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Spielinfos Bewertungen (19) User-Reviews (7) Screenshots (0) Spiel bewerten

89. Skies of Arcadia Legends

Gamecube
» Grafik: 78
» Sound: 85
» Spielspaß Solo: 95
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung:
91
» Anzahl Bewertungen: 19     » alle zeigen
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Infos
» Von: Evoli
» Am: 22.01.2005
» Spielzeit: > 10 h
» Grafik: 72
» Sound: 82
» Spielspaß Solo: 88
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung: 86
Qualität
» bewertet mit: 10
Segas Dreamcast war bekanntlich kein großer kommerzieller Erfolg, aber man muss immerhin zugeben, dass für die glücklose Konsole einige äußerst gelungene Spiele erschienen. Zu diesen Perlen gehörte auch Skies of Arcadia, ein von Segas Entwicklerstudio Overworks geschaffenes Rollenspiel, das mit der Namenserweiterung „Legends“ und einigen schönen Neuerungen versehen auch für den GameCube zu haben ist.

Willkommen in der Himmelswelt

Schon gleich am Anfang wird deutlich, dass sich die Welt des Spiels zweifelsohne recht stark von den Szenarien der meisten anderen RPGs unterscheidet, denn in Skies of Arcadia dreht sich alles um himmlische Gefilde, welche in diesem Fall von allerhand maritimen Geschöpfen und anderen eigentlich typischen Wassererscheinungen bevölkert werden. Fische und Wale schwimmen fröhlich zwischen Schäfchenwolken herum, tropische Inseln warten geradezu auf tapfere Entdeckernaturen, geschäftstüchtige Händler transportieren Waren von einem Ort zum anderen und listige Piraten lauern ebendiesen Kaufleuten auf, um ihnen die wertvolle Ladung zu entreißen. Die Freibeuter werden hier grundsätzlich in zwei große Gruppen eingeteilt: Während die raffgierigen Black Pirates ausschließlich an ihrem eigenen Profit interessiert sind, sehen sich die sympathischen Blue Rogues eher als „Robin Hoods der Lüfte“, zumindest was das klassische Motto „Wir bestehlen nur die Reichen“ betrifft ;)
Während eines Überfalls auf ein Kriegsschiff des menschenverachtenden Valua Imperiums befreien der Blue Rogue-Junge Vyse und seine beste Freundin Aika das geheimnisvolle Mädchen Fina. Die kleine Blondine mit den grasgrünen Augen stammt ganz offensichtlich aus einem weitentfernten Land, will den Sinn und das Ziel ihrer lebenswichtigen Mission jedoch vorerst nicht preisgeben...

Vertraute Mechanismen und die Macht der Steine

Wie nicht anders zu erwarten werden Vyse und Co. schon bald in die Ereignisse rund um Fina bzw. ihren Auftrag verwickelt und diese Involvierung bringt nicht nur eine große Reise voller Gefahren sondern vor allem auch zahllose Auseinandersetzungen mit sich.
Die rundenbasierten Zufallskämpfe in Skies of Arcadia Legends bieten dem Spieler grundsätzlich einige Aktionsmöglichkeiten, die man praktisch aus fast jedem japanischen RPG kennt: Man kann wegrennen (was auf Dauer jedoch mit einem gewissen Prestige-Verlust verbunden ist), mit den jeweiligen Lieblingswaffen angreifen, in Abwehrstellung gehen, zaubern und Objekte sowie Spezialfähigkeiten (hier SuperZüge genannt) einsetzen.
Eine wichtige Rolle spielen dabei so genannte Moon Stones, welche die Truppe nach und nach an bestimmten Stellen automatisch anvertraut bekommt. Diese verschiedenfarbigen Steine sind jeweils einem der sechs Monde und dadurch gleichzeitig einem magischen Element wie etwa Feuer oder Blitz zugeordnet. Versieht man die Waffe des Helden mit einem solchen Attribut, werden manche Gegner besonders schnell ins Jenseits geschickt, andere lachen sich aber leider nur schlapp, wenn sich ihnen das betreffende Partymitglied nähert. Die Farbe der Waffen kann zum Glück jederzeit (auch in laufenden Kämpfen) geändert werden, falls die Truppe mit bestimmten fiesen Kreaturen überhaupt nicht zurechtkommt.
Auch das Magiesystem nutzt die Kraft der geheimnisvollen Mondsteine: Nach jeder siegreichen Konfrontation erhalten die tapferen Recken nämlich nur die genretypischen Erfahrungspunkte, Geldprämien und Items, sondern auch einige Zaubersteinchen passend zur gewählten Moon Stone-Farbe. Hat man genug von einer Sorte angehäuft, wird ein neuer Zauberspruch dieser Kategorie erlernt.
Die SuperZüge eignen sich die Helden dagegen ganz ohne Zuhilfenahme von Mondsteinen, nämlich durch den Verzehr von seltenen Beeren, an.

Geistreiche Keilereien

Zaubersprüche und Superzüge sollen selbstverständlich nicht am laufenden Band auf Gegner losgelassen werden und die Entwickler haben sich deshalb das gelungenen Spirit-System ausgedacht. Jeder Einsatz von Magie bzw. Spezialfähigkeiten verbraucht abhängig von der Stärke unterschiedlich viele Punkte aus dem kollektiven Spirit-Kontingent der Gruppe, welches sich pro Runde nur relativ langsam wieder regeneriert. Wer also ständig mit Zaubersprüchen um sich wirft, wird nie wirklich effektive Superattacken vom Stapel lassen.
Durch den Befehl „Fokus“ können die Charaktere aber immerhin schneller Punkte sammeln, um sie ihren angreifenden oder heilenden Freunden gnädigerweise zur Verfügung zu stellen.
Nach dem Kampf werden die übriggebliebenen Spirit-Einheiten übrigens jedes Mal wieder gelöscht, weshalb man vielleicht doch nicht zu sehr mit den Punkten geizen sollte.

Über den Wolken...

...ist die Freiheit bekanntlich (fast) grenzenlos und in diesem Spiel kann man später auch wirklich sehr viele unterschiedliche Orte bereisen. Standesgemäß schippern die Luftpiraten mit verschiedenen imposanten, erweiterbaren Segel- bzw. Dampfschiffen durch die himmlischen Gefilde und abseits des eigentlichen Plots gibt es neben Unmengen an mehr oder weniger lukrativen Nebenmissionen auch einige spektakuläre Seeschlachten zu bestehen. Diese Gefechte erinnern vom Aufbau her an die normalen Kämpfe auf dem Boden, die bekannten Waffen werden aber beispielsweise durch Bordkanonen und die heilenden Steine durch Repair Kits ersetzt. Insgesamt gestalten sich die Luftkämpfe möglicherweise ein wenig zu langatmig, weil die einzelnen Züge recht viel Zeit verbrauchen, aber sie bilden trotzdem eine nette Abwechslung zum Rollenspielalltag.
Viele Ereignisse, wie etwa die unterschiedlichen Antwortmöglichkeiten in Gesprächen mit Passanten, beeinflussen den Ruf des Anführers und der Spieler kann versuchen, durch das Entdecken von zahlreichen Geheimnissen und andere tapfere Taten zu einer echten Legende der Himmelsmeere zu werden.

Alles neu macht der Mai (äh...GameCube)?

Das Spielprinzip mag noch so zeitlos und unterhaltsam sein, der Technik merkt man jedoch trotzdem manchmal an, dass dieses Spiel eigentlich schon ein paar Jährchen und einen Systemwechsel auf dem Buckel hat. So wirken die Texturen teilweise ein wenig zu verwaschen, die an sich netten, bunten Hintergründe sind gewöhnlich längst nicht so spektakulär anzuschauen wie die etwa aus Final Fantasy-Games bekannten Szenerien und auch die Monsterschar könnte durchaus ein paar zusätzliche Details vertragen. Im Vergleich zum Dreamcast-Original wurden nur kleinere Schönheitskorrekturen vorgenommen (die Hände der Protagonisten sehen z.B. weniger klobig aus), so dass Skies of Arcadia Legends im Grafikbereich nicht besser als befriedigend abschneidet.
Der Soundtrack unterstützt die abenteuerliche Piraten-Atmosphäre sehr gut, dafür muss man jedoch auf eine komplette Sprachausgabe verzichten. Die Charaktere geben lediglich während bzw. nach den Kämpfen je nach Situation verschiedene angeberische, geheimnisvolle oder auch mal niedergeschlagene englische Kommentare zum Besten („That was easy“, „Serves them right“, „Moons, give me strength“ etc.). Entschädigt wird der Spieler immerhin durch die überzeugende deutsche Übersetzung der Texte sowie vor allem durch das witzige Minenspiel der sympathischen Helden.
Während die Technik also weitestgehend unverändert geblieben ist, wurde das Gameplay durch diverse spielspaßfördernde Neuerungen deutlich aufgepeppt. Zu diesen Verbesserungen gehören unter anderem: die zahlenmäßige Reduzierung der Zufallskämpfe in Kombination mit verkürzten Ladezeiten, einige exklusive Orte mit den passenden Personen bzw. Nebenaufgaben, das unterhaltsame Einfangen von Mondfischen als Nahrung für einen niedlichen Babyvogel (als Belohnung winken wertvolle Geschenke) und die Kopfgeldjagd. Auf weitestgehend freiwilliger Basis werden dabei gegen Bares die Schiffe gesuchter Piraten in Luftkämpfen in ihre armseligen Einzelteile zerlegt.

Meine Meinung

Vom Hersteller wird das neue Skies of Arcadia als “Director´s Cut“ bezeichnet und diese Beschreibung trifft es eigentlich recht gut. Fans des Originals dürfen ganz bestimmt kein neues Spiel erwarten, aber auch für diese Veteranen kann sich ein erneuter Besuch in der Luftpiraten-Welt, sofern der Geldbeutel groß genug ist, vielleicht doch noch lohnen. Für rollenspielbegeisterte Neulinge ist der moderne Klassiker sicherlich sowieso eine ausgezeichnete Wahl was typisch japanische RPGs (mit Zufallskämpfen und allem was dazugehört) für den GameCube betrifft. Der riesige Umfang und die fast unendlich vielen Aktionsmöglichkeiten lassen die eher mittelmäßige Technik schnell vergessen und die spannende Story mit ihren liebenswerten Hauptdarstellern überzeugt trotz einiger Klischees.



Anmerkung: Diesen Test findet ihr auch bei GameCaptain.de –> Keine Sorge: Ich habe ihn nicht geklaut, sondern ganz allein geschrieben ;)

Christina
Infos
Erhältlich für
Genre
Rollenspiele
Publisher
Atari
Entwickler
Overworks
Website
www.atari.de/pr...
Release
Erhältlich
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Features
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