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Wolltet ihr nicht schon immer einmal Feuerwehrmann werden? Firefighter F.D.18 gibt euch die Gelegenheit dazu. Anders als in typischen Actionspielen bekämpft ihr im Konami-Titel keine physischen Feinde, sondern setzt euch mit Naturgewalten auseinander. Ob es die Programmierer geschafft haben, die an sich interessante Idee in ein gutes Spiel zu verpacken, lest ihr im folgenden Review. Hört sich nach einer typischen Story Marke Hollywood an und präsentiert sich auch in der Ausführung so. Die Dialoge zeigen sich teilweise dermaßen übertrieben heroisch und dramatisch, dass es dem Spieler schon fast peinlich wird. Die ganze Handlung ist mit Kitsch und Klischees nur so überladen. Andererseits sollte aber positiv beurteilt werden, dass Firefighter überhaupt eine relativ ausführliche Story besitzt, was ja nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit für Actionspiele ist. Nach jedem Spielabschnitt gibt es – teilweise verhältnismäßig lange – Zwischensequenzen zu betrachten, die die Handlung weiterführen. Wenn man über die Schwächen hinwegsehen kann, wird also durchaus Motivation geboten, das Spiel auch zu Ende zu bringen – vorausgesetzt, ihr seid bei einem Actiontitel überhaupt an der Story interessiert. Nun stellt das Feuer selbst keine allzu große Bedrohung dar, auch wenn es sich ständig weiter ausbreitet. Die wirkliche Herausforderung von Firefighter sind die häufigen Fallen und gescripteten Ereignisse, wie z.B. Explosionen, einstürzende Decken/Böden, Funkenflug, Gaslecks, Backfires etc. Die gescriptete Natur dieser Hindernisse sorgt, vor allem in den späteren Missionen, für viel Trial&Error. Ihr werdet einen Abschnitt mehrmals wiederholen müssen, um genau zu wissen, was wo passiert. Glücklicherweise hält sich die Frustration in Grenzen, da die meisten Levels relativ kurz sind und euch unbegrenzte Continues zur Verfügung stehen. Sterbt ihr, müsst ihr nur den betreffenden Abschnitt wiederholen. Frust kommt hier maximal in den komplexeren Missionen am Ende des Spiels auf. In regelmäßigen Abständen trefft ihr in Firefighter auf Boss-Fires. Kein Scherz. Diese sind nichts anderes als Endgegner mit allem, was so dazugehört: Energiebalken, Spezialattacken, bestimmte Angriffsmuster etc. Jedes dieser Spezialfeuer benötigt eine bestimmte Strategie, um „besiegt“ zu werden. Wirkt zwar irgendwie lächerlich, sorgt aber auch für willkommene Abwechslung im sonst monotonen Spielablauf. Bei einigen dieser Bossfeuer haben die Designer tief in die Trickkiste gegriffen: So z.B. werdet ihr von einem dieser „Brände“ in bester Donkey Kong-Manier mit Fässern beworfen, während ihr euch bei einem anderen auf einem Fließband befindet und gleichzeitig Feuern und Geschossen ausweichen müsst. Mit mehreren dieser Ideen hätte aus Firefighter durchaus ein Hitkandidat werden können. Steuerungstechnisch gibt es ebenfalls einige Kritikpunkte. So könnt ihr die Kameraperspektive nicht verändern, während ihr euch bewegt, was in einigen Situationen sehr ärgerlich sein kann. Es passiert vor allem bei Bosskämpfen des Öfteren, dass ihr euch vom Feuer wegbewegen müsst. Dabei folgt euch auch die Kamera, wodurch ihr den Blick auf den Brand verliert. Dreht ihr euch nun um, um zu löschen, müsst ihr entweder warten, bis euch die Kamera folgt, oder sie selbst justieren – was beides wertvolle Sekunden kostet und immer nervig ist. Die Kameraführung hätte sicherlich besser gelöst werden können. Darüber hinaus wird die Steuerung von den langsamen Bewegungen des Protagonisten geplagt. Mag zwar realistisch sein, aber Firefighter ist im Prinzip nichts anderes als ein Arcade-Actiontitel, weshalb das langsame Spieltempo nicht wirklich dazu passt. Die Steuerung vermittelt dadurch ein Gefühl der Trägheit, wodurch es in vielen Situationen unmöglich wird, rechtzeitig zu reagieren, was wiederum den Trial&Error-Faktor erhöht. Negativ erwähnt werden müssen auch noch die ständigen Kommentare eures Vorgesetzten. Ihr seid mit diesem Herrn über Funk verbunden, und er erteilt euch ständig „hilfreiche“ Ratschläge. Das sind so Sachen wie z.B. Watch out for Explosions!, nachdem ihr in eine ebensolche gerannt seid, Help him! oder Why don’t you help him!, während ihr euch mühsam zu einem Überlebenden vorkämpft, oder das immer beliebte Not good, wenn ihr kurz vor eurem Ende steht. Kurz gesagt: Der Typ ist einfach nur unnötig. Immerhin sorgt er ab und zu auch (unfreiwillig) für Lacher. Sein Watch out! im Angesicht eines Bossfeuers erinnert mich jedes Mal wieder an das kultige Watch out! It’s a Monster! aus Resident Evil 1. Dean McGregor selbst ist ansprechend animiert und gestaltet, während die anderen In-Game-Charaktere qualitativ eher abfallen. Dafür aber können die Zwischensequenzen durch detailliertere Figuren überzeugen. Soundtechnisch gibt es an dem Titel nichts zu bemängeln. Die Soundeffekte (vor allem die des Feuers) kommen durchaus realistisch rüber, und der Soundtrack ist eine spezielle Erwähnung wert: Anders als typische Vertreter des Actiongenres setzt Firefighter hier auf eher orchestrale Melodien, die zusammen mit der Story das Movie-Flair des Spiels noch verstärken.
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