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Das bessere Crazy Taxi?
Das musste ja eigentlich fast so kommen: Nachdem Crazy Taxi von Sega auf den Game Boy Advance konvertiert wurde, folgt nun auch dessen Klon, The Simpsons Road Rage mit einer Version für Nintendos Handheld. Auf den Heimkonsolen hat Segas Titel klar die Nase vorn gehabt, doch wie sieht es auf dem GBA aus? Denn hier hatte Crazy Taxi mit einigen Problemen, vor allem technischer art zu kämpfen. Wie wurde das Problem bei dem Simpsons – Titel gelöst? C. Montgomery Burns hat sich das ja fein ausgedacht – Nachdem er die Busbetriebe von Springfield übernommen hat, besitzt er nun das Monopol über die öffentlichen Verkehrsbetriebe. Neben unverschämt hohen Fahrpreisen hat er die Busse auch noch mit einem Atomantrieb ausgestattet mit erheblichen Auswirkungen auf Fahrer und Fahrgäste. Seitdem machen die bisher eigentlich ganz normal die Straßen von Springfield abfahrende Busse die Gegend unsicher. Doch das lassen sich Homer und die anderen Bürger der Stadt nicht länger gefallen! Um das Monopol zu brechen, setzt sich jeder, der auch nur ein bisschen aus der Fernsehserie bekannt ist, in sein Auto und funktioniert es in ein Taxi um. Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei Road Rage um einen dreisten Crazy Taxi – Klon. Da es auch noch Leute geben soll, die Crazy Taxi noch nicht kennen, will ich hier dennoch noch mal auf das Spielprinzip eingehen: Ihr sitzt also in eurem Wagen und kurvt durch die Straßen von Springfield. Am Straßenrand stehen immer wieder irgendwelche Leute, die dringend irgendwo in der Stadt hingefahren werden müssen. Also haltet ihr euren wagen innerhalb eines bestimmten Radius um den Kunden an und lasst ihn einsteigen. Der nennt euch dann das Ziel und ab geht die Post. Im Gegensatz zur Realität verdient ich hier nämlich umso mehr, je schneller ihr euren Fahrgast am gewünschten Zielort abliefern könnt. Außerdem erhaltet ihr dringend benötigte Bonussekunden, denn während des Spiels läuft ein knappes Zeitlimit mit. Im Gegensatz zum Sega - Spiel sind die Fahrgäste nicht noch nach Entfernung vom Zielort differenziert, dafür gibt es andere neue Ideen: Manche Fahrgäste wollen nämlich sicher zu ihrem Ziel gebracht werden. Dann heißt es für euch dem anderen Verkehr ausnahmsweise mal ausweichen. Schafft ihr es, ohne einen Rempler den Fahrgast abzuliefern erhaltet eine Bonusprämie und zusätzliche Sekunden auf euer Zeitkonto. Andere Fahrgäste wollen wiederum, dass ihr besonders viel auf eurer Fahrt zerstört – dieser Wunsch ist euch natürlich Befehl. Insgesamt warten sechs relativ kleine Stadtteile darauf, von euch verwüstet zu werden. Allerdings müssen diese erst freigespielt werden, denn Anfangs ist nur ein Gebiet und nur eine handvoll Fahrer freigegeben. Mit dem im Spiel verdienten Geld kauft ihr euch weitere Gebiete und Fahrer hinzu. Als weitere Spielmodi bietet euch The Simpsons Road Rage die drei Optionen Gib Gas, Sonntagsfahrer und Missions-Modus. Im Gib Gas Modus sitzt der Passagier bereits bei euch im Auto, und ihr müsst ihn mit eurer Fahrweise unterhalten, damit er kräftige Trinkgelder springen lässt. Dazu macht ihr Hindernisse platt, lasst andere Fahrzeuge durch rammen durch die Luft segeln oder nutzt diese als Schanze, springt über richtige Sprungschanzen und lasst euch mit möglichst hoher Geschwindigkeit von der Radarfalle ablichten. Der Sonntagsfahrermodus erlaubt es euch, ganz gemütlich ohne Zeitdruck mit oder ohne Fahrgäste durch die Gegend zu gondeln. Dabei könnt ihr euch alle Abkürzungen und Seitenstraßen einprägen, damit ihr sie im eigentlichen Spiel nicht mehr suchen müsst. Interessanter ist der Missionsmodus: Hier warten verschiedene Aufgaben auf euch, die ihr nacheinander zu bewältigen habt: Ihr zerstört Zeitungskästen mit Propagandamaterial für Mr. Burns, bringt Homer nach einer Sauftour bei Moe nach Hause und Ähnliches. Dabei geht es eigentlich fast immer darum, eine bestimmte Anzahl von irgendwelchen Gegenständen zu überfahren. Schließlich gibt es für Multiplayerfreunde noch einen Zweispielermodus, in dem ihr euch Gegenseitig den einzigen im Level befindlichen Fahrgast wegschnappt und ihn für ein leckeres Sümmchen zum Zielort bringt. Rammt euch jedoch euer Gegenspieler, wechselt der Fahrgast doch glatt das Auto! Technik: Bei der Technik wählten die Entwickler von Road Rage einen anderen Ansatz als die Entwickler von Segas Crazy Taxi. Während ihr euch dort zwischen zoomenden Bitmaphäusern fortbewegt, ist die Stadt Springfield, mal abgesehen von ein paar Hügeln flach, auch die Häuser sind wie bei den SNES Mode 7 Spielen nur auf den Boden gemalt. Drüberfahren kann man aber dennoch nicht, das wird von einer unsichtbaren Barriere verhindert. Der Vorteil dieser einfacheren Darstellungsart ist die hohe Geschwindigkeit, mit der die Grafik über den Bildschirm huscht. Allerdings verkommt diese auf die Entfernung dann zu einem Pixelbrei, zudem ist es nicht immer leicht zu erkennen, wo man nun fahren kann, und wo nicht. Außerdem ist es nicht fehlerfrei, einmal bin ich auf einem Stück gelandet, auf dem man eigentlich nicht fahren kann - herunter kam ich nur durch den Abbruch des Spiels. Axels Meinung:
Mein erster Eindruck vom Spiel war eigentlich ganz gut, die Grafik war schön flott, der Wagen lies sich sehr gut steuern und das Spielprinzip macht immer noch Spaß. Doch die Game Boy Advance Fassung hat auch ein paar Nachteile. Zunächst ist da die Flache Grafik, welche zwar schön schnell ist, aber völlig unübersichtlich ist, zu schwer ist es zu unterscheiden, wo man fahren kann und wo nicht. Das zweite Manko relativiert dieses erste Manko allerdings auch wieder ein bisschen. Es gibt in jedem Stadtgebiet nur wenige Start- und Zielpunkte, an denen ihr die Fahrgäste aufsammeln und wieder abliefern könnt, so dass ihr die wenigen möglichen Strecken recht schnell auswendig kennt und blind fahren könnt. Als Drittes stört mich noch der fehlende Batteriespeicher, eure Fortschritte müsst ihr als „Bilderpasswort“ (acht verschiedene Portraits von Simpsons - Charakteren) aufschreiben. Zum Schluss möchte ich noch die weiteren Spielmodi positiv erwähnen, die etwas Abwechslung in das Spiel bringen und durchaus zumindest kurzzeitig Spaß machen. |
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