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fast friedliche würmer
Wer die Worms nicht kennt, hat wohl die letzten paar Jahre Videospieltechnisch hinter dem Mond gelebt. Die Worms sind kleine Rosa Würmer, die sich regelmäßig in Teams zusammenraufen, um anderen Würmerteams mit Hilfe von zahlreichen Waffen das Lebenslicht auszublasen. Dies machte vor allem im Mehrspielermodus einen riesigen Spaß, alleine kam jedoch recht schnell Langeweile auf. Jetzt sind die Würmer zurück, allerdings in einem wesentlich weniger martialischen Spiel. Zwar hantieren die Wirbellosen Bodenbewohner auch bei Worms Blast mit verschiedenen Waffen, aber diese richten sie in aller Regel nicht gegen andere Würmer (wobei es hier auch Ausnahmen gibt), sondern gegen farbige Blasen, die am oberen Bildschirmrand kleben. Wenn sich jetzt wer an Bust-A-Move erinnert fühlt, hat vollkommen richtig gedacht, denn Worms Blast kann man eindeutig als einen Klon dieser beliebten Serie bezeichnen – allerdings mit ein paar neuen Ideen. Prinzipiell geht es darum, mit Hilfe von farbigen Geschossen gleichfarbige Blasen zu treffen und damit zu zerstören. Erste Neuerung im Vergleich zu Bust-A-Move ist, dass man nun nicht an einer feststehenden Kanone herumhantiert, sondern dass man ein Boot steuert, in dem einer dieser besagten Würmer sitzt. Diese Boot steuert ihr nach links oder rechts, und gleichzeitig verändert ihr den Schusswinkel euer Waffe. Die Waffe, standardmäßig die von den Würmern so geliebte Bazooka, ist das zweite, entscheidend andere Spielelement von Worms Blast. Denn wie schon bei den anderen Teilen der Worms Serie bestimmt ihr durch die Dauer eures Knopfdrucks, mit wie viel Power ihr schießt, was entscheidende Auswirkung auf die Flugbahn eures Projektils hat, das, im Gegensatz zu Bust-A-Move nämlich auf die Gesetze der Schwerkraft reagiert und einen Bogen beschreibt. Doch Vorsicht bei all zu starken Geschossen! Solltet ihr mal über den Bildschirmrand hinausfeuern, hat das unangenehme Konsequenzen: Dann fällt euch nämlich ein schwerer Gegenstand auf den Kopf und zieht euch etwas Lebensenergie ab. Das kann euch auch passieren, wenn ihr euch selbst mit eurem eigenen Geschoss trefft, oder wenn ihr von herabfallenden Blasen überrascht werdet. Ebenfalls aus den alten Worms-Spielen bekannt sind die Holzkisten, in denen sich verschiedene andere Waffen befinden, wie ein Laser oder eine Shotgun, die komplett andere Eigenschaften als die Bazooka haben und somit ein anderes Vorgehen ermöglichen aber auch nötig machen. An Spielmodi könnt ihr zwischen einem Versus-Modus, den Herausforderungen oder dem Puzzlemodus wählen. Im Versus-Modus wird der Bildschirm geteilt und ihr tretet gegen einen Freund oder einen Computergegner an. Das Spielprinzip bleibt das oben beschriebene, nur mit dem Unterschied, dass sich in der Wand zwischen den beiden Spielern ein Loch befindet, durch das ihr hindurchschießen und den Gegner versenken könnt. Im Puzzlemodus stellen die Programmierer euch vor verschiedene Aufgaben, bei denen es bestimmte Ziele zu erreichen gibt. So habt ihr zum Beispiel nur eine begrenzte Anzahl von Munition um den kompletten Bildschirm frei zu räumen, ihr spielt gegen die Zeit, weicht einer Schlange aus, oder zerstört eine bestimmte Anzahl von Zielen. Einen Teil dieser Aufgaben findet ihr dann schließlich in den Herausforderungen wieder, wo ihr die Levels auf Zeit und Punkte angeht. Technik: Worms Blast wird in der für die Serie typischen Zeichentrick-2D Grafik dargestellt, 3D-Objekte sucht ihr vergebens. Das einzige, was man als optischen Effekt bezeichnen könnte, ist die Wellenbewegung des Wassers, die ganz gut aussieht. Dafür sind die Hintergrundbilder mit liebe zum Detail gestaltet und mit vielen Farben und hoher Auflösung ausgestattet, so dass die optische Präsentation für diese Art von Spiel durchaus angemessen ist. Axels Meinung:
Worms Blast ist ein im Prinzip wirklich witziges Spiel mit einigen interessanten Ideen, das eigentlich Lust auf mehr macht. Leider wird der Spielspass durch zwei Faktoren heftig ausgebremst: Erstens ist der wichtigste Punkt bei einem Geschicklichkeitsdenkspiel, die Steuerung, sehr hakelig und nervig ausgefallen, was durch Trägheit, die vom Wasser bedingt ist, noch verstärkt wird. Zweitens, und das hängt auch mit dem ersten Punkt zusammen, ist der Schwierigkeitsgrad meiner Meinung nach deutlich zu hoch ausgefallen, so dass vor allem die Matches gegen den Computer für mich praktisch unspielbar sind. Sehr viel Spaß gemacht haben mir dagegen der Puzzlemodus und die Herausforderungen, auch wenn hier die oben erwähnten Probleme natürlich weiterhin präsent sind, aber nicht so sehr ins Gewicht fallen. |
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