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96. Skies of Arcadia Legends

Gamecube
» Grafik: 78
» Sound: 85
» Spielspaß Solo: 95
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung:
91
» Anzahl Bewertungen: 19     » alle zeigen
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Infos
» Von: MFauli
» Am: 30.06.2003
» Spielzeit: > 10 h
» Grafik: 63
» Sound: 84
» Spielspaß Solo: 100
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung: 87
Qualität
» bewertet mit: 10
Rollenspiele sind auf dem Gamecube äußerst dünn angesiedelt, und die RPGs (Role-Playing-Game), die es gibt sind qualitativ von sehr niedrigem Niveau.
Mit Skies of Arcadia Legends, einer Umsetzung des Hits der damaligen Dreamcast, Gott segne sie, soll nun die Offenbarung auf der neuen Nintendo Konsole kommen.
Manch böse Zunge möchte jetzt behaupten "Was will Nintendo mit so einem Oldie?", aber das einzige, was bei SoA (Abk. für Skies of Arcadia Legends) auf irgendeine Art und Weise an einen Oldie erinnen könnte, ist die Grafik.

Die Geschichte von SoA beginnt mit einer Befreiungsaktion eines geheimnisvollen Mädchens aus den Klauen des valuanischen Empires, die bei einem Überfall von Luftpiraten auf ein valuanisches Flugschiff unbeabsichtigt unternommen wird.
Die Valuaner können dies nicht so stehen lassen, und entführen darauhin alle männlichen Angehörigen dieser Blue Rogues (Es gibt Blue Rogues und Black Pirates, Blue Rogues stehlen nur von den Reichen und Bösen, Black Pirates sind traditionell böse Piraten) um sie später hinrichten zu lassen.
Der Sohn des Käpt´ns der Blue Rogues, Vyse, macht sich natürlich sofort auf, seinen Vater und die anderen zu befreien.
Unter größten Gefahren gelingt es ihnen,mit allen aus der valuanischen Festung zu entkommen, doch dies ist erst der Anfang eines gigantischen Abenteuers....

Soviel zur Story dieses großartigen Spiels.Allerdings sollte ich an dieser Stelle aufhören, da bei einem Rollenspiel mehr als bei Spielen anderen Genres die Story wichtig ist
Ich hoffe, aus dieser kurzen Erzählung meinerseits lässt sich schon erahnen, wie fesselnd dieses Spiel ist.

Die Welt in SoA besteht aus in der Luft schwebenden Inseln, und um sich von Insel zu Insel zu bewegen, fliegt man mit einem Luftschiff durch die Gegend.
Gebietsbegrenzungen werden durch starke Luftströme oder Felswände dargstellt, an denen man im Verlauf des Spiels aber auch vorbeikommen können wird.
Speicherpunkte gibt es, wie ich ,im Gegensatz zu Aussagen anderer Spieler, finde, oft genug, man findet sie grundsätzlich direkt vor Bosskämpfen.
Ausserdem kann man, wenn man mit dem Luftschiff unterwegs ist, immer und jederzeit abspeichern.

Das Gameplay von SoA ist sehr einfach, man bekommt etwas Story erzählt, hat daraufhin ein Ziel , zu dem man gehen, fliegen, oder wie auch immer hin, muss, um dort, nach zahlreichen Zufallskämpfen mit verschiedensten Monstern, einem besonders starken Gegner, sogenannte Bossgegner, zu begenen, nach dessen Tod die Story weitererzählt wird.
Das hört sich für den einen oder anderen jetzt vielleicht nicht allzu prickelnd an, aber in der Praxis macht es sehr viel Spass und motiviert ständig zum Weiterspielen.
Vor 2 Tagen z.B. habe ich noch um 22 Uhr gespielt, und wollte wirklich aufhören, habe gespeichert, und woltle nur noch in den nächsten Raum gehen, um zu sehen, was mich morgen erwarten wird, nun ja, ich habe dann tatsächlich erst um 3 Uhr in der Früh aufgehört zu spielen.

Die Kämpfe gegen Monster laufen streng rundenbasierend ab, sprich, man wählt für jede seiner Spielfiguren (meist hat man 4 Charaktere im Team) eine Aktion aus, nämlich entweder "Angriff","SuperAngriff","Magie","Schutz","Objekt" oder "Rennen"( Flucht), die dann nach Eingabe aller Befehle ausgeführt werden.
Was mich beim Kampfsystem etwas stört, ist, dass mit so großen Zahlen umgegangen wird.
Soll heissen, ein Gegner greift einen meiner Charaktere an, und zieht im z.B. 134 Lebenspunkte ab.
Das ist nun aber im Spiel ziemlich wenig, denn mein Charakter hat, obwohl er einen niedrigen Level besitzt, ganze 2000+ Lebenspunkte.
Meiner Meinung nach hätte man diese Zahlen verhältnisgemäß heruntersetzen können.
Aber das sollte man nicht als echten Kritikpunkt am Spiel betrachten.

Das besondere an SoA ist, dass es nicht nur normale Kämpfe gegen Monster gibt, sondern auch, wenn auch seltener, Luftkämpfe gegen feindliche Luftschiffe.
Wie bei den gewöhnlichen Kämpfen läuft alles rundenbasierend ab, allerdings ist hier etwas mehr Taktik gefragt, denn ein einziger Luftkampf kann schon mal an die 30 Minuten dauernd.
Da nochmal von vorn beginnen zu müssen, falls man verliert, kann sehr frustrierend sein.
Ansonsten ist alles genau wie sonst, nur dass man mit dem Schiff kämpft, und nicht mit den Charakteren, und so die Angriffe statt mit Schwert und Magie mit Kanonen und Torpedos ausgeführt werden.

Die technische Seite von SoA ist , man muss es sagen, eher schwach.
Die Grafik ist zwar einer Next-Generation-Konsole insofern würdig, da SoA besser aussieht als jedes Nintendo64- oder Playstation-Spiel, allerdings im Vergleich zu den meisten anderen Gamecube-Spielen einfach nur schlecht.
Dem entgegen muss man aber sagen, dass gute Grafik bei Rollenspielen noch nie ein Muss war, da diese Sorte von Spielen von der Atmpsphäre und der Story lebt.
In meinen Augen jedenfalls sieht SoA so aus, wie aussehen muss.
Nette Grafikeffekte gibt es aber trotzdem, vor allem, wenn man einen SuperAngriff ausführt oder einen Zauberspruch spricht.
Der Sound bietet leider kein DolbyProLogicII, was aber nicht so sehr ins Gewicht fällt, da heutzutage die Mehrheit der Spieler noch ohne Surround-Anlage spielt.
Nichtsdestotrotz sind die Musikstücke im Spiel wunderschön anzuhören, einige werden einem nach dem Spielen gewiss noch lange in Erinnerung bleiben.
Ein anderes Manko ist die etwas zähe Spielgeschwindigkeit.
Dies macht sich beim Betreten eines Hauses oder dem Erklimmen einer Leiter deutlich, denn diese Aktionen dauern einfach zu lange.
Zudem wird der Spielfluss durch die häufigen Zufallskämpfe gehemmt, die zwar laut Aussagen der Entwickler in der Gamecube-Fassung vermindert wurden, aber gerade später, wenn man schon starke Charaktere haben, trotzdem nervig sind, da sie dann keine Gefahr mehr sind und auch zu wenig Erfahrungspunkte bringen, um wenigstens so nützlich zu sein.

Abschliessend bleibt mir zu sagen, dass ich bis jetzt 37,5 Stunden verbracht habe, und ein Ende noch lange nicht in Sicht ist.
Wer also endlich mal ein Spiel will, bei dem man nicht schon nach 10-15 Stunden den Abspann sieht, ist bei Skies of Arcadia Legend ebensp richtig, wie jemand, der eine fantastische Story miterleben will.
Ich für meinen Teil bin begeistert von diesem Rollenspiel-Highlight, und hoffe, noch einige Stunden mit diesem Spiel beschäftigt zu sein.