Infos
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» Spielzeit: |
0 h |
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» Grafik: |
87 |
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» Sound: |
88 |
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» Spielspaß Solo: |
87 |
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» Spielspaß Multi: |
- |
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» Gesamtwertung: |
87 |
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Pro
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Grafik |
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Sound |
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Rendersequenzen |
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Progressiv Modus |
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Offenes Missionsdesign |
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Contra
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Keine epische Geschichte |
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Niedriger Schwierigkeitsgrad |
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Kämpfe bieten nicht soviel Tiefgang |
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Minispiele nicht Jedermanns Geschmack |
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Schwache PAL-Anpassung |
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Qualität
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Final Fantasy X-2
„Alles begann als ich dich auf diesem Sphäroid sah…“ So beginnt wohl eines der am meisten umstrittenen Rollenspielprojekte der Videospielgeschichte. Zum ersten Mal veröffentlicht Square Enix (ehemals: Squaresoft) nämlich einen direkten Nachfolger zu einem Final Fantasy Spiel. Viele Spieler befürchten, dass dies nun zur Regel werden könnte und die Qualität der Final Fantasy Reihe aufgrund der Einfallslosigkeit der Entwickler deutlich absinkt.
Die Geschichte von Final Fantasy X-2 steht unter dem Motto: „Entdecke die Wahrheit hinter Yunas Geschichte.“. Nach dem endgültigen Sieg über Sin weht in Spira ein frischer Wind und mit diesem nähern sich auch neue Gefahren, welche die „ewige Stille Zeit“ bedrohen. Doch Yuna will sich eigentlich nicht mit den Problemen Spiras befassen, sondern versucht zusammen mit ihren neuen Gefährten, einen bestimmten Freund zu finden. Yuna glaubt, dass dieser noch am Leben ist, da sie ihn auf einem Bildsphäroid erkannt hat.
Besitzer des Vorgängers wissen natürlich sofort um wen es sich hierbei handelt und gerade deswegen ist dieses Spiel auch so umstritten. Dennoch sollte man erst einmal Abstand von diesem Punkt nehmen und sich objektiv der Fortsetzung von Yunas Geschichte widmen. Final Fantasy X-2 unterscheidet sich was das Spielprinzip angeht deutlich von seinem Vorgänger. Ihr folgt nicht mehr strikt dem vorgegeben Pfad, sondern könnt von Anfang an frei nach eurem Geschmack die Missionen in ganz Spira erfüllen. Selbstverständlich gibt es Pflichtmissionen die ihr auf jeden Fall absolvieren müsst, allerdings wann, steht euch völlig offen. Mit eurer Missionswahl und Entscheidungen während des Spiels beeinflusst ihr sehr deutlich den Spielverlauf, weshalb Final Fantasy X-2 auch über mehrere Enden verfügt. Im Gegensatz zu anderen Rollenspielen endet Final Fantasy X-2 aber nicht automatisch mit dem Spielende, denn dank des neuen Progressiv Modus könnt ihr das Spiel nochmals aus einer anderen Sichtwarte durchspielen und dabei eure erspielten Gegenstände, Geld und Fähigkeiten behalten. Damit ihr das Spiel wirklich zu 100% durchspielen könnt sind also mindestens zwei Durchgänge von Nöten.
Erneut wird die Geschichte des Spiels in sehr ansehnlichen Zwischensequenzen präsentiert, die technisch ein wenig aufgebohrt wirken im Vergleich zum Vorgänger. Auch dieses Mal erlebt Yuna ihre Geschichte nicht alleine, sondern erhält tatkräftige Unterstützung durch Rikku und Paine. Rikku ist Besitzern von Final Fantasy X selbstverständlich ein Begriff, Paine hingegen ist die Neue im Bunde und über ihre Vorgeschichte ist nichts bekannt. Hier wird gleich wieder ein Unterschied zu den bisherigen Final Fantasy Teilen deutlich, denn in diesem Spiel stehen euch von Anfang bis Ende nur diese drei Charaktere zur Verfügung. Ihr werdet also keine Ab- und Neuzugänge in der Party zu verzeichnen haben.
Final Fantasy X-2 erzählt zwar erneut auf gefühlvolle Art und Weise Yunas Geschichte, aber ein episches Meisterwerk darf man wahrlich nicht erwarten. Die Geschichte ist einfach grundsolide und bietet eben einen passenden Rahmen für das offene Missionsdesign des Spiels, erfahrene Rollenspieler werden allerdings von keiner der Wendungen im Spiel sonderlich überrascht sein. Den wahren Tiefgang bezieht das Spiel durch das sehr gut gelungene Charakterdesign und die verschiedenen Erzählperspektiven. So werdet ihr viele alte Bekannte in Spira treffen und könnt ihren weiteren, teilweise traurigen, Weg mitverfolgen und beeinflussen. Aber auch die neuen NPCs fügen sich gut in das Gesamtbild der Final Fantasy X Welt ein und warten mit so manchem interessanten Gespräch auf.
Aber nicht nur das Missionsdesign hat sich verändert, sondern auch das Kampf- und Charakterentwicklungssystem. Anstatt des Sphärobretts aus Final Fantasy X bekommt ihr es jetzt mit einer Kostümpalette für jede Heldin zu tun. Während des Spiels werdet ihr nämlich spezielle Kostümsphäroiden entdecken, welche ihr in die Paletten einsetzen könnt. Jeder Kostümsphäroid birgt andere Fertigkeiten in sich, so werdet ihr unter anderem die Sphäroiden für Weißmagier, Schwarzmagier, Diva, Schütze, Berserker, Dunkler Ritter und andere entdecken können. Das entscheidende an diesem System ist, welche Kostümsphäroiden und wie ihr sie in der Palette anordnet. Denn während der Kämpfe könnt ihr zwischen den verschiedenen Sphäroiden hin und her wechseln und somit eure Charakterklasse und Fähigkeiten wechseln. Weiters könnt ihr jede Heldin mit drei zusätzlichen Accessoires ausrüsten um ihnen zusätzliche Fähigkeiten zu verleihen oder ihre Statistiken zu verbessern. Im Gegensatz zu Final Fantasy X sammeln eure Charaktere wieder auf klassische Art und Weise Erfahrungspunkte um die nächste Stufe zu erreichen und ihre Statistiken wie HP, MP oder Angriff zu erhöhen.
Habt ihr eure Charaktere richtig ausgerüstet könnt ihr euch in die zahlreichen Zufallskämpfe stürzen, die ihr dieses Mal wieder in einem ATB (Active Time Battle)-System bestreitet. Ihr müsst also immer warten bis sich am unteren Bildschirmrand die ATB-Leiste füllt und ihr dann endlich einen Befehl eingeben könnt. Nun müsst ihr zumeist erneut warten bis sich die ATB-Leiste für die jeweilige Aktion nochmals gefüllt hat, damit euer Befehl erfolgreich ausgeführt wird. Was sich jetzt ziemlich langsam und mühsam anhört, spielt sich ziemlich schnell und einfach, aber auch ein klein wenig hektisch. Wie schon erwähnt könnt ihr während der Kämpfe immer eure Klasse wechseln, was dem Spiel durchaus taktischen Tiefgang verleiht, aber in Realität nicht besonders häufig vorkommt. Das liegt zum einem an dem eher niedrigen Schwierigkeitsgrad und unter anderem auch am Fertigkeitensystem. Den um die neuen Fertigkeiten eines Kostümsphäroiden zu erlernen, solltet ihr so oft wie möglich mit dem jeweiligen Kostüm kämpfen. Zum Glück könnt ihr eure erlernten Fähigkeiten per Progressiv Modus auch beim erneuten Durchspielen benutzen und müsst sie euch nicht erst mühsam neu erarbeiten.
Final Fantasy X-2 wartet aber nicht nur mit Kampfmissionen auf, sondern auch mit zahlreichen Minispielen, die es zu erfüllen gilt. Da wäre unter anderem das spaßige Sphäro-Break, ein Münzspiel bei dem ihr schnell und strategisch sein müsst um Erfolg zu haben. Bei Revolverheldin müsst ihr innerhalb einer bestimmten Zeit so viele Monster wie möglich abschießen und versuchen den vorgegeben Highscore zu brechen. Dies soll euch nur einen kleinen Eindruck vom vielseitigen Spielprinzip von Final Fantasy X-2 bescheren.
Technisch gesehen wäre Final Fantasy X-2 ähnlich wie sein Vorgänger auch über jeden Zweifel erhaben, allerdings hat Square Enix erneut keine besonders gute PAL-Anpassung vorgenommen. Trotz der PAL-Balken wirken die Figuren während des Spiels nicht gestaucht, so wie es bei Final Fantasy X der Fall war. Die Grafik von Final Fantasy X-2 gleicht logischer Weise der des Vorgängers, allerdings wirken die Charaktere noch einen Tick detaillierter und auch die Umgebungen sind noch etwas abwechselungsreicher geworden, wirken aber auch etwas popiger. Sehr schön sind Square Enix auch die Verwandlungsanimationen und Lichteffekte während der Kostümwechsel gelungen, allerdings werden die meisten Spieler diese schon nach kurzer Zeit deaktivieren, um die Kämpfe etwas zu beschleunigen. Die Rendersequenzen sind den Entwicklern ebenfalls wieder sehr gut gelungen und zeigen erneut der Konkurrenz wo es langgeht.
Musikalisch hat das Spiel ebenfalls einen deutlichen Wandel vollzogen, so werdet ihr neben klassisch angehauchten Melodien, auch Pop (J-Pop) Stücke zu hören bekommen. Die passen allerdings sehr gut zum Spiel und machen die Veränderung nochmals etwas deutlicher. Wie schon im Vorgänger weiß auch die englische Sprachausgabe erneut zu begeistern, wodurch sich die Atmosphäre deutlich steigert.
Abgesehen von der schwachen PAL-Anpassung kann man Final Fantasy X-2 im Prinzip keine wirklich schlimmen Kritikpunkte ankreiden. Trotzdem wird das Spiel die Rollenspielgemeinschaft weltweit spalten. Viele Spieler werden sich an der eher einfach gehaltenen Rahmenhandlung, den Minispielen und dem popigen Design der Welt stören. Andere Spieler werden sich wiederum davon nicht beirren lassen und in ein neuartiges Rollenspielabenteuer eintauchen, was sie für viele Stunden an den Bildschirm fesseln wird.

Fazit
Obwohl ich besonders viel wert auf eine epische Geschichten lege und nicht gerade ein Fan von Minispielen bin, hat mich Final Fantasy X-2 einfach begeistert. Das Game spielt sich einfach wunderbar flüssig und ich wollte unbedingt die komplette Story mit allen möglichen Enden erleben. Außerdem hat es mich interessiert wie es mit jedem Charakter in Spira weitergeht und ich wollte alle ihre Facetten entdecken. Für mich ist Final Fantasy X-2 einfach ein spaßiges Rollenspielerlebnis der etwas anderen Art.
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