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Spielinfos Bewertungen (39) User-Reviews (8) Screenshots (6) Spiel bewerten

257. Eternal Darkness: Sanity's Requiem

Gamecube
» Grafik: 80
» Sound: 90
» Spielspaß Solo: 89
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung:
88
» Anzahl Bewertungen: 39     » alle zeigen
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Infos
» Von: majerle
» Am: 07.10.2007
» Spielzeit: 20 h
» Grafik: 70
» Sound: 88
» Spielspaß Solo: 66
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung: 66
Pro
Spannende Geschichte
Anvisieren einzelner Körperteile
Sanity-Meter
Tolle englische Sprachausgabe
Atmosphärische Soundkulisse
Contra
Vereinzelt schlechte Kollisionsabfrage
Anspruchslose Rätsel
Kurze Spieldauer
Anfangs nur durchschnittliche Grafik
Mittelmäßig animierte Hauptcharaktere
Qualität
» bewertet mit: 10
Eternal Darkness Sanity’s Requiem

Als eines der letzten Highlights für das N64 angekündigt beglückt oder besser gesagt schockiert „die ewige Dunkelheit“ nun endlich die Spieler auf dem GameCube. Dabei wollten die Entwickler nicht nur optisch, sondern auch mit einer sehr spannenden Story überzeugen. Diese beginnt auf Rhode Island wo die junge Alexandra Roivas versucht in der Familienvilla den brutalen Mord an ihrem Großvater aufzuklären. Der Spieler steuert nun Alexandra durch die leer stehende Villa und stößt nach kurzer Zeit auf ein mysteriöses Buch, welches weit in die Vergangenheit zurückreicht. In Rückblenden übernehmt ihr nun die Kontrolle über zwölf verschiedene Hauptcharaktere unterschiedlichster Zeitepochen und deckt Schritt für Schritt die wahren Hintergründe für den brutalen Mord an Alexandras Großvater auf, hinter dem viel mehr steckt als es zuerst scheint. Da die Atmosphäre von Eternal Darkness auch sehr stark von der Geschichte abhängt, wird an dieser Stelle nicht mehr verraten, denn ansonsten würde der Spielspaß zu sehr darunter leiden.

In unglaublich atmosphärischen Zwischensequenzen wird die Story von ED erzählt und vorangetrieben. Die in Spielgrafik gehaltenen Sequenzen überzeugen dabei mit ihrer exzellenten englischen Synchronisation, die den Spieler sofort in den Bann des Spiels zieht. Wer allerdings der englischen Sprache nicht mächtig ist, braucht sich nicht zu ärgern, denn netterweise wurden alle Texte sehr gut ins Deutsche übersetzt, wodurch man den spannenden Dialogen leicht folgen kann. Ausnahmsweise muss man sich bei Nintendo bedanken, dass sie dem Spiel keine deutsche Sprachausgabe verpasst haben, denn diese hätte niemals die Qualität des englischen Originals erreicht.
Im Gegensatz zur Resident Evil Reihe setzt ED nicht auf derbe Schockeffekte, sondern versucht mit vielen Kleinigkeiten euch in den Wahnsinn zu treiben. Angefangen von alleine umher fliegenden Büchern, oder beängstigenden Geräuschen aus dem leeren Nebenzimmer, bis zu völlig überraschenden Flashs. Diese werden vor allem durch das Sanity-Meter begünstigt, dabei handelt es sich um einen grünen Balken, der wenn er sinkt schockierende Halluzinationen hervorruft. So kann es euch passieren, wenn ihr einen neuen Raum betretet, dass ihr nicht mehr euren Charakter steuert, sondern eines der Monster im Spiel oder plötzlich in tausend Teile zerspringt. Ebenso werdet ihr einen Erhängten entdecken der im nächsten Moment auch wieder verschwunden ist. Um solche Schockmomente so selten wie möglich zu erleben sollte also immer die Sanity-Leiste eures Charakters gut gefüllt sein. Dies könnt ihr bewerkstelligen indem ihr bei besiegten Gegnern einen Finishing-Move ausführt, der euren verwirrten Geist wieder gesunden lässt.
Um einen Finishing-Move ansetzen zu können, müsst ihr zuvor den Gegner mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpfen. Dafür haben euch die Entwickler verschiedenste Schwerter und Fernkampfwaffen zur Verfügung gestellt. Um euch das Leben zu erleichtern haben die Programmierer die Möglichkeit eingebaut per Knopfdruck Körperteile genau ins Visier nehmen zu können. Was Anfangs als nette Spielerleichterung anmutet, gewinnt bei bestimmten Gegnern und vor allem Bossgegnern an vehementer Bedeutung, da diese nur mit einer bestimmten Taktik zu bezwingen sind. Für die normalen Gegner im Spiel lohnt sich oftmals das Anvisieren der einzelnen Körperteile jedoch nicht, da eure Gegner weder besonders intelligent vorgehen, noch genügend Zeit dafür besteht. Sehr oft werdet ihr von einer großen Anzahl von Monstern gleichzeitig angegriffen, wo taktisches Vorgehen sich eindeutig als Nachteil erweist und bloßes Hämmern auf die Tasten eher zum Erfolg führt.
Im weiteren Spielverlauf gewinnen auch eure zahlreichen Zaubersprüche an Bedeutung. Von Heilsprüchen, Reparatursprüchen bis zu magischen Barrieren ist alles dabei. Hauptsächlich werden die Zaubersprüche für die verschiedenen Rätsel benötigt, während ihr in Kämpfen eigentlich nur auf die Heilsprüche zurückgreift. Netterweise ist es euch möglich fünf Zaubersprüche als Schnellzauber auf die Tasten des GameCube-Pads zulegen um jederzeit sofortigen Zugriff auf sie zu haben. Schade ist nur, dass die Kollisionsabfrage im Spiel zeitweise zu wünschen übrig lässt und so manchen Bildschirmtod zur Folge hat. Es bleibt einfach ein Rätsel warum sich die Spielfiguren manchmal selbst durch riesigste Lücken zwischen zwei Gegnern nicht hindurchgehen können, obwohl weder ein Hindernis, noch ein Feind im Weg steht.
Um die Atmosphäre des Spiels zu steigern setzten die Entwickler auf eine nicht nachjustierbare Kamera, die euch mit verschiedensten Kamerawinkeln versorgt, die zumeist recht gut gewählt sind. Ärgerlich jedoch ist, dass man bei manchen Kamerawinkeln sehr leicht wichtige Gegenstände und Schalter für Rätsel übersehen kann, wodurch unnötigerweise doppelte Wege entstehen.
Beim Rätseldesign haben die Entwickler allerdings kein gutes Händchen bewiesen und sehr anspruchslose und zeitweise aufgesetzt wirkende Aufgaben entworfen, die euch niemals fordern. Leider verursachen diese Rätsel immer wieder richtige Leerläufe im Spiel, welche die Entwickler lieber hätten weglassen sollen.

Grafisch ist ED ein zweischneidiges Schwert. Beim Animieren und Design der Monster gaben sich die Entwickler sichtlich Mühe, im krassen Gegensatz dazu stehen die verschiedenen Hauptcharaktere. Diese wirken etwas polygonarm und eckig und bei weitem nicht so detailliert wie ihre Widersacher. Manche Bewegungen der Charaktere werden euch außerdem regelmäßig ein Schmunzeln abringen, da sie unfreiwillig komisch animiert wurden. Positiver hingegen ist eindeutig die Gestaltung der verschiedenste Schauplätze gelungen. Anfangs wirken auch diese etwas Detailarm, mit jedem Kapitel legen sie aber deutlich an optischen Highlights zu. So könnt ihr im späteren Spielverlauf bedeutend mehr Gegenstände und Lichtspiele in den Orten erblicken als zu Anfang. Schade ist nur, dass sich viele Orte trotz kleiner Veränderungen zu stark ähneln, was aber wiederum mit der Geschichte des Spiels zusammen hängt. Einen Pluspunkt verdient das Spiel aber für seine gut aussehenden Zwischensequenzen und die schönen Lichteffekte der Zauber.
Im krassen Gegensatz zur Grafik steht die Soundkulisse von ED, die eindeutig zu den Besten auf dem GameCube gehört. Die Melodien sind unglaublich atmosphärisch und verursachen immer ein unbehagliches Gefühl beim Spieler, was in diesem Fall mehr als positiv zu bewerten ist. Wenn ihr im Besitz einer guten Soundanlage sein, so solltet ihr unbedingt Gebrauch von der Dolby-Pro-Logic-II Unterstützung machen, welche die Atmosphäre des Spieles nochmals steigert. Wie schon weiter oben erwähnt weiß auch die englische Sprachausgabe zu überzeugen, die euch regelrecht spüren lässt wie die Charaktere langsam aber sicher dem Wahnsinn verfallen.

Ein wichtiger Kritikpunkt ist die Spieldauer von ED, die nur ungefähr 15 Stunden beträgt. Diese könnt ihr aber auf ungefähr 40 Stunden erhöhen, sofern ihr das ultimative Ende des Spiels sehen wollt. Dazu müsst ihr alle drei möglichen Pfade von ED durchspielen, wodurch sich dieses Game ideal für Wiederholungstäter eignet.
Fazit
Mich persönlich konnte Eternal Darkness trotz seiner tollen Geschichte, der grandiosen Soundkulisse und Sprachausgabe nicht wirklich überzeugen. Das Spiel verfügt über sehr gute Ansätze, jedoch die anspruchslosen Rätsel und die vereinzelt schwache Kollisionsabfrage haben sehr an meinen Nerven gezerrt. Fans von Psycho-Schockern oder Resident Evil sollten sich dieses Spiel trotzdem einmal genauer ansehen.
Infos
Erhältlich für
Genre
Action
   Action-Adventure
Publisher
Nintendo
Entwickler
Silicon Knights
Website
www.nintendo-eu...
Release
Erhältlich
Spiel kaufen
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