Schlägen störende Felsen zertrümmern.
Durch Kämpfe sammeln sowohl die Karten als auch ihre Herrin wertvolle Erfahrungspunkte, welche jedoch unterschiedliche Veränderungen mit sich bringen. Während Tara selbst nach und nach in höhere Levels aufsteigt und so die maximale Gesamtanzahl ihrer Lebens- bzw. Magiepunkte sowie den Verteidigungswert erhöht, können erprobte Karten in einem Geschäft zu schlagkräftigeren Monstern umgewandelt oder auch vervielfältigt werden.

Suchaufgaben und Zweispieler-Gefechte

Im Vergleich zu den vielen Schlägereien spielen Rätsel in Lost Kingdoms 2 eine eher untergeordnete Rolle, aber von Zeit zu Zeit sollen u.a. immerhin Schalter betätigt und Gegenstände von einem Ort zum anderen getragen und an der richtigen Stelle benutzt werden. Neugierige Abenteurer können sich außerdem mit dem Auffinden roter Feen belustigen, für die sich ein Forscher bereitwillig von seinen seltenen Karten trennt.
Neben dem Storymodus wartet netterweise auch noch ein Multiplayer-Mode für zwei Spieler auf echte Beschwörungsmeister, die sich anschließend gegenseitig ihre gefährlichsten Kreaturen auf den Hals hetzen dürfen, was auf Dauer aber leider nicht übermäßig unterhaltsam ist.

Pupsende Hobgoblins und leichte Orientierungsprobleme

Die Grafik des Spiels ist recht durchwachsen, denn während einige Beschwörungen mit ein paar wirklich schicken Zaubereffekten verbunden sind, wurden manche Umgebungen nicht gerade mit einer Unmenge an hübschen Details versehen. Die Kameraperspektive muss ständig manuell nachjustiert werden und da die Karten einen relativ großen Bereich des Bildschirms bedecken, leidet die Übersicht in den teilweise erst schon hektischen Kämpfen manchmal ziemlich deutlich.
Der Soundtrack in Lost Kingdoms 2 verwöhnt den Spieler nicht unbedingt mit orchestralen Ohrwürmern, denn innerhalb der meisten Levels wird kaum mehr als höchstens durchschnittliche, unmotivierte „Dudelmusik“ geboten, die von ein paar nicht weiter bemerkenswerten Effekten begleitet wird. Die Zwischensequenzen wurden immerhin mit einer annehmbaren englischen Sprachausgabe versehen, ansonsten muss man sich jedoch wie in vielen Games mit (wahlweise auch deutschen) geschriebenen Texten zufrieden geben.

Fazit

Lost Kingdoms 2 gehört zwar in technischer Hinsicht nicht zu den Highlights auf dem GameCube und in den Kämpfen geht im Eifer des Gefechts so manches Mal die Übersicht flöten, aber insgesamt bringt das Game durch seine Kartenthematik doch ein wenig Schwung ins Genre und weiß für einige Zeit gut zu unterhalten. Nach dem ersten Durchspielen wird man es wahrscheinlich so schnell nicht mehr herauskramen, aber absolute Kartenfreaks können sich immerhin sehr lange mit dem Komplettieren ihrer Sammlung und dem Zusammenstellen echter „Killer-Decks“ beschäftigen.


positiv

- interessantes Konzept
- viele Karten mit den dazugehörigen coolen Monstern

negativ
- teilweise ein wenig unübersichtlich
- technisch eher unscheinbar



Anmerkung: Diesen Test findet ihr auch bei GameCaptain.de –> Keine Sorge: Ich habe ihn nicht geklaut, sondern ganz allein geschrieben ;)

Christina
Infos
Erhältlich für
Genre
Rollenspiele
   Action-RPG
Publisher
Activision
Entwickler
FromSoftware
Website
www.activision....
Release
Erhältlich
Spiel kaufen
»  Game World
»  game4game
Features
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