Infos
|
» Spielzeit: |
18 h |
|
|
» Grafik: |
85 |
|
|
|
» Sound: |
100 |
|
|
|
» Spielspaß Solo: |
90 |
|
|
|
» Spielspaß Multi: |
- |
|
|
|
» Gesamtwertung: |
95 |
|
|
Pro
|
|
 |
|
spitzen Soundtrack |
|
|
|
 |
|
geniale Story |
|
|
|
 |
|
intelligente Neuerungen |
|
|
|
 |
|
super Atmosphäre |
|
|
|
 |
|
Setting rundum gelungen |
|
|
Contra
|
|
 |
|
Anschleichen teils schwer |
|
|
|
 |
|
Spielkamera |
|
|
|
 |
|
Alarm zu lang |
|
|
Qualität
|
Wer bin ich?
Die Story von Snake Eater ist diesmal in den 60ern angelegt, genauer gesagt zur Zeit des kalten Krieges. Das Wettrüsten der Russen und Amerikaner ist im vollen Gange - die Kubakrise tritt ein. Die Russen haben Raketen auf Kuba stationiert und bedrohen die Amerikaner, die wiederum die Gegenseite mit in Deutschland und der Türkei platzierten Raketen einschüchtern. Man einigt sich die Waffen zurückzuziehen.....offiziell. In Wahrheit händigen die Amerikaner den Erbauer einer mächtigen Waffe an die Sowjets aus. Diese Waffe ist noch nicht fertig gebaut und dazu soll es auch niemals kommen. Bei der Waffe handelt es sich um einen Panzer der Nuklearraketen von jedem nur erdenklichen Ort aus abschießen kann - der Shagahod. Die Fertigstellung darf natürlich niemals stattfinden und somit wird ein Agent in die Sache eingeschleust, der Sokolov, so heißt der Erbauer, zurück in sicheres Territorium bringen soll. Dieser Agent ist Solid Snake. Doch ist er es wirklich...?
Ab in den Dschungel
Um Sokolov aus seiner unliebsamen Lage zu befreien, muss Snake durch einen riesigen Dschungel und um dadurch zu kommen hat sich Konami für den 3. Teil eines ganz groß auf die Brust geschrieben: Survival. Dies ist auch bitternötig, denn es hat sich einiges geändert. So hat Snake diesmal eine Ausdauerleiste unter seinem herkömmlichen Gesundheitsbalken. Diese sollte möglichst im maximalen Bereich gehalten werden, ansonsten müsst ihr einiges hinnehmen. Z.B. das ihr einen unruhigen Waffenarm habt, das ihr anfälliger für Wunden seid und diese zu eurem Unglück auch noch langsamer heilen. Esst also schön fleißig und sammelt Nahrung ein, die euch Flora und Fauna bieten. So könnt ihr Tiere betäuben oder erlegen und sie in einem Käfig mit euch tragen um sie später zu essen. Auch Früchte lassen sich von Bäumen holen. Dabei solltet ihr auch darauf achten das die Fressalien nicht schlecht werden. Je nach dem was für Nahrung ihr zu euch nehmt, wirkt sich diese auch entsprechend anders auf euren Körper aus. Außerdem wird damit auch ein knurrender und somit auffälliger Magen besänftigt.
Hat es euch doch einmal erwischt solltet ihr in euer Kurier-Menü gehen. In diesem könnt ihr eure Wunden und Krankheiten behandeln. Dafür stehen euch verschiedene Medikamente und Utensilien wie euer Messer zur Verfügung. Behandelt ihr eure Wunden, wie etwa Giftpfeiltreffer nicht, kann euch das später leicht das Leben kosten.
Der Feind ist unsichtbar....Snake auch
Eine weitere Neuerung ist, dass der aus den Vorgängern bekannte Radar komplett wegfällt. Ihr könnt weder sehen wo euer Feind ist, noch wo er gerade hinschaut. Das macht das Spiel um eine ganze Ecke schwerer und zwingt euch zur Vorsicht. Das ist jedoch nicht schlecht, denn die Spannung und die Atmosphäre steigen dadurch erfreulicherweise. Dennoch ist es Anfangs etwas ungewohnt, weshalb Gegenstände wie Fernglas, Thermo- und Nachtsichtbrille einen häufigeren Einsatz haben. Nur so könnt ihr eure Feinde ausmachen und sie umgehen. Damit die Sache fair bleibt, kann Snake nun auf ein umfangreiches Camouflage Menü zurückgreifen, in dem ihr euch mit Kleidung und Gesichtsbemalung eurer Umgebung perfekt anpassen könnt. [Ein Beispiel: Vor euch erstreckt sich ein großes Wiesenfeld in dem eine Wache Patroullie schiebt. Wenn ihr pechschwarz durch das Feld robbt, wird die Wache euch mit großer Wahrscheinlichkeit entdecken. Wechselt ihr eure Klamotten und schlüpft in einen grasgrünen Anzug, kombiniert mit passender Gesichtsfarbe, könnt ihr quasi problemlos vorbei. Natürlich solltet ihr euch auch leise dabei verhalten. Wie gut ihr getarnt seid, könnt ihr an der passenden Anzeige rechts oben auf eurem Bildschirm erkennen.
Nicht nur feindliche Soldaten machen euch das Leben schwer, nein, auch Fallen, wie etwa auf euch zu schwingende und mit Stacheln versehene Baumstämme, die dem Film Predator entsprungen sein könnten. Dazu kommen die Tücken des Dschungels selber. Sumpfgebiete sollte man z.B. ebenso vermeiden wie gefräßige Krokodile und giftiges Getier wie Schlangen, Spinnen und Skorpione. Diese kann man jedoch als Nahrung zu sich nehmen.
Um sich unliebsames Getier und auch die Sowjettruppen vom Halse zu schaffen, erhält Snake im Laufe seines Auftrages ein breites Arsenal an Waffen. Tödliche und betäubende Pistolen, Maschinen- und Präzisionsgewehre und anderes schweres Gerät sind dabei genauso vom großen Nutzen wie das Messer was Ihr zusammen mit Pistolen in einem neuen Kampfsystem einsetzen könnt: dem CQC (Close Quarters Combat). Das CQC wird normalerweise bei Spezialeinheiten benutzt und beschreibt das schnelle Wechseln und Einsetzen von Fern- und Nahkampfwaffe. CQC lässt sich dann anwenden, wenn Ihr nahe an einem Gegner sind und dann eine von acht verschiedenen Tastenkombis betätigen. Somit lässt sich ein Gegner beispielsweise zu Boden werfen, als Schutzschild missbrauchen oder dazu zwingen einen Schalter zu betätigen. Dies bedarf am Anfang allerdings etwas Übung, zumal es nicht immer leicht ist, sich an das Opfer heranzupirschen. Weiterhin lassen sich manche Waffen in verschiedenen Feuermodi benutzen. Auch sonst ist Snake sehr beweglich. Er kann kriechen, rollen, klettern, und schwimmen. Dies ist auch alles bitternötig, denn die KI der Soldaten erweist sich als recht gut. Die Wachen haben ein ausgeprägtes Gehör und sind auch sonst nicht auf den Kopf gefallen. Entdecken sie einen, so versuchen sie sofort Verstärkung per Funk anzuordnen. Geratet ihr aus dem Blickfeld, teilt sich die Gruppe auf und durchkämmt das Gelände. Währenddessen läuft ein Countdown ab, der aus mehreren Stufen besteht und diesmal um einiges langsamer abläuft als in den Vorgängern.
Der Spion den ich liebte...
Wie schon die Vorgänger ist auch Teil 3 wieder einmal ein Garant für eine geniale Story, die einige Wendungen und Überraschungen parat hält. Part der Story ist auch wieder einmal eine Gruppe von Superschurken, die diesmal als so genannte Cobra Unit zum Vorschein tritt. Diese besteht aus sechs Mitgliedern, die allesamt etwas gemeinsam haben: Sie sind total abgedreht. Angeführt wird die Truppe von einem Koloss namens Volgin, durch dessen Körper elektrischer Strom fließt – jemand der wahrlich nichts Gutes im Schilde führt, denn auch erst ist hinter dem Shagahod her und um ihn zu kriegen, ist ihm jedes Mittel recht. Um gegen den ganzen Wahnsinn anzukommen hat Snake auch diesmal wieder Hilfe über Funk. Zur Seite stehen ihm sein Befehlshaber Major Zero, Survivalexpertin Para Medic und Waffenspezialist Sigint. Zudem greift auch Eva, eine Doppelagentin des KGB, Snake unter die Arme und bietet dabei den einen oder anderen tiefen Einblick in ihren Overall. Auch Snakes ehemaliger Mentor The Boss hilft zu Beginn über Funk. Auf Seiten der Russen steht im Übrigen jemand, den MGS Spieler nur zu gut kennen dürften, und dessen Lieblingswaffe eindeutig der Colt Single Action Army ist: Revolver Ocelot. Die Bosskämpfe zählen mal wieder zu den Highlights des Spiels, wobei einer sogar eine ganze Stunde in Anspruch nimmt.
Wie im Kino
Nicht nur die Story, die wieder aus Hideo Kojimas Feder stammt, trägt zu einem einmaligen Erlebnis bei, sondern auch die Cutscenes die auf allerhöchstem Niveau einzustufen sind und offene Münder, sowie weit aufgerissene Augen hinterlassen. In Verbindung mit dem bombastischen Sound kommt man sich vor als wäre man im Kino und würde den Blockbuster des Jahres sehen. Der Soundtrack ist einmal mehr perfekt und stellt einem auch das letzte Nackenhaar auf, was nicht zuletzt an Soundtrackspezialist Henry Gregson Williams liegt, der auch diesmal Hand angelegt hat. Die Sprecher tun ihr übriges, wobei David Hayter natürlich wieder Solid Snake seine Stimme verleiht
Auch grafisch zeigt MGS 3 was auf der PS2 noch alles möglich ist. Der Dschungel ist wirklich gelungen dargestellt. Hohe Gräser, dichte Bäume und Sträucher, sowie die verschiedensten Tiere, die über den Boden huschen und hoppeln machen das Szenario lebendig. Sonnenstrahlen die durch die Baumwipfel hindurch scheinen und die dadurch verursachten Schattenspiele sind wunderbar mit anzusehen, ebenso wie die Feuer- und Explosionseffekte. Die Entwickler haben sich wirklich Mühe zur Detailliebe gegeben. Die Animationen der Charaktere sind wahrhaft perfekt und wirken vor allem in den Cutscenes, die in Spielgrafik ablaufen, sehr realistisch. Sie selber bestechen durch brillante Kameraführung, die im Spiel selber allerdings wieder einmal nicht jedermanns Sache sein dürfte: sie ist bis auf die Ausnahme, das man sie um Snake ein wenig herumführen kann, darauf ausgerichtet, das sie ständig an unserem Raubein festklebt.
Boni für PALis
Dafür das wir Europäer wieder länger warten mussten, hat uns Konami noch ein paar nette, kleine Bonushappen auf die DVD gepresst. Neben dem Schlange gegen Affe Modus, in dem ihr gegen Kojimas Lieblingstierchen, nämlich die Affen aus Ape Escape einfangen müsst (lag schon in den NTSC Fassungen vor), kommt ihr noch in den Genuss von einem Movie Theater, wo ihr euch in aller Ruhe nochmal die freigeschalteten Sequenzen ansehen könnt. Dann gibt es noch den Battle Mode, wo ihr nochmals sämtliche Bosskämpfe bestreiten müsst und last but not least, gibt es noch exklusive Carmouflage/Masikierungen für euch. So kann man sich z.B. die deutsche Flagge ins Gesicht malen lassen.
Um Missverständnisse zu vermeiden, dieses REview liegt in einer ähnlichen Fassung auch bei Consolegamers.de vor ;>

Fazit
Konami hat mit Metal Gear Solid 3 ein wahres Meisterwerk geschaffen, mit einer Story, die beispielhaft für großes Kino sein sollte. Mir hat es wirklich einen Riesenspaß gemacht Snake nächtelang immer näher gen Spielende zu steuern. Dennoch gab es ein paar Sachen zu bemängeln. Das CQC System ist zwar wirklich ein netter Einfall gewesen, doch habe ich am Anfang eher dazu geneigt, meinen Kontrahenten beim Sterben zu helfen, anstatt sie für meine Zwecke zu missbrauchen. Es bedurfte da schon etwas Übung und auch das dazu nötige anschleichen war nicht immer einfach. Deshalb mein Tipp: Schleicht mit dem Digi-Kreuz. Des Weiteren war der Alarm ein zu großer Grund wirklich vorsichtig zu agieren. Soll heißen, dass er einfach etwas zu lange angedauert hat. Die Kamera hat mich persönlich nicht gestört und ansonsten punktet MGS 3 in nahezu allen Bereichen. Grafik und Sound sind auf allerhöchstem Niveau. Der Dschungel und das damit verbundene Camouflage- und Survivalsystem haben viel zur Atmosphäre beigetragen und sich perfekt ins Szenario eingefügt. Wer Teil 1 und 2 geliebt hat, wird Teil 3 vergöttern und für alle anderen: Meine Kaufempfehlung habt ihr. Ein Must-Have für jeden PS2-Besitzer, der mit diesem Genre was anfangen kann.

|