Jetzt mitmachen!
Alle Spiele anzeigen
Nur PlayStation 2-Spiele anzeigen
Nur Xbox-Spiele anzeigen
Nur Gamecube-Spiele anzeigen
Nur PSP-Spiele anzeigen
Nur DS-Spiele anzeigen
Nur Xbox 360-Spiele anzeigen
Nur PS3-Spiele anzeigen
Nur Wii-Spiele anzeigen
Spiele: » Releases | » Alle Spiele | » Neue Spiele | » Was ist neu?
 Go  
Magazin: » News | » Kommentare | » Forum | » Editorials | » User-Liste | » Über uns | » RSS
Master-Review:   » drucken    » versenden

Metal Gear Solid 3: Snake Eater

» Autor: Georg Gruber
» Datum: 25.03.2005
» Gesamtwertung:
/5
5/5: Pflichtkauf
uneingeschränkte Empfehlung.
Wie wir bewerten
Hideo Kojima am Gipfel seines kreativen Schaffens - Metal Gear Solid 3: Snake Eater ist der ultimative Spiel-Film für die PS2.

Der 1998 für die PSX erschienene erste Teil von Metal Gear Solid war einer der ganz großen Wegbereiter für den Erfolg des Stealth-Action-Genres. Der ansprechende Mix aus spannender Story, Stealth-Gameplay, notwendiger Portion Action
und exzentrischem Kojima-Touch soll auch im dritten Teil Unterhaltung pur garantieren. Doch nun erfährt die MGS-Serie einen drastischen Wandel, handelt es sich doch bei Snake Eater um ein Prequel, das im Jahr 1964 spielt und mit völlig neuen Gameplay-Elementen aufwartet. Auffälligste Änderung ist wohl die Umgebung. Ein großer Teil der Handlung spielt sich nicht mehr in engen Räumen und Gebäuden, sondern in einem riesigen Dschungel und im Freien ab. Ob Snake Plissken auch in der James-Bond-Ära eine gute Figur macht, erfahrt ihr in unserem Master-Review.

Zitate, Anspielungen und ironischer Humor
Als großer MGS-Fan fieberte ich dem Erscheinen des dritten Teils mit großer Freude aber auch nagender Skepsis entgegen. Groß war die Vorfreude über das 60er-Jahre-Flair und dass endlich wieder ein echter Mann (=Snake) und nicht irgendein
» Aufgeheizte Stimmung beim Boss-Fight.
Milchbubi (=Raiden) das Ruder übernimmt. Zweifelnd betrachtete ich jedoch die neuen Spielkonzepte rund um Kampf im Dschungel und Nahrungssuche. Doch alle Sorgen sind vergessen! Nach der etwas langatmigen ersten Mission hat man sich akklimatisiert, eine ausgiebige Mahlzeit aus Schlange, Ratte oder Krokodil hinter sich und ist mit der Steuerung vertraut. Als Belohnung winkt das fulminante Intro, das selbst James Bond alt aussehen lässt. Der Kojima-Humor ist dabei allgegenwärtig. Einerseits gibt es kleine Seitenhiebe auf die Konkurrenz (etwa Halo und GTA) und andererseits mischen sich immer wieder geistreiche Anspielungen und Witze über die aktuelle Film- und Popkultur in die zahlreichen Codec-Funksprüche mit der Basis. Die Story soll hier nicht gespoilert werden, nur so viel sei verraten: Snake wird die eine oder andere Überraschung erleben und nichts – absolut nichts und niemand – ist genau das, was man am Anfang vermutet.

Ich glaub, ich bin im Dschungel
Im großen Gegensatz zum direkten Vorgänger durchstreift man im dritten Teil zu 60% offenes Gelände, Dschungelpassagen - Gebäude nur zu 40%. Die Story des Prequels spielt im Jahre 1964 und schlägt sich auch dementsprechend
» Gute Tarnung ist die halbe Miete.
in der Ausrüstung nieder. Offensichtlichster Beweis dafür ist das fehlende Radar rechts oben am Bildschirm, was die beklemmende Outdoor-Atmosphäre noch verstärkt. Man muss sich also wirklich auf die eigenen Augen und vor allem die Ohren verlassen, wenn man sich unbemerkt durch das Dickicht schlagen will. Die Grafik ist erstklassig: Angefangen bei der Umgebung bis hin zu wehenden Grashalmen, Wasser- oberflächen oder blendenen Sonnenstrahlen wirkt alles äußerst lebendig und realistisch. Was Konami aus der PS2 herausholt ist umwerfend. Es gibt kaum ein schöneres Spiel als MGS3. Dschungel, Umgebungen und Gebäude sind hervorragend in Szene gesetzt. Die Charaktermodelle sehen perfekt aus und bewegen sich dank Motion-Capturing äußerst realistisch. Vor allem Spezialeffekte wie, Schatten, Feuer oder Explosionen sind spektakulär. Negativ fällt nur das unflexible Kamerasystem auf, das öfters die Übersicht behindert. Auch die Cutscenes präsentieren sich in Bestform und man glaubt manchmal einen Spielfilm zu sehen. Die Entwickler wissen, wie man eine PS2 richtig programmiert und MGS3 überzeugt nicht zuletzt dank einer stabilen Framerate. Respekt haben sich aber vor allem die Sounddesigner verdient. Oftmals hört man eine Gefahr bevor man sie mit freiem Auge erkennen kann. Das ist äußerst hilfreich, da man so die Position von Gegnern oder potentiellem Frühstück ausmachen kann. Dass der Dschungel kein Spielplatz ist, verdeutlichen auch die versteckten Fallen (Abgründe, Stacheldraht, elektrische Zäune oder wirklich fiese Booby-Traps), die man nur durch behutsame und vorsichtige Vorgehensweise identifizieren kann. Vor allem die gelungene Dolby Pro Logic II Unterstützungmacht ausgeprägtes Richtungshören möglich. Jeder kleine Grashalm, jeder Zweig am Boden verursacht Geräusche, woran ihr entdeckt werden könnt. Umgekehrt werdet ihr aber so auch auf einen Gegner aufmerksam. Schließlich rundet der abermals von Harry Gregson-Williams komponierte Klangteppich das Spiel ab.

Camouflage Index und CQC
Größte Gameplay-Neuerungen sind der Camouflage-Index, das Nahkampfsystem CQC, die Nahrungsversorgung und das Heilungsmenü. Camouflage ist der Begriff für Blendanstriche oder Tarnanzüge, wie sie das Militär verwendet.
» CQC in voller Action!
Per Menü kann Snake je nach Terrain eine andere Tarnung für Gesicht und Körper wählen. Am Bildschirm informiert euch eine Prozentzahl, wie sichtbar hier seid. Ab 90% können euch Wachen praktisch nicht mehr entdecken, außer sie kommen euch ganz nahe. Je nach Körperhaltung ergibt sich ein anderer Wert und so könnt ihr immer ablesen, wie gut eure Stealth-Technik ist. Im Lauf der Geschichte stoßt ihr immer wieder auf mehr oder weniger nützliche Tarnungen, die ihr eurer Sammlung hinzufügen könnt. Es gibt auch ganz ausgeflippte Gesichtsbemalungen (EU-exklusiv in den Landesfarben) und Tarnanzüge wie etwa den GA-KO, der eine geheimnisvolle Spezial- funktion hat.
Das Nahkampfsystem CQC (Closed Quarters Combat) wurde rundum erneuert. Auch ohne Waffe ist Snake nun extrem gefährlich und kann Gegner mit wuchtigen Schlag- und Trittcombos unschädlich machen. Kein MGS-Spiel ohne coole Gadgets: neben Minensuchgerät, Bewegungssensor oder Rattenfalle steht Snake auch ein riesiges Waffenarsenal - angefangen von Messer, Pistole, über automatische Waffen bis hin zum Raketenwerfer – zur Verfügung. Wieder mit dabei ist ein hilfreiches Päkchen Smokes (MGS-Fans wissen wozu die ungesunden Glimmstängel dienen) und es gibt noch eine Menge anderer lustiger Spielzeuge.

Snake Eater und Medicine Man
Metal Gear Solid 3 trägt nicht umsonst den Untertitel Snake Eater, denn der Verzehr von Nahrung ist eine der auffälligeren Neuheiten der MGS-Serie. Es gibt fast keine Rationen mehr und die Lebensenergie kann nur indirekt durch
» Ein junger alter Bekannter.
Nahrungsaufnahme beeinflußt werden. So lange ihr genug zu beißen habt, heilt sich Snakes Körper von selbst. Aber Mutter Natur meint es gut mit euch und so findet ihr fast überall auf Anhieb mehr (Haserl und Rehe) oder weniger (Schlangen und Krokodile) nette Proteinspender sowie zahlreiche pflanzliche Kost, die eine herzhafte Diät ermöglichen. Insgesamt gibt es 60+ Arten von verschiedenen Nahrungsmitteln, die gleich - oder im Rucksack verstaut und später - verzehrt werden können. Witziges Detail: Snake gibt zu jeder Mahlzeit einen Kommentar ab, wie es ihm geschmeckt hat und sorgt so für zahlreiche Lacher. Sollte sich unser Hero einmal gröber verletzen (z.B. eine Nahrungsmittelvergiftung), so ermöglicht das Heilungsmenü die Verabreichung von Medizin, das Bandagieren von gebrochenen Knochen und das Desinfizieren von Schnitt-, Brand- und Schusswunden.

Traumhafter Spiel-Film mit exzellenter Besetzung
Was die MGS-Serie immer schon auszeichnete war die ansprechende Atmosphäre, eine mitreissende Story sowie interessante Charaktere. Zwar übertreibt Hideo Kojima zuweilen mit Anzahl und Länge der Cutscenes, doch auch hier hat
» The Boss ist eine geheimnisvolle Frau.
Konami zahlreiche Detailverbesserungen vorgenommen. Die komplett in Spielgrafik dargestellten Zwischensequenzen gehören zum Besten, was es derzeit auf Konsolen zu sehen gibt. Vor allem die Charaktermodelle (Gesichtszüge, Gesten und Bewegungsabläufe) sind sehr realistisch und detailliert ausgefallen. Die Entwickler haben aber das Feedback ernst genommen und so gibt es jetzt auch Möglichkeiten zur Interaktion. Mittels der Dreieck-Taste kann man die Kamera in den Cutscenes nachjustieren oder (in ausgewählten Situationen) per R1-Taste das Geschehen auch aus der Ego-Perspektive betrachten. Vor allem bei Boss-Kämpfen wird das hektische Kampfgeschehen oftmals durch Dialoge unterbrochen, was aber selten stört und meistens noch mehr Spannung erzeugt. Besonders aufregend ist der vorletzte Boss-Fight, in dem man im Jeep über einen Flugplatz hetzt. Die hier gebotenen Kamerafahrten sorgen bei mir heute noch für eine lustvolle Gänsehaut. Apropos Bosse: neben einigen vertrauten Gegnern wie einem jungen Spund namens Revolver Ocelot (es wird extrem humorvoll geklärt, warum der gute Mann Revolver Pistolen vorzieht) gibt es einige interessante neue Besetzungen – allen voran The Boss, die schillernde und mysteriöse Lehrmeisterin von Snake.
MGS3 überzeugt durch extrem hohe Spieltiefe sowie einer packenden Atmosphäre. Die sensationelle Grafik und der stimmungsvolle Soundtrack zählen auf der PS2 zur Spitzenklasse. Die Story ist enorm spannend und hält so manche atemberaubende Wendung für euch parat. Hideo Kojima kam seinem Ziel, ein Spiel wie einen Spielfilm zu inszenieren in ehrfurchterbietender Weise nahe wie nie zuvor. Zahlreiche Cutscenes sind so intensiv und mitreissend, dass sie einen vergessen lassen, nicht im Kino zu sitzen.

European Extreme Bonus
Das lange Warten auf die europäische PAL-Version von MGS3 wurde durch einige Extras versüßt. Neben weiteren Schwierigkeitsgraden und den Nationalfarben als Gesichtbemalung gibt es das Demo Theater, in dem alle Cutscenes noch einmal betrachtet werden dürfen. Leider hat Konami diesmal keine Bonus-DVD (wie bei Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty) spendiert. Alles in allem ist der zusätzliche Inhalt nett aber kaum mehr als ein müdes Add-On. Obwohl Hideo Kojima die EU-Version zum persönlichen Liebling erklärt hat, ist das nur ein schwacher Trost für den nicht vorhandenen 60Hz-Modus.
Pro
Exzellente Grafik
Gelungender Soundtrack
Mitreissende Spielfilm-Story
Verbessertes Gameplay
Kojima-Humor ist allgegenwärtig
Gute Spieldauer & Replay-Value
Contra
Viele Cutscenes
Veraltetes Kamerasystem
Trial and Error
Fazit
Selten fällt eine Spielebewertung so leicht: Metal Gear Solid 3: Snake Eater ist ein Pflichtkauf ersten Ranges und kann jedem PS2-Besitzer wärmstens empfohlen werden. Konami und Hideo Kojima haben ein künstlerisch sowie spielerisch ansprechendes Meisterwerk geschaffen, das in keiner Sammlung fehlen sollte und mit eleganter Leichtigkeit Anwärter auf das Spiel des Jahres ist. Angefangen bei sagenhaft schöner Grafik und genialem Soundtrack über den riesigen Umfang bis hin zur unglaublichen Detaildichte ist bei MGS3 alles erstklassig. Neues Gameplay, verbesserte Gegner-KI und eine spannende Story steigern den Reiz des Spiels gegenüber den Vorgängern abermals. Perfekt wurde auch die Spieldauer gewählt: Snakes Abenteuer sorgt je nach Schwierigkeitsgrad und eigener Vorliebe für ca. 20 bis 25 Stunden Action. Selbst wenn man den Abspann bereits gesehen hat, verliert MGS3 kaum an Reiz, da es dank zahlreicher freispielbarer Extras und dem unverwechselbaren Humor Marke Hideo Kojima hohen Replay-Value besitzt.
Infos
Erhältlich für
Genre
Action • Stealth
Publisher
Konami
Entwickler
Konami
Website
www.konami.com/...
Release
04. März 2005
Spiel kaufen
»  Game World
»  game4game
User-Bewertung
94
42 Bewertungen
13 Reviews
Features
userrankings.com    » Werbung | » Impressum/Kontakt | » Hilfe    © 2003 - 2008
RSS News RSS Reviews www.sevenpixel.com  0.1296